Geld verdienen im Franchising: Das müssen Sie wissen!

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geld verdienen im franchising

Schon immer zeichneten sich die Deutschen durch eine enorm hohe Arbeitsmoral aus und die zeigt sich auch deutlich am wirtschaftlichen Erfolg unserer Bundesrepublik: Das Bruttoinlandsprodukt – kurz BIP – lag im Jahre 2018 bei 4,029 Milliarden Dollar im gesamten deutschen Staat und 2017 bei 44.550 Dollar pro Kopf. Dadurch gilt die Bundesrepublik Deutschland als stärkste Wirtschaftsmacht in Europa und als viertstärkste Volkswirtschaft im weltweiten Vergleich. Umsatzstärkste Bereiche sind hierbei die Industrie und der Dienstleistungssektor.

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Weiterhin konnten im Jahr 2016 rund 1204 Milliarden Euro durch den Export von Gütern generiert werden, die hauptsächlich aus der Automobilbranche und der Maschinenbau- und Chemieindustrie stammen. Diese Zahlen und Fakten begünstigen die hohe Rate an Selbstständigen in Deutschland, doch nicht für jeden ist es das Richtige das eigene Unternehmen zu eröffnen und so manchem fehlt es schlicht und einfach noch an der zündenden Geschäftsidee, um sich einen Namen auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt zu machen. Durch die mittlerweile 1.000 Unternehmen, die mit dem Prinzip des Franchisings laufen, eröffnen sich jedoch heute unendliche Möglichkeiten, um Fuß als Selbstständiger zu fassen.

Doch lässt sich durch Franchising auch wirklich gutes Geld machen und welche Tipps und Tricks gibt es zu beachten, wenn man sich für die Karriere als Franchisenehmer entscheidet?

1. Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wer sich für die Zukunft in der Franchisewirtschaft entscheidet, wird eine blühende Zukunft vor sich haben. Denn nicht umsonst haben sich 1000 Franchisegeber auf das Franchising spezialisiert und mittlerweile fast 168.000 Betriebe eröffnet und zum Laufen gebracht. Und auch der Umsatz von ungefähr 123 Milliarden Euro spricht seine eigene Sprache und lässt die Erwartungen in die Höhe schießen.

Diese können in der Regel erfüllt werden, verbucht der Franchisenehmer doch durchschnittlich einen Umsatz von 1,46 Millionen Euro. Setzt man dies in Relation mit dem typischen Gehalt eines deutschen Beschäftigten, der eine 40-Stunden-Woche hat, steht außer Frage, wer das rentablere Geschäft macht. Die hohe Nachfrage an Existenzgründungen lässt sich also sehr leicht erklären.

Der Einstieg in die Franchisewirtschaft sollte jedoch nicht überstürzt vollzogen werden. Trotz verringerten Risiken, enormer Starthilfe und dauerhaften Unterstützung ist und bleibt das Franchising dennoch eine Existenzgründung, in die viel Geld investiert werden muss. Trifft man vorschnell eine falsche Entscheidung, kann sich diese ganz rapide als folgenschwer entpuppen. Schließlich hängt für den Franchisenehmer mehr daran, als der Verlust einer einzelnen Filiale. Urplötzlich kann man einen negativen Schufa-Eintrag haben, nicht mehr kreditwürdig sein und die Privatinsolvenz eingestehen müssen.

Um sich vor diesen Gefahren zu schützen, ist es also extrem wichtig, vor Vertragsabschluss fundierte Recherchen angestellt zu haben. Dies beginnt mit der Analyse des aktuellen Wirtschaftsmarktes. Um in das Franchising einzusteigen, müssen Sie sich zunächst für eine passende Branche entscheiden. Faktoren, die weisungsgebend für diesen Beschluss sind, sollten vor allem die eigenen Stärken und Interessen sein.

Die Eröffnung einer eigenen Niederlassung ist mit viel Arbeit und Zeit verbunden. Man steckt unzählige Stunden in das Unternehmen, um dessen Fortbestehen und positive Entwicklung zu garantieren. Man muss Abstriche im Privatleben machen, kann möglicherweise nicht mehr an jedem Geburtstag teilnehmen, oder muss auf den ein oder anderen Urlaub verzichten.

