Sie sind selbstständig und denken, Franchising ist nichts für Sie? Wir überzeugen Sie vom Gegenteil

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Sich selbständig machen mit Franchise

Ist Franchising wirklich die richtige Wahl für Sie? Franchising bringt viele Vorteile, aber auch Nachteile. In diesem Beitrag zeigen wir mögliche Schattenseiten und Vorteile auf, aber auch wie sich allfällige Probleme vermeiden lassen.

Schattenseiten des Franchisings

Auf den ersten Blick sind es nur wenige Gründe, die gegen Franchising sprechen. Die Nachteile in aller Kürze:

  • langfristige Bindung
  • Abhängigkeit vom Franchise-Geber (Zentrale)
  • eingeschränkter Entscheidungs-Spielraum
  • persönliche Entwicklungsmöglichkeiten sind fraglich
  • Gebührenbelastung

Sie sehen, die Liste ist kurz. Dennoch sind die Nachteile nicht zu unterschätzen. Das größte Problem ist die fehlende Unabhängigkeit. Im Franchising kann es passieren, dass der Franchisegeber unpopuläre Entscheidungen trifft oder eine Geschäftspolitik verfolgt, mit der Sie nicht einverstanden sind. Sie müssten sie aber dank Ihrer vertraglichen Verpflichtungen dennoch mittragen.

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Ein weiteres großes Problem ist, dass Ihr Image untrennbar mit dem des gesamten Konzerns bzw. der anderen Filialen verknüpft ist. Welch weite Kreise dies ziehen kann, zeigte eindrucksvoll das Beispiel von Burger King aus dem vergangenen Jahr. In einem Fernsehbericht wurde über die ekligen Zustände in vielen Filialen eines bestimmten Franchisenehmers berichtet. In der Folge wandten sich viele Konsumenten von der Kette ab und 89 Filialen wurden per fristloser Kündigung durch den Franchisegeber geschlossen. Der Imageschaden für die verbleibenden Filialen ist enorm.

Diese weiteren Nachteile des Franchisings sollten Sie kennen:

Es ist schwierig, aus der Vielzahl an Franchisesystemen ein passendes System auszuwählen. Zu unterschiedlich sind die Ausprägungen der jeweiligen Unternehmen. Auch die Bewertung der Leistungen des Franchisegebers ist alles andere als transparent. Sie binden sich sehr langfristig an Ihren Franchisegeber. Ein schneller Austritt aus dem Vertrag ist meist nicht ohne weiteres möglich.

Je nach System werden mitunter sehr hohe Franchisegebühren fällig. Sie fallen über die gesamte Lebensdauer des Unternehmens hinweg an. Die anfänglichen Investitionen sind durch Lizenzgebühren und die vollständige Erstausstattung vergleichsweise höher. Sie übernehmen mitunter die Haftung für Produkte, die Sie selbst nicht herstellen, sondern nur weitervertreiben.

Vorteile des Franchisings für den Franchisenehmer

Die Vorteile des Franchising in aller Kürze:

  • Hilfe bei der Unternehmensgründung
  • geringeres Risiko durch erprobtes Konzept
  • bekannte Marke
  • kürzere Anlaufzeit
  • Gründungsvorbereitung
  • Kundengewinnung
  • Übertragung von Know-how
  • Zugang zu fremden Branchen
  • Erleichterte Betriebsführung
  • höhere Produktivität durch Aufgabenteilung
  • betriebswirtschaftliche Vorteile durch
  • gemeinsame Werbung
  • begünstigten Einkauf
  • Schulung
  • gemeinsam statt einsam
  • Synergien
  • Motivation
  • Erfahrungsaustausch

Der größte Vorteil, von dem Sie als Franchisenehmer profitieren, ist die Erfahrung des Franchisegebers. Da bereits zahlreiche andere denselben Weg gegangen sind, der vor Ihnen liegt, gibt es bereits eine Art von „optimaler Vorgehensweise“. Sie ist um die typischen Fehler bereinigt, die andere Franchisenehmer bei ihrer Gründung bereits gemacht haben. Gründungsfehler, die mitunter viel Geld kosten können, werden so bereits von vornherein auf ein Minimum reduziert.

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Weitere Vorteile des Franchisings sind:

Der Franchisegeber kann belastbares Zahlenmaterial und durchdachte Konzepte präsentieren. Dies erleichtert Finanzierungsgespräche mit den Banken, da Sie über eine stärkere Verhandlungsposition verfügen.

Sie profitieren von Marketingaktivitäten des Franchisegebers, die für alle Filialen gelten (z. B. Fernsehwerbung von McDonald’s wirbt gleichermaßen für alle Niederlassungen). Zugleich wird Ihnen Werbematerial für eigene Werbeaktivitäten auf regionaler Ebene zur Verfügung gestellt. Sie sparen nicht nur dadurch Geld, sondern auch durch die bereits bestehende, vollständige Corporate Identity (z. B. Firmenlogo, Website, Geschäftspapier usw.).

Sie profitieren von günstigeren Einkaufspreisen durch gemeinsamen Einkauf. Dank der Bekanntheit der Marke können Sie sich deutlich schneller etablieren als mit einem völlig neuen Geschäftskonzept. Sie haben bei den Kunden, die die Dachmarke kennen, sozusagen einen Vertrauensvorsprung.

Das Risiko des Scheiterns ist geringer, da Sie in vielfältiger Weise unterstützt und geschult werden.

Durch regelmäßige Schulungen halten Sie Ihr Know-how aktuell.

In vielen Fällen ist das Franchisingsystem sogar soweit ausgereift, dass Sie quasi direkt starten können. Der Einstieg wird dadurch erleichtert.

Die Auswahl des richtigen Standortes kann essentiell sein. Sie erhalten Unterstützung bei der Analyse des Standorts.

Sie vertreiben Produkte oder Dienstleistungen, die sich schon häufig bewährt haben und von den Kunden erwiesenermaßen gut angenommen werden.

Häufig gibt es einen gewissen Gebietsschutz, sodass Sie keine Konkurrenz aus den eigenen Reihen fürchten müssen.

Wie lassen sich Probleme vermeiden?

Doch wie in jeder Art von Beziehung kann es auch zu Problemen kommen. Um diese weitestgehend zu vermeiden, ist ein klarer Vertrag wichtig. Wie mit Problemen umgegangen wird, sollte im Franchise-Vertrag genau stehen: Bei Fehlverhalten und Kündigung muss vertraglich geregelt sein, was passiert.

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