Franchising in Deutschland: Zahlen & Fakten

04.02.2018 08:50 | Ein Unternehmen gründen

Heutzutage ist Franchising beliebter denn je: Es hat sich als ein beliebtes und sicheres Konzept für Existenzgründer bewährt. Denn was viele Deutsche oft nicht wissen: Hinter dem, was Außenstehende als eine Filiale wahrnehmen, steckt in Wirklichkeit oft ein Franchisesystem. Tendenz steigend.

Warum sind Franchisesysteme so erfolgreich?

Es scheint so, dass die Lizenzierung einer Marke und einer erprobten Geschäftsidee gegen Entrichtung einer Gebühr ziemlich sexy ist. Denn potentielle Existenzgründer finden es klasse, dass sie ihren eigenen Betrieb rechtlich und finanziell selbstständig führen können, aber trotz alle dem an die Hand genommen werden. Tatsächlich ist es so, dass viele, die von ihrem Schritt in die Selbstständigkeit träumen, diesen mutigen Schritt eher wagen, wenn sie ihn gemeinsam mit einem erfahrenen Franchisegeber an der Seite gehen können. Denn es sind vor allem der unglaubliche Umfang an hilfreichen, zusätzlichen Unterstützungen durch den Franchisegeber, die den Betrieb ans Laufen bringen und somit zum Gelingen der Geschäftsidee beitragen.

Wenn also auch Sie davon träumen, einen eigenen Betrieb zu führen – Franchising macht es möglich! Sie können das am Markt etablierte Business-Konzept übernehmen und an Ihrem eigenen Standort selbstständig umsetzen!

Für wen ist Franchising was?

Franchising gibt vor allem auch Quereinsteigern eine Chance, in einer völlig anderen Branche Fuß zu fassen und durchzustarten. Es geht nämlich unterm Strich mehr darum, ob man ein Gründer-Typ ist und ein Faible und den Mut für das gewisse unternehmerische Risiko mitbringt. Erfahrungen und Kenntnisse in den Bereichen Personalführung, Management, Marketing und Verkauf helfen Ihnen, aber letztlich ist Ihre Persönlichkeit entscheidender.

Franchising macht Ihren beruflichen Neustart möglich!

Die Zielgruppe sind hier oft bereits erfahrene Arbeitnehmer aus den verschiedensten Reihen: So gibt es Angestellte, aber auch Manager bereits bestehender Unternehmen oder Führungskräfte, die auf der Suche nach „etwas Neuem“ sind.

Franchising kombiniert Selbstständigkeit mit schnelleren Umsätzen und Erträgen als bei herkömmlichen Existenzgründungen!

Dank des bereits am Markt etablierten Konzeptes haben Existenzgründer höhere Erfolgschancen als diejenigen, die sich auf eigenständigem Wege selbstständig machen. Der große Unterschied ist nämlich, dass letztere nicht einmal mit Sicherheit wissen, ob es einen Markt, eine Nachfrage, nach ihrem Produkt oder aber ihrer Dienstleistung geben wird. Aus diesem Grund wird Franchising oft der klassischen Unternehmensgründung vorgezogen. Auch die Zahlen sprechen für sich: Während beispielsweise im Jahr 2014 noch stolze 94 Prozent der Franchisenehmer nach einjähriger Tätigkeit noch im Business waren, waren es bei den herkömmlichen Gründungen nur 87 Prozent. Denn als potentieller Franchisenehmer können Sie davon profitieren, dass Sie auf die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen des Franchisesystems zurückgreifen können, bevor Sie den Franchisevertrag unterzeichnen. So können Sie sich ein umfassendes Bild machen, wie es um Ihre zukünftige Branche und den Markt steht. Zudem hilft die Unterstützung durch den Franchisegeber, die Chancen auf Misserfolg effektiv zu senken.

Punkt Franchise Infographie

Vom Selbsttest bis zur Eröffnung Ihres Franchise - Die 10 wichtigsten Schritte auf dem Weg in die Selbstständigkeit

1. SIND SIE EIN FRANCHISETYP?

Sie profitieren u.a. von einer etablierten Marke, einer sicheren Nachfrage, einer vereinfachten Kapitalbeschaffung, einem verminderten Risiko und der Unterstützung des Franchisegebers. Franchising bedeutet aber auch harte Arbeit, finanzielles Risiko und Verantwortung. Sie müssen sich an die Vorgaben des Systems halten, um geschäftlichen Erfolg zu haben.

