In Startups investieren: Warum ausgerechnet die Wachstumsphase oft für das Scheitern sorgt

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Junge Start-ups gelten als agile und dynamische Arbeitgeber, wo sich kreative Köpfe verwirklichen und die Entwicklung des jungen Unternehmens selbst mit beeinflussen können. Jedoch werden auch Start-ups irgendwann erwachsen. Gerade wenn die initiale Seed-Phase überstanden ist und sich das Konzept am Markt behaupten konnte, beginnt die kritische Wachstumsphase, in der jedoch zahlreiche Start-ups scheitern. Erfahren Sie hier, was die Gründe dafür sind und warum Sie mit Franchising eine risikoärmere Gründung wagen können!

Warum ist die Wachstumsphase so heikel, um in Start-ups zu investieren?

In den letzten Jahren haben Start-ups ein immer größeres Interesse erfahren. Berlin ist Deutschlands Start-up Hub mit zahlreichen spannenden und disruptiven Geschäftskonzepten. Zahlreiche Investoren stecken ihr Kapital in vielversprechende Rising Stars am Start-up-Firmament – so viel zu den Success Stories. Denn in der Realität sieht es meist so aus: Und zwar kann sich gerade einmal ein Business unter 12 möglichen Businesses durchsetzen. Das bedeutet, dass zahlreiche Start-ups scheitern, bevor sie sich überhaupt in ein erfolgreiches Business entwickeln konnten. Warum ist das der Fall?

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Warum scheitern Start-ups?

Damit eine Geschäftsidee überhaupt erfolgreich sein kann, sind zwei Dinge entscheidend: Zum einen muss zunächst einmal ein gutes Produkt oder aber eine Dienstleistung kreiert werden und zum anderen bedarf es einer Nachfrage nach diesem Produkt. Nur so kann sich ein Konzept am Markt behaupten und im Anschluss daran entsprechend wachsen. Nachdem eine Geschäftsidee geboren und getestet wurde, wie es um die entsprechende Nachfrage am Markt steht, setzen viele Start-ups darauf, ihr Geschäftsmodell zu verfeinern und optimal der Nachfrage anzupassen. Ebenso gilt es in diesem Moment eine effiziente Neukundenakquise zu fahren, damit das Unternehmen dann in einem nächsten Schritt weiter wachsen kann: Denn nun geht es an die heiße Phase: Es geht darum, das Projekt zu skalieren und das Wachstum aktiv bis aggressiv anzugehen. Und genau in dieser entscheidenden Wachstumsphase scheitern die meisten Start-ups.

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Was führt zum Scheitern von Start-ups?

Am Anfang einer Gründung steht eine kreative, innovative Geschäftsidee und ein motiviertes Gründerteam. Mithilfe von einem Elevator Pitch treten die jungen Gründer meist an Investoren, um Kapital für die Umsetzung ihres Konzeptes zu akquirieren. Hier befinden wir uns in der Investitionsfrühphase, der sogenannten Early Stage, wo die Geschäftsidee konkretisiert und das Start-up gegründet wird. Für die Frühphase gibt es mittlerweile zahlreiche Finanzierungsinstrumente – selbst fernab vom klassischen Bankkredit. In der Frühphase wird das zu investierende Kapital auch als Wagniskapital beziehungsweise Venture Capital bezeichnet, da der Ausgang ungewiss ist. Für den Investor besteht ein gewisses Risiko bei der Unternehmung, da er nicht über die Garantie besitzt, dass sich sein Kapital vermehren wird. Und zwar liegt das daran, dass das Verlustrisiko beim Venture Capital mitunter sehr hoch sein kann – ebenso kann sich das Wagniskapital aber auch durch eine sehr attraktive Gewinnquote auszeichnen.

>>> Lesen Sie hier mehr zu den etablierten Frühphasen-Investoren in der Start-up-Szene: Hierunter fallen die sogenannten Business Angels, Inkubatoren oder aber Venture Capital Beteiligungsgesellschaften.

Finanzierungslücken in der Expansionsphase

Auch wenn vor allem die Frühphase sehr risikobehaftet ist, so gilt jedoch die Later-Stage-Finanzierung als viel größeres Problem – was auch als wichtiger Grund für das Scheitern eines Start-ups ausgemacht werden kann. Denn während es für die Frühphase zahlreiche Finanzierungsunterstützungen in Form von Zuschüssen, Stipendien und Gründerfonds gibt, so fehlen den wachsenden Start-ups die entscheidenden Finanzierungsangebote. So tun sich vor allem in der Wachstums- und Internationalisierungsphase von jungen Unternehmen große Finanzierungslücken auf. Für die Wachstumsphase fehlt die entscheidende Anschlussfinanzierung, so dass zahlreiche Start-ups Probleme mit der Zwischenfinanzierung und ihrer Liquidität haben. Und das führt letztlich zum Scheitern.

Wachstumsphase = Wachstumsschmerzen?

In der Anfangsphase dreht sich alles um das Wachstum: Man muss Investoren überzeugen, damit sie in das Start-up investieren. Es geht darum, das Konzept zu verbessern, Kunden zu gewinnen und das knappe Budget im Blick zu behalten, während das Business langsam aber sicher Form annimmt. Ist jedoch ein bestimmtes Wachstum erreicht, so müssen die jungen Unternehmen ihre eigenen internen Prozesse und Strukturen weiter ausbauen und dem Wachstum anpassen. Gibt es ein hohes Auftragsvolumen, steigt der Personalbedarf. Ist das Start-up gewachsen geht es darum, Entscheidungen zu delegieren, Hierarchien zu schaffen. In diesem Moment werden Gründer zu Führungskräften und es ist entscheidend, dass sie auch ein wenig Kontrolle abgeben – was auch als „Wachstumsschmerzen“ bezeichnet wird. Denn ein Unternehmen kann nur erfolgreich sein, wenn es in der Lage ist, ein zukunftsfähiges Leadership-Modell zu etablieren.

Gründe für das Scheitern

Neben der fehlenden Anschlussfinanzierung ist daher auch das Erwachsenwerden eines Start-ups ein weiterer Punkt, weshalb zahlreiche Start-ups scheitern. Denn das Wachstum stellt das Start-up auf die Probe: Passt das Team nicht zusammen oder aber kommt es zum Gründerstreit, so kann dies den Unternehmenserfolg stark beeinträchtigen. Ebenso kann es der Fall sein, dass Start-ups in der Wachstumsphase ihre Agilität und den Spirit verlieren, der sie eigentlich ausmacht.

In Start-ups investieren? Wie wäre es mit Franchising?

Gründern fällt es meist schwer, wenn sie die Kontrolle in ihrem Start-up verlieren. Und dabei ist genau dies der entscheidende Moment, der über den zukünftigen Erfolg eines Unternehmens entscheidet: Je größer ein Start-up wird, desto schwieriger wird es, die Unternehmung alleine zu managen. Spätestens in diesem Moment geht es darum, dass Gründer Verantwortungen abgeben und Aufgaben delegieren.

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