Franchiseunternehmen gründen und Einstiegsgebühr: 5 Punkte, die Ihnen niemand verrät!

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5 Punkte, die Ihnen niemand verrät!

Der Zutritt zum ausgewählten Franchisesystem wird Ihnen gegen Entrichtung einer Einmalzahlung, der sogenannten Eintrittsgebühr, ermöglicht. Was es mit dieser Kostengröße auf sich hat und welche Punkte entscheidend sind, verraten wir Ihnen.

Eintrittsgebühr zur Nutzung des Dienstleistungsportfolios

Franchising beruht auf dem partnerschaftlichem Miteinander zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer. Damit diese Partnerschaft überhaupt zustande kommt, zahlen Sie eine Franchisegebühr wie auch Eintrittsgebühr an den Franchisegeber. Diese Investition in Ihre Zukunft befähigt Sie zur Inanspruchnahme folgender Leistungen:

  • Recht zur Markennutzung
  • Gebietsschutz
  • Integration ins Franchisesystem
  • Umsetzung des Geschäftskonzepts
  • Versierte Ausbildung zur Anwendung des Konzepts
  • Unterstützung in der Unternehmensführung
  • Handbuch

Grundsätzlich ist die Eintrittsgebühr als eine Art Entschädigung anzusehen, mit ihr jegliche Vorarbeit des Franchisegebers abgegolten wird. Hierzu gehören beispielsweise:

  • Aufbau der Marke
  • Entwicklung des Franchisesystems
  • Technologischer Fortschritt
  • Expertise

Eben diese Aspekte haben den Franchisegeber zu Zeiten der Franchisegründung jegliche Investitionskraft und Engagement gekostet, für dass er entschädigt werden möchte. Schließlich bereichern Sie sich bereits am ersten Tag ihrer Tätigkeit an dessen Expertise und Erfahrung im Franchising. Nicht nur Bestandteile der Vorarbeit eines Franchisegebers werden in den Eintrittsgebühren berücksichtigt. Wurden zur Umsatzsteigerung beispielsweise neue Maschinen angeschafft, fließt auch diese Investition in die Höhe der zu zahlenden Eintrittsgebühr ein. Natürlich kommen Sie auch nicht zu kurz. Der Franchisegeber ist stets bemüht, dass alle Franchisenehmer über eine ausgezeichnete Expertise verfügen. Die dafür angeordneten Schulungen müssen auch finanziert werden. Da Sie das Gemeinwohl betreffen, fließen die entstandenen Kosten über die Eintrittsgebühr ins Franchiseunternehmen zurück.

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Eintrittsgebühr als geringeres Übel zum Risiko der klassischen Existenzgründung?

Dafür stellt die Höhe der Eintrittsgebühr einen wesentlich geringen Aufwand dar, als die klassische Existenzgründung. Denn mit der Zahlung erhalten Sie ein umfassendes Leistungspaket überliefert, das Sie vor dem Begehen klassischer Anfängerfehler eines Existenzgründers bewahrt. Der sich daraus ergebende Wert stellt die Eintrittsgebühr dar.

Höhe der Einstiegsgebühr sagt nichts über die Rentabilität aus

Die Höhe der zu zahlenden Eintrittsgebühr variiert von System zu System. Dahingehend bewegen sich die Eintrittsgebühren von aktiven Franchisesystemen in Deutschland in einem Bereich zwischen 1.000 und 20.000 Euro. Eine außerordentlich hohe Eintrittsgebühr von mehr als 50.000 Euro kommt in wenigen Franchiseunternehmen vor. Trumpft das ausgewählte Franchisesystem mit einer hohen Eintrittsgebühr auf, bedeutet das zwangsläufig nicht hohe Renditen. In dem Zusammenhang sollte Ihr Augenmerk weniger der versprochenen Rendite gelten, sondern vielmehr dem Leistungsumfang des Franchisegebers. Inwieweit ist der Franchisegeber in Vorleistung getreten und hat dadurch eine überregionale Marktposition erreicht?

  • Eintrittsgebühr steigt mit Anzahl der Franchisenehmer

Bei der Festsetzung ihrer Eintrittsgebühren sind die Franchisegeber an keine rechtlichen Vorschriften gebunden. Jedoch hat sich mit den Jahren eine Richtlinie entwickelt, die auch in der Praxis genutzt wird. Sie besagt, dass die Eintrittsgebühr mit der Anzahl der Franchisenehmer und des technologisch fortgeschrittenen Systems steigt.

