Headquarter: Über die Bedeutung der Franchisezentrale

09.01.2019 08:00 | Ein Unternehmen gründen

franchise zentrale bedeutung

Franchising hat für viele Menschen den Schritt in die Selbstständigkeit enorm erleichtert. Franchisenehmer werden mit dem Einstieg in ein Franchisesystem zu selbstständigen Unternehmern, während sie einen Partner an ihrer Seite haben, der dafür sorgt, dass sie keinen Schritt vollkommen allein gehen müssen. Doch worauf stützt sich dieses innovative System der Unternehmensgründung?

Was ist die Franchisezentrale?

Ermöglicht wird die beliebte Franchisepartnerschaft durch die Franchisezentrale. Dabei handelt es sich um ein System, das als Hauptquartier für alle einzelnen Franchisestellen fungiert. Bei Abschluss eines Franchisevertrages wird eine enge geschäftliche Partnerschaft eingegangen, die auf gegenseitigem Vertrauen und Arbeitsteilung basiert. Die eine Seite bilden als einzelne Verkaufsstellen die Franchisenehmer, während die andere von der Franchisezentrale gebildet wird. Sie ist dafür zuständig, den Franchisenehmern alle Mittel zur Verfügung zu stellen, die diese für eine erfolgreiche Unternehmensführung brauchen.
Die Franchisezentrale besteht aus einem Team, das für die Organisation des Franchisesystems verantwortlich ist. Dabei bildet dieses Team sozusagen ein Support-Center für seine Franchisepartner. Es ist unter anderem für die Entwicklung der Verkaufskonzepte und Marketingstrategien verantwortlich. Wichtig ist, dass bei der Entwicklung der Franchisezentrale auf eine geregelte Arbeitsteilung geachtet wird. Jedes Mitglied soll wissen, für welchen Bereich es genau zuständig ist. So wird der reibungslose Ablauf der Systemzentrale gewährleistet und dieser ist wiederum ausschlaggebend für den Erfolg des gesamten Systems. Überschneidet sich der Aufgabenbereich der einzelnen Teammitglieder zu sehr, oder ist nicht klar definiert, kann es zu mangelnder Effizienz kommen, da sich niemand so richtig zuständig oder verantwortlich fühlt. Oft entstehen solche Unklarheiten bei einer unorganisiert gebildeten Systemzentrale. Deswegen gibt es mittlerweile viele Franchisegeber, die nicht nur ein Franchisehandbuch für ihre Franchisepartner haben, sondern auch ein Prozesshandbuch für die Franchisezentrale. Verschiedene Tätigkeitsbereiche werden auf ihren nutzen überprüft, in diesem Handbuch festgelegt und an die Mitarbeiter vergeben, insbesondere in den grö
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ten Franchiseunternehmen.

Der Tätigkeitsbereich der die Zentrale stellt sich dabei aus vier wesentlichen Phasen zusammen:
1. Rekrutierung
2. Integration
3. Betreuung
4. De-Rekrutierung

Rekrutierung

Bei der Rekrutierung sucht die Franchisezentrale nach geeigneten Partnern, die sich dem System anschließen wollen. Dabei wird auf die Kompetenzen und Qualifikationen der Bewerber geachtet, sowie auf ihre Motivation und Kompatibilität mit dem Unternehmen. Hier gilt es besonders sorgfältig zu sein, denn die einzelnen Franchisenehmer sind für den Verkauf und damit für den Umsatz des Franchisesystems zuständig. So wie sich die einzelnen Partner auf die Zentrale verlassen können, so soll die Zentrale auch ihnen vertrauen können, denn eine Partnerschaft muss immer auf beiden Seiten funktionieren. Wenn ein geeigneter Bewerber ausfindig gemacht worden ist, kommt es zum Austausch von Informationen zwischen den beiden Parteien. So soll sichergestellt werden, dass die Zusammenarbeit für Zentrale und Franchisenehmer die richtige Entscheidung ist.

