Gründungswillige: Über die Vorteile des Franchising

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Welche Vorteile hat das Franchising für Gründer?

Schon lange träumen Sie von der Selbstständigkeit. Das monotone und strikte Arbeiten unter der Führung Ihres Arbeitgebers ermüdet Sie und motiviert Sie nicht gerade dazu, mit viel Energie und einem Lächeln im Gesicht in den Tag zu starten.

Trotzdem ist dieser Schritt vor allem eins: beängstigend. Sie schrecken vor dieser großen Entscheidung noch zurück, da man ein großes Risiko eingeht – sowohl privat als auch beruflich.

Falls Sie sich einfach nicht überwinden können, Ihr bisheriges Leben aufzugeben und sich in ein berufliches Abenteuer zu stürzen, sollten Sie eventuell nach einer Alternative suchen, welche Ihnen die gewünschten Vorteile ermöglicht, gleichzeitig allerdings die Hürden und Hindernisse der eigenen Existenzgründung umgeht.

Wir möchten Ihnen heute eine dieser Möglichkeiten vorstellen: Das Franchising. Dies ist ein Lizenzsystem, welches zwar schon im Mittelalter Anwendung fand, seinen Weg nach Deutschland allerdings erst in den 1970er Jahren gefunden hat.

1) Ein System für Jedermann

Einer der größten Vorteile des Franchisings besteht darin, dass die Franchiselandschaft sich durch eine ausgezeichnet vielfältige Bandbreite auszeichnet. Dies beginnt mit den Branchen. Es steht zwar fest, dass sich das Franchising vor allem im Einzelhandel, in der Gastronomie und im Dienstleistungssektor manifestiert hat, doch die Möglichkeiten des Franchisings sind wirklich unendlich.

Franchisenehmer können sich eine Zukunft im Bildungsbereich oder im Baugewerbe aufbauen, können in Immobilien, Fitnessstudios oder Gesundheitsprodukte investieren oder sich mit einem Schnellrestaurant, einer Kneipe oder einer Bäckerei selbstständig machen – um nur einige Optionen zu nennen.

Es kommt also nur selten vor, dass ein potenzieller Existenzgründer keine Industrie findet, welche zu seiner Ausbildung oder seinen Interessen passt. Und auch wenn sich das Franchising in Deutschland erst in den letzten Jahrzehnten wirklich behaupten konnte, floriert das System nun enorm.

Aktuell verfügt unsere Bundesrepublik über fast 1000 Franchisegeber, welche insgesamt rund 121.000 Franchisenehmer unter ihrer Schirmherrschaft vereinen. Diese haben bereits rund 162.000 Franchisebetriebe eröffnet. Das heißt, dass viele der Franchisepartner natürlich nur über einen Standort verfügen, andere jedoch auch mehrere Filialen gleichzeitig führen.

Die Leitung mehrerer Standorte wird Multi-Unit-Franchising genannt. Franchisegeber vereinbaren oftmals noch vor Abschluss des Franchisevertrages, ob Franchisenehmer daran interessiert wären, mehrere Filialen zu leiten. Sollte dies der Fall sein, wird dies meistens in den Verträgen vermerkt.

Dennoch ist es natürlich auch möglich, spontan im Laufe der gemeinsamen Zusammenarbeit weitere Betriebe zu eröffnen. Das Multi-Unit-Franchising ist nämlich eine tolle Möglichkeit, sein gewonnenes Geld erneut zu investieren und somit den Profit beständig zu steigern.

Außerdem besteht der große Vorteil des Franchisings darin, dass man mehrere Betriebe eröffnet, welche identisch sind. Dadurch kann man ein bereits erfolgreiches Konzept kopieren und auf seinen eigenen Erfahrungswert bei der nächsten Gründung zurückgreifen. Für Franchisegeber birgt diese Strategie allerdings auch einige Vorteile.

So bedürfen die bereits eingelernten Franchisenehmer bei weiteren Eröffnungen weniger Betreuung und Beratung und können diese im Regelfall selbstständig durchführen. Außerdem sind dies häufig sehr talentierte Franchisenehmer, welche hohe Umsätze einfahren.

Der Franchisegeber ist deswegen natürlich bestrebt, diese dauerhaft an sich zu binden, um weiterhin von ihnen zu profitieren. Für die Franchisenehmer offeriert das Multi-Unit-Franchising weiterhin vor allem eine höhere Autonomie und eine Konzentration auf administrative Aufgaben.

