Franchise Finanzierung: Viele Franchisegeber unterstützen Ihre Partner finanziell

31.12.2017 08:50 | Ein Unternehmen gründen

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Wie läuft die Franchising Finanzierung ab?

Wenn Sie sich endlich nach eingehender Recherche für ein Franchise-System entschieden haben, so denken Sie sicherlich, dass die größte Hürde geschafft ist. JEIN, nicht ganz! Sie wissen zwar, für welches Franchise-System Ihr Herz schlägt und können sich mit der Marke und Unternehmensphilosophie identifizieren, aber nun gilt es erst einmal die nächst größere Hürde zu überwinden: Wie werden Sie Ihr Wunsch-Franchise finanzieren? In den meisten Fällen ist ein Gang zur Bank unausweichlich, da die Einstiegsinvestitionen doch sehr hoch sind. Dieser Artikel nimmt Sie an die Hand und erläutert Ihnen die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten.

Was gilt es bei der Franchise Finanzierung zu beachten?

Beim Franchising übernimmt man das erfolgreiche Unternehmenskonzept, aber was die Finanzierung angeht, so ist man als zukünftiger Franchisenehmer manchmal relativ allein gelassen. Da muss sich jeder Existenzgründer selbst beweisen.

Als Franchisenehmer haben Sie mit unterschiedlichen Anfangsinvestitionen zu rechnen. Durch Zahlung einer einmaligen Einstiegsgebühr erkauft man sich als Franchisenehmer das Recht, das Geschäftskonzept des Franchisegebers zu nutzen. Im Gegenzug erhält der Franchisenehmer all das notwendige Wissen und Know-How sowie das Marketing- und Vertriebskonzept vom Franchisegeber, um erfolgreich in die Selbstständigkeit zu starten.

Hinzu kommen dann noch die monatlichen Franchise Gebühren, die im Franchisevertrag festgelegt werden und richten sich meist nach einem am Nettoumsatz vereinbarten Prozentsatz. Je nach Branche liegen diese zwischen einem und 15 Prozent oder aber sie werden in Form einer Pauschalgebühr monatlich abgegolten. Diese Gebühren werden für die Weiterentwicklung des Franchise-Systems und Schulungen der Franchisenehmer und ihrer Mitarbeiter eingesetzt. Oft wird zusätzlich noch eine Marketing- beziehungsweise Werbegebühr veranschlagt.

Und letztlich ist da dann noch die Gesamtinvestitionssumme. Diese deckt die Kosten für den Ladenbau, einen ersten Warengrundstock, behördliche Gebühren sowie die Geschäftsausstattung ab. Je nach Größe des Franchise-Systems, Standort des Ladenlokals und Bekanntheit der Marke kann diese Summe sehr schwanken. Die Gesamtinvestitionskosten können so zwischen 20.000 und 150.000 Euro belaufen.

Kosten für die Gründung Ihres Franchise

  • Einmalige Einstiegsgebühren von etwa 5.000 bis 25.000 Euro
  • Monatliche Franchisegebühren – liegen branchenabhängig zwischen einem und 15 Prozent oder in Form einer Pauschale
  • Gesamtinvestitionssumme je nach Franchise-System zwischen 20.000 und 150.000 Euro.

Wie gehen Sie am besten bei der Franchise Finanzierung vor?

Jede Unternehmensgründung kostet Geld. So auch die Gründung eines Franchise. Die anfänglichen Kosten müssen finanziell gestemmt werden. Hierzu ist eine Franchise Finanzierung nötig. Jedoch kann man als Existenzgründer solch eine Unternehmung meist nicht vollständig aus der eigenen Tasche finanzieren, da es sich hier um durchaus höhere Summen handelt.

So hat sich bei der Franchise Finanzierung ein Modell aus Eigen- und Fremdkapital durchgesetzt. Die Höhe des Eigenkapitals wird meist bei 20 Prozent angesetzt. Dieser Prozentsatz zeugt von einer guten Bonität des Existenzgründers. Darüber hinaus dient es zeitgleich auch als Beweis, dass der Franchisenehmer durchaus bereit ist, ein persönliches Risiko für seine Existenzgründung einzugehen. Und genau das gilt bei vielen Franchisegebern als der Nachweis für Unternehmergeist und Geschäftssinn. Es verdeutlicht ebenso, dass der Franchisenehmer es ernst mit seiner Gründung meint.

Welche Wege zur Franchise Finanzierung gibt es für das Fremdkapital?

Das nötige Fremdkapital kann auf verschiedene Art und Weise beschafft werden. Hier werden folgende Möglichkeiten näher vorgestellt:

  • Bankkredit durch Ihre Hausbank;
  • Bürgschaftsbanken der Bundesländer;
  • KfW Bankengruppe.

