Taco Bell Gründer Glen Bell im wöchentlichen Unternehmerportrait

17.11.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

gründer glen bell

Was bringt einen Mann, der gutes Essen liebt, dazu, Tacos zu verkaufen? Sein Faible fürs Franchising kann es nicht sein, das hat er stets für sich behalten. Es steckt etwas anderes dahinter und hat damit zu tun, dass er nicht mit den Wölfen heulen wollte. Zu einer Zeit, als viele sich für Fastfood interessierten, tanzte er ganz bewusst aus der Reihe und fand seinen eigenen Weg. Im Jahre 1951 kam ihm eine glorreiche Idee, die Maßstäbe setzte und noch lange von sich reden machen sollte.

Glen Bell nahm Unzulängliches nicht hin

Burger gab es damals bereits schon zur Genüge, da musste eine Alternative her. Warum sollte man nicht auch mexikanisches Flair zusammen mit dem schnellen Häppchen verbreiten können, das für seine gelegentliche Unverträglichkeit bekannt war und eben diesen Umstand Lügen strafte? Zunächst mal schwamm er mit im Strom und nutzte Hotdogs als Karriere-Sprungbrett, doch das halb widerwillig übergestülpte Korsett wurde ihm alsbald zu eng. Daran könnten sich im Übrigen auch angehende Franchisenehmer ein Beispiel nehmen, die in einem ungeliebten Job nicht recht gefordert werden. Man muss sich verändern, wenn man an seine Grenzen stößt, und das bedeutete für Glen Bell seinerzeit, das Sortiment zunächst um Hamburger und dann auch um Tacos zu erweitern.

Rasant gewachsen in aller Eile: Glen Bell

Es braucht Abwechslung, wenn einem nicht fade werden soll, Glen Bell folgte diesem Grundsatz viele Male. Erst waren es Stände, dann Restaurants, die eröffnet und wieder verkauft wurden, bis Taco Bell geboren war. Damit konnte man sich niederlassen und das schlussendlich an weit über 800 Standorten, die gerade anderthalb Dekaden nach der Gründung des weitläufigen Komplexes in den Besitz von PepsiCo übergingen. Ein stattliches Vermögen war entstanden durch Tatkraft und Entschlossenheit eines unruhigen Geists, der erst einmal zur Besinnung kommen musste nach Absolvierung der Erprobungsphase. Man soll sich nie mit dem zufriedengeben, was einen nicht wirklich überzeugt. Das haben sich zahlreiche Franchisegeber ebenfalls auf ihre Fahnen geschrieben.

Streben Sie nach Perfektion in Ihrem abgeteilten Sektor

Die Episode lehrt, dass oft nur winzige Ergänzungen vorgenommen werden müssen und es im Grunde immer um dasselbe geht: seine Produkte solange in anderer Form zu präsentieren, bis es daran nichts mehr auszusetzen gibt. Man muss auch den Zug der Zeit verstehen, und das gelingt mitunter am besten, wenn man sich unter die Leute mischt. Nun ist das, was damals möglich war, gewiss nicht wiederholbar, es sei denn, man würde die Karten auf heutige Verhältnisse umgemünzt neu mischen. Ist es vorstellbar, dass jemand sich an eine belebte Ecke stellt und aus initiierten Kundengesprächen seine Schlüsse zieht? Im Prinzip ja, doch vielleicht ist es in der Vergangenheit auch allzu oft geschehen.

Sich bietende Gelegenheiten bei ihrem Schopfe packen

Festzuhalten aber bleibt, dass einem behutsames Experimentieren Möglichkeiten aufzeigt, die dann jedoch auch zu nutzen sind. Es liegt in erster Linie in der Persönlichkeit begründet und in dem Willen, aufzusteigen. Hätte Glen Bell verworfen, was ihm auffordernd begegnet ist, wäre er womöglich geraume Zeit mit seinem Karren durch die Lande gezogen und hätte sich niemals reich geworden zur Ruhe setzen können, bevor er 86-jährig starb. Nicht sicher ist, dass ein abgeleisteter Militärdienst für die Unternehmerlaufbahn prädestiniert, doch die nötige Disziplin wird einem dadurch mitgegeben. Sie wirkt sich indes nicht bei jedem in dieser Weise aus.