Natürlich kommt es auch vor, dass Selbstständige ihr Unternehmen vergrößern und nach und nach mehrere Standorte eröffnen. Beim Franchising läuft dieser Prozess allerdings schneller und einfacher ab. Weiterhin ist das Franchising ein System, welches seine Türen für ein buntes Publikum öffnet.

Bei einer eigenen Existenzgründung ist viel Eigenkapital vonnöten. Die Selbstständigen müssen oftmals Haus und Besitztümer belasten und können sich niemals sicher sein, dass ihre Idee bei der Kundschaft gut ankommt und genügend Profit einbringt.

Im Franchising gibt es sowohl sehr populäre, große Franchiseunternehmen, welche viel Eigenkapital und hohe Einstiegsgebühren zu Beginn der Partnerschaft fordern, als auch kleine Unternehmen, welche mit einigen Hundert Euros bei der Gründung mehr als zufrieden sind.

Sprechen Sie mit Ihrem Bankberater und lassen Sie sich gut beraten, was sich in Ihren finanziellen Möglichkeiten befindet. Eine solche Entscheidung sollte nicht vorschnell getroffen werden und es sollten auch immer eine Rücklage mit eingerechnet werden, die im Notfall greifen kann.

Im Gegensatz zur selbstständigen Eröffnung eines Unternehmens können sich die Franchisenehmer sicher sein, dass Ihre Existenzgründung positiv verlaufen wird. Es gilt nur auf einige Kleinigkeiten zu achten. Zunächst sollte man seinen zukünftigen Franchisegeber mit viel Bedacht auswählen.

Die Branche und das Konzept des Unternehmens sollten in erster Linie mit den eigenen Fähigkeiten und Interessen übereinstimmen. Denn wenn man an eine Sache mit viel Leidenschaft und Freude herangeht, erledigt sich die Arbeit fast wie von selbst. Eine Existenzgründung und die Führung eines eigenen Betriebes sind nämlich mit viel Stress, Arbeit und Zeitaufwand verbunden.

Suchen Sie sich also etwas aus, dass Ihnen Spaß macht und Sie auf lange Sicht gesehen, glücklich macht. Haben Sie die richtige Industrie ausfindig gemacht, muss ein Franchisegeber gefunden werden, der zu Ihren Werten und Ansichten passt und diese auch in seiner Corporate Culture fest verankert hat.

Darüber hinaus sollten Sie allerdings vor allem auch die Rezensionen des Unternehmens im Internet überprüfen und mit anderen Franchisenehmern des Unternehmens sprechen, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen und Ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen.

Weiterhin sollte noch erwähnt werden, dass die Vielzahl der Franchisegeber auch ein enormer Pluspunkt des Franchisings darstellt. Denn somit haben potenzielle Franchisenehmer auch die Chance, einen Franchisegeber zu finden, welcher keine allzu hohen Anforderungen an seine Partner stellt.

So gibt es auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt nicht nur Unternehmen, welche sich durch eine geringe Einstiegsgebühr und niedrige laufende Kosten auszeichnen, sondern auch Franchisegeber, die keine spezifische Ausbildung fordern.

Oftmals werden nämlich spezifische Kenntnisse der Branche gefordert, die am besten mit kaufmännischen Fähigkeiten und langer Berufserfahrung verknüpft sein müssen.

Da der Deutsche Franchiseverband in Zusammenarbeit mit dem deutschen Staat allerdings herausarbeiten konnte, dass Schulungen und die Möglichkeit für Fortbildung fest im Franchisevertrag verankert sein müssen, ist es nicht unbedingt nötig, über berufsspezifische Qualifikationen zu verfügen.

Berufsanfänger, Branchenfremde und Quereinsteiger sind deswegen im Franchising herzlich willkommen und werden ausgezeichnet auf die bevorstehende Tätigkeit vorbereitet.

2) Die Systemzentrale – Dein Freund und Helfer

Die Systemzentrale ist eine Abteilung des Franchiseunternehmens. Sie ist vor allem für die Unterstützung und Betreuung der Franchisepartner zuständig. Sollten Sie sich also bei einem Unternehmen vorstellen, werden Sie mit der Systemzentrale von Beginn an zu tun haben.

