10 Fragen zum Schulungsangebot, die Sie Ihrem zukünftigen Franchisegeber unbedingt stellen sollten!

20.03.2018 15:40 | Ein Unternehmen gründen

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Eigentlich müsste es ja die Aufgabe von Schulungen sein, auftauchende Fragen zu beantworten, doch bis dahin kann man nicht warten. Das dementsprechende Angebot des Franchisegebers Ihrer Wahl ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, es kann den Ausschlag bei der Entscheidung geben. Denn man muss wissen,

  • welcher Aufwand regelmäßig dafür zu betreiben ist,
  • ob Vorbereitetes den Erfordernissen gerecht werden kann und
  • wie bei Bedarf dessen Gestaltung beeinflussbar wäre.

1. Ist das Schulungsangebot des Franchisegebers als Komplettpaket zu verstehen?

Es kann durchaus sein, dass gewisse Kenntnisse vorausgesetzt werden und nicht alles, was man für das Franchising braucht, durch die Schulung zu vermitteln ist. Das würde den zeitlichen Rahmen, der dafür aufzubringen wäre, in Grenzen halten, aber weitere Mühen bedeuten. Man müsste sich zusätzlich gefordertes Wissen auf andere Weise beschaffen, wenn man nicht bereits darüber verfügt. Überhaupt kann die zeitliche Einplanung ein gravierendes Problem darstellen, und deshalb sollte man sich dahingehend vorab orientieren.

2. Liegen die Termine bereits fest?

Sollten sie kurzfristig einzufügen sein, kann das problematisch werden. Es erfordert ein Höchstmaß an Organisationsarbeit, sich auf nicht Vorhergesehenes einzustellen und kann die gesamte Planung über den Haufen werfen. Andererseits ist nicht auszuschließen, dass sich plötzlich die Notwendigkeit zu einem Treffen außer der Reihe ergibt. Dann muss man flexibel reagieren können und kann es sich nur ausnahmsweise einmal erlauben, auf Zeitmangel zu plädieren. Dadurch würde der Eindruck beim Franchisegeber entstehen, dass die Prioritäten falsch gesetzt sind.

3. Ist lediglich Grundlegendes Gegenstand der Ausbildung?

Wer meint, mit einem Grundkurs wäre es getan, der übersieht, dass sich jederzeit auch Weitergehendes ergeben kann. Die Entwicklung geht nie zu Ende, und Franchisenehmer müssen damit Schritt halten können. Was als Erweiterung des Arbeitsfelds unvermittelt in Erscheinung tritt, muss ohne Verzögerung aufgearbeitet werden, damit man sich immer auf den neuesten Stand bewegt und seiner Kundschaft Aktuelles bieten kann. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

  • entweder kümmert sich der Franchisenehmer selbst darum, oder
  • sein Franchisegeber erledigt das übergreifend für ihn.

Letzteres würde dem Wildwuchs vorbeugen und ein einheitliches Vorgehen eher garantieren können. Für den Fall nicht angekündigter Maßnahmen zur Weiterbildung wäre es wichtig zu wissen:

4. Welche Kosten fallen dafür an?

Sollten Sie beträchtlich sein und zudem nicht im Etat enthalten, können dadurch Schwierigkeiten auftreten. Denkbar wäre jedoch auch, dass nicht viel dafür veranschlagt wird, weil es sich um Außergewöhnliches handelt und man darauf reagieren muss. Nur kann es gar nicht schaden, sich im Vorfeld darüber zu informieren, damit die Stabilität der Kalkulation keinesfalls gefährdet wird.

5. Muss man weit fahren, um den Dozenten anzutreffen?

Am Computer durchzuführende Seminare sind nicht überall beliebt, man muss auch damit rechnen, lange Anfahrtswege in Kauf zu nehmen und dann auf jemanden zu stoßen, dessen Lehrstil einem nicht allzu sehr behagt. Wer weiß, was auf ihn zukommt, kann sich ungleich besser darauf einstellen, obwohl die Spontaneität auch ihre Vorzüge hat. Lernen Sie Ihren Franchisegeber auch in dieser Beziehung besser kennen!

