Geschäftsbeziehung: Erfahren Sie mehr über die Geschäftsverhältnisse im Franchising

14.12.2018 15:00 | Ein Unternehmen gründen

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In der Businesswelt sind Geschäftsbeziehungen das ein und alles. Ein Unternehmen kann letztlich nur erfolgreich sein, wenn es gute Geschäftsbeziehungen zu seinen Kunden und Lieferanten zugleich unterhält. Gleiches gilt für das Franchising auch hier sind gute Geschäftsbeziehungen essentiell für den gemeinsamen Erfolg! In unserem heutigen Artikel erzählen wir Ihnen mehr über die Rolle eines guten Geschäftsverhältnisses.

Gute Geschäftsbeziehungen – die Quintessenz zum Erfolg!

Beim Franchising kommen drei verschiedene Arten von Geschäftsbeziehung zum Tragen:

  • Die Beziehung zwischen dem Franchisegeber und seinen Franchisenehmern
  • Die Beziehung der einzelnen Franchisenehmer untereinander im Netzwerk
  • Die Beziehung zwischen dem Franchisesystem und seinen externen Partnern, sprich: Zulieferern, Verpächtern aber auch den Endkunden

Da es sich bei der Beziehung zwischen Franchisenehmer und Franchisegeber um die grundlegendste aller Geschäftsbeziehungen handelt, wird dieses Verhältnis auch im Fokus unseres Artikels stehen.

Die grundlegendste aller Geschäftsbeziehungen im Franchising:

Und zwar ist die Beziehung zwischen dem Franchisegeber und seinen Franchisenehmern nicht nur in der Gründungsphase eines Franchisestandortes, sondern auch während der gesamten Vertragslaufzeit relevant. Die Beziehung zwischen den beiden Parteien stellt die Basis eines Franchise-Unternehmens dar.

Aus diesem Grund will die Geschäftsbeziehung gut gepflegt werden. Schließlich ist die gemeinsame Geschäftsbeziehung von zahlreichen Synergieeffekten geprägt: Sowohl die Systemzentrale als auch die Franchisenehmer gehen ihren spezialisierten Aufgaben nach und entlasten sich so gegenseitig. Das macht die Wirtschaftlichkeit eines Franchisesystems aus. Aus diesem Grund sollte die Geschäftsbeziehung stets von Transparenz, Offenheit und Ehrlichkeit gekennzeichnet sein. Das sorgt für mehr Zufriedenheit, Motivation, Leistungsbereitschaft sowie einer höheren Identifikation mit der Franchisemarke.

Eine hohe Partner-Zufriedenheit kommt dem gesamten Franchisenetzwerk zugute!

Es gibt tatsächlich mehrere Studien, die ein engmaschiges Verhältnis zwischen Zufriedenheit und erhöhtem Erfolg belegen. Und zwar wird dieses Phänomen als Network Profit Chain bezeichnet: Eine Geschäftsbeziehung, die auf Vertrauen und Zufriedenheit basiert, hat positive Auswirkungen auf den Umsatz. Denn zufriedene Franchisenehmer strahlen dies auch auf ihre Mitarbeiter aus und die wiederum stehen in engem Kontakt mit den Kunden. Und zufriedene Kunden sind schließlich das oberste Ziel eines jeden Betriebes!

Worauf basiert eine gute Geschäftsbeziehung zwischen den Geschäftspartnern?

Das Geschäftsverhältnis zwischen den beiden Parteien fußt auf zwei Komponenten. Zum einen dem Franchisevertrag und zum anderen auf der persönlichen Beziehung. Und eines gilt es in beiden Bereichen zu beachten: Gegenseitiges Vertrauen stellt eine Grundvoraussetzung dar. Dies stellt sicher, dass sich beide Geschäftspartner auf gemeinsame Absprachen verlassen können und klare Regeln befolgen.

Die Rolle des Franchisevertrages

Ein Vertrag schafft den vertraglichen Rahmen des wirtschaftlichen Verhältnisses, es stellt die Grundlage der Zusammenarbeit dar, auf die sich beide berufen können. Der Franchisevertrag regelt die gegenseitigen finanziellen und strukturellen Pflichten, die eine Umsetzung des Franchisekonzeptes möglich machen. Dies stellt sicher, dass die Betriebe der Franchisenehmer florieren können.

