Geld verdienen mit Franchising - erfahren Sie, worauf es ankommt!

03.03.2018 15:30 | Ein Unternehmen gründen

geld verdienen mit franchising

Wenn Sie sich für die Selbstständigkeit mit dem Modell Franchising entscheiden, dann haben Sie abgesehen von einer neuen beruflichen Herausforderung sicherlich im Hinterkopf, dass Sie mit Ihrer neuen Aufgabe auch tatsächlich Geld verdienen möchten. Sie investieren schließlich in ein Unternehmen mit der Hoffnung auf finanziellen Gewinn. Dabei hängt der zukünftige Umsatz von Ihrem Franchise-Unternehmen von vielen, verschiedenen Faktoren ab. In diesem Artikel lernen Sie, auf was Sie achten sollten, wenn Sie sich für ein Franchisesystem entscheiden. Denn viele Faktoren können Ihren Verdienst als Franchisenehmer beeinflussen.

Darauf kommt es beim Franchising an, wenn Sie Geld verdienen möchten!

Bevor es ans große Geld verdienen geht, sollten Sie primär erst einmal schwarze Zahlen schreiben, bevor es an die hohen Gewinne geht. Im Schnitt lässt sich sagen, dass sich das eingesetzte Kapital des Franchisenehmers nach gut fünf Jahren amortisiert. Für das erste Jahr ist es völlig normal, dass Sie als Franchisenehmer erst noch Verluste schreiben. Im zweiten Jahr schreiben die meisten Franchisepartner dann schwarze Zahlen und ab dem dritten Jahr zeichnet sich Ihr zukünftiger, durchschnittlicher Verdienst ab. Das ist allerdings nur ein durchschnittlicher Richtwert. Darüber hinaus ist auch die Höhe Ihres eingesetzten Kapitals entscheidend für die Amortisationszeit Ihrer getätigten Investition.

Ein wichtiges Hauptanliegen für Sie als Franchisenehmer ist, dass Sie mit dem Franchisesystem ausreichend Geld verdienen, um zunächst einmal gut und sicher Ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Darüber hinaus sind Sie beim Franchising Ihr eigener Chef und tragen das volle finanzielle und rechtliche Risiko Ihrer Unternehmung. Das heißt, dass sich dieses unternehmerische Risiko aber durchaus auch finanziell in einem höheren Verdienst reflektieren sollte. Weshalb haben Sie sonst schließlich als Gründer all das Risiko auf sich genommen und horrende Summen investiert? Schon allein deshalb sollte am Ende der Verdienst stimmen.

Diese 6 Faktoren entscheiden über Ihren Verdienst als Franchisenehmer

Als Franchisenehmer können Sie in der Tat gutes Geld verdienen. Hier kommt es letztlich auf das Setting, Sie selbst, das Franchisesystem und gewisse finanzielle Faktoren an. Schauen wir uns diese 6 Faktoren einmal genauer an.

I. Ihre Unternehmerpersönlichkeit

Hand auf’s Herz: Sind Sie eine Gründerpersönlichkeit? Ihre Persönlichkeit, innere Haltung und Attitüde beeinflussen Ihren unternehmerischen Erfolg. Sie sind das Fundament für das Erreichen Ihrer persönlichen und unternehmerischen Ziele.

Als Gründer sollten Sie über ein sehr hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein verfügen und gerne und gesonnen selbst wichtige Entscheidungen treffen können. Sie sollten zudem sehr lösungsorientiert denken und sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen. Denn im operativen Tagesgeschäft werden ständig Probleme und Konflikte auf Sie zukommen. Bleiben Sie stets offen, flexibel und neugierig.

Eine ganz wichtige Eigenschaft ist Ihre Liebe zum Beruf und Leidenschaft für Ihre Arbeit. Wenn Sie zu 100 Prozent hinter der Unternehmensphilosophie stehen, fällt es Ihnen leicht, Ihren Franchisebetrieb zu präsentieren und Sie verfügen automatisch über eine starke intrinsische Motivation, die Sie Tag für Tag antreibt.

Das heißt: Das Franchisekonzept muss zu Ihnen passen und Sie müssen unter den neuen Aufgaben und Verantwortlichkeiten dank Ihrer Gründerpersönlichkeit aufblühen. Ihre Persönlichkeit und das zu Ihnen passende Franchisesystem stellen DIE Basis beim Franchising dar!

II. Die Branche

Je nach Branche erwarten Sie unterschiedliche Verdienstmöglichkeiten. Wichtig ist, dass Sie sich nicht von irgendwelchen kurzweiligen Branchentrends fehlleiten lassen. Manche Franchisesysteme stellen lediglich Modeerscheinungen dar und keiner vermag abzuschätzen, ob sich mit diesen Trends tatsächlich Geld verdienen lässt. Setzen Sie lieber auf etablierte Geschäftskonzepte, die sich am Markt bewährt haben und sich erfolgreich an die Marktentwicklungen angepasst haben.