Integration

Wenn alle Beteiligten sich für eine Kooperation entschieden haben, kommt es zur Schließung eines Franchisevertrages. Hier werden die Rechte und Pflichten der beiden Parteien gesetzlich festgelegt. Danach wird der neue Partner ins System integriert. Das Headquarter kümmert sich um die umfangreiche Schulung des neuen Franchisemitgliedes und sorgt so dafür, dass dieses das nötige Know-how und die notwendigen Kompetenzen für eine gewissenhafte Standortführung bekommt. Je gründlicher hier gearbeitet wird, desto reibungsloser findet in der Regel der Start ins Unternehmen statt.
Neben der Schulung soll hier auf Seiten der Zentrale auch dafür gesorgt werden, dass so früh wie möglich eine Bindung zwischen Franchisenehmer und Franchisesystem entsteht. Das Unternehmen will treue, loyale Partner gewinnen, die mit Herz und Seele dabei sind. Fühlt sich ein Franchisenehmer unwohl oder gar nicht zugehörig, leidet auch die Zentrale darunter. Es liegt also im Interesse beider Seiten, dass sich der Partner gut integriert fühlt.

Betreuung

Nicht nur die Anfangsphase ist ein wichtiger Punkt der Zusammenarbeit. Die neuen Franchisepartner nach der Schulung mehr oder weniger sich selbst zu überlassen kann ein großer Fehler sein. Aufgabe der Franchisezentrale ist es, die Partner laufend zu betreuen und zu unterstützen. Durch eine Arbeitsteilung soll das Headquarter dafür sorgen, dass sich der Franchisenehmer auf seine wichtigsten Aufgaben konzentrieren kann, den Verkauf an seinem eigenen Standort, und die Leitung seines Betriebes.
Die Zentrale übernimmt vorwiegend organisatorische Aufgaben und versucht somit, so viel Last wie möglich von den Schultern der Franchisepartner zu nehmen. Dadurch wird dafür gesorgt, dass diese ihr Bestes geben können, und einen hohen Umsatz erzielen. Hauptaufgabe der Systemzentrale ist es also, den Unternehmern den reibungslosen Verkauf zu ermöglichen.

Zu den Aufgaben, die die Zentrale übernimmt gehören unter anderem:
• Organisatorische Tätigkeiten
• Einkauf und Warenwirtschaft
• Entwicklung von Verkaufsstrategien
• Überregionales Marketing
• Weiterbildung der Partner

De-Rekrutierung

Auch wenn die Aussicht, sich von Franchisepartnern wieder zu trennen, keine schöne ist, muss man sich trotzdem darauf vorbereiten. Nicht alle Partnerschaften bleiben für immer bestehen, und im Fall der Fälle sollten bestimmte Prozesse der Auflösung bereits durchdacht worden sein. So findet die Trennung von einem Franchisepartner so glatt wie möglich statt, und ermöglicht es beiden Parteien so einfach und schnell wie möglich, sich auf Neues zu konzentrieren.

Weitere Aufgaben des Headquarters

• Regelungen bei Franchiseübernahme
• Neuentwicklungen
• Aufrechterhaltung des Know-hows

Oft kommt es auch zur Übernahme einer Franchisestelle durch einen neuen Partner. Auch auf diese Situation sollte die Franchisezentrale vorbereitet sein, um für einen möglichst unkomplizierten und reibungslosen Übergang zu sorgen.
Es sollten außerdem immer neue Ideen und Strategien in das Unternehmen eingebunden werden. Es ist also ein kreatives und innovatives Team gefragt. Wichtig ist auch, auf das Feedback von den Franchisepartnern zurückzugreifen. Diese haben viel Kundenkontakt und können so mit den Systemzentralen zusammenarbeiten, um das Unternehmen kontinuierlich zu verbessern. So wird verhindert, dass das Franchisesystem an einem gewissen Punkt hängen bleibt und sich nicht mehr weiterentwickelt. Dann kann es schnell dazu kommen, dass es sich nicht mehr gegen die Konkurrenz behaupten kann. Auch das Know-how sollte laufend angepasst und erweitert werden.
Die Systemzentrale ist das Herz eines Franchisesystems. Sie dient dazu, seine Partner zu unterstützen, wo sie nur kann, und diesen zum Erfolg zu verhelfen. Das Franchisesystem funktioniert, wenn alle seine Mitglieder funktionieren. Um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, muss also nicht nur für die richtigen Franchisenehmer gesorgt werden. Auch die Zentrale muss einwandfrei funktionieren, denn eine Franchisepartnerschaft basiert auf gegenseitigem Vertrauen und einer gut geregelten Arbeitsteilung. Der Erfolg des Einzelnen ist notwendig für den Erfolg des Systems und umgekehrt.

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