Franchising: 10 Aussagen, die Sie als Chef nicht treffen sollten

17.04.2018 08:10 | Ein Unternehmen gründen

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Ich bin’s, der Herr im Haus! – Das dürfte so leicht keiner mehr behaupten, zumal dann nicht, wenn es ohnehin offensichtlich ist. Als Chef kann man sich trotz aller kulturellen Fortschritte, die permanent zu unternehmen sind, leicht einmal im Ton vergreifen und stößt nur auf betroffene Gesichter. Schlimmer noch: Die zu Recht Beleidigten ziehen ihrerseits die Konsequenz, was sich nicht nur in Form der herbeigeführten Kündigung äußern muss. Sie könnten auch in einer hinterhältigen Sabotage Zuflucht suchen.

Die Wertschätzung dem Franchisenehmer gegenüber betonen

Eine Selbstzerfleischung solcher Art ist schon im Ansatz zu ersticken, Vorgesetzte sollten ihre Worte bei allem Verständnis für die Erfordernisse einer hektischen Betriebsamkeit grundsätzlich mit Bedacht wählen. Und wenn im Eifer des Gefechts Unerwünschtes herausrutscht, kann man sich auch entschuldigen. Wenn eine anstehende Auseinandersetzung absehbar heikel werden könnte, geht man erst mal vor die Tür, um tief durchzuatmen. Man kann sich auch zurechtlegen, was man zum Ausdruck bringen möchte und worauf dabei möglichst zu verzichten ist. Wenn dennoch das Temperament mit einem durchgeht, ist dafür auf der Gegenseite Verständnis aufzubringen. Es darf jedoch nicht so weit reichen, dass man jede Kröte schluckt.

Franchisegeber dürfen nicht zu einem Despotismus tendieren

Häufen sich die Ärgernisse, kann das einen Unmut erzeugen, der nicht anders als destruktiv zu empfinden ist und sich womöglich auch so auswirkt. Lernen Sie die 10 Verbote dessen, was ein Chef sich lieber verkneifen sollte, möglichst nicht aus eigener Anschauung, stattdessen in vorsorglicher Vermeidung kennen:

1. wie bereits erwähnt, siehe oben

2. keine Zeit? Das darf es nicht geben.

3. Wer hat das Problem?

4. Egal ist 88.

5. wie gesagt; nichts hinterfragen.

Dass man gerade besonders eilig, wenn nicht überfordert ist, kann man auch durch die Blume sagen, sofern Zweifel daran bestehen. Momentan sehr belastete Chefs dürfen keinesfalls mit aberwitzigen Kleinigkeiten behelligt werden, doch das muss man nicht unterstreichen müssen.

Eingespielte Verhaltensweisen sind gut fürs Franchising

Wie in einer harmonischen Beziehung muss auch zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer sowie dessen Mitarbeitern ein auskömmliches Verhältnis herrschen. Jemanden als den weit und breit Einzigen mit Problemen Belasteten zu bezeichnen, widerspricht jeder Realität und zeugt nur von schlechter Laune. Es kann wohl sein, dass er allein etwas als schwierig ansieht, was im Vergleich zu anderem verschwindend gering erscheinen muss. Doch das hilft momentan nicht weiter, hier wäre Ursachenforschung zu betreiben, anstatt herumzuschnauzen. Wenn die Zeit dafür nicht reicht, sollte eine bessere Gelegenheit dafür gefunden werden. Das darf niemandem gleichgültig sein, auch ist ein solcher Eindruck keinesfalls explizit zu erwecken.

Gleichgültigkeit hat im Geschäftsleben nichts verloren

Denn was wird die Folge sein? Wenn dem Vorbild seiner Mitwirkenden dies oder jenes tatsächlich schnuppe sein sollte, könnte das leicht auch für andere Fälle gelten. Und bevor man sich eine weitere Abfuhr holt, verzichtet man doch lieber darauf – mit unvorhersehbaren Auswirkungen. Wenn es andererseits so einfach wäre, Gesagtes zu tun, bräuchte man ja nicht nachzufragen und könnte sich diese Mühe sparen. Also muss der Grund für ein störendes Verhalten wohl ein anderer ein; entweder wurde etwas nicht verständlich genug erläutert, oder aber der Fragesteller ist einer von der notorischen Sorte. Das darf freilich auch nicht lang geduldet werden, Abhilfe ist jedoch in wohlgesetzten Worten zu schaffen, wobei es zunächst bei einer Ermahnung belassen werden kann.

