Herzberg Theorie: Zwei Faktoren beeinflussen die Zufriedenheit Ihrer Franchisemitarbeiter

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Wussten Sie, dass die Mitarbeitermotivation entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens ist? Die Motivation eines Mitarbeiters bestimmt ferner über seine Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Und diese sollte Ihnen als Franchisegeber und Franchisenehmer stets am Herzen liegen. Denn nur wenn die Mitarbeiter auch zufrieden sind, dann legen sie sich auch mehr ins Zeug und steigern die Produktivität Ihres Betriebes! Laut Herzberg Theorie spielen zwei Faktoren eine wichtige Rolle – dieser Artikel klärt Sie über alles Wissenswerte zur Theorie auf!

Mitarbeiter: Ihre Motivation und Zufriedenheit – der Kern der Herzberg Theorie!

Als Franchisegeber und Franchisenehmer sollten Sie sich stets um das Wohl Ihrer Mitarbeiter kümmern. Denn sind diese motivierter, sind sie in der Regel auch zufriedener. Und das wiederum hat zur Folge, dass sie sich stärker in das Franchise-Unternehmen einbringen. Wer motiviert bei der Sache ist, der denkt gar nicht erst über einen Jobwechsel nach! Eine nachhaltige Mitarbeiter- und Partnerbindung ist daher ein wichtiger Erfolgsfaktor für Unternehmen: Sie müssen sich nicht ständig auf der Suche nach neuem Personal machen und diese einarbeiten, was natürlich auch mit Kosten verbunden ist.

Mitarbeiterzufriedenheit: Die emotionale Einstellung zum Franchise-Unternehmen

Die Motivation und Zufriedenheit eines Mitarbeiters ist insofern wichtig, da sie die Einstellung des Mitarbeiters auf sein Arbeitsumfeld beschreibt. Beim Mitarbeiter selbst findet ein innerer Vergleich statt, der bewertet, was er in seinem Arbeitsfeld vorfindet und dem, was er eigentlich erwartet hätte. Dies drückt daher auch die emotionale Einstellung zum Unternehmen aus, die aus arbeitspsychologischer Sicht wichtig ist.

>>> Erfahren Sie hier mehr zum Thema Mitarbeiter und Unternehmenskultur:

Die zwei entscheidenden Faktoren in der Arbeitspsychologie: Die Herzberg-Theorie im Detail

Die Herzberg-Theorie wurde 1968 vom US-amerikanischem Psychologie-Professor Frederick Irving Herzberg durch empirische Untersuchungen aufgestellt. Ab 1957 war er Professor für Arbeitswissenschaft und klinische Psychologie an der Case Western Reserve University in Cleveland, wo er das Department of Industrial Mental Health begründete. In seiner Forschung fokussierte sich Herzberg auf die Arbeitszufriedenheit und Bedürfnisbefriedigung am Arbeitsplatz.

Zwei Faktoren, die das Verhalten der Mitarbeiter beeinflussen

In dem Buch The Motivation to Work entwickelte der Psychologie-Professor seine Herzberg-Theorie. Diese wirtschaftspsychologische Theorie ist auch als Motivator-Hygiene-Theorie bekannt, sie beschreibt die Leistungsmotivation von Arbeitnehmern. Die Herzberg-Theorie beruht auf empirischen Untersuchungen, die auch als Pittsburgh-Studie bekannt sind.

Die Herzberg-Theorie besagt, dass zum einen die Hygiene- und zum anderen die Motivationsfaktoren einen Einfluss auf die Zufriedenheit oder aber Unzufriedenheit von Mitarbeitern haben.

Was hat es mit den Hygienefaktoren auf sich?

Die Hygienefaktoren stellen die Bedingungen am Arbeitsplatz dar. Sie bestimmen, in was für einem Umfeld die Arbeit ausgeführt wird und sind daher extrinsischer Art. Die Bezeichnung Hygiene vermag seltsam klingen, man kann sich den Begriff aber so vorstellen, wie wir ihn aus der Medizin kennen: Eine gewisse Hygiene sorgt dafür, dass wir bestimmte Gesundheitsrisiken effektiv aus unserer Umwelt beseitigen. Im Rahmen der Herzberg Theorie können die Hygienefaktoren so verstanden werden, dass sie das Entstehen von Unzufriedenheit präventiv vermeiden können. Allerdings kann alleine durch die Hygienefaktoren noch keine Zufriedenheit beim Mitarbeiter erzeugt werden.

