Führungsstile Übersicht: Unser Guide für Franchisepartner!

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Führungsstile Übersicht: unser Guide für Franchisepartner

Führungsstile können enorme Auswirkungen auf das Betriebsklima und die Motivation der Angestellten haben. Sie wirken sich direkt auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus. Dementsprechend wird auch deutlich, wie wichtig ein guter Führungsstil ist, denn immerhin sind Mitarbeiter für den Erfolg der Firma und somit des Franchises verantwortlich. Wer den Schritt zum Franchisenehmer macht, der muss wissen, wie er Angestellte lenkt und das Beste aus ihnen herausholt.

Aber gibt es überhaupt den richtigen Führungsstil? Kurz gesagt, Nein. Auch Sie haben im Laufe Ihrer Karriere vielleicht gemerkt, dass sich manche Stile positiver auf Sie ausgewirkt haben als andere. Das ist nichts Ungewöhnliches, denn hier gehen die Meinungen oft auseinander. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie als Chef wissen, welche Möglichkeiten es gibt und welcher der richtige Ansatz für Sie sein kann.

Mögliche Führungsstile

  • Demokratischer Führungsstil

Im demokratischen Führungsstil sind Mitarbeiter aktiver Teil von Entscheidungen. Auch wenn Sie das letzte Wort haben, hat jeder Ihrer Angestellten die Möglichkeit, sich in Gruppenbesprechungen einzubringen und Entscheidungsprozesse mitzugestalten, um gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln. Eine demokratische Führungskraft legt seine Ideen dar, ist aber auch für Vorschläge offen. Fehler werden bei diesem Stil eher verbessert, statt geahndet. Da ist es wenig überraschend, dass diese Strategie oft zu einem ausgeglichenen und offenen Betriebsklima führt. Das spiegelt sich auch in der Motivation der Mitarbeiter wider. Damit liegen die Vorteile dieses Führungsstils klar auf der Hand. Durch die aktive Miteinbindung von Mitarbeitern werden Entscheidungsprozesse transparenter, der Vorgesetzte wird entlastet und die Zahl der Fehlentscheidungen sinkt. Allerdings dauert es oft auch länger, bis Entscheidungen letztendlich getroffen werden.

  • Autoritärer Führungsstil

Bei dieser Art von Führung obliegt die Entscheidungskraft allein dem Chef. Mitarbeiter werden nicht zu Entscheidungen herangezogen und bringen in der Regel keine Vorschläge ein. Die Führungskraft erwartet hier, dass Vorgaben ohne Diskussionen umgesetzt werden. Dieser Stil zeichnet sich vor allem durch seine Distanz zwischen Angestellten und Chef aus. Diese Methode ist allerdings von Vorteil, weil Entscheidungen schnell getroffen werden können, vor allem wenn die Zeit drängt. Mitarbeiter müssen keine Verantwortung für Entscheidungen tragen. Das kann allerdings schnell in der Demotivation der Angestellten resultieren. Sie sind weniger innovativ, was für ein Franchise schnell zum Problem werden kann. Oft sind es vor allem kreative Mitarbeiter, denen dieser Führungsstil Probleme bereitet. Ein weiteres Problem ist das Risiko, dass es aufgrund fehlender Beratung und Ideen eher zu falschen Entscheidungen kommt.

  • Laisser-faire-Führungsstil

Der Laisser-faire Führungsstil zeichnet sich durch eine hohe Freiheit der Angestellten in ihren Tätigkeiten aus, in die die Führungskraft selten eingreift. Mitarbeiter treffen Entscheidungen bezüglich ihrer Arbeit selbst und entscheiden eigenständig, wie sie diesen nachgehen. Ein wichtiges Merkmal dieses Stils ist also der große Handlungsspielraum. In manchen Franchising-Systemen, in denen Vorgesetzte sich für diesen Stil entscheiden, gibt es keine konkreten Arbeitszeiten oder Abgabetermine. Dass Angestellte einen solch großen Freiraum haben, trägt bei vielen zu einer gesteigerten Motivation bei. Da die Mitarbeiter ihre Aufgaben eigenständig bearbeiten müssen, wird so außerdem die Selbstständigkeit gefördert. Allerdings muss man auch hier abwägen, ob die möglichen Nachteile diesen Führungsstil rechtfertigen. Zunächst muss man erwähnen, dass Angestellte hier ohne klare Anweisungen arbeiten müssen. Vielen Menschen fehlt bei einem so großen Entscheidungsraum die nötige Disziplin. Die Koordination kann leiden und Aufgaben werden möglicherweise anders priorisiert als von der Führungskraft vorgesehen.

