Franchise eröffnen: 10 Fehler neuer Franchisenehmer, die Sie vermeiden soltlen!

10 Fehler neuer Franchisenehmer

Haben Sie sich ein Herz gefasst und ziehen die Tätigkeit als Franchisenehmer oder eine Existenzgründung im Franchising in Erwägung? Dann stehen Ihnen ereignisreiche und vor allem existenzielle Veränderungen bevor, die Ihr Leben, von Grund auf, auf den Kopf stellen. Damit Ihnen auf Ihrer Reise keine Steine in den Weg gelegt werden, klären wir Sie über die 10 gängigsten Fehler neuer Franchisenehmer auf.

Recherche als Grundstein für den Start ins Franchise-Business

Mit Ihrer Existenzgründung glauben Sie, den wichtigsten Schritt in die Selbstständigkeit als Franchisenehmer gegangen zu sein. Dennoch ist es von außerordentlicher Bedeutung, sich intensiv mit dem Thema Franchising auseinanderzusetzen. Dabei sollte sich Ihre Recherche auf folgende Bereiche erstrecken:

  • Informationen zur Branche
  • Unternehmerisches Verhalten des Franchisegebers gegenüber seinen Franchisenehmern
  • System des Franchisegebers
  • Marke des Franchiseunternehmens
  • Franchisepartner

Haben Sie sich eingehend zu den unterschiedlichen Bereichen informiert, ist der erste Grundstein ins Franchise-Business gelegt. Sie können ihre Recherchen natürlich ausweiten, indem Sie das Gespräch mit bereits aktiven Franchisenehmern suchen. Aber auch die Beurteilung der zufriedenen Franchisepartner sollte im Rahmen der Recherche nicht untergehen.

Falsche Denkweisen und Annahmen über Franchising

Halten Sie sich an die Empfehlungen und eigenen Recherchen, dürften Sie über das Franchising bestens unterrichtet sein. Jedoch zeigt die Praxis, dass es immer wieder Gründer gibt, die sich das Blaue vom Himmel versprechen und kläglich scheitern. Ein Grund hierfürliegt in den falschen Denkweisen über das Franchising:

1. Das bahnbrechend innovative Franchise gibt es nicht?

Existenzgründer gehen mit Übereifer an die Arbeit, um ihre Vision eines angesagten Unternehmens zum Leben zu erwecken. Im Unterschied zum Visionär träumen Franchisenehmer nicht nur von dem Ruhm, sondern setzen ihn bereits in die Tat um. Mit dem Eintritt ins Franchising erwerben Sie ein Leistungspaket, welches bedeutende Vorzüge aufweist:

  • Etabliertes Geschäftskonzept
  • Die Bekanntheit der Marke
  • Strukturierte Arbeitsweise
  • Unterstützung bei der Finanzplanung
  • Trainings und Schulungen

2. Der eigene Chef und Kontrolle über das eigene Schicksal – im Franchising zweigeteilt

Franchising lebt vom Geben und Nehmen. Als Franchisenehmer erklären Sie sich dazu bereit, nach einem überlieferten Handbuch mit sämtlichen Vorgaben zu arbeiten. Hierzu gehören Richtlinien zur Wahrung der Corporate Identity und Regelungen zur Erfüllung des gemeinschaftlichen Zieles: Umsatz, Wachstum und Kundenzufriedenheit. Im Gegenzug erhalten Sie vom Franchisegeber einen Geschäftsbetrieb, dessen Verantwortung in Ihre Hände fällt. Dadurch entscheiden Sie eigenständig über Angelegenheiten wie:

  • Preisgestaltung
  • Anstellung neuer Mitarbeiter
  • Ortsgebundene Werbemaßnahmen
  • Fachliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter

Obwohl der Franchisegeber zahlreiche Regelungen vorgibt, haben Sie als Franchisenehmer dennoch gänzliche Entscheidungsbefugnis bezüglich Ihres Geschäftsbetriebs.

3. Franchiseunternehmen scheitern genauso oft wie klassische Existenzgründungen ? Von wegen !

Die Aussage, Franchiseunternehmen seien weniger zum Scheitern verurteilt, entspricht nicht unbedingt der Realität. In der Realität tragen sowohl Franchisenehmer als auch sonstige Existenzgründer dasselbe Risiko. Wie groß das jeweilige Risiko sein kann, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • Alter des Franchiseunternehmens
  • Franchisegeber und dessen Unterstützung
  • Persönliche Motivation und finanzielle Mittel des Franchisenehmers

Sie sehen, dass Franchising nicht automatisch zum Erfolg führt. Dafür haben Sie eine hochwertige Unterstützung und eine etablierte Marke, mit der Sie arbeiten.

Den Erfolg von Franchiseunternehmen untermalt auch die neueste Franchisestatistik.

