Franchisesystem aufbauen: 5 typische Fehler, die Sie vermeiden können

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franchisesystem aufbauen

Ihr Unternehmen läuft gut und Sie sind der Meinung, da lasse sich noch mehr herausholen? Sie spielen mit dem Gedanken zu expandieren und Ihre Marke weiter zu verbreiten, vielleicht sogar international? Da bietet sich Franchising als verlockendes Geschäftsmodell an. Ein Unternehmen in ein Franchisesystem auszubauen bietet viele Vorteile zur Expansion im Alleingang. Sie arbeiten mit Franchisenehmern als selbstständige Unternehmer zusammen, die weitgehend für den Erfolg ihrer eigenen Standorte verantwortlich sind. Die Expansion kann um einiges schneller und auch kostengünstiger stattfinden. Sicherlich bietet die Entwicklung eines Franchisesystems also zahlreiche Vorteile. Doch dabei gilt es auch einiges zu beachten. Die Gründung eines Franchisesystems kann ein schwieriger und komplizierter Prozess sein und um damit Erfolg zu haben gilt es, viele Fehler zu vermeiden. Im Folgenden werden 5 häufige Fehler von Franchisegebern erläutert.

1. Einschätzung des Unternehmens

Einer der größten Fehler, den Sie machen können, ist, Ihr Unternehmen falsch einzuschätzen. Auch wenn dieses erfolgreich läuft und regelmäßige Gewinne erzielt, heißt das nicht automatisch, dass sich Ihr Unternehmen für den Aufbau eines Franchisesystems eignet. Vielleicht ist es auch einfach noch nicht bereit dazu. Das Franchisekonzept sollte komplett bereit sein, bevor der erste Franchisevertrag unterzeichnet wird. Wenn Sie also ein langfristig erfolgreiches System aufbauen möchten, das auch vielversprechende Franchisepartner anlockt, achten Sie darauf, dass Sie diesen nicht ein halbfertiges Konzept anbieten, das noch nicht gut genug erprobt ist. Dies könnte nämlich folgende negative Konsequenzen nach sich ziehen:

  • Unzufriedene Franchisepartner
  • Ausbleibende Gewinne
  • Kein langfristiger Erfolg
  • Keine erfolgreiche Ausbreitung des Systems
  • Scheitern des Unternehmens oder Scheiterns eines Partners

2. Investitionen

Dass die Expansion als Franchisesystem kostengünstiger ausfallen kann, als eine herkömmliche Expansion bedeutet nicht, dass man dafür nicht investieren muss. Viele Franchisegeber verlassen sich darauf, dass ein großer Teil der notwendigen Investitionen von den Beiträgen der Franchisenehmer getragen werden kann. Doch ganz so einfach ist es leider nicht. Auch Sie als Franchisegeber müssen in den Aufbau des Systems investieren. Und das bereits, bevor Sie in irgendeiner Weise das Kapital der Franchisenehmer zu Gesicht bekommen. Planen Sie also genug Kapital ein und erstellen Sie einen Finanzierungsplan. Wenn Sie richtig kalkulieren und genug in den Aufbau des Systems investieren, ist der Erfolg um einiges wahrscheinlicher.

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3. Fortlaufende Entwicklung

Für Franchisesysteme gilt wie in jedem anderen Geschäftsbereich auch: Wer stehen bleibt, wird überholt. Franchisegeber machen oft den Fehler, ein System aufzubauen, Franchisepartnerschaften einzugehen und sich dann nach dem Erfolg Ihres Systems zurückzulehnen und alles beim Alten zu belassen. Dies kann aber ein fataler Fehler sein. Folgendes sollten Sie immer beachten:

  • Neuerungen am Markt
  • Bedürfnisse der Zielgruppe
  • Änderung der Zielgruppe
  • Konkurrenz

Der Markt ändert sich ständig. Neue Entwicklungen finden statt und Sie sollten dabei immer am Laufenden bleiben. Die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe oder sogar Ihre Zielgruppe selbst kann sich ändern und auch die Konkurrenz hält nicht still. Wenn Sie hier also nicht aufpassen, kann es sein, dass Sie trotz anfänglichem Erfolg schnell im Hintergrund verschwinden.

