Warum unternehmerisches Denken im Franchising unerlässlich ist!

01.03.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

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Wie denkt der Unternehmer? Er steckt voller Tatendurst aus lauter Angst davor, als Unterlasser aufzufallen. Eine einzige fatale Fehlentscheidung könnte alles bislang mühsam Aufgebaute schlagartig zunichtemachen, der Druck ist immens. Doch anstatt im Nirgendwo zu schürfen, gibt ihm das Franchising eine klare Linie vor. Hierbei gilt es, innerhalb der Festungsmauern ordentlich zu expandieren, mitunter müssen sie gar überwunden werden. Die Notwendigkeit dazu ergibt sich, wenn jemand von außerhalb zum Stürmen ansetzt.

Unternehmerisches Denken ersetzt die Risikobereitschaft

Auf der einen Seite regiert die Vernunft mit dem Ziel, verlockende Wagnisse exakt zu kalkulieren. Da wird berechnet, was sich kaum beziffern lässt, halbwegs begründbar prognostiziert, was tatsächlich kaum jemand absehen kann. Wahrscheinliche Vorteile sind möglichen Nachteilen gegenüberstehend aufgelistet, und was letztendlich den Ausschlag gibt, liegt oft genug im Interesse desjenigen, der sich am meisten davon verspricht. Man hat schon Glamouröses untergehen sehen, engagierte Beraterstäbe sprechen sich im Nachhinein von jeder Verantwortung frei oder präsentieren sich derart zerstritten, dass beim besten Willen keinerlei Konsens herbeizuführen ist. Dann war der ganze Aufwand für die Katz.

Die Risikobereitschaft fördert unternehmerisches Denken

Andere Abenteurer stürzen sich kopfüber in die Fluten, um zu sehen, was passiert. Blessuren nehmen sie dabei in Kauf und halten sich für alle Fälle auch ein Hintertürchen offen, doch sie zögern nicht länger, wenn der rechte Zeitpunkt für einen Überraschungsangriff gekommen ist. Natürlich haben sie sich weitgehend und manches Mal auch besonders schlau abgesichert, doch einige verzichten darauf, vertrauen auf Ihr Glück und gewinnen. Der eine oder andere bleibt auf der Strecke, aber er hat es versucht. Rekordleistungen sind schwer nachzumachen, ihr Preis kann den Kragen kosten, ein Verzicht darauf jedoch lebenslange Schmach bedeuten. Gelegentlich wird man schlicht dazu gezwungen, alles auf eine Karte zu setzen. Dann steht das Wasser bis zum Hals.

Bei der Standortwahl auf Empfehlungen vertrauen

In Bereichen, die genügend gesicherte Erkenntnisse bereitstellen, kann es gar nicht schaden, sich darauf zu verlassen. Warum sollte man geleistete Vorarbeit ignorieren? Sie zu prüfen, ist eine andere Sache. Wenn aber zwei oder besser noch drei kompetente Stellen sich einig sind, lässt sich das Verfahren abkürzen, ein Gegencheck ist freilich nie verkehrt. Franchisegebern kann man ohne Weiteres unterstellen, dass sie sich bei der Standortanalyse große Mühe geben. Es könnte wohl sein, dass noch eine weitere Operationsbasis aus Gründen der Vervollständigung oder der Behauptung hinzugenommen wird, obwohl die Aussichten dort für den Einzelnen nicht allzu rosig sind. Schließlich liegt es immer an ihm, die Lage einzuschätzen und das Beste daraus zu machen.

Mit zwei gesunden Beinen auf dem Boden stehen

In erster Linie zählt der eigene Eindruck, vor allem lässt sich dabei in Erfahrung bringen, ob die aufgezeigten Vorzüge mit den persönlichen Vorlieben in Einklang zu bringen sind. Überzeugungsarbeit in eigener Sache ist eine Seite der Medaille, die andere gefällt sich darin, Vorbehalte auszuloten. Wenn Ihnen etwas grundsätzlich widerstrebt, sollten Sie dem nachgehen oder vorsorglich Abstand nehmen. Denn wenn Sie nicht mit ganzem Herzen dabei sind, nützten Ihnen auch Feuer und Flamme nur wenig. Skrupel sind eventuell zu tolerieren, doch auch unbegründete Zweifel können unaufhaltsam nagen. Beziehen Sie einen ausgewogenen Standpunkt zwischen Verstand und Gefühl, bilden Sie Ihren Riecher aus. Ab und zu muss es auch etwas auf die Nase geben.

