Social Media für Franchise-Unternehmen: Franchisegeber aufgepasst!

29.03.2018 07:50 | Ein Unternehmen gründen

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Immer noch ist zu viel Zurückhaltung zu verspüren, dabei sind die Chancen doch so groß. Sicher – es kann auch schiefgehen, wenn man sich auf beim Twittern aus dem Fenster lehnt, doch das ist kein Argument. Wagnisse müssen in Angriff genommen werden, zumal bei steigender Beliebtheit, derer sie sich erfreuen. Vornehmes Kneifen gilt nicht, man sollte sich jedoch ebenso wenig als blutiger Anfänger zu erkennen geben. Zur Not muss eben ein externer Profi ran, wenn sich im Mitarbeiterkreis niemand finden sollte, der sich ausreichend auf die Erfordernisse der sozialen Medien spezialisieren konnte.

Social Media für Franchise-Unternehmen als Franchisegeber-Pflicht

Sie stellen zweifellos eine Herausforderung für den Franchisegeber dar. Einerseits muss er sie so effektiv wie möglich nutzen, andererseits seine Getreuen im Franchising davon abhalten, nicht Erwünschtes in die Welt zu setzen. Und das ist schnell geschehen. Da wäre eine Koordinierung von kompetenter Seite nicht das Schlechteste, um einen seriösen Auftritt hinzulegen und gleichzeitig nichts anbrennen zu lassen. Probleme könnten dadurch entstehen, dass nach außen hin vergeben wird, was ein ureigenes Anliegen sein sollten. Berater für Franchise-Unternehmen sind indes nichts Ungewöhnliches, auch in rechtlicher Hinsicht oder bei Verhandlungen mit Behörden leisten sie gelegentlich gute Dienste, die allerdings zu kontrollieren sind, damit keine Verselbstständigung eintritt.

Kein Weg führt vorbei an Social Media für Franchise-Unternehmen

Wie auch immer man das Vorhaben zu handeln beabsichtigt: Die öffentlichen Kanäle der Kommunikation sind aus dem modernen Leben nicht weg wegzudenken. Franchisegeber müssen sich aus der Reserve locken, anstatt den Eindruck zu erwecken, der Entwicklung hinterherzuhinken. Sie könnten wohl auch ganz darauf verzichten und auf den persönlichen Kontakt am Standort bauen. Ob das aber funktionieren wird, wenn der erst gar nicht zustande kommt, weil die Menschen zunehmend vorher sehen möchten, was auf sie zukommt, muss mit einem deutlichen Fragezeichen versehen werden. Überaus bedenklich ist es, wenn zwar das Erkennungszeichen in Präsentationen erscheint, Darstellungen der Zentrale aber und solche vor Ort arg auseinanderklaffen.

Auf einen bereitgestellten Fundus zugreifen können

Plattformen, die für den Austausch von Argumenten geschaffen sind, dürfen zudem nicht als reines Werbemedium quasi missbraucht werden. Das schafft kein Vertrauen potenziellen Nutzern gegenüber, es hinterlässt den Eindruck, dass man sich aufdrängen möchte und nicht einmal recht weiß, wie man es anzustellen hat. Franchisegeber sollten

  • ihren Partnern hilfreich zur Seite stehen beim SM Marketing und
  • nicht dem Wildwuchs das Feld überlassen in einem sensiblen Sektor, indem sie
  • geeignete Materialien in einem Pool zur Verfügung stellen, aus dem man sich nach Bedarf bedienen kann.

Störende Tendenzen könnten damit weitgehend beseitigt sein, die Hauptarbeit wird dem Franchisenehmer abgenommen. So kann er sich voll und ganz auf die Feinheiten konzentrieren, vorausgesetzt, er findet die nötige Zeit dafür.

Abgestimmte Vorgehensweise im Dialog erarbeiten

Eigentlich müsste jeder Franchisebetrieb seine eigene PR-Abteilung unterhalten, um sämtliche Möglichkeiten auszunutzen. Allerdings dürften zahlreiche Mitarbeiter inzwischen dermaßen vertraut mit den sozialen Medien sein, dass es ihnen nicht schwerfallen sollte, adäquat mit ihnen umzugehen. Da bräuchte es dann nur noch eine Absichtserklärung, die festlegt, was erreicht werden soll und Richtlinien dafür, welche Grenzen nicht zu überschreiten sind. Auf diese Weise kommt man auch untereinander ins Gespräch und kann abweichende Zielvorstellungen angleichen. Es darf natürlich nicht zu permanenten Grundsatzdiskussionen führen, die Linie zu bestimmen ist Aufgabe desjenigen, der die Oberaufsicht führt.