4. Auszeichnungen, Rankings und positive Resonanz in der Presse – mit Vorsicht zu genießen

Auf der Suche nach einem passenden Franchisegeber sind Sie zunächst von den unzähligen Auszeichnungen des jeweiligen Partners beeindruckt. Jedoch sollten die positiven Resonanzen lediglich als Leitgedanke mit in die Entscheidungsfindung einfließen. Viel wichtiger ist es, sich selbst einen Eindruck zu verschaffen und hinter dem Unternehmensleitbild zu stehen.

5. Ein Blick auf Unternehmensbeurteilungen sagt mehr als 1000 Worte

Vor Unterzeichnung des Franchisevertrags ist es ratsam, sich die Beurteilungen des Franchiseunternehmens anzuschauen. Dafür gibt es spezielle Diskussionsforen, in denen Franchisenehmer zu bestimmten Sachverhalten des Franchisealltags aufklären und beratend eingreifen können. Die Aussagen von gegenwärtigen und Ex-Franchisenehmern reflektieren, welche Bereiche des Franchiseunternehmens genauer zu durchleuchten sind:

  • Eintragung der Schutzrechte
  • Vermittlung eines einzigartigen Zugehörigkeitsgefühls
  • Leistungsumfang des Franchisegebers
  • Vertragslaufzeit
  • Angaben zu eventuellen Preisabsprachen

Anhand dieser Kriterien sammeln Sie unentbehrliche Erkenntnisse über die qualitative Arbeitsweise des Franchiseunternehmens. Zum anderen erkennen Sie, was Sie beim jeweiligen Franchisegeber erwartet.

6. Die Vorstellung zu scheitern – Insolvenz ist immer eine Gefahr

Ob Start-up oder Franchise, kaum eine Existenzgründung bleibt vor dem Risiko des Scheiterns verschont. Mit Gründung eines Franchiseunternehmens reduzieren Sie dies auf ein Minimum. Dementsprechend wenden Sie ein Konzept an, welches durch wirtschaftliche Entwicklungen geprägt ist:

  • Geschäftskonzept ist seit mehreren Jahren markterprobt
  • Konjunkturelle Schwankungen wurden durchlebt
  • Franchisesystem unterliegt fortlaufenden Verbesserungen

Sie sehen, dass Franchising eine Chance offenbart, die Existenzgründung mit einem geringen Risiko anzugehen.

7. Hoher Kapitaleinsatz vs. geringe Unterstützung

Mit der Entscheidung für das Franchising fragen Sie sich bestimmt: Steht die Gegenleistung im Verhältnis zu den monatlichen Gebühren an die Franchisezentrale? Das ausgewogene Gleichgewicht beider Größen, zeigt sich vor allem im ganzheitlichen Leistungsportfolio des Franchisegebers:

  • Analyse des Standorts
  • Marketingaktivitäten
  • Weiterbildungen
  • Kostenrechnung
  • Unterstützendes Netzwerk
  • Zufriedenheit der Partner

Kommt Ihnen darüber hinaus eine laufende und langfristig angelegte Kapitalrendite zu Gute, können Sie erfolgreich als Franchisenehmer durchstarten.

8. Der Franchisegeber hat das Sagen

Als Franchisenehmer sind Sie Partner des Franchisesystems. Als dieser erfüllen Sie sämtliche Auflagen und Regelungen des Franchisegebers. Je nach Franchisevertrag räumen Franchisegeber ihren Schützlingen die Möglichkeit ein, Änderungen an Verfahren oder Produktlinien vorzunehmen. Somit können besondere Ideen zur Optimierung der Arbeitsabläufe beim Franchisegeber vorgeschlagen und übernommen werden.

9. Zeitvertreib mit Franchisenehmern und im ausgewählten Franchisebetrieb

Sofern Sie das Franchising als beruflichen Neuanfang in Erwägung ziehen, sollten Sie bestenfalls einige Zeit für das entsprechende Franchiseunternehmen gearbeitet haben. Die dadurch gesammelte Praxiserfahrung und das angeeignete Wissen unterstützen Sie bei der Entscheidungsfindung. Darüber hinaus ist es ratsam, das Gespräch mit vielen Franchisenehmern zu suchen, wie es nur möglich ist.

10. Keine Unterstützung durch den Staat

Sie erfahren durch die Zugehörigkeit eines Systems anderweitig wertvolle Unterstützung:

  • Know-how Transfer
  • Hilfestellung bei Gründung
  • Systemübergreifende Vorteile wie einheitliches Marketing

Dadurch haben Sie einen starken Partner, der Ihnen stets beratend zur Seite steht.

Fazit

Getreu dem Motto „Nobody is perfect“ werden auch Sie rasch merken, dass Sie für ihre Tätigkeit als Franchisenehmer viel lernen müssen - aber es sich im Allgemeinen auszahlt. Während Ihrer Tätigkeit werden Ihnen die Angelegenheiten geläufiger. Umso wichtiger ist es, die Fehler und Vermeidungsstrategien des Franchisings zu beherzigen.

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