Franchisegeber werden: 3 Eigenschaften, die einen guten Franchisegeber ausmachen

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franchisegeber werden

Franchising stellt nicht nur für Franchisenehmer ein lukratives Geschäftsmodell dar. Die Expansion erfolgreicher Unternehmen mittels Franchising ist ein verlockender Vorteil für Gründer. Das Unternehmen erblüht und hat noch viel mehr Potenzial als genutzt wird. Warum also nicht als Franchisesystem ausbauen?

Vom Gründer zum Franchisegeber

Wer sich entscheidet, den Schritt zu wagen und seine Marke mittels Franchising verbreiten möchte, steht vor schwierigen Herausforderungen. Nicht jedes Unternehmen eignet sich als Franchisesystem, genauso, wie sich nicht jeder Unternehmer als Franchisegeber eignet. Doch was macht einen wirklich guten Franchisegeber aus? Was sollten Sie in die Franchisewirtschaft mitbringen, wenn Sie den Schritt wagen? Im Folgenden werden 3 der ausschlaggebenden Eigenschaften beschrieben, die einen guten Franchisegeber ausmachen.

1. Franchiser als verantwortungsbewusste Teamplayer
2. Geduld und langfristige Planung
3. Leidenschaft mit einem kühlen Kopf

Als Franchiser arbeiten Sie tagtäglich mit anderen Unternehmern zusammen. Sie bauen ein System auf, das es anderen Gründern ermöglicht, selbstständige Unternehmer zu werden und dabei Ihre Marke zu verbreiten. Ihnen als Begründer dieses Systems kommt dabei ein hohes Maß an Verantwortung zu. Welche Faktoren spielen eine Rolle beim Erfolg eines Franchisesystems?

Rückhalt der Franchisezentrale
• Einsatz der Franchisenehmer
• Gute Kooperation zwischen Franchisenehmer, Franchisegeber und Zentrale

Wenn Sie einen Franchisevertrag mit einem Franchisee eingehen, vertrauen Sie darauf, dass sich dieser nach bestem Gewissen für seinen Standort einsetzen wird. Auch umgekehrt schenkt Ihr Franchisenehmer Ihnen und Ihrem System Vertrauen. Wenn die Zentrale die Franchisenehmer zu sehr ihrem eigenen Schicksal überlässt und nicht genügend Unterstützung bietet, kann das schnell zu Unzufriedenheit und mangelndem Erfolg unter den Franchisepartnern führen. Ein guter Franchisegeber muss also in erster Linie dafür sorgen, dass seine Partner mit einer Systemzentrale ausgestattet sind, die ihnen die notwendigen Mittel zum Erfolg ihres Standortes bietet.
Die Franchisenehmer sind trotzdem weitgehend selbst für ihren eigenen Erfolg verantwortlich. Und da deren Erfolg vor allem auf lange Sicht auch Ihr Erfolg ist, gilt es hier für eine gute Auswahl zu sorgen. Das Recruiting kann ein schwieriger Prozess sein, doch die sorgfältige Auswahl an Franchisepartnern erspart Ihnen spätere Sorgen.

Als Begründer Ihres Systems sollten Sie immer dafür sorgen können, dass Sie sich auf der einen Seite mit einem kompetenten Team in der Franchisezentrale und auf der anderen mit motivierten Franchisenehmern umgeben. Gute Franchisegeber scheuen hier niemals Ihren Teil der Verantwortung und das ist eben der Löwenanteil. Als Franchisegeber sind Sie dafür zuständig, dass Franchisezentrale und Franchisepartner die besten Mittel für den Erfolg bekommen und dass für eine gute Zusammenarbeit der beiden gesorgt ist.

2. Geduld und langfristige Planung

Gute Franchisegeber sind sich bewusst, dass es dauern kann, ein langfristig erfolgreiches System aufzubauen. Wer sich nur für Franchising entscheidet, um die Expansionsphase seines Unternehmens zu beschleunigen, wird später auf die eine oder andere Schwierigkeit stoßen. Franchisegeber sollten darauf achten, dass Sie an die Zukunft denken und nicht nur den kurzfristigen Gewinn. Das involviert unter anderem:

Anfangsinvestitionen
• Abwägung Eintrittsgebühren und laufende Gebühren
• Voller Einsatz für das System

Wer zu Beginn nicht investieren will und denkt, die Franchisepartner können die Kosten für den Ausbau des Systems mit den Eintrittsgebühren und der Finanzierung ihres eigenen Standortes tragen, täuscht sich. Ein Franchisesystem aufzubauen kostet nicht nur Zeit und Mühe, sondern auch Geld. Wer zu Beginn nicht investiert, spart vielleicht an der falschen Stelle.