Pauschalisierungen dienen dem Miteinander kaum

Und damit ließe sich ein verschärfter Blick auf die zweite Hälfte der Ausrutscher werfen, die einem leicht entfahren können, aber Schwerwiegendes anrichten:

6. Ich bin nicht derjenige, mit dem Sie sich anlegen sollten.

7. In dieser Angelegenheit verfahren wir so wie gehabt

8. Muss man denn alles selbst erledigen?

9. Das wäre alles andere als mein Problem.

10. Eigene Meinungen sind nicht weiter von Belang.

Wer wollte denn schon mit seinem Chef in den Clinch gehen? Wohl keiner, der um seinen Arbeitsplatz besorgt ist, doch wenn er sich den Anschein gibt, kann irgendwas nicht stimmen. Entweder gibt er zu Missverständnissen Anlass, oder sein Gegenüber ist es, der sich bedroht fühlt. Sollte da etwa ein schlechtes Gewissen zutage treten? Hoffentlich nicht, und wenn, wären gewiss versöhnlichere Akkorde anzuschlagen.

Kritische Lagen jederzeit souverän im Griff

Jedenfalls gibt der Wortführer sich nicht als Herr der Lage zu erkennen, und ebenso wenig dann, wenn er darauf verweist, dass nach Schema F verfahren wird, wie es sich bewährt hat. Wenn das nicht auf der Hand liegt, nützt auch das Pochen darauf wenig, es bedeutet im Grunde nicht anderes, als dass man sich nicht damit auseinandersetzen möchte. Einwände von Mitarbeitenden sind aber ernst zu nehmen, und wenn man die Geduld dafür im Augenblick nicht aufbringt, dann eben später. Die scheinbar verlustig gegangene Zeit hätte auch darauf verwendet werden können, gleich eigenhändig auszuführen, was jetzt so ruppig eingefordert wird. Allerdings duldet manches keinen Aufschub, und ein drastischer Hinweis kann auch wirkungsvoller sein als umständliches Erläutern.

Alle müssen beizeiten noch was lernen

Jeder Boss ist auch nur ein Mensch und muss manches Mal den direkten Weg einschlagen. Anstatt Untergebenen Predigten zu halten, vielleicht sogar noch vor versammelter Mannschaft, kann eine knappe Rüge auch zur Einsicht führen. Verzwicktes aber, das an ihn herangetragen wird, weit von sich zu weisen, zeugt nicht von Führungsqualität. Überforderungen kann man nicht dadurch vom Tisch wischen, dass man Beschwerdeführer an ihre Zuständigkeit erinnert. Sollten sie diese tatsächlich nicht zur Kenntnis nehmen wollen, wäre die Verteilung der Aufgaben nicht klar genug vorgenommen worden. Und rigoros Interesse abzustreiten, wenn jemand selbstständig denkt und das zudem noch äußert, lässt nur in tiefe Abgründe blicken.

Auf Mitwirkung angewiesen

Was sollen sich wertvolle Stützen des Betriebs im Franchising denn denken, wenn Initiative nicht gefragt ist? Sie sind doch keine Befehlsempfänger, die ihre Überlegungen dem Franchisenehmer überlassen, so wie der es dem Franchisegeber gegenüber tut. Wichtige Anregungen entstehen oft unmittelbar aus der Praxis, und weder der zum Handeln Bevollmächtigte vor Ort noch dessen übergeordnete Instanz können ihre Augen und Ohren überall gleichzeitig haben. Mittätige auf kundennahen Ebenen werden sich überdies den Teufel darum scheren, wenn ihre wertvollen Gedanken nur abgewiegelt werden. Dient ein Beitrag der Sache jedoch keineswegs, ist schlichtweg ein Mindestmaß an Diplomatie vonnöten.

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