Das Bankdarlehen

Bei Franchisegründungen hat man bei Kreditvergaben meist den Vorteil, dass Banken auf das bereits am Markt etablierte Geschäftskonzept vertrauen und somit eher einem potenziellen Franchisenehmer als einem klassischen Existenzgründer mit eigenes Geschäftsidee einen Kredit geben. Das Franchise-Modell hat sich am Markt bewiesen und kann nachweislich wirtschaftliche Erfolge verzeichnen. Darauf kommt es Banken an: Das Risiko eines Zahlungsausfalls ist bei einem Franchise geringer als bei noch nicht erprobten Geschäftskonzepten. Aus diesem Grund kommen Franchisegeber oft leichter an Fremdkapital.

Aber allzu leicht ist die Kapitalbeschaffung dann doch nicht: Denn so einfach rückt die Bank das Geld nicht einfach raus. Für die Kreditvergabe ist ein Businessplan Pflicht. In diesem Businessplan schildern Sie Ihren Finanzierungsplan und führen eine Standortanalyse Ihres zukünftigen Ladenlokals durch. Dazu gibt Ihr Franchisegeber Ihnen in der Regel Zahlen und Kennzahlen von anderen Vergleichsbetrieben. Hier ist es wichtig, dass Sie die Zahlen nicht einfach 1:1 übernehmen, sondern jede einzelne auf Ihre Plausibilität prüfen. An sich werden Sie im Internet zu den Vorgaben eines Businessplans fündig. Besser ist es allerdings, wenn Sie sich hierzu professionelle Hilfe holen. So stehen Gründungsberater unterstützend zur Seite. Wichtige Kernkompetenzen sind die Erstellung eines solchen Businessplans sowie die Unterstützung bei der Kapitalbeschaffung und der Kreditverhandlung. Für die Kreditvergabe prüft die Bank Ihren Businessplan und die Standortanalyse. Zusätzlich bewertet sie auch Ihre Eignung als Gründer.

Für die Kreditvergabe gilt: Der Großteil des Betrages wird als Sicherheit zur Verfügung gestellt. Dadurch sichert sich die Bank bei einem Zahlungsausfall ab und kann auf diese Sicherheiten zurückgreifen. Können diese Sicherheiten nicht garantiert werden, können Existenzgründer auf sogenannte Bürgschaftsbanken zurückgreifen.

Die Aufgabe von Bürgschaftsbanken

Bürgschaftsbanken unterstützen Existenzgründer, die nicht das nötige Eigenkapital aufbringen können und bürgen für fehlende Sicherheiten. Ziel von Bürgschaftsbanken ist es somit, die Finanzierungsbedingen für Franchisenehmer zu verbessern. Die Bürgschaftsbanken der Bundesländer übernehmen dabei bis zu 80 Prozent des Kreditausfallrisikos Ihrer Hausbank. So schmälert sich Ihr Anteil am Eigenkapital. Allerdings müssen Sie auch in diesem Fall ein stimmiges, betriebswirtschaftlich tragfähiges Geschäftskonzept vorlegen. Die Beantragung einer Bürgschaft geschieht dabei direkt über Ihre Hausbank.

Die KfW Förderbank

Eine weitere Alternative für Ihre Franchise Finanzierung stellt auf Bundesebene die KfW Bankengruppe dar.

So können Sie mithilfe der KfW vergünstigte Darlehen mit 80 prozentiger Haftungsfreistellung Ihrer Hausbank beantragen. Die Berater der KfW finden für jedes Vorhaben das passende Programm. Zu diesem Zwecke hat die KfW unterschiedliche Programme und Gründerkredite entworfen. Die bekanntesten Programme wären:

  • Das ERP-Kapital für Gründung;
  • Der KfW-Unternehmerkredit;
  • Das KfW-StartGeld.

Für alle Förderprogramme gilt das Hausbankprinzip: Auch hier geschieht die Beantragung des Darlehens über Ihre Hausbank – und zwar bestenfalls bevor Sie überhaupt mit Ihrem Business-Vorhaben beginnen. Wichtig bei der Kreditvergabe über die KfW ist auch hier, dass Ihre Hausbank Ihren Businessplan als wasserdicht und erfolgreich einstufen muss, da sie für das Förderdarlehen ein Teilrisiko beim Kreditausfall trägt.

Die Rolle Ihres Franchisegebers

Oft stehen auch die Franchisegeber selbst mit Rat und Tat zur Seite. Sie begleiten die Franchisenehmer auf dem Weg zur Bank oder bieten sogar eigene Programme zur Franchise Finanzierung an. Hier kommt es immer auf den Franchisegeber selbst an. Gerade die großen Player am Markt haben schon sehr viel Erfahrung und bieten sogar eigene Finanzmodelle zur Unterstützung an.

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