Ausbildungsweisen sind durchaus verschieden relevant

Man muss schon dazu geboren sein, behaupten manche, andere widerlegen diese Ansicht durch zähen Fleiß, der auch nicht immer zum Erfolg führen muss. Es geht wohl eher darum, seine Chance zu wahren und zur rechten Zeit die richtige Entscheidung zu fällen. Wenn es auch beeindruckend sein mag, den Weg berühmt gewordener Menschen nachzuzeichnen, kommt man ihrem Geheimnis dadurch keineswegs zwangsläufig auf die Spur; was einmal war, muss nicht abfärben und zu imitieren sein. Ganz sicher gehört auch etwas Glück dazu, doch das nützt nur, wenn man es auch sieht.

Vorhandenes beständig weiterentwickeln

Manche dagegen üben sich darin, blindlings daran vorbeigehen, damit sie sich lange ärgern können, wenn es ihnen aufgeht. Vermeiden Sie das; suchen Sie nicht krampfhaft nach dem, was es noch nicht gibt, bedienen Sie sich einer illustren Bandbreite beim Burger braten und servieren. Hier kommt ein netter Drink hinzu und dort nur Hühnerfleisch hinein - oder sollte sich diese Variante bereits als undurchführbar erwiesen haben? Vielleicht kommt es nur darauf an, ihr den passenden Rahmen zu verleihen. Schnell etwas Leckeres zum Essen zu bekommen, dürfte weiterhin gefragt sein.

Mal so, mal anders, jedoch durchweg gut

Womöglich macht gerade die Vielfalt den Unterschied erst aus. Wer Veganes eher zum Spaß probiert als aus innerer Getriebenheit, der möchte doch dann auch erfahren, wie transparent Zubereitetes oder Saftiges mit ausgefallenen Soßen schmeckt. Unter Umständen kommt es einzig und allein auf den bezogenen Stützpunkt an; wo genügend Fluktuation herrscht, sollte der Absatz unabhängig vom Produkt gewährleistet sein. Doch damit nicht genug. Manch einer scheut den Gang zum Ursprungs-Ort und legt größten Wert darauf, so komfortabel wie nur möglich beliefert zu werden.

Einiges übrig geblieben in der Geschichte

Es kann auch überaus lukrativ sein, alte Zeiten wiederaufleben zu lassen, wenn das Ambiente stimmt. Weniger museal angehaucht geht es dabei zu, sondern eher einer Zeitreise entsprechend, die in ungeahnte Welten transponiert. Man will etwas erleben, während man heutzutage seinen Hunger stillt, viele kommen nur deswegen, obwohl sie eigentlich schon gesättigt sind. Was dabei passiert, hängt von zahlreichen Faktoren ab, der eine oder andere will lediglich davon träumen, wie gemütlich es doch einstmals war.

Nähren Sie Ihr Umweltbewusstsein, stellen Sie eine beeindruckende Performance von Nostalgischem auf die Beine, werden Sie der südamerikanischen Küche gerecht. Nicht alles ist übertragbar, man begnügt sich gerne mit dem Besten, wenn lästiges Beiwerk dadurch erspart bleiben kann. Immer wieder spannend ist es, die Bedürfnisse der Neuzeit auszuloten. Wer dabei den findigsten Spürsinn an den Tag legt, das zeigt sich am Anklang, den das Vorhaben findet.

Es darf auch sehr gewagt sein, sollte aber die damit verbundenen Risiken so einkalkulieren, dass bei Bedarf die Notbremse zu ziehen ist. Begeben Sie sich nur mit Bedacht auf den Rasiersitz, leisten Sie sich Bodenständiges.

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