  • Charismatischer Führungsstil

Bei diesem Führungsstil spielt die Ausstrahlung eine entscheidende Rolle. Eine lebendige Mimik und Gestik und das Talent zur Kommunikation sind Dinge, mit denen der Charismatiker andere Menschen scheinbar mühelos dazu bringt, Dinge zu erledigen. Oft haben charismatische Führungskräfte Vorbildfunktionen für ihre Angestellten und wirkt sich so direkt auf die Produktivität aus. Ihnen ist es wichtig, dass Mitarbeiter ihre Stärken erkennen und den Teamgeist für sich entdecken. Arbeitnehmer führen dem Vorgesetzten freiwillig und weisen eine hohe Zufriedenheit auf, das Arbeitsklima wird durch eine gute Stimmung geprägt. Im Zusammenhang mit diesem Stil steht allerdings oft die Befürchtung, dass Mitarbeiter leicht ausgebeutet werden können. Zudem kann ein zu hoher Gehorsam eher kontraproduktiv sein. Da sich dieser Führungsstil hauptsächlich auf das Auftreten der Führungskraft bezieht, wird er oft mit anderen Führungsstilen kombiniert.

  • Situativer Führungsstil

Der situative Führungsstil ist einer der individuellsten Stile. Hier passt der Vorgesetzte sein Verhalten an die Situation sowie die Bedürfnisse und Fähigkeiten seiner Mitarbeiter an. Es gilt das Prinzip sogenannter Reifegrade.

Dirigieren: Hier wird von einem sehr geringen Reifegrad ausgegangen, möglicherweise wenn es einem Mitarbeiter noch an Fachwissen fehlt. Der Vorgesetzte erteilt hier genaue Aufgaben und kontrolliert sie im Anschluss.
Sekundieren: Auch hier werden Anweisungen befolgt, aber die Meinung von Angestellten werden bereits in Entscheidungen des Arbeitgebers mit einbezogen.
Motivieren: Der Mitarbeiter bringt nötige Kompetenzen mit, ihm fehlt es aber an Motivation oder Initiative, eigene Entscheidungen zu treffen. Hier nehmen Vorgesetzte oft eine beratende Funktion ein.
Delegieren: In dieser Stufe greift der Vorgesetzte kaum noch ein, da der Mitarbeiter alle nötigen Fähigkeiten bereits mitbringt. Hier steht die Freiheit der Angestellten im Fokus.

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Eigenschaften von Führungskräften

Vor allem wenn man noch nie in einer solchen Situation war, ist es schwer, sich für einen Führungsstil zu entscheiden. Generell kann man allerdings sagen, dass es Eigenschaften von Vorgesetzten gibt, mit denen man weiter kommt als mit anderen.

  • Lob hat sich bei vielen Angestellten noch immer als bewährt erwiesen. Zollen Sie Anerkennung dort, wo es nötig ist, und profitieren Sie von der gesteigerten Motivation Ihrer Mitarbeiter
  • Durchsetzungsvermögen sollten Sie definitiv mitbringen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie jede Idee und jeden Kommentar Ihrer Mitarbeiter ignorieren. Vielmehr ist es wichtig, dass Sie sich klar ausdrücken und vermitteln, was von Angestellten erwartet wird.
  • Selbstreflexivität ist eine Eigenschaft, die vor allem Ihnen als Führungskraft auf lange Sicht weiterhilft. Möglich ist auch, dass Sie sich Feedback von Ihren Mitarbeitern einholen und sich so Rückmeldung geben lassen.
  • Verantwortungsbewusstsein ist ebenfalls eine Qualität, die man als Vorgesetzter mitbringen sollte. Darunter zählt auch die Verantwortung gegenüber Ihren Mitarbeitern. Lernen Sie, sich auch die eigenen Fehler einzugestehen.

Wo die einen bei Fehlern zwei Augen zudrücken, verbreiten andere Furcht, sobald sie den Raum nur betreten. Nicht jeder Führungsstil ist auf jeden Menschen zugeschnitten, denn nicht jeder kann sich in der Rolle einer autoritären oder charismatischen Person wiederfinden. Möglicherweise hat Ihr Franchisegeber Tipps für Sie, vielleicht aber finden Sie den besten Stil für sich auch, wenn Sie an Ihre Zeit als Mitarbeiter zurückdenken und überlegen, welche Vorgesetzten die besten Auswirkungen auf Sie hatten.

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