Inkubatoren – eine geeignete Hilfestellung für Gründer und Start-ups?

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Franchisenehmer und Gründer von Start-ups stehen zu Beginn ihrer Existenzgründung vor vielen Fragen. Eine gute Geschäftsidee oder die Auswahl eines Franchisesystems sind nur die ersten Schritte in die Selbstständigkeit. Die schwierige Startphase beinhaltet zahlreiche Aufgaben und Hürden. Mittlerweile gibt es jedoch verschiedene Modelle, die Hilfe und Unterstützung bieten, eine davon: Inkubatoren.

Was sind Inkubatoren?

Viele Investoren unterstützen Start-ups und Gründer mit Venture Capital. Hier werden hohe Geldsummen meistens zwischen 100.000 und 1 Mio. Euro investiert. Das Risikokapital macht sich dann mit einer Unternehmensbeteiligung bezahlt. Auch Inkubatoren unterstützen Gründer mit Venture Capital, jedoch geht die Hilfestellung hier noch viel weiter. Nicht nur finanziell, sondern auch in allen anderen Themen der Unternehmensgründung wird hier Start-ups und Gründern geholfen.
Das Wort Inkubatoren wurde vom medizinischen Brutkasten geliehen und soll metaphorisch genau die gleichen Aufgaben übernehmen. Und zwar wird dem jungen Unternehmen das perfekte Umfeld geboten, um darin die schwierige erste Phase seines Lebens zu überstehen.

Welche Arten von Inkubatoren gibt es?

Inkubatoren sind in der Regel öffentliche Institutionen, die ihre Gründer mit Wirtschaftsfördermaßnahmen unterstützen. Das Kapital wird somit mit Steuern finanziert und fließt indirekt zurück, sobald das Unternehmen Fuß gefasst hat. Als Inkubatoren fungieren:
• Gründerzentren
• Venture Capital Unternehmen
• Hochschulinkubatoren

Oft treten die Inkubatoren als Gründerzentren auf. Es handelt sich hierbei um Institutionen, die öffentlich gefördert werden. Sie sollen Unterstützung für innovative Start-ups leisten, die einen wertvollen Beitrag in der Geschäftswelt leisten könnten.
Auch Venture Capital Unternehmen werden immer häufiger zu Inkubatoren. Die Unternehmen erweitern die Unterstützung für die Gründer, die sich vorher auf finanzielle Mittel beschränkt haben und bieten ihren Gründern auch Hilfestellung in anderen Bereichen an.
Inkubatoren an Hochschulen fokussieren sich in der Regel auf forschungsorientierte Projekte und unterstützen oft ausschließlich Studenten. Die Goethe-Universität in Frankfurt etwa bietet Gründern den Goethe-Unibator zur Starthilfe an.
Bekannte Beispiele für Inkubatoren sind unter anderem:
• Hanse Ventures
• Team Europe Ventures
• Rocket Internet
• hub:raum

Welche Art der Unterstützung leisten Inkubatoren?

Die Unterstützung der Inkubatoren ist sehr vielfältig und deckt in der Regel alle Bereiche ab, bei denen der Gründer nur Hilfe brauchen könnte. Darunter finden sich:
• Finanzierung
• Suche nach anderen Investoren
• Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten
• Zurverfügungstellung von Experten
• Weitergabe von Know-how
• Entwicklung von Geschäftsidee, Businessplan und Produkt
• Marketing
• Netzwerk

Finanzierung

Für viele Franchisenehmer und Start-up Gründer reicht das Geld nicht aus, das sich aus Eigenkapital und Bankkrediten zusammensammeln lässt. Sie greifen gerne auf andere Investoren zurück. Inkubatoren ermöglichen diesen Gründern, trotz mangelnden Kapitals, die Existenzgründung. Im Gegensatz zu anderen Formen der Investitionen gewinnen die Beteiligten hier auch umfassende Unterstützung in allen Bereichen, die eine Gründung mit sich bringt. Nicht immer gelingt des Gründern oder Franchisenehmern, ein Geschäftskonzept ohne Eigenkapital zu finden.

Suche nach anderen Investoren

Ein weiterer Vorteil der Finanzierung durch Inkubatoren ist, dass diese heute oft nicht nur selbst Kapital zur Verfügung stellen, sondern auch bei der Suche nach anderen Investoren behilflich sind. Die meisten Inkubatoren sammeln sogar das Kapital von anderen Investoren ein. So bekommen Gründer nicht nur die finanzielle Unterstützung von den Inkubatoren, sondern auch die von Venture Capital Unternehmen, Konzernen oder erfolgreichen anderen Unternehmen, die sich über die Inkubatoren beteiligen. Für diese Co-Investoren springt somit eine Investition mit vermindertem Risiko und eine Nähe am Markt zu innovativen Start-ups heraus.

Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten und Experten

Inkubatoren stellen oft Räume oder sogar Büros zur Verfügung. Hier kann in Ruhe gearbeitet und geplant werden. Darüber hinaus ergänzen viele von ihnen auch das Gründerteam, oder stellen dieses sogar selbst zusammen.
Dadurch, dass den Gründern ein Expertenteam zur Verfügung steht, welches ihnen bei den verschiedensten Aufgaben Unterstützung bieten soll, wird gewährleisten, dass die Gründer nie mit Problemen alleine dastehen. So können Aufgaben gemeistert werden, bei denen sie noch keine Erfahrung sammeln konnten.

Weitergabe von Know-how

Die Experten der Inkubatoren können ihr Know-how an die Gründer weitergeben. Durch die Erfahrung, die die Institutionen durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Start-ups bereits gesammelt haben, wird das Volumen an Know-how immer größer. Den neuen Gründern kann somit immer besser geholfen werden. Die Erfahrung, die bei vielen Start-ups noch fehlt, wird somit von den Inkubatoren gegeben. Durch diesen Einsatz von Know-how wird der Start in die Geschäftswelt um einiges erleichtert.

Entwicklung von Geschäftsidee, Businessplan und Produkt

Die Geschäftsidee ist im Großteil der Fälle bereits gegeben, wenn die Zusammenarbeit mit einem Inkubator beginnt. Jedoch muss diese oft noch ausgereift und weiterentwickelt werden. Auch das Produkt selbst muss geplant und entwickelt werden, genauso wie der Businessplan. Bei all diesen Bereichen bieten Inkubatoren nicht nur Beratung, sondern eine umfassende aktive Unterstützung.

Marketing

Marketing ist ein wichtiges Thema bei der Existenzgründung. Viele Start-ups arbeiten zwar mit einer erfolgversprechenden Idee, schaffen es aber aus mangelnder Erfahrung nicht, diese effektiv zu vermarkten. Inkubatoren unterstützen Gründer dabei, gelungene Marketing- und Werbestrategien zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen.

Netzwerk

Bei Inkubatoren sind oft Menschen involviert, die in der Vergangenheit selbst ein erfolgreiches Unternehmen gegründet haben und nun Menschen in diesem Bereich unterstützen wollen. Sie stellen den Gründern, mit denen sie zusammenarbeiten nicht nur ein großes Angebot an Know-how, sondern auch ein Netzwerk zur Verfügung. Da sich in der Geschäftswelt viel um Kontakte dreht, wird den Gründern somit erheblich unter die Arme gegriffen.

Was sollte bei der Zusammenarbeit mit Inkubatoren beachtet werden?
• Welcher Inkubator passt zum Unternehmen?
• Wie hoch ist die zur Verfügung gestellte Investition?
• Welche Leistungen werden angeboten?
• Wer gehört zum Team?
• Wie hoch ist die Beteiligung des Inkubators?

Bevor eine Zusammenarbeit erfolgt, sollten einige Fragen geklärt werden. Verschiedene Inkubatoren unterstützen Start-ups und Gründer in verschiedenen Branchen, daher gilt es herauszufinden, welche Inkubatoren für ein Unternehmen in Frage kommen. Auch die Höhe der Investition sollte beachtet werden. Wie viel wird tatsächlich für die Existenzgründung benötigt, und passt der vom Inkubator angebotene Betrag dazu?

Auch die Leistungen können von Institution zu Institution variieren und sollten vor einer Zusammenarbeit genau überprüft werden. Gründer arbeiten außerdem eng mit dem Team des Inkubators zusammen. Daher gilt zuerst festzustellen, ob eine Zusammenarbeit mit diesen Personen für den Gründer vielversprechend wirkt.

Da Inkubatoren mehr Unterstützung bieten als Venture Capital Unternehmen ist auch ihre Unternehmensbeteiligung in der Regel höher. Hier sollte der Gründer herausfinden, wie hoch genau diese ausfallen wird.

Mit Unterstützung in die Existenzgründung

Es gibt heute viele Möglichkeiten, sich selbstständig zu machen. Systeme, bei denen den Gründern Unterstützung geboten wird, werden dabei immer beliebter. Je umfangreicher diese ausfällt, desto risikoärmer die Existenzgründung. Aus diesem Grund werden Inkubatoren immer häufiger zu Hilfe gezogen.

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