6. Kann man sich die Teilnahme gegebenenfalls ersparen?

Nicht alles ist eine Pflichtübung, manchmal bestehen gewichtige Gründe dafür, ein im Grunde verlockendes Angebot abzulehnen. Doch sollte man das nicht zur Regel werden lassen und im Einzelfall glaubwürdig erläutern können. Grundsätzlich ist jede Weiterbildung Pflicht, es kann jedoch auch höhere Ziele geben, die eine Verfeinerung des Know-hows für den Moment hintan stehen lassen müssen. Nur muss man abschätzen können, wie der Franchisegeber darauf reagiert. Beim ersten Mal wird er womöglich noch Verständnis haben, wenn sich das Kneifen aber häuft, einen Anlass zur Erhellung der Motive dafür sehen. Bringen Sie es zur Sprache, wenn Ihnen etwas nicht passt, fallen Sie nicht in eine Verweigerungshaltung.

7. Werden theoretische Übungen von einer Einweisung in die Praxis begleitet?

Anstatt auf dem Trockenparkett weit ab vom Schuss zu räsonieren, was werden könnte, wenn sich dies oder jenes ergäbe, kann der Anschauungsunterricht vor Ort allemal effektiver sein. Er wird wohl den Ruch des Vormachens nicht ganz los, Erkenntnisse umzusetzen kann auch vollständig dem Verantwortungsbereich des Franchisenehmers zugeschrieben werden. Eine erhebliche Zeitersparnis dürfte es jedoch bedeuten, wenn man Gelerntes gleich ausprobieren kann, um zu sehen, ob dabei Probleme entstehen. Sonst klafft mitunter eine zu große Lücke zwischen Theorie und Praxis, der Anschluss fehlt und ist nur umständlich wieder herzustellen.

8. Ist das Kursangebot tatsächlich eine Bereicherung?

Wenn vieles wiederholt wird, stellen sich schnell Frustrationen ein bei denen, die es längst beherrschen. Sicher muss man Rücksicht auf Neulinge nehmen, und das kann auch für die Altgedienten nützlich sein, doch immer nur Bekanntes repetieren – dafür ist wertvolle Zeit zu schade. Machen Sie sich schlau darüber, wie Derartiges gehandhabt wird, akzeptieren Sie Weiterbildungstermine nicht ungefragt. Bereiten Sie sich stattdessen darauf vor, damit Ihre persönlichen Investitionen sich auch lohnen. Es wird oft gelehrt landauf landab, nicht alles ist für jeden nützlich. Und wenn einem wegen eines unergiebigen Seminars ein wichtiges Kundengespräch durch die Lappen geht, ist das doppelt ärgerlich.

9. Kommt man mit eigener Initiative weiter?

Durchaus möglich ist es, dass man sich manches selbst beibringen kann, zumal wenn das ohnehin erwartet wird. Aber auch in anderen Bereichen lässt sich durch die eigene Tatkraft im Franchising mehr erreichen als dann, wenn man auf Impulse wartet. Und sich dann auch noch darüber beschwert, dass sie ausbleiben. Sie sind in erster Linie auf sich selbst angewiesen. Hoffen Sie nicht auf besseres Wetter, sorgen Sie dafür, dass sich die Wolken verziehen. Treten Sie aber dabei Ihrem Franchisegeber nicht auf den Schlips, klären Sie rechtzeitig ab, was gewünscht wird und was nicht.

10. Reicht die Wahrnehmung von Schulungsangeboten aus?

Manche Franchisegeber legen allergrößten Wert darauf, schon allein um eine übereinstimmende Herangehensweise zu gewährleisten. Andere freuen sich darüber, wenn ihre Saat auf andere Weise aufgeht. Es kann zu Konflikten führen, wenn man zu stark voranprescht, und ebenso, wenn man die Zügel schleifen lässt. Machen Sie sich vertraut mit dem besonderen Stil des Hauses, dem Sie Ihre Aufwartung machen wollen. Ein Schritt in die falsche Richtung ist schnell getan, ihn auszubügeln manchmal keine Kleinigkeit. Schlüssige Antworten auf drängende Fragen erhält man oft leichter, wenn man sich im Kollegenkreis umhört.

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