Gestaltungsvorschläge Dritter kritisch hinterfragen

Selbstverständlich würden sich auch gern diverse Agenturen der Sache annehmen, ob das jedoch in erster Linie dem Vorankommen des Franchise-Unternehmens dient, darf bezweifelt werden. Je mehr äußere Einflüsse zum Tragen kommen, desto stärker müssen sie unter Umständen auch zurückgewiesen werden. Es wird kaum als besonders rühmlich empfunden, wenn ein Franchisegeber nicht für sich selbst werben kann. Schließlich tut er das ja auch bei jedem ernsten Gespräch, das zur Verpflichtung neuer Partner führen soll. Wie kann man dann an anderer Stelle so unbeholfen sein? Machen Sie einen Grundkurs, wenn es nötig ist, lernen Sie von denen, für die das Twittern und Ähnliches eine Selbstverständlichkeit ist, die zum täglichen Leben gehört.

Unverzichtbares bieten, Verfängliches ausblenden

Berührungsängste sollten, sofern sie offensichtlich existieren, möglichst geschmeidig abzubauen sein. Andererseits darf man es auch nicht übertreiben mit der gefühlten Notwendigkeit dazu, sich Aufgezwungenem unterzuordnen. Es wird so viel gepostet, auf das man auch verzichten könnte, ohne Gefahr zu laufen, dass die Welt sich nicht mehr dreht. Wenn Sie allerdings etwa einen Lieferdienst unterhalten sollten, müssen Sie sicherstellen, dass Bestellformulare überall verfügbar sind. Nur wenige schauen heutzutage erst mal vorbei, um zu sehen, was sie zu sich nehmen möchten. Sie sollten aber darauf achten, dass Sie das Verfahren nicht unnötig verkomplizieren, indem Sie Umständliches einbauen, das bloß zum Weiterklicken ermuntert. Bedienerfreundlichkeit ist durchaus erlernbar.

Nicht zwangsläufig bei Adam und Eva beginnen

Dabei muss man sich jedoch nicht unbedingt auf eigene Erfahrungswerte verlassen, kann eventuell weniger beschadet von bewährten Vorlagen Gebrauch machen und sie bei der Gelegenheit noch ein wenig ausfeilen. Wer seine Kundschaft auch nur ein einziges Mal erfolgreich vergrault hat, wird so schnell kein erneutes Interesse wecken können. Es ist nicht leicht, entsprechend der speziellen Ausrichtung im Franchising genau das Richtige für sich zu finden und erfordert eine Menge Feingefühl. Experimente sind nur eingeschränkt zulässig, obwohl man auch in dieser Beziehung keine Überängstlichkeit entwickeln sollte. Die Zukunftsaufgabe besteht darin, sich von seinen Kunden genügend abzuschauen, denn sie sind es, deren Bedürfnisse erfüllt werden müssen.

Modernes Management erfordert Flexibilität

Von ihnen gehegte Ansprüche sind durchaus verschieden. Belästigen Sie jene, die Ihnen ein offenes Ohr zu schenken bereit sind, nicht mit Schnickschnack, den keiner braucht. Davon gibt es schon genug. Stellen Sie aber unmissverständlich unter Beweis, dass Sie mit der Zeit zu gehen in der Lage sind, lassen Sie sich keinesfalls als rückständig abstempeln. Weisen Sie Ihren Franchisegeber darauf hin, wenn Sie ein Feedback erhalten haben, das zu denken gibt. Treten Sie lieber ausnahmsweise ein oder zwei Mal ins Fettnäpfchen, als eine Unzufriedenheit zu nähren, die weder Ihnen noch dem System gut bekommt. Trauen Sie sich etwas zu, anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und abzuwarten, bis sich der Sturm gelegt hat. Social Media für Franchise-Unternehmen bergen Chancen, denen man sich nicht entziehen kann.

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