2. ÜBERPRÜFEN SIE IHRE FINANZEN

Wie bei jeder anderen Form von Selbstständigkeit auch, benötigt man beim Franchising eine ausreichende finanzielle Deckung. Viele Systeme setzen ein gewisses Eigenkapital voraus und auch bei den Gesprächen mit Kreditgebern ist es von Vorteil, wenn man seine eigene finanzielle Lage genau kennt.

3. FINDEN SIE DAS PASSENDE FRANCHISE-SYSTEM

Franchisesysteme gibt es heute wie Sand am Meer. Um hier einen Überblick zu bekommen, eignen sich z.B. Portale, die Franchisegeber mit potenziellen Franchisenehmern in Kontakt bringen. Lassen Sie sich nicht ausschließlich von möglichen Umsätzen und Verdienstmöglichkeiten leiten, sondern identifizieren Sie sich mit der Idee.

4. KONTAKTIEREN SIE VERSCHIEDENE FRANCHISEGEBER

Fordern Sie Unterlagen an und arbeiten Sie diese kritisch durch. Studieren Sie das Konzept genau und verlangen Sie Einblick in die betriebswirtschaftlichen Zahlen. Der Franchisegeber ist bei ernsthaftem Interesse zu einer vorvertraglichen Aufklärung verpflichtet.

5. LERNEN SIE DEN FRANCHISEGEBER PERSÖNLICH KENNEN

Nach dem Austausch der Fakten kommt es bei weiterem Interesse zu einem persönlichen Gespräch - meistens findet dieses in der System-Zentrale statt. Hier zählt vor allem der erste Eindruck: Hat sich der Franchisegeber auf das Gespräch vorbereitet, begegnet man sich auf Augenhöhe, stimmt die Chemie?

6. FINDEN SIE EINEN GEEIGNETEN STANDORT

Der Standort stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Hier unterstützen die meisten Franchisegeber ihre Franchisenehmer, da in der Regel bestimmte Anforderungen an den Standort bestehen und das System die Erfolgsaussichten eines Standorts aufgrund bisheriger Erfahrungen besser einschätzen kann.

7. VERFASSEN SIE EINEN BUSINESS-PLAN

Den Business-Plan benötigen Sie in erster Linie für Bankgespräche, um den Berater von Ihrem Vorhaben zu überzeugen und er Ihnen einen Kredit gewährt. Viele Franchisegeber unterstützen auch dabei ihre Partner, denn mit einer bekannten Marke stehen Ihnen mehr Türen offen als im Alleingang.

8. SICHERN SIE SICH IHRE FRANCHISE-FINANZIERUNG

In den ersten Monaten müssen Sie finanziell so einiges stemmen: Eintrittsgebühren, Investitionen, Franchisegebühren und laufende Kosten... Mit dem Franchise-System an Ihrer Seite, erhalten Sie leichter Förderkredite und Bürgschaften, die Ihre Finanzierung erleichtern.

9. SCHLIESSEN SIE DEN FRANCHISEVERTRAG AB

Schenken Sie dem Franchisevertrag ausreichend Beachtung. Dieser Vertrag ist meist sehr umfangreich und da es kein eigenes Franchisegesetz in Deutschland gibt, müssen viele Eventualitäten am besten schon im Vertrag geklärt werden. Es ist ratsam einen Anwalt zu konsultieren, da häufig komplexe Klauseln auftauchen.

10. ERÖFFNEN SIE IHREN FRANCHISE-BETRIEB

Vor der Eröffnung stehen noch einige Behördengänge an wie z.B. ins Finanzamt oder zur Gewerbeaufsicht, allerdings ist dann damit die Vorbereitungsphase abgeschlossen. Jetzt können Sie die Vorteile des Systems in Sachen Markenbekanntheit und Marketing nutzen und die tägliche Arbeit angehen.

Andere aktuelle Artikel

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250