Inbound Marketing Strategie: Was bedeutet das?

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Inbound Marketing Strategie Was bedeutet das

„Gib ihnen Qualität. Das ist die beste Werbung.“

Dieses Zitat stammt vom Unternehmer Milton S. Hershey. Auch wenn der Amerikaner sich auf wohl auf seine Schokoladenfabrik bezog: Der Spruch gilt auch für heutige Marketing-Strategien. Das Inbound Marketing setzt sich dabei mehr und mehr durch und entwickelt sich zu einem der Schlüsselfaktoren für den Unternehmenserfolg. Was genau das ist und wie Sie das Inbound Marketing in Ihre Strategie einbinden, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die aktuellen Veränderungen in der Marketingwelt sind grundlegend. Immer wieder gab es Revolutionen in Bezug auf die Werbung, und dazu ist wohl auch das Inbound Marketing zu zählen. Bereits im 19. Jahrhundert begann die Geschichte des „modernen“ Marketings mit Zeitungsanzeigen und Reklametafeln – zwei Werbeformen, die noch heute sehr geläufig sind. In den 1920er Jahren kam Radiowerbung hinzu, und in der Nachkriegszeit wurde Werben im Fernsehen immer populärer. Heute stellt das Internet die größte Werbeplattform dar, die es je gab.

Ein Teil der digitalen Revolution: das Inbound Marketing

Laut Prognosen von „eMarketer“ überschreiten die Ausgaben für digitale Werbung in diesem Jahr erstmals die Ausgaben für traditionelle Werbearten. Ein Zeitenwechsel ist also in vollem Gange, und in diesen Wandel reicht sich auch das Inbound Marketing ein. Denn innerhalb der Erfolgsgeschichte des digitalen Marketing gilt diese Art des Werbens seit einigen Jahren als besonders effektiv – ob nun für Franchiseunternehmen oder für andere Firmen in der freien Wirtschaft.

Doch was ist das Inbound Marketing nun genau? Was macht diese Form des Werbens aus? Der Unterschied zu anderen Werbe-Arten ist fundamental:

  • Während das Inbound Marketing darauf aufbaut, dass der Kunde den Weg zum Unternehmen selbst findet,
  • setzt beispielsweise das sogenannte „Outbound Marketing“ darauf, dass das Unternehmen den Kunden akquiriert.

Vor allem online: So funktioniert das Inbound Marketing

Der Weg vom Kunden zum Unternehmen ist also der entscheidende Prozess beim Inbound Marketing. Logischerweise ist jedes Unternehmen auf Kunden angewiesen, daher kommt dem Inbound Marketing eine wichtige Bedeutung zu. Das Inbound Marketing bündelt dabei die Aktionen zur Kundengewinnung und zur Kundenbindung unter einem Dach. Wie bereits gesehen, kehrt sich die klassische „Machtverteilung“ in der Werbung um, der (potenzielle) Kunde hält beim Inbound Marketing das Zepter des Handelns in der Hand.

Dagegen kann sich der Konsument beispielsweise bei Zeitungsanzeigen kann sich der Kunde nicht gegen die Werbung wehren: Er blättert eine Seite um und wird – ob er es nun möchte oder nicht – mit der Anzeige konfrontiert. Das Unternehmen geht also aktiv auf die Suche nach Kunden und spricht diese direkt an. Diesen Vorgang könnte man als „Outbound Marketing“ bezeichnen, oder auch schlicht als traditionelle Werbung. Solches Marketing kann über verschiedene Kanäle erfolgen, zum Beispiel auch über Fernsehen, Radio, Flyer oder statische Online-Banner erfolgen.

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Im Gegensatz dazu verfolgt das Inbound Marketing einen gewissenmaßen logischeren Ansatz: Anstatt Konsumenten mit Werbung so lange zu „bombardieren“, bis zumindest einige davon wirklich zu Kunden werden, stehen beim Inbound Marketing die Interessen des Kunden im Vordergrund. Alles dreht sich dabei ums Internet, und vieles um Google und die sogenannte „Search Engine Optimization“: Der Nutzer gibt bestimmte Schlüsselworte in eine Suchmaschine ein (zum Beispiel „vegane Gastronomie Hamburg“), und Ihr Unternehmen sollte möglichst hoch in den Ergebnissen angezeigt werden. Unter anderem das macht Inbound Marketing aus: Potenzielle Kunden suchen nach Dingen in ihrem Interessensgebiet, und Sie liefern mit Ihrem Unternehmen das passende Angebot. Sie stellen demnach ein Produkt oder ein Service zur Verfügung und warten nur darauf, dass Interessenten Ihre Website oder letztlich Ihren Laden besuchen.

