Health and Fitness: Der Trend der Mini-Fitnessstudios

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Unsere Gesellschaft befindet sich im ständigen Wandel. Trends kommen und gehen wieder und formen somit ein sich ständig änderndes Konsumverhalten. Die Wirtschaft muss auf diese Entwicklungen entsprechend reagieren und das Angebot auf die Nachfrage anpassen. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf das Leben des Einzelnen, sondern sogar auf das gesamte Stadtbild! Im Jahr 2009 hatten sich rund 5.900 Fitnessanlagen in Deutschland angesiedelt. Diese Zahl ist innerhalb von neun Jahren auf eine unglaubliche Zahl von 9.300 Fitness Center angestiegen.

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Trends kommen und gehen, denn die Gesellschaft steht im ständigen Wandel. Diese Tendenzen sind vor allem in der Welt der Mode abzulesen: Waren im letzten Jahr noch eng anliegende, taillierte Klamotten in gedeckten Farben in, sind es im darauffolgenden Jahr die sogenannten oversized Klamotten in grellen Neonfarben, die alles andere als unauffällig sind.

Doch diese Veränderungen sind nicht nur an der Kleidung abzulesen, sondern am generellen Kaufverhalten der Deutschen. Aus diesem Grund müssen Unternehmer stets darauf achten, sich dauerhaft auf dem Laufenden zu halten, um nicht eines Tages eine böse Überraschung zu erleben. Dafür sind umfassende Markt- und Standortanalysen nötig, die sich vor allem mit den Vorlieben und Bedürfnissen der Konsumenten beschäftigen. Eine Industrie, die in den letzten Jahren enormen Veränderungen unterworfen war, ist die Gesundheits- und Fitnessbranche. Jahrzehntelang wurden die Verträge der Fitness Center vor allem von Kunden unterschrieben, die ihre Vorsätze zum Neuen Jahr umsetzen wollten. Dass hinter diesem Vorhaben weniger Motivation als gesellschaftlicher Zwang stand, zeigte sich deutlich in dem Nutzungsverhalten der Fitnessstudios: Die Kunden kamen in den ersten Wochen, vielleicht sogar Monaten noch regelmäßig und vermehrt, doch schon bald trennte sich die Spreu vom Weizen und nur die eingefleischten Sportler waren noch im Fitnessstudio zu sehen.

Dementsprechend frequentiert waren deswegen auch die Neuanmelden, jedoch gleichzeitig auch die Kündigungen. In den letzten Jahren allerdings zeigte sich, dass sich ein Mentalitätswandel auf der Welt vollzogen hatte. Die Menschen waren nun bestrebt und motiviert regelmäßig Sport zu treiben und die Mitgliederanzahl stieg und stieg kontinuierlich an. Diese Entwicklungen blieben den aufmerksamen Unternehmern natürlich nicht verborgen, weswegen sich viele neue Unternehmen gründeten, bereits bestehende Betriebe expandieren konnten und neue Ideen auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt auftauchten. Eines dieser neuen Konzepte sind die sogenannten Mini-Fitnessstudios, deren Vorgehensweise und Vorteile wir Ihnen im folgenden Artikel gerne darlegen möchten.

Die Fitnessindustrie befindet sich auf einem ungewohnten Hoch

Die Marktlage der deutschen Fitnessstudios ist aktuell hervorragend. Insgesamt haben sich in den 9.300 deutschen Fitness Centern weit mehr als 11 Millionen Menschen angemeldet. Das heißt, dass mindestens jeder siebte Deutsche über einen Vertrag in einem Fitnessstudio verfügt. Das befördert die Fitness-Anlagen auf Platz 1 der Sportarten gemessen an der Mitgliederanzahl. Selbst der allseits beliebte Fußball und die Turnvereine ziehen heutzutage den Kürzeren. Tatsächlich zeigen Statistiken, dass innerhalb von nur neun Jahren ein Zuwachs von 3.400 Fitness-Anlagen stattgefunden hat. Diese Neugründungen heben erneut hervor, welch wichtige Rolle der Sport nun im Leben der Deutschen einnimmt.

