Gründermangel in der Franchisewirtschaft: Steigen Sie jetzt ein!

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Franchising hat sich mittlerweile fest am deutschen Markt etabliert. Immer mehr Unternehmen wollen mit einem Franchisesystem expandieren und erhoffen sich so neue Möglichkeiten und Chancen. Doch trotz steigender Beliebtheit von Franchising gibt es nicht genügend Franchisenehmer.

Warum liegt ein Gründermangel vor?

• Stabiler Arbeitsmarkt
• Niedrige Risikobereitschaft
• Investitionskosten
• Wachsender Bedarf an Partnern

Stabiler Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt in Deutschland ist äußerst stabil und entwickelt sich stetig weiter ins Positive. Da die Verhältnisse für Angestellte sehr gut sind, schrecken viele Menschen vor der Gründung zurück. Durch gute Gehälter dauert es als Gründer seine Zeit, bis man das Gleiche, oder gar mehr verdient, als bei einem Fixgehalt. Die Notwendigkeit einer Existenzgründung mit der Selbstständigkeit sinkt also und auch der Reiz von hohen Gewinnen, und sein eigener Chef zu sein, überzeugt längst nicht alle Interessenten.

Niedrige Risikobereitschaft

Durch diese stabile Lage am Arbeitsmarkt sinkt auch die Risikobereitschaft der Menschen. Eine Scheu vor den Risiken einer Existenzgründung hält viele potenzielle Gründer zurück. Der Arbeitsmarkt ist gut, die Jobs werden anständig bezahlt, warum sich also die Mühe einer Gründung machen, warum die Risiken eingehen? Bei der Gründung sind oft hohe Geldbeträge involviert, je mehr man investiert, desto mehr kann man im Falle eines Scheiterns verlieren.

Investitionskosten

Viele Menschen schrecken auch vor den Investitionskosten zurück. Beim Einstieg in ein Franchisesystem sollte man sich zumindest in einer stabilen finanziellen Lage befinden. Ein gewisser Anteil an Eigenkapital ist unumgänglich und die restliche Menge des Geldes muss in Form von Fremdkapital erreicht werden. Die Investition stellt in allen Arten der Gründung eine große Hürde dar und führt dazu, dass viele potenzielle Gründer den Schritt in die Selbstständigkeit nie wagen.

Lösungsansätze

Trotz Gründermangel steigt die Beliebtheit von Franchising, und das Konzept breitet sich immer weiter aus. Woran liegt das?
• Franchisenehmer-Expansion
• Institutionelle Franchisenehmer

Franchisenehmer-Expansion

Diese Form des Franchisings ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Da viele Unternehmen immer weiter mittels Franchisings exportieren wollen, aber nicht genügend geeignete Partner finden, haben sie begonnen einen zweiten Standort an erfolgreiche Franchisenehmer zu vergeben. So gibt es heute zahlreiche Franchisenehmer, die zwei oder gleich mehrere Standorte führen. Auch das System des Multi-Unit-Franchisings wird immer beliebter. Hier werden Partnerschaften eingegangen, bei denen von Beginn an die Übernahme mehrerer Standorte geplant ist. Meistens ist bereits im Franchisevertrag festgelegt, ab welchen Zeitpunkt der Partnerschaft eine weitere Verkaufsstelle übernommen wird. Hier verschaffen sich Franchisegeber den Vorteil, dass sie einen Standort an einen bereits erfahrenen, erfolgreichen Franchisenehmer vergeben können. Somit sinken die Risiken für sie.

Institutionelle Franchisenehmer

Bei dieser Lösung werden Franchisestandorte nicht von Einzelpersonen, sondern von anderen Unternehmen übernommen. Die Deutsche Bahn etwa hat bereits begonnen, verschiedene Gastronomie-Standorte als Franchisenehmer zu übernehmen. Vom Unternehmen wird dann ein Geschäftsführer für die Verkaufsstelle eingestellt. Der Vorteil bei dieser Franchisemethode ist, dass die Unternehmen kein so großes Risiko eingehen müssen, wie ein einzelner Gründer. Hürden wie die Anfangsinvestition, sowie die Gefahren der Gründung können sich besser verteilen und somit leichter bewältigt werden. Ein Nachteil ist, dass diese Unternehmen in der Regel in große, bekannte Franchisesysteme einsteigen. Da es sich bei Franchising aber um ein Konzept handelt, mit dem gerade mittelständige Unternehmen expandieren und wachsen, ist diese Lösung allein nicht ideal.

