Die gemeinsame Gründung - Eine erfolgversprechende Option für Sie?

03.11.2018 15:30 | Ein Unternehmen gründen

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Viele spielen sicherlich mit dem Gedanken der Selbstständigkeit. Aber aus bestimmten Gründen wagen sie den Schritt in die Existenzgründung schlussendlich doch nicht. Sei es, dass sie nicht gewillt sind, so viel Verantwortung alleine zu tragen oder aber, dass sie sich nicht vorstellen könnten, ein so großes finanzielles Risiko einzugehen. Oft sieht es anders aus, wenn sie in Betracht ziehen, mit einem weiteren Geschäftspartner zusammen zu gründen. Wie sieht es da bei Ihnen aus? Würde Sie eine gemeinsame Gründung einer Gründung im Alleingang vorziehen?

Eine gemeinsame Gründung – wäre das etwas für Sie?

Wer sich gerne mittels Franchising selbstständig machen möchte, der kann dies alleine oder aber mit einem weiteren Geschäftspartner tun. Beim Franchising wie auch bei einer herkömmlichen Gründung wird es dem Gründer frei gestellt, den Weg alleine oder aber mit weiteren Partnern zu beschreiten. Erfahren Sie heute, was es bei einer gemeinsamen Gründung zu beachten gibt. Denn auch wenn es sehr verlockend klingt, als Team die Gründung anzugehen, so gibt es Einiges zu bedenken, bevor man sich mit einem weiteren Geschäftspartner zusammen schließt.

Finden Sie den richtigen Geschäftspartner für Ihre Gründung

Natürlich fühlt sich der Gedanke gut an, dass man mit einem Partner an seiner Seite gründet. Einen Geschäftspartner an seiner Seite zu haben, hat definitiv gewisse Vorzüge. Als Gründer-Team teilen Sie sich die Arbeit, die Verantwortung sowie die Kosten einer Gründung. Zu zweit lassen sich Verantwortungen einfacher und auf eine befreitere Art und Weise schultern als es alleine oft der Fall ist. Zudem können Sie die Aufgaben je nach vorherigen Erfahrungen und Fähigkeiten aufteilen. Dies spart ganz klar nervliche und körperliche Ressourcen! Ebenso geht mit einer gemeinsamen Gründung oft auch ein psychologischer Vorteil einher: Wenn man einen starken Partner an seiner Seite weiß, so gibt das einem direkt mehr Sicherheit und Vertrauen. Dies ist auch beim Franchising der Fall und der Grund dafür, warum für manche Franchisenehmer eine Gründung nur mit einem Geschäftspartner an der Seite in Frage kommt.

Macht eine Gründung zu zweit denn überhaupt Sinn?

Allerdings gilt es zu beachten, dass eine Gründung im Team nicht immer sinnvoll ist. Und schon gar nicht sollten Sie nur aus der emotionalen Angst getrieben sich mit einem Geschäftspartner verbinden. Denn das ist wahrlich ein schwacher Grund für die Eröffnung eines Franchise.

Stattdessen gibt es andere Gründe, die durchaus legitimer sind, um als Team zu gründen. Hier geht es vor allem darum, dass Ihr Geschäftspartner einen gewissen Mehrwert für Ihren Franchisebetrieb darstellt. Er sollte also eine wichtigere Rolle bei der Führung des Betriebes einnehmen.

Der Mehrwert eines Geschäftspartners:

  • Finanzielle Unterstützung bei der Realisierung des Projektes
  • Notwendige Skills für den Aufbau und das Managen des Betriebes
  • Zugang zu einem breit aufgestellten professionellen Netzwerk und hilfreichen Kontakten
  • Extensive, einschlägige berufliche Erfahrung

Bringt der Geschäftspartner diese Eigenschaften mit, dann können Sie davon ausgehen, dass eine gemeinsame Gründung ein echtes Plus für Ihren Franchisebetrieb darstellt! Wichtig ist hier vor allem, dass Sie sich gegenseitig ergänzen und der Geschäftspartner interessante Fähigkeiten und Wissen mitbringt.

Die goldene Regel für gemeinsame Gründungen!