Konzepte ohne Eintrittsgebühr genießen eine höhere Amortisierungskraft

Unter den zahlreichen Franchisesystemen sind auch Konzepte zu finden, die keine Eintrittsgebühr veranschlagen. Aufgrund ihrer schmalen Kostenstruktur genießen Sie eine weitaus schnellere Rentabilität Ihres Kapitaleinsatzes. Neben der fehlenden Eintrittsgebühr unterstützt Sie der Franchisegeber in sämtlichen Angelegenheiten der Franchise-Finanzierung. Diese attraktive Vorleistung lässt sich der Franchisegeber, im Laufe ihrer Geschäftstätigkeit, über die laufenden Franchisegebühren entlohnen. Sie setzen sich zusammen aus:

  • Werbeaufwendungen

Hiermit werden sämtliche Marketingmaßnahmen des Franchiseunternehmens finanziert. Dabei orientiert sich die Höhe der Gebühr am jeweiligen Umsatz. Grundsätzlich beläuft sich der Anteil der Werbegebühren auf ein bis zwei Prozent des Umsatzes.

  • Franchisegebühren

Höher fallen dagegen die Franchisegebühren aus. Sie machen etwa zehn Prozent des Umsatzes aus. Ihre Höhe rechtfertigt sich in dem hinreichenden Leistungsumfang, den Sie während Ihrer Tätigkeit genießen:

  • Regelmäßige Weiterbildungen
  • Informationen zu Markttrends und Gesetzesänderungen
  • Wirtschaftliche und juristische Beratung
  • Nutzung systemrelevanter Software

Recherchen bilden das A und O in der Franchisegründung

Als Franchisenehmer tragen Sie ausschließlich die Verantwortung für den zu eröffnenden Franchisebetrieb. Daher ist es von herausragender Bedeutung, sich eingehend über den Franchisegeber zu informieren und einigen Fragen nachzugehen:

  • Welcher Standort ist geeignet?
  • Gibt es ein Handbuch?

Mit Bereitstellung des Franchisehandbuchs können Sie sich näher mit dem Franchisesystem auseinandersetzen. Hierbei ist es wichtig, dass der Franchisegeber sämtliche Informationen zum Geschäft und den damit verbundenen Anforderungen offenlegt. Des Weiteren sollte das Handbuch wesentliche Informationen zu Bereichen aufgreifen wie:

  • Marktbezogene Situation
  • Lage des Wettbewerbs
  • Höhe des realistisch zu erwirtschaftenden Gewinns

Sofern der Franchisegeber nicht im Besitz eines Handbuchs ist, sollten Sie die erforderlichen Daten verlangen. Neben den franchisebezogenen Auskünften sollten Sie auch sämtliche vertragliche Aspekte in Augenschein nehmen. Hierbei sollten Sie darauf achten, dass keine Klauseln in den Vertrag aufgenommen werden, für die Sie keine Gegenleistung erwarten können.

  • Eintrittsgebühr: Wohin fließt die Startinvestition?

Genauso verhält es sich mit der Eintrittsgebühr. Bei Ergründen der zu zahlenden Eintrittsgebühr sollten Sie das Augenmerk auf die entsprechende Gegenleistung des Franchisegebers legen. Werden Sie zu Anfang Ihrer Karriere durch Schulungen umfassend in das System eingeführt? Demgegenüber ist der Grad der Hilfsbereitschaft unter die Lupe zu nehmen. In dem Fall sollte sich die Unterstützung des Franchisegebers nicht nur auf die Anfangsphase beschränken, sondern darüber hinausgehen. Des Weiteren ist genau darauf zu achten, in welche Bereiche ihre Startinvestition fließt: In die eigene Tasche des Franchisegebers oder in das gemeinschaftliche Wohl des Franchiseunternehmens.

  • Prüfung durch den Steuerberater

Möchten Sie bei der Franchisegründung auf Nummer sicher gehen, empfiehlt sich das Aufsuchen eines Steuerberaters. Dieser prüft, ob die finanziellen Prognosen und Kalkulationen als realistisch einzustufen sind.

Erstes Gespräch mit Franchisenehmern suchen

Um möglichst vorbereitet in das Gespräch mit dem Franchisegeber zu gehen, empfiehlt sich die Lektüre einiger Bewertungen. Getreu dem Motto das Internet vergisst nie, lassen sich wesentliche Informationen zum Franchisegeber herausfinden. Nicht nur das, auch negative Erfahrungen oder Bemerkungen zum Franchisegeber dürften so ans Tageslicht kommen. Erste Anlaufstellen hierfür sind meist fachbezogene Diskussionsforen oder Gruppen in sozialen Netzwerken wie LinkedIn. Darüber hinaus offenbart sich Ihnen die Möglichkeit, das Gespräch mit aktiven Franchisenehmern zu suchen. Im glücklichen Fall zeigen sie sich äußerst redebedürftig und können Sie umfassend zur zukünftigen Partnerschaft informieren. Unter Umständen können die Franchisenehmer, die im Internet zu lesenden Bewertungen entkräften, sodass Sie beruhigt in das Franchisebusiness einsteigen können.

Fazit

Die Höhe der zu zahlenden Eintrittsgebühr variiert von Franchisesystem zu Franchisesystem. In dem Fall sind Sie in der Prüfungspflicht, inwieweit sich die erhobene Gebühr rechtfertigen lässt. Und: Nicht immer ist alles gold was glänzt - eine hohe Eintrittsgebür versichert Ihnen nicht automatisch Rentabilität.

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