Warum sollten Sie Gründer werden?

Obwohl immer mehr Franchisegeber mehrere Standorte an einen Franchisepartner vergeben und institutionelle Franchisenehmer immer häufiger werden, besteht noch immer ein hoher Bedarf an neuen selbstständigen Gründern. Doch warum zahlt sich die Gründung trotz Risiken und stabilem Arbeitsmarkt aus?
• Weniger Risiken als bei der traditionellen Existenzgründung
• Neue Herausforderungen und Chancen
• Große Auswahl an Franchisesystemen
• Variables Anforderungsprofil

Weniger Risiken

Vielen Menschen sind die Risiken einer Existenzgründung gerade bei einem stabilen Arbeitsmarkt zu hoch. Dabei wird aber von vielen nicht beachtet, dass beim Eintritt in ein Franchisesystem viele dieser Risiken wegfallen. Wenn Sie Franchisepartner werden, haben Sie immer noch die Vorteile eines selbstständigen Unternehmers. Sie sind Ihr eigener Chef, leiten einen Betrieb und haben ein hohes Maß an Verantwortung. Dabei sind aber die Hürden wie Finanzierung, Standortsuche und Eröffnung um einiges niedriger. Ihr Franchisegeber steht Ihnen bei der Planung bei, bietet Ihnen die Erfahrung und das Know-how seines Systems und gibt Ihnen durch eine etablierte Marke einen Vorsprung am Markt gegenüber anderen Gründern. So können gerade Anfängerfehler, die schnell zum Scheitern führen, vermieden werden.

Neue Herausforderungen und Chancen

Auch wenn Sie einen guten Job mit einem angemessenen Gehalt und stabilen Zukunftsaussichten haben, lohnt es sich, die Selbstständigkeit in Betracht zu ziehen. Immer mehr Menschen wechseln im Laufe ihres Lebens den Beruf, nicht nur, weil sie Probleme damit haben, sondern einfach, weil der Wechsel heute leicht stattfinden kann. Der Gedanke, bis zur Rente ein und denselben Job zu machen erfüllt viele Menschen mit Unzufriedenheit. Als Franchisepartner können Sie neue Branchen entdecken, neue Herausforderungen bewältigen und dabei fest auf den eigenen Beinen stehen.

Große Auswahl an Franchisesystemen

Durch den hohen Bedarf an Franchisenehmern sind Sie gesucht. Zahlreiche Unternehmen suchen vielversprechende, motivierte Partner und bieten Ihnen diverse Konzepte. Der Dienstleistungssektor liegt in Deutschland beim Franchising mit knapp 40 % ganz vorne, gefolgt von Gastronomie, Touristik und Freizeit und Handel mit jeweils 24 %. Auch der Bereich Handwerk, Bau und Sanierung wird mit einem Anteil von 10 % immer bedeutender. Sie können sich also zwischen den verschiedensten Bereichen entscheiden und haben somit die Qual der Wahl, denn kompetente Partner werden in jedem davon heiß begehrt.

Variables Anforderungsprofil

Als eigenständiger Gründer müssen Sie nicht nur die Risiken im Alleingang eingehen, Sie müssen auch das gesamte Know-how selbst mitbringen. Erfahrungen in der Geschäftswelt sind oft nicht nur unabdingbar, sondern oft auch notwendig, um Banken für ein Darlehen zu gewinnen. Viele Franchisesysteme bevorzugen es hingegen, ihre Franchisepartner selbst auszubilden. Sie verlassen sich lieber auf motivierte Menschen mit einer Nase fürs Geschäftliche und geben ihnen die restlichen notwendigen Qualifikationen selbst mit.
Franchising bietet nicht nur Unternehmen eine Möglichkeit zur schnellen Expansion, sondern ermöglicht es Gründern, sich neuen berufliche Herausforderungen zu stellen. Bei einem stabilen Arbeitsmarkt gibt es einige Gründe, ein Angestellter zu bleiben. Doch das Maß an Selbstständigkeit und Entscheidungsfreiheit, das Sie mit einer Gründung gewinnen, bietet völlig neue Chancen. Es bleibt also Ihnen überlassen, dem Ruf der Selbstständigkeit zu folgen. Wagen Sie den Schritt und werden Sie Franchisepartner!

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