4. Auswahl der Franchisepartner

Achten Sie darauf, dass Sie ein Händchen dafür haben, die richtigen Geschäftspartner auszuwählen. Viele Franchisegeber achten hier nicht genug auf die nötigen Qualifikationen oder Softskills. Gerade letztere werden häufig unterschätzt. Auch müssen die Franchisenehmer einfach zum System passen. Ihre Partner können noch so qualifiziert und kompetent sein, wenn Sie nicht zu Ihrem Franchisesystem passen, bringt Ihnen das trotzdem wenig. Seien Sie also sehr sorgfältig bei der Auswahl Ihrer Partner, denn diese sollten im Idealfall langfristige Geschäftspartner werden, auf dessen erfolgreiche Zusammenarbeit Sie sich verlassen können. Folgende Eigenschaften sind dabei immer vorteilhaft:

  • Verkaufstalent
  • Geschäftssinn
  • Guter Umgang mit Menschen
  • Ehrgeiz und Zielstrebigkeit
  • Ausdauer und Widerstandsfähigkeit

Wenn Ihnen die Auswahl schwer fällt können Sie auch jemanden zu Rate ziehen. Sicher befindet sich in Ihrem Unternehmen eine Person Ihres Vertrauens, auf deren Meinung und Rat Sie sich verlassen können.

5. Umgang mit den Franchisepartnern

Ein weiterer gravierender Fehler, den Sie machen können und der sich mit Sicherheit negativ auf Ihr Franchisesystem auswirkt, ist ein schlechter Umgang mit den Franchisenehmern. Dabei gibt es verschiedene Aspekte, die beachtet werden müssen:

  • Stellung der Franchisepartner
  • Befolgung der Franchiseregeln aus dem Systemhandbuch >> Lesen Sie mehr über die Best Practices zum Franchisehandbuch
  • Input der Franchisenehmer
  • Unterstützung durch die Systemzentrale

Franchisenehmer sind selbstständige Unternehmer und somit Geschäftspartner, die sich auf derselben Ebene wie Sie befinden. Auf garkeinen Fall sollten Sie diese also wie Angestellte behandeln. Ihr Erfolg hängt genauso von Ihren Partnern ab, wie deren Erfolg von Ihrem. Es sollte also ausreichender gegenseitiger Respekt gehalten werden. Wenn Sie den Fehler machen und Ihre Franchisepartner nicht als ebenbürtige Geschäftspartner behandeln, kann es passieren, dass Sie kompetente und erfolgreiche Franchisenehmer verlieren.

Trotzdem sollten Sie von vornherein klarstellen, was die Regeln Ihres Systems sind. Immerhin gründen Sie nicht ein neues Unternehmen mit den Franchisepartnern, sondern diese schließen sich Ihrem an. Sie haben also bereits festgelegte Regeln zu den Produkten/Dienstleistungen, den Methoden und Vorgehensweisen des Systems. Die Franchisepartner müssen sich dann auch daran halten, ansonsten kann es sein, dass nicht alle Franchisestandorte die Bedürfnisse Ihrer Kunden gleichermaßen erfüllen.

Ein weiterer Fehler, den viele Franchisegründer machen, ist die Partnerschaft nicht richtig zu nutzen. Sie hören nicht auf den Rat Ihrer Franchisenehmer oder erkundigen sich nicht nach dessen Erfahrungen vor Ort. Gerade diese können aber ausschlaggebend für den Erfolg Ihres Systems sein. Die Franchisenehmer machen Erfahrungen an den Standorten, die Ihnen wichtige Auskünfte über Ihre Kunden und den Verkauf geben können. Achten Sie also auf einen regen Austausch und nützen Sie das neu gewonnene Know-how Ihrer Partner!

Nachlässigkeit bei der Unterstützung Ihrer Partner ist noch ein Fehler, der unbedingt vermieden werden sollte. Viele Franchisegeber kümmern sich nicht gut genug um Ihre Franchisenehmer und sorgen nicht für ausreichende Unterstützung durch die Zentrale. Wenn Sie die Franchisepartner aber mehr oder weniger sich selbst überlassen, missbrauchen Sie deren Vertrauen, denn wer sich einem Franchisesystem anschließt, will auch von dessen Unterstützung profitieren. Sorgen Sie also immer für eine gute Betreuung sowie ausreichend Schulungen, um Ihre Partner weiterzubilden.

Wenn Sie bereit sind, den nächsten Schritt mit Ihrem Unternehmen zu wagen, dann finden Sie hier schon einige Fehler, die Sie beim Aufbau eines Franchisesystems vermeiden können. Mit guter Planung und den richtigen Voraussetzungen sollte Ihnen und Ihrem eigenen Franchisesystem aber nichts mehr im Wege stehen!

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