Tipps zur Mitarbeiterführung: So holen Sie alles aus Ihren Partnern raus

27.02.2018 08:30 | Ein Unternehmen gründen

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Auch Mitarbeiter können Partner sein, wenn man sie dazu macht. Ihre Beteiligung, die ebenfalls angemessen zu vergüten ist, beschränkt sich auf den zugeteilten Wirkungsbereich, der aus dem Gesamtbild nicht herauszulösen ist. Es geht dabei weniger um Geld als vielmehr um Anerkennung, die sich auch auf andere Weise zum Ausdruck bringen lässt. Die Motivation ist zu fördern, und wie man das anstellt, eine Frage des Geschicks. Es dürfen auch Prämien sein, doch in erster Linie zählen Worte.

Gute Mitarbeiterführung macht den idealen Franchisepartner aus

Zunächst einmal muss die Bereitschaft zur Leistung im abgegrenzten Aktionsfeld vorhanden sein. Wer sie nicht aufbringt oder gar ungefragt über das Ziel hinausschießt, hat im Team nichts verloren, er bleibt ein Einzelkämpfer. Bei der Auswahl ist größte Sorgfalt an den Tag zu legen, denn ein späterer Wechsel wirft immer Probleme auf. Es einfach mal darauf ankommen zu lassen, dient der Sache wenig, das verunsichert die Zurückbleibenden nur. Sie werden dadurch nicht etwa weiter angespornt, sondern dürften die Zügel ihrerseits schleifen lassen. Ein guter Mitarbeiter muss sich seiner Wertschätzung bewusst sein und es auch ab und zu bestätigt bekommen. Wenn er jederzeit gefeuert werden könnte, wird er sich kaum groß anstrengen, sondern eher zurückhaltend sein. Das schafft kein konstruktives Klima.

Das Gedeihen der Franchisepartner erhöht die Mitarbeiterführung

Entscheidend ist doch die Motivation, die Beschäftigte quasi als kostenlose Gegenleistung mit einbringen. Sie allerdings konsequent zu nähren, bedarf mitunter besonderer Mühen, die gelegentlich auch von kollegialer Seite her aufgebracht werden. Verantwortlich dafür aber ist der Chef, er muss ein untrügliches Gespür für den Zeitpunkt entwickeln, wenn es allmählich zu hapern beginnt. Was einreißt, greift um sich und kann die ganze Mannschaft lähmen. Verteilen Sie einen Bonus, wenn es gerechtfertigt ist, nicht um die Stimmung anzuheizen. Dafür gibt es andere Mittel, etwa ein Gratis-Bier nach Feierabend. Wenn jemand einmal schlechte Laune hat, mag das vorübergehen, hält sie sich jedoch hartnäckig, muss der Ursache dafür auf den Grund gegangen werden.

Sich angemessen und gerecht verhalten

Seien Sie vorsichtig im Verteilen von Belohnungen, beugen Sie Inflationärem vor. Sie sind nicht derjenige, welcher laufend einen ausgeben müsste. Wenn sich berechnen lässt, wann wieder mal ein Extra fällig wäre, könnten viele ihr Handeln ausschließlich daraufhin ausrichten. Menschen sind aber keine Pawlowschen Hunde, sie wollen mitdenken und in ihrem Bemühen gewürdigt werden. Zudem muss jeder Verständnis dafür aufbringen können, wenn gerade jemand bevorzugt behandelt wird. Stellen Sie keine festen Regeln auf, agieren Sie spontan nach den Erfordernissen der Situation. Wenn einer ernsthaft erkrankt, dann übernehmen die anderen seinen Part, weil sie das gleiche Schicksal treffen könnte. Führt das jedoch zur Bequemlichkeit, ist eine Rüge fällig.

Außergewöhnliches bedarf der Prüfung

Von allergrößtem Vorteil ist die Kontinuität auf gleichbleibend hohem Niveau. Wird aber mehr geleistet als gefordert, sollte das nicht unerwähnt bleiben. Es kann

  • einen regelrechten Wettstreit auslösen, aber
  • auch demotivieren.