Generell gilt beim Franchising, dass der Dienstleistungssektor finanziell sehr attraktiv ist. Das liegt daran, da die Investitionssummen hier eher gering sind, der Verdienst aber trotzdem beachtlich ist. Auch mit Konzepten aus der Systemgastronomie lässt sich Geld verdienen. Der stationäre Einzelhandel schwächelt zunehmend und verzeichnet aufgrund des boomenden eCommerce Gewinneinbrüche.

Merken Sie sich als Faustregel: Berechnen Sie stets die Umsatzrendite, die hilft Ihnen, um besser auf Ihre späteren Verdienstmöglichkeiten schließen zu können. Denn in diesem Fall setzen Sie Ihren Gewinn ins Verhältnis zum erwirtschafteten Umsatz. Bei Märkten mit niedrigen Umsatzrenditen handelt es sich oft um Märkte mit starkem Wettbewerb. Dementsprechend sind hohe Umsatzrenditen meist ein Zeichen für wenig Konkurrenz oder aber eine geringe Kostenbasis. Dies nimmt einen starken Einfluss auf Ihre Verdienstmöglichkeiten.

III. Ihr Standort

Mit der Standortwahl steht und fällt der Erfolg eines Betriebes. Die Größe des Einzugsgebietes, die Kaufkraft der Kunden und die Wettbewerbssituation durch andere Mitbewerber nimmt einen starken Einfluss auf den Erfolg Ihres Franchisebetriebes. Aber auch die Höhe der Miete und die verkehrstechnische Anbindung sind wichtig für Ihren Cashflow und eine zahlreiche Kundschaft. Aus genau diesem Grund ist eine sehr sorgfältige Standortanalyse auch so entscheidend.

IV. Ihre Investitionskosten

Gerade in der Gründungsphase kommen viele Kosten auf Sie zu. Lassen Sie sich davon nicht erschlagen. Sie erwerben die einmaligen Nutzungs- und Markenrechte des Franchisesystems und bauen Ihren Betrieb auf. Die Höhe der Gesamtinvestitionskosten kann 30.000 Euro betragen, für manche Systeme legen Sie auch schon mal 500.000 Euro auf den Tisch.

Sie fragen sich sicherlich, inwieweit die Höhe der Investitionskosten Einfluss auf Ihren Verdienst nimmt? Fakt ist, dass sich die Investitionskosten nach einer gewissen Zeit amortisieren sollten.

Allerdings sollten Sie sich vor Augen führen, dass Sie auch bereits mit günstigeren Franchisesystemen – in Relation gesehen – durchaus attraktive Gewinne verzeichnen können. Warum also eine halbe Millionen Euro investieren, wenn Sie auch mit geringeren Investitionskosten gutes Geld verdienen können?

V. Die Finanzierung Ihrer Existenzgründung

Hieran schließt sich nahezu automatisch die Art der Finanzierung an: Die meisten Franchisegeber und Banken setzen eine Eigenkapitalquote von 20 bis 30 Prozent an, damit Ihre Finanzierung auf einem soliden Fundament steht. Behalten Sie im Hinterkopf, dass Sie für Ihre Fremdkapitalbeschaffung in Form von Zinsen zahlen werden. Je höher die Zinsen, desto geringer ist letztlich Ihre Rendite. Halten Sie zudem nach nationalen Förderungsprogrammen Ausschau, oft gibt es noch nette Zuschüsse, von denen Sie profitieren können.

VI. Die Struktur der Lizenzgebühren

Die laufenden Franchisegebühren sind wichtiger als Sie denken. Oft liegt der Fokus auf der Höhe der Gesamtinvestitionssumme und Ihres potentiellen Bruttoumsatzes. Viel entscheidender ist jedoch die Höhe der monatlichen Franchise- und Werbegebühren, da diese Ihre Verdienstmöglichkeiten enorm schmälern können. Diese beträgt in der Regel zwischen 0 und 12 Prozent vom Nettoumsatz. Die Gebühren decken also die überregionalen Marketingmaßnahmen des Franchisegebers ab und dienen der Weiterentwicklung des Franchisesystems. Achten Sie also darauf, ob die Höhe der Gebühren berechtigt ist! Werden Sie sehr gut umsorgt und 24/7 betreut?

Fazit: Aufklärung über Verdienstmöglichkeiten

Nutzen Sie die vorvertraglichen Aufklärungspflichten durch Ihren Franchisegeber, um sich über Ihre Verdienstchancen transparent und ehrlich aufklären zu lassen. Franchisegeber sind Ihnen verpflichtet in diesen Gesprächen Rede und Antwort zu stehen. Wenn Ihr potentieller Franchisegeber hier keine Informationen preisgeben möchte, sollte Sie in jedem Fall Abstand von ihm nehmen!

Abschließend lässt sich noch festhalten: Sie haben sich als Existenzgründer wahrscheinlich von einem höheren finanziellen Verdienst antreiben lassen. Das ist eine ganz natürliche Motivation für die Selbstständigkeit. Vergessen Sie aber nicht, dass das Geld verdienen nicht alles beim Franchising ist. Es muss Ihnen Spaß machen, sich den neuen beruflichen Abenteuern zu stellen, Sie müssen an sich selbst wachsen wollen. Nur dann steht Ihre Existenzgründung auch auf einer guten, erfolgreichen Basis!

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