Mehr als alles andere schult der praktische Erfolg

Sie erholt sich schon davon, Hauptsache, Sie gehen Ihres Spürsinns nicht verlustig. Sehen Sie zu, dass Sie sich rückversichern können, wenn Sie sich in Turbulenzen verstrickt haben. Lernen Sie, wohlmeinenden Rat von routinierter Abfertigung zu unterscheiden, gewinnen Sie Sicherheit. Um sie zu erreichen, muss man auch einen Fehler machen dürfen, doch möglichst nicht denselben immer wieder. Der Einblick von außen kann dabei hilfreich sein, wenn er sich an Ihren Bedürfnissen orientiert und Sie nicht in eine Richtung lenken will, die anderen Absichten dient. Eine fundierte Grundausbildung befähigt zu manchem und beschert gute Noten, doch sie hält nicht jeder Belastung durch die Praxis stand. Oft ist Impulsivität gefragt, um ein Problem zu lösen, das langwierige theoretische Überlegungen erfordern würde.

Kreative Flexibilität statt zu viel Prinzipientreue

Ein Unternehmer muss zupacken können, anstatt sich permanent in einer Verfeinerung der Strategie zu üben. Sie sollte nicht zu starr als Richtschnur vorgegeben sein, damit sie sich dynamisch veränderten Umständen anpassen kann. Selbstverständlich ist die Planung wichtig, um eine konkrete Zielvorstellung vor Augen zu haben, doch wenn sich herausstellt, dass sie nicht realistisch genug war, muss sie sich revidieren lassen. Hängen Sie die Trauben immer ein bisschen höher als bequem erreichbar, um in Ihren Anstrengungen nicht nachzulassen, aber überfordern Sie sich nicht. Wenn Sie merken, dass noch Reserven zu mobilisieren sind, dann setzen Sie Ihrer eigenen Schöpfung eben ein dekoratives Krönchen auf. Die Freude darüber ist größer als die Enttäuschung im Falle des Scheiterns.

Besseres Wetter machen, wenn es sich eintrübt

Und selbst bei Niederlagen sollten Sie darum bemüht sein, dass die Stimmung keinesfalls auf den Nullpunkt sinkt. Das betrifft nicht nur Sie selbst, sondern Ihr gesamtes Team. Sobald ein Wölkchen aufzieht, muss es mit aller Macht vertrieben werden, damit sich kein Sturm zusammenbraut. Die Auswirkungen könnten verheerend sein. Lassen Sie sich auch in dieser Hinsicht etwas einfallen, greifen Sie Anregungen auf, wenn Ihr Humor nicht mehr auf Gegenliebe stößt. Der ideale Franchisenehmer muss

  • voll und ganz übereinstimmen mit dem von ihm selbst ausgewählten Konzept,
  • sowohl persönliche als auch berufliche Intentionen umsetzen können,
  • hoffnungsvoll und zuversichtlich nach vorn blicken und
  • darauf achten, dass er sich nicht übernimmt.

Angebotene Unterstützung beim Wort nehmen

Wenn eine sachlich begründete Hängepartie droht, hilft hoffentlich der Franchisegeber unbürokratisch, schnell und effektiv. Gerade als werdender Unternehmer sollte man sich im Vorfeld vergewissern, was passiert, wenn es mal hakt. Denn wenn die Hütte kocht, muss rasche Abhilfe zu schaffen sein. Sollte einem dann erst auffallen, dass für Notfälle keine Vorsorge getroffen ist, kommt das Improvisationstalent auf den Prüfstand. Mancher muss nur genügend gefordert werden, um es zu entdecken, andere erleiden Schäden, die so leicht nicht wieder gutzumachen sind. Nur warm angezogen lässt es sich komfortabel ins kalte Wasser springen, wenn man darauf verzichtet, trägt man schnell einen Schnupfen davon.

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