Führungsstile: Welcher Typ sind Sie?

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Führungsstile

Unterschiedliche Führungsstile eignen sich für verschiedene Ziele. Mit welchem Führungsstil ein Franchisenehmer seine Mitarbeiter führt, trägt entscheidend zum Gelingen des Unternehmens bei. Je nach Führungsstil haben Sie als Angestellter sicher die Erfahrung gemacht, daß Sie mit einigen Vorgesetzten besser zurecht kamen als mit anderen. Um als Chef Ihre Mitarbeitenden zu führen, hilft es, über unterschiedliche Führungsstile Bescheid zu wissen und sich jenen anzueignen, der sich am besten für Ihr Team und Unternehmen eignet.

Was versteht man unter einem Führungsstil?

Unter Führungsstil versteht man eine Verhaltensweise, die ein Vorgesetzter einem einzelnen Mitarbeiter oder einer Gruppe von Mitarbeitern entgegenbringt. Führungskräfte lassen sich in der Regel schulen, um zu lernen, was eine erfolgreiche Führungskraft ausmacht. Erfolgreiche Führung ist also lernbar, ebenso ein bestimmter Führungsstil.

Führungsstil ist die Grundhaltung und das sich daran orientierende Verhaltensmuster, mit denen jemand seine Führungsaufgaben wahrnimmt.

Es gibt deshalb keinen richtigen oder falschen Führungsstil. Jeder Vorgesetzte hat seinen eigenen Stil, der zu seiner Arbeitsweise, seiner Persönlichkeit und seinem Unternehmen passt. Der Führungsstil kann durchaus geändert werden, etwa wenn ein Chef feststellt, dass er mit seinem Führungsstil nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt.

Durch Seminare, Weiterbildungen oder auch die Beobachtung anderer Führungskräfte können neue Verhaltensweisen und Vorgehensweisen für die Arbeit im Chefsessel gelernt und umgesetzt werden.

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Führen will gelernt sein

Drei von vier Führungskräften sind davon überzeugt, klare Ziele vorzugeben, konstruktives Feedback zu geben und ihr Team motivieren zu können. So zumindest das Selbstbild. Schade nur, dass die Mitarbeiter das ganz anders sehen. Jeder zweite Mitarbeiter stellt seinem Chef ein mieses Zeugnis aus und hält ihn für wenig kompetent. Zwei Drittel beklagen gar, keine klaren Aufgaben und Ziele zu bekommen. Knapp 50 Prozent bemängeln in einem Vakuum ohne Feedback zu arbeiten.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Managementberatung Information Factory (rund 2000 Befragte). Eine mögliche Erklärung für das schiefe Selbstbild der Führungskräfte: Die Einsamkeit an der Spitze – sie erhalten ebenfalls kaum Feedback und werden zudem meist nicht auf ihre Managementaufgaben vorbereitet. Grund genug also, darüber nachzudenken, wie man ein guter oder gar besserer Chef wird.

Als Chef müssen Sie viele Rollen erfüllen

Es gibt eine Vielzahl von Führungsstilen, die darüber bestimmen, wie eine Führungskraft sich im Unternehmen verhält, welche Verhaltensweisen und Eigenschaften zu erwarten sind und wie ein Chef im Allgemeinen mit seinen Mitarbeitern umgeht. Doch müssen Vorgesetzte viele verschiedene Rollen erfüllen, um ein Team erfolgreich führen zu können. Ein guter Franchiseunternehmer muss nicht nur die Verantwortung tragen und Entscheidungen treffen, sondern in vielen Bereichen aktiv sein und dabei gezielt auf Mitarbeiter eingehen.

Doch nicht immer gelingt das. Auch unterscheiden sich Führungskräfte und deren Führungsstile darin, wie die einzelnen Rollen gewichtet werden. Manch einer konzentriert sich besonders stark auf einen Teil, andere lassen diesen eher zu kurz kommen und legen den Fokus auf etwas anderes.