Ist man nicht mit voller Leidenschaft bei der Sache und steckt nicht sein gesamtes Herzblut in das Projekt, kann nach nur kurzer Zeit bereits die Luft draußen sein und man wird sich ein frühzeitiges Ende der Partnerschaft herbeisehnen. Denn gerade am Anfang kommt es häufig vor, dass nicht alles so läuft, wie man sich dies im optimalen Fall vorstellt. Das hängt vor allem damit zusammen, dass man sich in seine neue Rolle als Franchisenehmer und Leiter eines Unternehmens erst hineinfinden muss.

Branchen, die eine hohe Erfolgsquote in der Franchiseindustrie verzeichnen sind vor allem der Dienstleistungssektor, der Handel und die Gastronomie-, Touristik- und Freizeitbranche. Bevor man sich jedoch auf eine dieser Branchen festlegt, sollte man seine Wahl auch in Hinblick dessen treffen, dass der entsprechende Markt auch gewinnversprechend ist. Dies muss nicht immer in Abhängigkeit mit der Branche an sich stehen, sondern kann auch noch andere Hintergründe haben.

Beispielsweise spielt der Standort eine wichtige Rolle:

  • Wie sieht die aktuelle Kaufkraft in der gewünschten Region aus?
  • Ist das Gebiet attraktiv für Unternehmen meiner angestrebten Branche?
  • Verfügt die Region über ausreichend Einwohner, die einen stetig steigenden Umsatz garantieren?
  • Werden ausreichend Touristen angezogen?
  • Verfügt das Gebiet über eine gut ausgebaute Infrastruktur, so dass das Unternehmen gut erreichbar ist?

2. Der perfekte Franchisegeber für Sie

Ist die Wahl der Branche nun gefällt, muss der passende Franchisegeber gefunden werden. Sie sollten sich mit verschiedenen Geschäftsmodellen auseinandersetzen und versuchen sich einen guten Überblick über die aktuellen Franchise Angebote zu verschaffen. Die beliebtesten Bereiche der Franchiseindustrie sind nämlich durch starke Konkurrenz gekennzeichnet und es ist und bleibt ein ständiger Wettkampf. Einige Unternehmen, die sich dennoch in diesen Branchen niederlassen wollten, mussten sich etwas Neues ausdenken, um am bestehenden Markt überleben zu können.

So erfreut sich mittlerweile die Gesundheits- und Fitnessbranche enormer Beliebtheit auf der ganzen Welt, aber vor allem auch in Deutschland. Neben den Giganten, wie McFit, Cleverfit oder Bodystreet ist es sehr schwer, sich zu halten, deswegen setzen jüngere Unternehmen mittlerweile auf den neusten Trend der Industrie: Die Microstudios. Diese Fitnessstudios zeichnen sich durch eine kleinere Fläche aus, wodurch ein familiäreres Ambiente entsteht.

Weiterhin setzen die Unternehmen mehr auf maximale Effizienz, als auf eine hohe Frequenz. Dementsprechend wurden Mittel und Wege gefunden, um das Training auf ein Minimum zu reduzieren und trotzdem maximale Erfolge zu verbuchen. So sollen selbst die größten Sportmuffel motiviert werden und die Mitgliederzahl beständig gehalten und ausgebaut werden. Durch Automatisierungsprozesse, sprich die Umsetzung ohne Personal, werden zusätzlich Kosten eingespart.

Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass es sich bei dem ausgewählten Konzept nicht um sogenannte One-Hit-Wonder oder Eintagsfliegen handelt. Denn zu viele Unternehmer setzten schon auf Dienstleistungen, gerade in der Freizeitindustrie, die nicht gerade von Beständigkeit geprägt waren. Kletterhallen, Casinos und andere Etablissements, die stark von den aktuellen Trends abhängig sind, sollten vermieden werden. Denn auch wenn sie mit schnellem Geld locken, nichts ist wichtiger, als die Beständigkeit, um letztendlich viel Geld beim Franchising zu verdienen.

