Gründer: In welchem Alter gründet es sich am besten?

03.01.2018 17:00 | Ein Unternehmen gründen

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START UP HEROS – sie stecken voller Energie, wollen den Markt aufmischen, haben dafür ordentliche Mengen an Risikokapital akquirieren können, und fortan dürfen sie sich beweisen. Manchen gelingt es beeindruckend, anderen weniger. Alten Hasen dagegen fehlt es vielleicht ein wenig am nötigen Schwung, doch das machen sie durch zähe Hartnäckigkeit wett. Wer wirklich reüssieren will, muss erst einmal mit Vehemenz gegen den Gummipfosten geprallt sein, behaupten manche, im Idealfall aber vereinigt der erfolgreiche Gründer beides in sich: den jugendlichen Leichtsinn sowohl als auch gereifte Einsichten.

Zwei Gegensätze sind in einer Person jedoch nur selten zu finden, sodass sich ein Team anbieten würde. Innerhalb dessen werden sich gleichwohl mitunter Gräben auftun, die kaum zu überbrücken sind. Es zeichnet sich nachgerade ein Dilemma ab, wenn man die Frage nach dem optimalen Geburtsjahr für Geschäftseröffnungen schlüssig beantworten will. Das Beste wird wohl sein, jedem das Seinige zu gönnen, mitunter hilft auch der Erfahrungsaustausch. Doch dem steht gemeinhin der Ehrgeiz entgegen.

Was kennzeichnet geeignete Gründer beim Franchising?

Sich gegenseitig nicht in die Karten sehen zu lassen, kann natürlich zu größerer Leistungsfähigkeit anspornen. Doch es geht im Grunde weniger um einen Wettstreit im Vergleich der Generationen, nicht jeder kann Mark Zuckerberg nacheifern. Er müsste zumindest sehr früh beginnen, und die schnöde Wirklichkeit spricht eine andere Sprache. Statistisch betrachtet sind Unternehmensgründer bald 40 Jahre alt, und das ist nur ein Durchschnittswert. Da junge Leute nun mal nachgewiesenermaßen einen großen Eifer an den Tag legen, muss es also eine stattliche Anzahl von solchen Wagehälsen geben, die eigentlich demnächst in Rente gehen sollten. Für erfolgreiches Franchising ist vor allem die Motivation entscheidend, Erfahrung kann dabei freilich auch nicht schaden. Sie muss jedoch ebenso wenig zwangsläufig nützlich sein, frische Eindrücke prägen sich oft tiefer ein. Gerade die eigene Routine behindert mitunter empfindlich die Weiterentwicklung. Doch wer sich damit bereits auskennt, tappt nicht mehr leicht in eine Falle, die oft als Chance begriffen wird. Das kommt einem nicht zuletzt dann zugute, wenn man keine andere Wahl hat.

Wer Gründer sein will, wählt in erster Linie Franchising

Dass die Menschen immer länger leben, ohne am Ende über ein geregeltes Auskommen zu verfügen, zwingt förmlich zur Selbstständigkeit. Und anstatt solchen Geschäftemachern in die Hände zu fallen, die ihre Lage schamlos ausnutzen, sind auch ältere Menschen unter einem schützenden Dach besser aufgehoben als auf freier Wildbahn.

Aussichtsreicher ist es dagegen, wenn man nicht aus Not zum Unternehmer wird, sondern aus einem Spaß daran, den man sich leisten kann. Grundsätzlich vorteilhaft erscheint es, als Angestellter zuvor die Schulbank gedrückt zu haben, dann sieht man die Dinge auch aus der anderen Perspektive. Zudem soll das Selbstbewusstsein mit zunehmendem Alter steigen, was Verhandlungen auch mit Franchisegebern durchaus erleichtern mag. Im Bankgespräch dagegen kann es schwierig werden, wenn weder Stellvertreter noch Nachfolger zu benennen sind. Auch dieses Risiko wird beim Franchising eingeschränkt, bestehen bleibt das Problem der Grenze für Hinzuverdienste bei eingeschränkter Erwerbsfähigkeit. Doch auch dafür sollte sich über kurz oder lang eine Lösung finden lassen beim altersgerechten Franchising.