Sie überwacht die Aktivitäten des Pilotbetriebs und passt die Vorgänge, Abläufe und Prozesse im Laufe der Zeit so an, dass die besten Ergebnisse erreicht werden können. Man kann also sagen, dass die Systemzentrale kontinuierlich an der Verbesserung des Franchisesystems des Unternehmens arbeitet.

Weiterhin kümmern sich die Mitarbeiter der Systemzentrale – wie schon bemerkt – in erster Linie um die Franchisenehmer.

Sie helfen den zukünftigen Partnern bei der Erstellung des Businessplans, begleiten sie zu ihrem Banktermin, unterstützen sie bei Aufbau und Inbetriebnahme des eigenen Betriebs und weichen nicht von der Seite ihrer Schützlinge bis diese letztlich den Break-Even erreicht haben.

Während dieser Zeit wird vor allem Wissen vermittelt, um die Selbstständigkeit der Franchisepartner zu fördern und zu perfektionieren. Weiterhin kontrolliert die Systemzentrale allerdings auch gleichzeitig, ob alle Vorgaben und Regeln eingehalten werden. Denn nur so kann das Franchising reibungslos funktionieren.

Selbstständige hingegen sind von Beginn an auf sich alleine gestellt und haben kaum eine Anlaufstelle, welche sie mit Auskünften und Informationen versorgen könnte.

3) Gemeinsam stark sein und in eine vielversprechende Zukunft starten

Franchising bedeutet vor allem Zusammenarbeit. Dies bezieht sich natürlich hauptsächlich auf die Kooperation mit dem Franchiseunternehmen. Denn dieses verwaltet unter Umständen die Buchhaltung und erleichtert den Franchisenehmern somit den geschäftlichen Alltag.

Weiterhin werden die Franchisepartner allerdings beständig auf Schulungen geschickt, um über Neuerungen informiert zu werden. Eine dieser Änderungen betraf in letzter Zeit beispielsweise den Datenschutz. Durch die Kontrollen der Systemzentrale wird sichergestellt, dass gegen die staatlichen Vorgaben nicht verstoßen wird.

Zusätzlich haben die Franchisenehmer häufig allerdings auch die Wahl, ob sie sich für ein gemeinschaftliches Marketing entscheiden, oder dies selbstständig durchführen wollen.

Die gemeinsame Werbung ist häufig weitaus billiger und an das Sortiment und die Corporate Culture des Unternehmens angepasst. Franchisenehmer ziehen also enorme Vorteile von solchen Angeboten ihres Franchiseunternehmens.

Außer der förderlichen Zusammenarbeit mit dem Franchiseunternehmen kommt allerdings noch hinzu, dass die Franchisenehmer von der Gemeinschaft des Franchisenetzwerks profitieren. Es können Freundschaften geschlossen werden, Erfahrungsschatz ausgetauscht werden und Hilfe und Rat angeboten werden.

4) Der Franchisegeber – Partner und Mentor in einer Person

Gegebenenfalls werden Sie mit Ihrem Franchisegeber wenig am Hut haben, da sich der Franchisegeber in großen Franchiseunternehmen leider kaum mehr mit den eigenen Franchisenehmern beschäftigt. Trotzdem ist er die Person, der Sie Ihren Erfolg zu verdanken haben werden.

Er entwickelte sein Unternehmen, testete sein Konzept und verbesserte es bis hin zur Perfektion, um es für jeden umsetzbar machen zu können. Durch ihn erhalten Sie das nötige Wissen und können auf einen etablierten Namen und eine bekannte Marke zugreifen. Und als Extra erhalten Sie zudem noch einen festen Kundenstamm dazu!

Als Franchisenehmer werden Sie also ein viel leichteres Leben haben, als bei einer selbstständigen Gründung. Doch wer sich nicht gerne unterwirft und einen Betrieb komplett ohne Vorgaben und Kontrollen führen möchte, kann das Franchising nutzen, um Erfahrung zu sammeln und die gewonnene Praxis im Anschluss sinnvoll im eigenen Unternehmen umzusetzen.

Denn einen guten Einblick in das Geschäftsleben, in die unternehmerischen Abläufe oder die Risiken und Hindernisse des Wirtschaftsmarktes erhalten Sie allemal.

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