Doch womit kann man sich diese umfassende Expansion erklären? Die Menschen wenden sich immer mehr von Fast Food, Plastik und Erdöl ab. Dies liegt zum einen daran, dass uns bewusst geworden ist, wie wichtig es ist, sich um Dinge wie die Nachhaltigkeit und die Artenerhaltung zu bemühen, um unseren Planeten vor weitreichenden Folgen zu bewahren. Zum anderen wurden die Menschen im Zuge dessen allerdings auch darauf aufmerksam, dass es ebenso essenziell ist, auf den eigenen Körper zu achten. Die heutige Medizin ist zwar schon weit fortgeschritten und ist in der Lage, fast alle Beschwerden und Krankheiten zu lindern beziehungsweise zu heilen. Trotzdem möchte man nun vermehrt darauf achten, was man seinem Körper zuführt und sich aktiv um dessen Gesundheit bemühen. Neben dem richtigen Essen ist natürlich auch der Sport ein großer Bestandteil dieses Ziels. Durch die körperliche Betätigung können Krankheiten wie Bluthochdruck und Herzinfarkte vorgebeugt werden, Beschwerden wie Muskelziehen und chronische Rückenschmerzen kuriert werden und der Gesamtzustand verbessert werden.

Weiterhin zählt der erste Druck heutzutage immer mehr. Er kann über Sympathie oder Antipathie entscheiden und dementsprechend Jobchancen, Beziehungen oder die Karriere zu Nichte machen. Aus diesem Grund sind die Menschen bestrebt, attraktiv zu wirken. Ein gepflegtes Äußeres muss schließlich mit einem flachen Bauch, definierten Armen und trainierten Beinen einhergehen. Und zu guter Letzt erleichtert die eigene Fitness natürlich das gesamte Leben. Wer sich körperlich in einem guten Zustand befindet, wird keine Probleme beim Treppensteigen, beim Wandern und beim Tragen von Kisten haben und nicht gleich bei der kleinsten körperlichen Anstrengung in Schweiß ausbrechen.

Prognosen zeigen trotzdem, dass es sich bei diesen aktuellen Tendenzen nicht um einen typischen Trend handelt, der schon bald wieder abklingen wird. Gesundheit, Fitness und die Umwelt sind Themen, welche in den Köpfen der Menschen fest verankert sind und dementsprechend eine beständige Basis für Unternehmer bieten. Dies ist am stetig steigenden Umsatz abzulesen, der im Jahr 2018 auf 5,3 Milliarden Euro angestiegen ist. Für die künftigen Jahre ist ein noch höherer Gewinn zu erwarten.

Das Mini-Fitnessstudio vs. das klassische Fitnessstudio

Was versteht man den nun unter dem Begriff Mini-Fitnessstudio? Diese neuartigen Fitness Center sind Fitness-Anlagen, die sich durch eine kleinere Fläche auszeichnen. Diese verminderte Größe ermöglicht es den Unternehmern, an Mietkosten und Personalkosten zu sparen, wodurch ein größerer Gewinn erzielt werden kann. Viele der Studios nutzen dies und senken ihre Preise für die Mitgliedschaften, wodurch sie im Anschluss eine größere Zielgruppe ansprechen können und ihre Mitgliederzahlen im Rückschluss steigern können.

Auch wenn nun davon ausgegangen wird, dass sich dieser preisliche Unterschied zu den klassischen Fitnessstudios bemerkbar macht, ist dies nicht der Fall. Die Mini-Fitnessstudios zeichnen sich zwar ausschließlich durch eine Größe von 100- 300 m2 aus, verfügen jedoch trotzdem in den meisten Fällen über eine hochwertige, sehr moderne Ausstattung. Einziger Unterschied ist, dass die Auswahl der Gerätschaften oft eingeschränkt ist, oder sich die einzelnen Unternehmen auf ein bestimmtes Trainingskonzept spezialisiert haben.

Eine Trainingsmethode, die sich zur Zeit äußerster Beliebtheit erfreut, ist die EMS-Technologie. Hierbei wird den Sportlern ein Sportanzug angelegt, der mit verschiedenen Gurten und einer engen Weste versehen wird. Anschließen wird alles mit Kabeln verbunden, die für den Stromfluss verantwortlich sind. Dieses spezielle Equipment ist dafür verantwortlich, dass die Muskeln des Sportlers mit elektrischen Impulsen versehen werden, die zu einer Kontraktion und in Folge dessen zum Wachstum führen. Während dieser Behandlung führen die Sportler leichte Halte- und Kraftübungen durch, um den Effekt noch zusätzlich zu verstärken. Das Sportprogramm verspricht seinen Kunden, in 20 Minuten EMS-Training die gleichen Ergebnisse zu erhalten, wie in drei Stunden intensiven Trainings.

