Franchisenehmer: 5 Tipps, wie Sie Stress vermeiden

20.06.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

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Wenn manches auch vorerst im Ungewissen bleibt, gilt eines doch als sicher: Der Franchisenehmer hat eine Menge Stress. Also heißt es, Strategien dafür zu entwickeln, ihn zu bewältigen oder noch besser gar nicht erst entstehen zu lassen. Doch wie macht man das? Man stellt sich einfach vor, es wäre doppelt hektisch, und wenn es dann bei der Hälfte bleibt, kann das nur als regelrecht entspannend empfunden werden. Ganz so einfach ist es nicht immer, die Richtung aber stimmt. Mit der Gewöhnung sinkt der Stressfaktor, einige brauchen sogar ein bestimmtes Level, um überhaupt in Schwung zu kommen.

Der Franchisenehmer hat immer gut zu tun im Franchising

Gönnen Sie sich statt des Morgenkaffees eine ordentliche Dosis Stress. Sie muss fein ausgewogen sein, zu viel davon wäre sicher schädlich, zu wenig nicht genug, um sich ausreichend abzuhärten für den Tag. Das ist die eine Seite. Vermeidungsmechanismen sind geprägt durch

  • sorgfältige Vorbereitung,
  • zielstrebiges Weiterkommen,
  • für Engpässe angelegte Reserven,
  • vorausschauende Planung als Richtschnur
  • und Souveränität im Umgang mit Zwischenfällen.

Betrachten Sie das Ganze als sportliche Herausforderung und bleiben dabei so gelassen wie nur möglich. Wenn Sie mal Dampf ablassen müssen, belästigen Sie andere nicht damit.

Was macht künftige Franchisenehmer reif fürs Franchising?

Man kann die Sache freilich auch anders sehen. Sobald die Euphorie der ersten Tage verflogen ist, stellt sich schnell ein Gefühl der Ausgebranntheit ein, wenn man dem nicht vorbeugt. Mitunter überwältigen einen die Ereignisse, doch wenn man damit rechnet, wird es womöglich weniger schlimm. Die Angst davor hilft jedenfalls nur in den seltensten Fällen weiter, sie fördert eher, was vermieden werden soll. Ein verständiges Umfeld dagegen und ein mitfühlender Franchisegeber können den drohenden Break down verhindern. Von allergrößter Wichtigkeit ist es, das passende Franchisemodell zu finden. Das bewahrt vor Konflikten, denen man sich aussetzen muss, obwohl man ihnen nicht gewachsen ist. Wer gegen sein Naturell ankämpft, kann einen hohen Preis dafür bezahlen.

Lieber ein kleines Sicherheitspolster mit erwerben

Schauen Sie nicht allzu sehr auf Summen, die Sie entrichten müssen, bauen Sie einen Zufriedenheitsbonus ein. Ein paar Euro mehr an regelmäßigen Belastungen sind dann von Vorteil, wenn man sich mit ihnen wohler fühlt als durch vermeintliche Ersparnisse, die vermehrte Anstrengungen anderer Art erfordern können. Es kann durchaus sein, dass Sie eine auslaugende Durststrecke hinter sich bringen müssen, wenn Sie zu sehr auf kurzfristige Erfolge setzen, anstatt ein lohnendes Fernziel anzuvisieren. Auch der umgekehrte Fall ist denkbar, vor allem deswegen, weil sich die konkrete Entwicklung kaum vorhersehen lässt. Verschaffen Sie sich ausreichende Rücklagen, von denen Sie bei Bedarf zehren können. Unter Umständen müssen Sie viele magere Jahre überstehen, bevor Sie die Früchte Ihrer Arbeit ernten können.