Auch bei den Gebühren machen viele Franchisegeber den Fehler, sich zu sehr auf die Eintrittsgebühren der Franchisenehmer zu verlassen. Diese können das System zwar kurzfristig nach vorne bringen, auf lange Sicht sind es aber viel mehr die laufenden Umsatzbeteiligungen, die ein Franchisesystem tragen. Um diese möglichst profitabel für das System zu halten, gilt es wiederum, die Franchisees so gut wie möglich zu unterstützen. Denn je höher ihre Gewinne, desto höher die Umsatzbeteiligungen des Systems.
Wenn Sie als Franchisegeber wirklich ein System aufbauen wollen, das sich nicht nur über Wasser hält, sondern erblüht und richtig erfolgreich ist, müssen Sie viel Arbeit hineinstecken. Planung ist das A und O und auch wenn das System einmal läuft, gilt es, immer daran zu bleiben und für Verbesserungen zu sorgen.

3. Leidenschaft mit einem kühlen Kopf

Die beiden Eigenschaften Leidenschaft und pragmatisches Denken widersprechen sich in der Businesswelt keineswegs, sondern ergänzen sich im Idealfall perfekt. Ein guter Franchisegeber bringt folgende Eigenschaften mit:
• Leidenschaft für sein Franchisesystem
• Ehrgeiz und Zielstrebigkeit
• Pragmatisches Denken
• Kühler Kopf in unvorhergesehenen Situationen

Wer sich nicht leidenschaftlich für sein Unternehmen begeistert, wird einige Schwierigkeiten damit haben, es als erfolgreiches Franchisesystem auszubauen. Wenn Sie Feuer und Flamme für Ihr Unternehmen sind, dann bringen Sie den notwendigen Ehrgeiz mit, um es erfolgreich zu machen. Nur so können sie mit vollstem Einsatz für den Erfolg Ihres Franchisesystems kämpfen. Auch bringt Leidenschaft den notwendigen Willen, weiterzumachen, auch wenn einmal Stolpersteine und unvorhergesehene Schwierigkeiten aufkommen. Auch für die Zusammenarbeit mit den Franchisenehmern ist es wichtig, Begeisterung zu zeigen. Sie sollen Ihre Partner mit Ihrer Leidenschaft und Einsatzbereitschaft motivieren und ebenfalls für Ihr System begeistern.

Dabei ist es aber wichtig, dass Sie den notwendigen Ausgleich mitbringen. Nur wer einen kühlen Kopf bewahren und bei aller Leidenschaft immer noch pragmatisch denken kann, ist dazu fähig, langfristig vernünftige Entscheidungen zu treffen. Ansonsten kann es schnell geschehen, dass übereilte Entschlüsse gefasst werden.

Gut lässt sich auch beobachten, wie sich diese Eigenschaften bei Gründerteams zeigen. Wenn Geschäftspartner oder Freunde gemeinsam ein Franchisesystem aufbauen, kann oft beobachtet werden, wie sich diese Eigenschaften unter den verschiedenen Personen aufteilen. Der eine bringt dann oft die Leidenschaft mit, um dem System Leben einzuhauchen und es voranzutreiben und der andere, der Pragmatiker mit dem kühlen Kopf, fungiert dazu, das Unternehmen am Boden zu halten und immer die realistischen Ziele vor Augen zu führen. Ganz gespalten treten diese Eigenschaften in der Regel aber nicht auf. Die Gründungspartner sollten immerhin beide ein gewisses Maß an Leidenschaft für ihr eigenes Unternehmen mitbringen.

Ein guter Franchisegeber werden

Wie wir alle wissen, ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Trotzdem gibt es gewisse Eigenschaften, die einen richtig guten Franchisegeber von einem durchschnittlichen unterschieden. Die oben genannten Punkte sind nur 3 ausschlaggebende Eigenschaften, die den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen Unternehmen, das schnell in der Menge verschwindet und einem wirklich erfolgreichen, das sich auch in Jahrzehnten noch bewähren kann, ausmachen.

Und Sie, haben Sie die passende Gründerpersönlichkeit?

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