Inbound Marketing: Diese Maßnahmen können Sie treffen

Das Konzept des Inbound Marketing ist demnach relativ simpel. Jedoch findet ein Kunde logischerweise nicht „einfach so“ Ihr Angebot: Sie müssen schon dafür sorgen, dass Sie als Franchisenehmer oder Unternehmensgründer für die passende Online-Präsenz sorgen. Irgendwie muss aus „Internetnutzer XY“ schließlich ein neuer Kunde werden, und das passiert selten durch Zufall. Auch beim Inbound Marketing gibt es anfangs einen Prozess der Anwerbung, auch wenn diese wie bereits erwähnt nicht aktiv erfolgt. Vielmehr stellt ein Unternehmen bei seiner Inbound Marketing Strategie interessanten Content zur Verfügung (beispielsweise über die eigene Webseite oder einen Blog), postet auf sozialen Medien spannende Inhalte und sorgt durch Search Engine Optimization für eine höhere Sichtbarkeit des eigenen Angebots. Das Inbound Marketing ist demnach ein Mix aus:

  • Content (über Blogs, Videos, eigene Webseite, …)
  • SEO (passende Keywords, Verlinkungen, …)
  • Soziale Medien (Facebook, Instagram, …)

Durch Maßnahmen in diesen Bereichen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass ein Konsument, der sich für Ihre Produkt- oder Dienstleistungskategorie interessiert, bei seinen Recherchen auch wirklich auf Ihre Firma stößt. Wenn Kunde und Unternehmen sich „getroffen“ haben, spricht man im Online-Marketing auch von einem „Lead“. Diesen Lead gilt es nun für Sie als Unternehmer, in einen Kauf umzuwandeln.

Doch wenn ein Kunde schon auf einem solch natürlichen Wege zu Ihrer Firma gefunden hat und nicht durch klassische Werbung, so steigt die Wahrscheinlichkeit für den Kaufabschluss deutlich. Das ist einer der größten Vorteile des Inbound Marketing, denn ein Konsument ist sich quasi nicht bewusst, dass er Ihr Unternehmen nur dank einer Marketing-Strategie gefunden hat. Für Franchisenehmer gelten übrigens dieselben Tipps wie für den eigenständigen Unternehmensgründer: Sorgen Sie dafür, dass Kunden über Ihren Unternehmensnamen stolpern, wenn diese online nach einer kompetenten Firma in ihrer Region und ihrer Branche suchen – oder auch einfach nach einem leckeren Restaurant, falls Sie ein Food-Franchise führen.

Nach der Kundengewinnung: Kundenbindung mit Inbound Marketing

Falls Sie den Kunden erfolgreich akquiriert haben, geht es in der abschließenden Etappe des Inbound Marketing darum, diesen ans Unternehmen zu binden. Und hier kommen wir auf das anfängliche Zitat zurück: Qualität ist das wichtigste Element, um einen Kunden langfristig immer wieder begrüßen zu dürfen. Außerdem sollten Sie auch für bereits vorhandene Kunden auf Social Media, Blogs oder in Suchmaschinen präsent sein und Ihre Kunden zur Interaktion im Netz ermutigen. Zusätzliche Kommentare und Klicks tun einem Unternehmen nämlich fast immer gut, sodass ein Kreislauf entsteht – dank Inbound Marketing kann der Kundenkreis und der Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens immer weiter steigen.

Dabei sollte Ihre Inbound Marketing Strategie gut überlegt sein: Über einen Kanal die Kunden komplett anders anzusprechen als über einen anderen, verwirrt nur und verhindert möglicherweise sogar eine Kaufentscheidung für Ihr Unternehmen. Wenn Sie Ihre Strategie allerdings gut an Ihre Zielgruppe anpassen, dann sollte das Inbound Marketing Sie auf Ihrem Weg zu größeren Umsätzen helfen. Dabei ist das Inbound Marketing aber natürlich kein Allheilmittel. Sich online eine gute Position zu erarbeiten, geschieht nicht über Nacht und sollte gerade anfangs dringend von guten, klassischen Werbemitteln unterstützt werden. Im hart umkämpften Wettbewerb um Kunden sind kleine Unternehmen gerade im Internet im Nachteil und haben schlicht weniger Mittel, um eine ähnliche Präsenz wie die Konkurrenz zu zeigen. Daher setzt ein effektives Inbound Marketing eine gute Strategie mit Outbound Marketing fast schon voraus.

 

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