Am Ende muss jeder seine eigene Balance finden, in der idealerweise alle Rollen einer Führungskraft enthalten sind:

Der Motivator

Anhaltende Motivation kommt in erster Linie von innen heraus, doch auch Vorgesetzte tragen ihren Teil dazu bei. Gute und erfolgreiche Führungskräfte schaffen es, ihr Team immer wieder anzuspornen, zu motivieren und wenn es drauf ankommt zu Höchstleistungen zu bringen – und zwar ohne Druck, sondern durch Ziele und selbst vorgelebtes Engagement.

Der Mentor

Chefs sollten Mitarbeiter nicht nur als Arbeitskräfte sehen, denen Aufgaben übertragen werden, sondern diese in ihrer Entwicklung fördern. Chefs verfügen oftmals über mehr Berufserfahrung und Branchenwissen, wovon auch das Team profitieren kann – wenn die Führungskraft es daran teilhaben lässt und bereit ist, empathisch zu sein und Mitarbeiter zu unterstützen.

Der Moderator

Vorgesetzte fungieren als Sprachrohr in alle Richtungen. Dies gilt beispielsweise beim Konfliktmanagement innerhalb des Teams, wenn unterschiedliche Meinungen aufeinanderprallen, aber auch in einer Vermittlungsrolle zwischen dem Unternehmen und den Mitarbeitern.

Der Koordinator

Es gehört zu den Kernaufgaben in der Führungsposition, den Überblick zu behalten, die Verantwortung zu übernehmen, Projekte zu leiten und Aufgaben so zu verteilen, dass die Qualität stimmt und Deadlines eingehalten werden. In der Rolle des Koordinators ist der Chef für alle organisatorischen Dinge zuständig, damit die Arbeit wirklich reibungslos funktioniert.

Der Inspektor

Was läuft gut? Wo gibt es Probleme? Wie sind die Ergebnisse? Wo besteht Innovations- und Verbesserungspotenzial? Jede Führungskraft übernimmt eine Kontrollfunktion, um langfristigen Erfolg zu gewährleisten. Aus dieser Rolle als Inspektor können wiederum Ziele abgeleitet werden, die durch die anderen Rollen umgesetzt werden.

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Situativer Führungsstil: Moderner Ansatz

Wenn bisher von verschiedenen Führungsstilen die Rede war, muss zunächst festgehalten werden, dass es sich dabei um theoretische Konstrukte handelt. In der Praxis wird man selten einem völlig klar definierten Stil begegnen. Welcher Führungsstil angewandt wird, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • dem Vorgesetzten
  • den Mitarbeitern
  • der Situation
  • der Art der Arbeit

Der situative Führungsstil trägt den verschiedenen Faktoren Rechnung. Er beruht auf der Annahme, dass es bei den Mitarbeitern unterschiedliche „Reifegrade“ gibt: Ein Berufsanfänger oder ein neuer Mitarbeiter muss ganz anders eingearbeitet und mit Instruktionen versehen werden als jemand, der seit Jahren im Betrieb arbeitet. Daraus ergeben sich vier Stufen:

  • Dirigieren: Die Führungskraft erteilt genaue Anweisungen und kontrolliert die Arbeitsabläufe des Mitarbeiters.
  • Sekundieren: Der Mitarbeiter trainiert bereits Erlerntes, braucht aber noch Unterstützung.
  • Motivieren: Die Kompetenzen des Mitarbeiters sind ausgeprägter, allerdings bedarf es der Motivation, eigene Entscheidungen zu treffen.
  • Deligieren: Wenn Kompetenz und Motivation des Mitarbeiters entsprechend hoch sind, kann die Führungskraft Aufgaben deligieren.

Der Vorteil dieses Führungsstils ist, dass er flexibel ist und sich an die Bedürfnisse des jeweiligen Mitarbeiters anpasst. Je nach Kompetenz und Motivation kann die nächste Stufe angewandt werden.

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