Familienunternehmen: Expandieren via Franchising

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Als Gründungswilliger muss man den Schritt in die Selbstständigkeit natürlich nicht alleine gehen. So kann man durchaus mit seinem Partner oder seiner Familie ein eigenes Unternehmen gründen. Das gilt für herkömmliche Gründungen wie auch für das Franchising. Dieser Artikel erläutert Ihnen, was es mit einem Familienunternehmen auf sich hat und warum diese Art von Unternehmen so gut zum Franchising passt. Hier erfahren Sie mehr!

Was charakterisiert einen Familienunternehmen?

Wenn von einem Familienunternehmen die Rede ist, dann wird das Unternehmen entweder primär von den Mitgliedern einer Familie oder einem Verwandtenkreis geleitet oder aber die Familie hält die meisten Anteile an dem Unternehmen beziehungsweise besitzt es. Die Führung und Organisation des Unternehmens werden also von der Familie übernommen oder maßgeblich beeinflusst. Und zwar ist es dabei ganz gleich, wie groß das Unternehmen ist. So qualifizieren sich kleine und mittelgroße Unternehmen, die auch als KMU bekannt sind, wie auch größere Konzerne als Familienunternehmen. Die Geschichte eines Familienunternehmens beginnt mit seiner Gründung von einem oder mehreren Familienmitgliedern und auch nachfolgend bei der Übergabe des Unternehmens an die neue Generation bleibt das Unternehmen in Familienhand.

>>> Erfahren Sie hier mehr über KMU und welche Rolle sie in der deutschen Wirtschaft spielen!

Die Größe von Familienunternehmen ist irrelevant!

Denn wenn man an Familienunternehmen denkt, dann denkt man eher an kleinere Unternehmen, die inhabergeführt sind, wo der Chef selbst mit anpackt und für die Kunden da ist. Dies ist vor allem oft bei den weiter oben angesprochenen KMU der Fall. Und diese Art der Kundenähe ist es auch oft, wo der deutsche Mittelstand großes Vertrauen bei der Kundschaft evoziert.

Auch bei einem Konzern oder einer Aktiengesellschaft kann es sich um ein Familienunternehmen handeln. Und zwar ist das oft der Fall, wenn die Familienmitglieder die meisten Anteile an der Aktiengesellschaft innehalten oder sie in den Vorständen und Aufsichtsräten vertreten sind. Schließlich fingen zahlreiche große Marken als inhabergeführtes Unternehmen an: Aldi, Volkswagen aber auch BMW sind Beispiele für große deutsche Familienunternehmen.

Wie viele Familienunternehmen gibt es in Deutschland?

Forschungsinstitute gehen davon aus, dass gut 95 Prozent der Unternehmen, die in Deutschland ansässig sind, in der Hand von Familien sind. Dieser Löwenanteil an Unternehmen sorgt für 40 Prozent aller Umsätze und dient als Arbeitgeber für mehr als 60 Prozent aller Arbeitnehmer. Familienunternehmen spielen in Deutschland also eine sehr wichtige Rolle, was das Wirtschaftstreiben angeht.

Alles auf einen Blick: Wann spricht man von einem Familienunternehmen?

Es gibt daher verschiedene Auslegungen, was ein Familienunternehmen definiert. In folgenden Fällen spricht man von einem Familienbetrieb:

  • Bei einem Familienunternehmen befinden sich Eigentum und Leitung in einer Hand.
  • Oft spielen hier auch rechtliche Themen wie das Risiko und die Haftung mit rein. Diese Aspekte sollten von einer Person oder der gesamten Familie übernommen werden.
  • Gerade bei Konzernen und AGs ist es wichtig, dass der mehrheitliche Besitz des Aktienkapitals oder aber die mehrheitlichen Entscheidungsrechte bei der Familie oder einer Person der Familie liegen.

Familienunternehmen und das Franchising

Familienunternehmen sind für die deutsche Wirtschaft enorm wichtig, aber welche Rolle spielt das Franchising hier? Die Antwort lautet: Auch bei Familienunternehmen stellt das Franchising eine sehr interessante Möglichkeit dar, um mit möglichst wenig unternehmerischem Risiko und finanziellen Mitteln eine effektive und nachhaltige Expansion zu realisieren.