Stellen Sie sicher, dass es sich tatsächlich um Einzigartiges handelt und jemand sich nicht übergangen fühlen wird. Manche fleißigen Angestellten haben einen Hang zu Spektakulärem, andere werkeln eher im Verborgenen fleißig vor sich hin. Was man lobend hervorhebt, muss auch etwas sein, das wirklich sehenswert erscheint und ausschließen, dass ein Schmücken mit fremden Federn die Oberhand gewinnt. Lassen Sie sich nichts vormachen. Sie sind nicht der Einzige, der die Zusammenhänge kennt und können sich an geeigneter Stelle erkundigen.

Viele Rädchen im gut geölten Getriebe

Im Grunde sollte jeder wissen, worum es im Einzelnen geht und wie eins ins andere greift. Das wird nicht leicht umzusetzen sein, doch bei Bedarf muss eine, wenn auch nicht unbedingt stichhaltige, Erklärung nachgeschoben werden. Jemanden dagegen konsequent außen vor zu halten, fördert das Verständnis fürs Ganze nicht und ist auch weniger dazu geeignet, Mitverantwortung zu generieren. Dann denkt man nur, dass ja andere zuständig dafür sind und kümmert sich nicht weiter. So zieht man Grenzen, die der Gesamtentwicklung im Wege stehen. Schließlich kommt es auf alle an, sonst wären sie nicht da. Dass einer jedoch seine Kompetenz laufend überschreitet, darf nicht hingenommen werden. Man kann auch übermotiviert sein. Dann sind die Rollen schlecht verteilt.

Temperamente eilends im Zaum halten

Der jugendliche Überschwang muss sich mit erfahrener Routine paaren können, ohne dass sich ständig Konflikte ergeben. Allzu viel Spontaneität kann auch besonnen gebremst werden, was nicht zu Frustrationen führen muss. Stellen Sie ein Stoppschild hin, bevor es auf der Kreuzung kracht. Ächten Sie Gedankenlosigkeit im Umgang miteinander, aber spielen Sie sich nicht zum Übervater auf. Sie tragen die Verantwortung für das Übertragen von Aufgaben, lassen Sie nicht Ihre Wut an denen aus, die darauf angewiesen sind. Bitten Sie lieber zum informellen Gespräch, wenn es sich gerade ergibt, womöglich ist manches noch schnell wieder hinzubiegen. Drohen Sie nicht, fragen Sie sich und andere. Lösungen fallen nicht vom Himmel, sie wachsen auf der Erde.

Mitarbeiter mit eigener Persönlichkeit

Es kann sehr befreiend sein, über das, was stört, zu reden. Wer sich an Ort und Stelle wohlfühlt, wird gerne wiederkommen und sicher auch dazu bereit sein, einiges dafür zu tun. Gewähren Sie mal einen Vorteil außer der Reihe, wenn sich ein Anlass dafür ergibt und keine Eifersucht aufkommen kann. Beziehen Sie immer alle Beteiligten mit ein, nicht unbedingt gleichzeitig, aber agieren Sie keinesfalls hinter dem Rücken von Betroffenen. Das werden sie Ihnen nicht verzeihen. Wer über den Kopf Mittätiger hinweg entscheidet, der soll doch sehen, wo er bleibt – jedenfalls nicht im Herzen derer, von denen viel verlangt wird.

Irritationen sorgsam vermeiden

Einer, der sich isoliert fühlt, wird sich auch so benehmen und künftig bedeckt halten, was offen zutage treten sollte. Verbauen Sie sich keine Chancen, die Ihnen frei Haus geliefert werden, lernen Sie Ihre Mitarbeiter besser kennen. Gelegenheit dazu bietet besonders ein Treffen jenseits des Alltäglichen, doch währenddessen auftretende Missverständnisse müssen unverzüglich geklärt werden. Zu schnell fällt ein böses Wort, das wenig später nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist. Es ist allerdings Verständnis dafür aufzubringen, dass im Eifer des Gefechts oft kein Raum für Diskussionen bleibt. Notfalls muss man sie dann eben vertagen, sollte das jedoch umgehend anmerken und nicht vergessen.

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