5 Faktoren: Packaging in der Franchise-Wirtschaft

08.08.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

fünf faktoren packaging

Je steiler die Müllberge anwachsen, desto mehr Gewicht ist auf die richtige Verpackung zu legen, denn gerade im Franchising kommt es auf den Inhalt an. Er soll gleichwohl zur Geltung kommen, damit er nicht übersehen werden kann. Klarsichtfolie ist indes nicht immer der Weisheit letzter Schluss, man will ja auch gelockt werden. Manchmal reicht ein dezenter Hinweis aus, in anderen Fällen nur Verheißungsvolles. In erster Linie jedoch muss praktisch eingewickelt sein, was nicht lose angeboten werden kann.

Die Franchise-Wirtschaft muss sich nach den Vorlieben ihrer Kundschaft richten

Gefragt ist, was gefällt, das war schon immer so. Mitunter muss dafür ein neues Outfit her, wobei man nur bedingt auf zu erwartende Bedenken Rücksicht nehmen kann. Verschwenderisches hält sich jedoch allgemein in Grenzen, ein Umdenken in Richtung besserer Umweltverträglichkeit wird belohnt. Doch deswegen möchte noch lange nicht jeder seinen Kaffee aus der Thermoskanne eingeschenkt genießen. Gelegentlich kommt es eben eher auf das Zelebrieren einer lieb gewonnenen Gewohnheit an als auf den unmittelbaren Nutzen des Produkts. Wer würde schon lediglich in Seidenpapier geschlagene Geschenke zu schätzen wissen? Nur jemand, den üppiges Beiwerk stört. Oft macht aber nicht zuletzt dies den Unterschied, der schöne Schein schwappt dann einfach über.

Nicht alles lässt sich abgewogen unters Volk bringen in der Franchise-Wirtschaft

Überlegen Sie sich gut, welche Form der Verhüllung Sie wählen wollen, um die richtigen Signale auszusenden in der Franchise-Wirtschaft. Auf schnöde Plastiktüten kann man gut und gern verzichten, bei schmückendem Papier wird es schon schwieriger, es kann ja durchaus auch recycelbar sein. Halten Sie an Überkommenem nur dann fest, wenn es sich nicht vermeiden lässt und unverwechselbar Ihr Image prägt. Zeigen Sie hingegen ebenso, dass Sie sich Gedanken über die Entwicklung machen und sich nicht kaltschnäuzig darüber hinwegsetzen, was alle angeht. Ab und an muss man Konzessionen machen, wenn man im Licht der Öffentlichkeit steht und jedweder Kritik ausgesetzt ist, die nachhaltig Schaden anrichten kann.

1. Es kann sein, dass Sie Ihren Auftritt von heute auf morgen ändern müssen

Schnelllebigkeit hat ihren Preis. Bleiben Sie als Franchisegeber und auch als Franchisenehmer stets wachsam für veränderte Gemengelagen, die sich im Nu ergeben können, worauf Sie reagieren sollten. Wenn die Verpackungsindustrie dann nicht mitzieht, sind Sie schnell abgehängt. Sie brauchen verlässliche Partner, die genauso flexibel sind, wie Sie es sein müssen, wenn Ihnen die Zeit kein Schnippchen schlagen soll. Außerdem müssen Sie bei aller Wandlungsfähigkeit Ihrer Linie treu bleiben können. Das erfordert ein minutiöses Zusammenwirken aller beteiligten Bereiche, wenn Sie den Eilauftrag nicht als Komplettpaket vergeben wollen. Auf alle Fälle sollte man gut vorbereitet sein und darf sich nicht von den Ereignissen überraschen lassen.

2. Dabei sollten Sie auf Möglichkeiten der Kontrolle nicht verzichten

Die einen wollen sich die entscheidenden Schritte für einen Neubeginn auf Präsentationsebene nicht aus der Hand nehmen lassen, andere sind froh darüber, dass ihnen ein nur situativ auftretender Arbeitsaufwand abgenommen wird. Nun hat aber nicht jeder gute Erfahrungen mit Agenturen gesammelt, und die dürften sich die Hände reiben, wenn plötzlich Not am Mann besteht. Andererseits muss man gut gerüstet sein, wenn man den Erfordernissen des Marktes die ihnen gebührende Aufmerksamkeit widmen will. Sorgen Sie vorsorglich für einen reibungslosen Ablauf, und wenn Sie das dafür Nötige nicht selbst leisten können oder wollen, dann sichern Sie sich einen guten Platz in den Auftragsbüchern desjenigen, der diese Aufgabe zuverlässig für Sie übernimmt.