Der Vorteil an einer Expansion durch Franchising

Dank Franchising treten alle Franchisenehmer unter dem Namen und der Corporate Identity des Franchisegebers auf, was einen einheitlichen Markenauftritt am Markt möglich macht. Alle Betriebe treten unter derselben Marke auf und führen ein identisches Konzept aus, so dass der Kunde in jeder Filiale dieselbe Kauf- oder Service-Erfahrung machen kann. Dadurch dass die einzelnen selbstständigen Franchisenehmer umfassend vom Franchisegeber eingearbeitet werden, merken die Kunden keinen Unterschied. Für diesen Service und den Erhalt der Lizenzen und Markenrechte zahlt er Franchisenehmer seinem Geschäftspartner die sogenannte Franchisegebühr.

Ungenutztes Umsatzpotential nutzen: Immer mehr Familienunternehmen setzen auf Franchising!

Nicht nur große Marken setzen auf das erfolgreiche Vertriebsmodell, auch viele kleinere Unternehmen nutzen Franchising, um ihren Absatzmarkt auszuweiten und das Umsatzpotential voll auszuschöpfen. Letztlich waren es viele große Marken, die vor allem durch dieses Vertriebsmodell an (auch internationaler) Bekanntheit gewinnen konnten. Und zwar sprechen zahlreiche Argumente dafür!

Was spricht für eine Expansion mit Franchising?

Der wohl wichtigste Grund ist die Tatsache, dass eine Expansion mit Franchising zu einem überschaubaren Kapitaleinsatz möglich ist. Zwar muss der Franchisegeber initial Geld in die Hand nehmen, um sein Konzept zu franchisieren, allerdings muss er abgesehen davon wenig selbst finanzieren. Während er bei dem Aufbau eines Filialnetzes, was in Eigenregie betrieben wird, auch für Räume, Personal und Material selber aufkommen muss, so übernimmt dies beim Franchising der Geschäftspartner. Denn der Franchisenehmer ist ein selbstständiger Unternehmer, der selbst das volle finanzielle und unternehmerische Risiko für seinen Betrieb trägt. Natürlich kostet die Entwicklung eines Franchisekonzeptes Zeit und Geld und dieser Prozess sollte in keinem Fall unterschätzt werden, denn es zahlt sich sprichwörtlich aus: Der Franchisegeber lässt sich die Verfügungsstellung des Konzeptes von seinen Geschäftspartnern finanziell erstatten.

>>> Erfahren Sie hier mehr: Worauf gilt es zu achten, um ein Geschäftskonzept zum Franchise auszubauen?

Im Zuge des Aufbaus eines Franchisesystems empfiehlt es sich, seinen Geschäftspartnern exklusiven Gebietsschutz zu bieten, so dass diese sich in einem bestimmten Gebiet um die eigenverantwortliche Entwicklung des lokalen Marktes kümmern können. Zudem bauen Sie eine Franchisesystemzentrale auf, von wo aus Sie Ihr familiengeführtes Franchise-Unternehmen managen, optimieren und kontrollieren. In der Zentrale arbeiten Sie die Franchisenehmer ein, übernehmen administrative Aufgaben und bestücken es mit Franchisepartnern, die sich um die Betreuung der Geschäftspartner kümmern.

Darum passen Franchising und der deutsche Mittelstand so gut zusammen!

Die Mehrheit der deutschen Familienunternehmen nutzen Franchising für ihre Expansionszwecke, schließlich handelt es sich dabei um eine familienfreundliche Art der Expansion. Was genau ist damit gemeint?

Familiengeführte Unternehmen sind oft profitabler als man auf den ersten Blick annehmen würde. Oft sind Familienunternehmen erfolgreicher als Firmen ohne Familien-Engagement. Und zwar liegt das an den Tugenden des Mittelstandes! Mittelständische Unternehmen werden oft mit Nachhaltigkeit, einem hohen Ethos bei den Führungskräften sowie Vertrauen und Loyalität in Verbindung gebracht. Und diese Werte sind selbstverständlich auch beim Franchising entscheidend: Hier handelt es sich um ein großes Netzwerk, was von Gemeinschaft, Unterstützung, Transparenz und Ehrlichkeit geprägt ist. Man ist eine große Familie und gemeinsam ist man stärker als es als Einzelkämpfer der Fall ist.

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