Die vorvertraglichen Aufklärungspflichten – Klarheit und Offenheit für beide Parteien

Den vorvertraglichen Aufklärungspflichten kommt eine wichtige Rolle zu. Im Zuge dessen legt der Franchisegeber dem potentiellen Investor Zahlen, Daten und Berichte zum Franchisesystem offen, so dass sich dieser ein klares Bild von dem System machen kann. Denn beim Franchising gibt es automatisch eine asymmetrische Machtverteilung zugunsten des Franchisegebers: Er hat das System begründet, er verfügt über die universellen Weisungs- und Kontrollrechte und ihm obliegt die zentralisierte Entscheidungsmacht über die gesamte Marke. Der Franchisenehmer kann jedoch nur bedingt auf das System Einfluss nehmen. Daher ist eine sorgfältige Vertragsprüfung auch so wichtig. Wer vorher Klarheit schafft, beugt spätere Konflikte vor! Nur so kann eine solide Basis für ein vertrauensvolles Verhältnis geschaffen werden.

Die persönliche Bindung – der Grundstein für Vertrauen und Erfolg!

Die persönliche Bindung nimmt auf der Gefühlsebene eine sehr wichtige Rolle ein: Denn psychologisch gesehen ist es die Bindung an Personen und nicht an abstrakte Strukturen wie Verträge, die den Grundstein für eine vertrauensvolle Geschäftsbeziehung darstellt.

Ein direkter Ansprechpartner schafft Nähe!

Franchisenehmer sollten einen direkten Ansprechpartner in der Zentrale haben, an den sie sich bei Fragen und Problemen wenden können. Ein regelmäßiger Kontakt und stetige Unterstützung sorgen dafür, dass sich die Franchisenehmer sicherer bei ihrer Unternehmung fühlen – ein starker Partner steht Ihnen bei Bedarf zur Seite, so dass jegliche Herausforderung machbar scheint. Zudem ist eine enge Beziehung zwischen Franchisenehmern und Systemzentrale für beide Parteien zuträglich: Die Franchisepartner profitieren von umfassender Unterstützung, so dass sie ihren Standort erfolgreicher führen können. Aber auch die Zentrale profitiert von einem engen Kontakt: Sie erhalten Feedback, wie sich das Konzept in der praktischen Umsetzung gestaltet, sie erhalten einen Einblick in die Beziehung zu den Kunden und können aufgrund dieser wertvollen Informationen stetig das Franchisekonzept an veränderte Marktbedingungen und Kundenwünsche anpassen und verbessern.

Eine gute Geschäftsbeziehung beflügelt die Partnerbindung!

Zudem sollte die Geschäftsbeziehung untereinander von Offenheit und Ehrlichkeit geprägt sein, denn das wiederum schafft Loyalität und diese ist wichtig für eine nachhaltige Partnerbindung! Denn damit ein Franchisesysteme auch wirklich erfolgreich sein kann, bedarf es mehr als einen pfiffigen Franchisegeber und eines top unternehmerischen Konzeptes: Viel wichtiger sind fitte Franchisenehmer! Denn sie sind es letztlich, die das Konzept an ihrem eigenen Standort umsetzen und im direkten Kundenkontakt stehen. Hat man als Franchisegeber daher top Franchisenehmer gefunden, ist es wichtig, diese an sich zu binden. Und natürlich geht eine nachhaltige Partnerbindung umso einfacher vonstatten, wenn die Geschäftsbeziehung von Vertrauen und Nähe gekennzeichnet ist.

Loyalität, die (ver)bindet!

Eine Kundenbindung ist genauso wichtig wie eine Kundenneuakquise. Und gleiches gilt auch für die Franchisepartner: Denn eine Neukundengewinnung ist nun einmal um einiges teurer als eine Kundenbindung. Genau dieses Phänomen lässt sich auch auf das Franchising übertragen: Hat man erst einmal treue und gute Franchisenehmer akquiriert, gilt es diese an sich zu binden. Darüber hinaus ist eine stetige Partnerakquise teuer und nervenaufreibend.

Im Rahmen einer guten Geschäftsbeziehung geht es daher darum, die Loyalität der Geschäftspartner zu gewinnen und zu fördern. Als wichtige Instrumente gelten hier regelmäßige Besuche durch den Franchisegeber oder den Partnermanager vor Ort, eine Einbindung der Franchisenehmer in Entscheidungen sowie das Ausrichten von Partnertagungen und Franchisenehmer-Events. Das fördert nicht nur das Vertrauen, sondern kommt auch einem regen Erfahrungsaustausch des gesamten Franchisesystems zugute.

Der Erfolg eines Unternehmens basiert nun einmal auch zu einem Großteil auf dem zwischenmenschlichen Verhältnis. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass beide Seiten ein gutes Verhältnis zueinander pflegen. Handelt es sich bei der Geschäftsbeziehung um ein offenes, ehrliches und vertrauensvolles Verhältnis, dann sind letztlich alle Beteiligten zufriedener. Und dies wirkt sich ja bekanntlich auch positiv auf das gesamte System aus.

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