Weiterhin denken die meisten Menschen bei dem Wort Fitnessstudio an eine große Halle mit den unterschiedlichsten Sportgeräten, an denen sich Bodybuilder in rauen Mengen tummeln. Dies ist für viele Amateure beängstigend und beschämend, da sie sich nicht den kritischen Blicken der trainierten Sportler aussetzen wollen. In den klassischen Fitnessstudios herrscht durch die enorme Größe auch häufig eine gewisse Anonymität, mit der viele Menschen nicht klar kommen. In Folge dessen wird schnell das Handtuch geworfen, weil man sich nicht betreut und wohlfühlt. Die Mini-Fitnessstudios im Gegensatz dazu bieten der Kundschaft eine familiäre Atmosphäre. Die Sportler kennen sich untereinander und sind in den meisten Fällen auch bestens mit dem Personal vertraut. Dadurch entsteht eine Art von Gemeinschaft, welche das Zugehörigkeitsgefühl der Kundschaft zum Unternehmen stärkt und auf Dauer aufrecht erhält.

Einige Anbieter der Mini-Fitnessstudios

EASYFITNESS

Ganz dem Trend der Mini-Fitnessstudios getreu, hat sich EASYFITNESS auf die sogenannten Microstudios spezialisiert. Im Gegensatz zu anderen Mini-Fitnessstudios funktionieren diese jedoch ganz ohne Personal. Der Kunde muss sich zur Nutzung der Gerätschaften lediglich im Internet anmelden und erhält nach erfolgreichem Abschluss einen Zugangscode. Gleich darauf kann er mit seinem individuellen Training loslegen, das er mithilfe der unternehmenseigenen App aufpeppen kann. Diese verfügt nämlich über Tipps und Tricks für die Ernährung, hält allerdings auch Anregungen und Übungen für die Gestaltung des Trainings bereit. Sollten die Klienten doch mal nicht weiter wissen, können Sie sich rund um die Uhr an das Callcenter des Unternehmens wenden.

EASYFITNESS verfügt bereits über ein großes Franchisenetzwerk, das bis zum Jahr 2020 auf 200 Studios erweitert werden soll. Das Unternehmen ist in mehreren europäischen Ländern vertreten und vergibt sogar jährlich zehn Darlehn, die bis zu 40.000 Euro umfassen können.

Bodystreet

Erst 2007 in München gegründet, verfügt das Unternehmen jedoch bereits über insgesamt 280 Fitnessstudios in Deutschland, Österreich, Italien, Großbritannien, den USA und Tansania. Das Konzept des Unternehmens ist ganz einfach: Bodystreet ist bestrebt, dass jeder Mensch unabhängig von Alter oder Arbeitsbedingungen über die Möglichkeit verfügt, Sport zu treiben. Bodystreet möchte den Sportbegeisterten in diesem Rahmen Raum und Ort für dieses Bestreben bieten. Diese Grundidee gepaart mit der Tatsache, dass das Unternehmen sich vor allen anderen Fitnessstudios auf das EMS-Training spezialisiert hat, garantieren Bodystreet bis heute zufrieden und treue Kunden.

MRS. SPORTY

Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich ausschließlich auf die Bedürfnisse und Wünsche von Frauen jeder Altersgruppe zu konzentrieren. Frauen fühlen sich oftmals unwohl in Fitnessstudios, was in Zusammenhang mit einem niedrigen Selbstbewusstsein und der Angst vor Kritik steht. Um diesen ungewollten Vergleichen entgegenzuwirken, hat MRS. SPORTY einen Ort kreiert, an welchem Frauen in nun schon 540 Clubs in mehreren Ländern Europas ungestört trainieren können. Denn der Zutritt bleibt den männlichen Geschlechtsgenossen verwehrt.

Um die Fitnessziele der Frauen zu erreichen, hat MRS. SPORTY ein halbstündiges Zirkeltraining entworfen, das die Frauen optimal in Hinblick auf Ausdauer und Koordination trainiert. Das Angebot wird weiterhin durch einen Ernährungs- und Trainingsplan ergänzt.

Existenzgründer, die interessiert an einer Zusammenarbeit mit MRS. SPORTY sind, sollten sich in der Fitnessbranche bereits gut auskennen und mindestens eine Fitnesstrainer B-Lizenz haben. Trotzdem setzt das Unternehmen jedoch keine Praxiserfahrung voraus, sondern lädt auch Quereinsteiger herzlich dazu ein, ihrem Team beizutreten.

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