3. Geben Sie sich nicht nur den Anschein, Sie wären ökologisch orientiert

Die Ansprüche sind hoch heutzutage, sie müssen jedoch nicht auf gesteigerten Luxus ausgerichtet sein. Viel eher kann es geschehen, dass sich ein Umweltgewissen regt. Und dem können Sie nichts vormachen. Das Bewusstsein aufgeklärter Kreise ist mittlerweile derart ausgeprägt, dass sie sich nicht länger blenden lassen. Zudem gibt es etliche Vorreiter, die wirklich Bemerkenswertes leisten, sodass Sie sich tatsächlich etwas einfallen lassen müssen. Es kommt dagegen immer gut, wenn jemand aus gegebenem Anlass oder eigenem Antrieb Reue zeugt, der lang gesündigt hat. Dann verzeiht man einen kleinen Fauxpas schon bereitwilliger und lässt sich gern erneut auf gereifte, weil geläuterte Verführungskünste ein. Tun Sie etwas für die Umwelt!

4. Eine gelungene Umrahmung muss augenfällig nachvollziehbar sein

Wenn man sich erst lange fragen muss, warum das Begehrte denn in dieser Gestalt erscheint, ist das nur lästig und spannt den Geduldsfaden bis ins Unerträgliche. Er kann indes auch reißen, wenn wiederholte Versuche des Öffnens derartige Probleme bereiten, dass nicht nur ein Fingernagel dabei abbricht. Mit solcher Kunstfertigkeit tut man weder sich noch anderen einen Gefallen, sie werden womöglich allein deswegen Anstand nehmen von etwas, das sie eigentlich gutheißen. Es sollte auf den ersten Blick erkennbar sein, wie Verpacktes darin Aufbewahrtes freigibt und auch, warum gerade dieses Erscheinungsbild gewählt worden ist. Kommt es dabei zu Dissonanzen, dürfte dies für weiteren Absatz wenig förderlich sein. Ein in sich geschlossenes, harmonisches Design sieht anders aus.

5. Was letztendlich zählt, ist immer der bessere Eindruck

Und eben darauf kommt es an. Wenn sich Lieblosigkeit unterstellen lässt oder man auf Unkenntnis der wahren Eigenschaften des Angebotenen schließen muss, spricht das nicht für die eigene Überzeugung, mit der ein Hersteller für sich wirbt. Sollte man aus Gründen der Wirtschaftlichkeit auf Schnörkel verzichten wollen, mag das noch hingenommen werden, doch wenn man es quasi vor die Tür gekippt bekommt, wird das kaum zum Kauf ermuntern. Man soll es nicht übertreiben, aber muss schon Redlichkeit vermitteln beim Offerieren seiner Ware. Es darf nicht immer Hochglanzfolie sein, schon gar nicht in Zeiten zunehmender Skepsis jenen gegenüber, die zu viel Farbe auftragen. Dann ließe sich ja denken, darin bestünde das Produkt.

Selten eine zweite Chance

Wer Ausgefallenes verkaufen will, muss natürlich etwas mehr Aufwand betreiben als einer, der mit anspruchsvoller Durchschnittsware handelt. Wenn man aber aus dem Kreis der Mitbewerber hervorstechen möchte, dann sollte Kredenztes auch wahrlich edel sein. So mancher versucht sich darin und scheitert so kläglich, dass jede Wiederholung zwecklos wäre. Lassen Sie sich ruhig helfen, wenn die überreiche Vielfalt Ihre Kreativität überfordert, aber stellen Sie sicher, dass es auch wirklich nützt. Eigentlich sollte einer, der hinter seinem Produkt steht, selbst wissen, wie es zu vermarkten ist.

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