Auch der künftige Franchisenehmer sollte außerordentlich inspiziert werden. Ein wichtiger Punkt hierbei ist erneut der Standort. Lässt der Franchisegeber Ihnen freie Hand bei der Wahl des passenden Ortes und unterstützt Sie sogar noch in ihren Bestrebungen, ist dies ein enormer Vorteil. Bei Weilen neigen die Franchisegeber nämlich dazu, die besten Standorte unter der Hand an Freunde, Familie oder Interne zu vergeben und überlassen den neuen Existenzgründern die weniger attraktiven Niederlassungen. Diese zeichnen sich dann im schlimmsten Fall durch eine ungünstige Lage und die fehlende Kundschaft aus.

Daneben müssen noch weitere Aspekte in Betracht gezogen werden. Viele Neulinge in der Franchisebranche tendieren dazu, sich für die alteingesessenen, bekannten Marken zu entscheiden. Popularität durch Corporate Identity muss jedoch nicht immer ein Faktor für den Erfolg eines Unternehmens sein. In vielen Fällen sind große Unternehmen häufiger von Skandalen betroffen und haben doch nicht den guten Ruf, den man eigentlich erwartet hätte. Es ist deswegen von enormer Wichtigkeit, dass Sie sich im Vorfeld grundlegend informieren. Lassen Sie sich die Kontakte von mehreren Franchisenehmern des Unternehmens geben und haken Sie gründlich nach, ob die dargestellten Informationen auch wirklich der Wahrheit entsprechen.

Außerdem fordern die weitverbreiteten Namen oft enorme Gebühren. Neben hohen Anforderungen an den Franchisenehmer, wie spezielle Ausbildungen, Startkapital und eine hohe oder weniger hohe Investitionssumme kommen zusätzlich noch die Werbegebühr, die Lizenzgebühr und die Startgebühr hinzu. Insgesamt können sich die Kosten ganz schnell auf mehrere Hunderttausend belaufen und übersteigen dementsprechend oftmals das Budget des Franchisenehmers. Es sollte jedoch keinesfalls im Privatleben spürbar sein, dass man ein eigenes Unternehmen führt. An den Basics, wie der Ernährung sollte niemals gespart werden.

Natürlich ist der voraussichtliche Erfolg nicht an die Einstiegskosten und die laufenden Gebühren gebunden und es gibt auch keinen Indikator dafür, dass diese in Relation miteinander stehen. Denn geringe Gebühren müssen nicht immer ein niedriges Einkommen bedeuten. Hinter den simpelsten Ideen können sich die größten Gewinne verbergen! Und sicher ist, dass jeder irgendwann mal am Anfang stand und sein Imperium erst aufbauen musste! Trotzdem ist es manchmal besser, den sicheren Weg zu gehen, als sein Geld in ein zwielichtiges Unternehmen zu stecken. Investition bleibt Investition und egal, wie hoch die Summe ist: Niemand verliert gerne Geld.

3. Fazit

Im Franchising können ohne Zweifel hohe Summen generiert werden, die ein mehr als angenehmes Leben garantieren. Jede Entscheidung sollte jedoch mit Vorsicht getroffen werden und durch eingehende Recherchen untermauert werden. Weiterhin werden viele Existenzgründer zwar von Unternehmen, wie McDonalds angezogen, die mit 1.300 Franchisebetrieben keinen Zweifel übrig lassen, dass sie der unangefochtene Spitzenreiter im Franchising sind.

Trotzdem sind es aber auch kleinere, modernere und vor allem auch jüngere Unternehmen wert, dass man ihnen einen zweiten Blick schenkt. Denn hinter der unscheinbarsten Fassade verbirgt sich oftmals das schönste Paradies. Zur Zeit bewähren sich vor allem die Modelle im Bereich des Bildungssektors, Franchisebetriebe, die spezialisiert sind auf die Immobilienbranche und Unternehmen, die sich in der Gastronomie angesiedelt haben. Berühmte Beispiele sind das BackWerk, das sogar das Topmodel Jana Beller von seinem Konzept überzeugen konnte und das Fast Food-Restaurant Kochlöffel. Auch wenn unsere Wirtschaft von der Inflation geprägt ist, zeigen die bestehenden Franchisebetriebe doch, dass sich jedes Problem aus der Welt schaffen lässt.

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