Sich selbst zu gesteigerter Disziplin erziehen

Verschaffen Sie sich Gewissheit über Dinge, die Sie kaum kalkulieren können, suchen Sie den Rat der Experten. Legen Sie vor sich selbst Rechenschaft darüber ab, was Sie in der Vergangenheit am meisten behindert hat und überdenken, wie Sie Wiederholungen umgehen sollten. So mancher Stress ist hausgemacht, und nur hier können Sie den Hebel ansetzen. Schließen Sie weitgehend aus, dass Sie selbst als auslösender Faktor in Betracht kommen könnten, wappnen Sie sich innerlich für all das, was auf Sie zukommen mag. Sie kennen Ihre Schwächen und müssen lernen, damit zu leben. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie sich in Stärken wandeln, wenn Sie damit zu arbeiten verstehen. Bekommen Sie Ihre eigene Unzulänglichkeit besser in den Griff und schieben die Verantwortung dafür nicht auf Außenstehende ab.

Wachsen im Spiegel übernommener Aufgaben

Sollten Sie dazu neigen, sich in Alltäglichkeiten zu verfransen, dann verordnen Sie Ihrem Tagesablauf eine klarere Struktur. Stellen Sie Prinzipien für sich auf, deren Nutzen Sie bislang in Abrede gestellt haben, die Sie jetzt aber weiterbringen. Es ist nie zu spät dafür, hinzuzulernen, sondern das Geheimnis des Lebens. Sie sind noch nicht so alt, dass Sie sich nicht mehr ändern könnten und auf dem erreichten Stand verharren müssten. Entwickeln Sie Ihre Persönlichkeit nach den Erfordernissen im Franchising, für das Sie sich beworben haben. Wahrscheinlich haben Sie bereits geahnt, dass sich hierin die Konturen für die nächste Stufe abzeichnen. Sobald Sie erklimmt ist, bleibt Ihnen ohnehin nichts anderes übrig, als sich darauf zurechtzufinden.

Solange noch etwas auszubügeln ist …

Nehmen Sie es als selbst gewähltes Schicksal hin, leiden Sie nicht darunter, sondern sehen es als Chance. Sie haben es nicht nötig, sich im luftleeren Raum zu perfektionieren, dafür steht Ihnen Fassbares zur Verfügung, das sich auszahlt. Muten Sie sich nicht zu viel Druck zu, geben Sie sich für den Moment mit kleinen Erfolgen zufrieden. Klopfen Sie sich auf die Schulter, wenn Sie etwas für sich selbst Bedeutendes erreicht haben, und gehen mit sich ins Gericht, nachdem Sie gescheitert sind. Die oberste Instanz ist niemand anderes als Sie allein, was Sie tun oder lassen, müssen Sie vor sich vertreten können. Und so lange, wie dies und jenes noch zu verbessern ist, können Sie es in Angriff nehmen. Das brauchen Sie sich nicht sagen zu lassen, wenn Sie keine Zweifel daran hegen.

Nicht ins Schneckenhaus verkriechen

Sollte dies jedoch zur Diskussion stehen, ist es gut, wenn jemand da ist, der Ihnen notfalls auf die Finger klopfen kann. Sie sind kein Alleinunterhalter, der alles selbst beherrschen müsste, im Franchising kommt es mehr als anderswo auf ein gelungenes Zusammenspiel an. Bleiben Sie offen für wohlmeinende Hinweise, profilieren Sie sich nicht als Egoist, der seine eigenen Möglichkeiten verkennt. Wenn Ihnen alles über den Kopf wächst, dann legen Sie eine Ruhepause ein, gewinnen Abstand und machen einen Neustart. Turbulenzen muss man nicht zwangsläufig durchstehen, man kann sie auch aus der Distanz betrachten.

Keinesfalls ins Abseits manövrieren

Und wenn Sie Beachtliches leisten konnten, dann feiern Sie entsprechend. Verleihen Sie sich einen Anerkennungs-Orden; Sie sind nicht darauf angewiesen, dass andere es tun und brauchen es nicht zu erwarten. Was zählt, ist Ihre eigene Zufriedenheit, die freilich auch nicht überborden soll, denn dann hätten Sie ja keinen Grund mehr, sich überhaupt noch anzustrengen. Gehen Sie es gelassen an, überfordern Sie sich nicht, das führt nur zur Handlungsunfähigkeit, die Sie schlecht gebrauchen können.

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