Die Hygienefaktoren nach Herzberg:

  • Die Arbeitsbedingungen
  • Die Mitarbeiterführung
  • Personelle Beziehungen
  • Unternehmenspolitik
  • Sicherheit
  • Vergütung

Und zwar handelt es sich bei den Hygienefaktoren um die physiologischen Grundbedürfnisse, die materielle Sicherheit, soziale Bedürfnisse, Wertschätzung und Selbstverwirklichung. Werden diese Bedürfnisse eines Mitarbeiters erfüllt, so ist dieser neutral gegenüber seiner Arbeit eingestellt. Diese Aspekte werden meist als selbstverständlich am Arbeitsplatz erachtet, jedoch vermögen sie nicht unbedingt zur Zufriedenheit beitragen! Während ihr Vorhandensein nicht zu einer besonderen Zufriedenheit führt, so verursacht ihre Abwesenheit Unzufriedenheit.

Das Arbeitsumfeld, die Sicherheit des Jobs, das Gehalt und der Führungsstil des Chefs haben unterbewusst eine große Bedeutung, auch wenn sie keinen unmittelbaren Einfluss auf die Qualität der Ergebnisse der Mitarbeiter nehmen. Die Hygienefaktoren versetzen die Mitarbeiter also in einen motivationsneutralen Zustand, jedoch sind sie allein nicht in der Lage, die Motivation der Mitarbeiter zu verbessern – hierzu sind die Motivationsfaktoren nötig!

>>> Informieren Sie sich hier rund um das Thema Führung im Franchising:

Was hat es mit den Motivationsfaktoren auf sich?

Erst wenn Mitarbeitern sogenannte Motivationen geboten werden, kann der Arbeitgeber sie von dem motivationsneutralen Zustand in die Zufriedenheit versetzen. Dabei können zwischen den unterschiedlichen Motivationsfaktoren Abstufungen vorgenommen werden, da sie die Zufriedenheit der Mitarbeiter anders beeinflussen. Diese Faktoren sind eher intrinsischer Art, sie stehen mit der beruflichen Selbstverwirklichung im Zusammenhang, der Aussicht auf Aufstieg und mehr Verantwortung und können eine positive Arbeitseinstellung herbeiführen.

Die Motivationsfaktoren nach Herzberg:

  • Leistungserfolg
  • Verantwortungsübernahme
  • Aufstieg
  • Entfaltungsmöglichkeiten
  • Selbstbestimmung
  • Arbeitsaufgaben
  • Anerkennung der eigenen Leistungen

Die Motivationsfaktoren stellen also die Eigenschaften dar, nach denen viele Mitarbeiter ganz bewusst streben. Sie werden von den Mitarbeitern bewusst wahrgenommen. Sind die oben genannten Eigenschaften vorhanden, führen sie zu mehr Zufriedenheit und dienen als Motivationstreiber. Fehlen diese Faktoren in Ihrem Franchise-Unternehmen, sorgt dies nicht direkt zur Unzufriedenheit der einzelnen Mitarbeiter, allerdings sollten Sie nicht davon ausgehen, dass Ihre Mitarbeiter sehr motiviert oder zufrieden sind.

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Die Herzberg-Theorie und die Mitarbeitermotivation

Nach Herzberg sind die Hygienefaktoren die Basis für die Motivationsfaktoren. Nur wenn das Arbeitsumfeld passt und entsprechend auf die grundlegenden Bedürfnisse der Mitarbeiter eingegangen wird, kann mithilfe der Motivationsfaktoren darauf aufgebaut werden. Nur so können Sie als Franchisegeber oder Franchisenehmer die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter verbessern, wodurch Sie deren Arbeitsleistungen und Ergebnisse steigern können. Sollten die Hygienefaktoren nur mangelhaft in einem Franchise-Unternehmen vorhanden sein, so lassen sich diese bis zu einem bestimmten Grad durch die Motivationsfaktoren ausgleichen. Sowohl die Hygiene- als auch die Motivationsfaktoren erfüllen gewisse Bedürfnisse des Arbeitenden, allerdings wird das Fundament der Hygienefaktoren meist nicht bewusst wahrgenommen. Wenn Sie als Franchisegeber oder Franchisenehmer daraufhin die richtigen Motivationsfaktoren schaffen, können Sie bewusst zu einer besseren Motivation und Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter beitragen.

Was meinen Sie, wie steht es um diese Themen in Ihrem Franchise-Unternehmen? Haben Sie ein angenehmes und sicheres Arbeitsumfeld mit fairen Arbeitsverträgen und einer gerechten Entlohnung geschaffen? Falls ja, bauen Sie darauf auf und bieten Sie Ihren Mitarbeiter tolle Entwicklungsmöglichkeiten, interessante Arbeitsaufgaben, loben Sie aufrichtig, geben Sie konstruktives Feedback und holen Sie das Beste aus den einzelnen Mitarbeitern heraus! So führen Sie Ihr Franchise-Unternehmen zu mehr Erfolg!

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