Gerade wenn im Team gegründet wird, gibt es eine Grundregel zu beachten: Wer vorher alles regelt, hat später weniger Ärger. Dies ist bei herkömmlichen Gründungen wie auch beim Franchising der Fall! Und zwar kann sich eine Gründung im Team vor allem dann problematisch entwickeln, wenn Sie das Projekt gemeinsam mit einem Freund angehen. Denn im Falle von Unstimmigkeiten und Streit, wird die Freundschaft sicherlich unter der Geschäftsbeziehung leiden.

Klären Sie kritische Punkte vorab mit Ihrem Geschäftspartner!

Eines ist sicher: Die wenigsten Gründer-Team haben vorher schon einmal zusammen gearbeitet und wissen, ob sie zusammen als Team auch tatsächlich funktionieren. Eine gemeinsame Gründung stellt daher oft eine große Ungewissheit dar. Und tatsächlich ist einer der häufigsten Gründe, warum gemeinsame Projekte scheitern, dass die einzelnen Gründer zu unterschiedliche Erwartungen an ihr Unternehmen und ihren Partner hatten.

Folgende Punkten sollten daher vorher unbedingt geklärt werden:

  • Verteilen Sie die Aufgaben und Verantwortungen, klären Sie Zuständigkeiten!

In der arbeitsintensiven Gründungsphase übernehmen oft beide Geschäftspartner alle Aufgaben gemeinsam, man unterstützt sich gegenseitig, wo man nur kann. Allerdings sollten Sie alle Aufgaben und Zuständigkeiten klar zuteilen und durchsprechen, so dass die Verantwortlichkeiten der Partner kein zukünftiges Reibungspotential darstellen!

  • Wie sollen Entscheidungen in Zukunft getroffen werden? Zwei Franchisenehmer verkomplizieren eine Entscheidungsfindung oft!

Es wäre natürlich wünschenswert, wenn Sie als Team gemeinsam alle Entscheidungen diskutieren und treffen könnten. Jedoch kann es bei zwei Geschäftspartnern auch schnell mal zu unterschiedlichen Meinungen kommen. Die Schwierigkeit besteht dann darin, Kompromisse zu finden und zu einer Eignung zu kommen. Fakt ist, eine Person an der Spitze kann in einem Unternehmen besser qualifizierte Entscheidungen treffen. Das ist auch der Grund, warum es in einem Unternehmen meist auch nur einen CEO gibt. Klären Sie also mit Ihrem Partner, wie Sie besser und effizienter Entscheidungen treffen können!

  • Eine offene Diskussions- und Kommunikationskultur kann viele Unstimmigkeiten aus dem Weg räumen!

Egal, ob Sie mit einem Freund oder einer anderen Person gründen, ein offenes und ehrliches Verhältnis ist der Schlüssel für eine gute Partnerschaft. Üben Sie stets konstruktive Kritik an Ihrem Partner und an sich selbst. Nur so können Sie unnötige Probleme und Unzufriedenheiten vermeiden.

  • Wie kann eine Auflösung des Geschäftsverhältnisses aussehen?

Das klingt vielleicht hart, aber es hilft enorm, wenn es eine Exit-Strategie gibt, sollte die Geschäftspartnerschaft nicht aufgehen: Wie möchten Sie im Falle einer Auflösung vorgehen? Was soll mit dem Franchisebetrieb geschehen? Wer behält welche Anteile? Wem steht was zu? Klären Sie alle relevanten Punkte (schriftlich!), um für den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Sind Sie das perfekte Dream Team?

Wenn Sie gemeinsam gründen, dann sollten Sie sich im Idealfall komplementär ergänzen – nur so bilden Sie ein unschlagbares Dream Team. Auf folgende Aspekte kommt es hier an:

  • Wenn Sie sich mit Ihrem Partner in Bezug auf persönliche Eigenschaften und beruflichen Fähigkeiten ergänzen, dann macht das eine ideale Aufgabenteilung im Team möglich!
  • Gegenseitiges Vertrauen ist die Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Geschäftsbeziehung.
  • Natürlich sind komplementäre Persönlichkeiten und Eigenschaften hilfreich, aber es ist zudem wichtig, dass über kompatible Charaktereigenschaften verfügen – nur so werden Sie ein tatsächlicher Sieger-Duo!
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