Zum Ende hin entschlossen alles auf eine Karte setzen

Wie ist das nun aber mit der Versicherung? Eigentlich braucht der waschechte Unternehmer so was nicht. Man arbeitet ja sowieso bis zum Umfallen, und eines schönen Tags ist es eben vorbei. Doch anderen zur Last fallen, wenn man sich dagegen nicht mehr wehren kann, das möchte auch niemand so recht. Also muss ein Auffangnetz her. Wenn die Rentenversicherung nicht genügend hergibt oder gar die Aufnahme verweigert, hilft nur Privates oder ein Absichern dagegen, dass man seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Unter besonders günstigen Umständen kann die zu erwartende Entschädigung sogar als Einstand ins Franchising verwendet werden. Am Zustandekommen von Pensionsfonds wird derzeit noch gearbeitet; eine Betriebsrente nach Unternehmerart – das wär’s doch! Man soll immer einen oder gar zwei Schritte im Voraus denken, wenn die aktuelle Situation keinen Anlass zur Genugtuung liefert. Denen, die gerade klamm sind, hilft mit etwas Glück und auch Geduld die KfW, und wenn nicht, hat zumindest eine ausgiebige Prüfung der Umstände stattgefunden.

Gut Wetter machen in fortgeschrittenen Lebenslagen

Allzu rosig sind die Aussichten kaum, schon gar nicht aus sich selbst heraus. Da heißt es ranzuklotzen, solange es noch geht und das möglichst effektiv. Nicht zu verkennen ist, dass der Seniorenmarkt sich auch künftig gut entwickeln wird. Dazu beitragen kann, wenn ihn betreuende Unternehmen an ihrer Zielgruppe näher dran sind, damit entwickelt man schon von Natur aus größeres Verständnis.

Als junger Mensch hat man doch andere Sorgen, obwohl Großmütter ihre Enkelkinder oft mehr zu schätzen wissen als annähernd Gleichaltrige. Wenn es aber ans Eingemachte geht, ergibt sich auf dieser Ebene eine tragfähigere Basis zur Bewältigung von dringenden Herzensangelegenheiten. Flinke Hände sind durchaus willkommen, bevor man zum ernsten Pflegefall wird. Wichtig ist dabei jedoch, dass jemand im Hintergrund agiert, der mit allen Wassern des Lebens gewaschen ist und den Überblick behält. Dazu braucht es Reife und Gelassenheit, die man fraglos unterstellen kann, sobald der Zenit einer Lebensphase überschritten ist. Was sich bis dahin an Erfahrung angesammelt hat, kann denen helfen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Vorausschauend planen, wenn nur wenig Zeit bleibt

Was noch wird, kann ohnehin kaum jemand zuverlässig sagen, aber Mut machen. Was ist verkehrt daran, sich den verbleibenden Zeitraum so angenehm wie nur möglich zu gestalten? Alt gewordene Menschen sind es doch, die mehr geleistet haben als alle, von denen es noch gefordert wird. Sie müssen ihren Nachkommen nicht unbedingt etwas vererben, können ebenso gut die Früchte ihrer Arbeit genießen. Wenn bei der Verteilung von Spargroschen Möglichkeiten aufzuzeigen sind, die Freude bringen, ist das nur gerecht und nützt sowohl dem einen als auch anderen. Es ist zu wünschen, dass jeder nach seiner Fasson glücklich wird, und das erleichtert mitfühlende Einsichtnahme in die herrschenden Verhältnisse. Dadurch lässt es sich auch eher zugestehen, dass die Jugend andere Wege einschlagen muss, damit sie vertrauensvoll in die Zukunft schauen und am Ende zufrieden auf ein ausgefülltes Leben zurückblicken darf. Zum Unternehmer wird, wer rechtzeitig die Initiative ergreift – das kann gerade dann geschehen, wenn schon viel geschrieben steht im Lebenslauf.

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