International Franchise: Seien Sie Ihr eigener Boss und expandieren im Ausland!

23.09.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

international franchise

Das Franchising an sich ist ja schon international, doch wäre hier und da noch etwas nachzubessern. Der Expansion im eigenen Land dient es nur bedingt, wenn sie um einen oder zwei Satelliten in weiter Ferne ergänzt wird, da hätte man auch eine näher gelegene Grenze überschreiten können. Im Normalfall weitet man sich mit Blick auf den unmittelbaren Nachbarn aus, zumal beim Vorhandensein eines dortigen Standbeins. Strategien können sehr verschieden sein, sie folgen den Absichten des Hauses.

Den Überblick behalten beim international Franchise

Franchisegeber tun gut daran, ihre Absichten in dieser Richtung gründlich zu durchdenken, es macht keinen guten Eindruck, wenn man einen Rückzieher machen muss. Das Beste ist vielleicht, die gesamte Verantwortung dafür jemandem zu übergeben, der sich in einem noch fremden Gebiet bestens auskennt und es auch sonst nicht an Eignung mangeln lässt. Was sich eher aufgezwungen als organisch entwickelt, hat meist keinen langen Bestand, es fängt zu bröckeln an, bevor es aufgerichtet ist. Man kann es freilich auch anders anfangen und bereits Vollendetes in treue Hände übergeben, um selbst ein Türchen weiterzuziehen. Das gleicht einem zweiten Anfang, bei dem bereits unterlaufene Fehler zu vermeiden sind.

International Franchise - vorwiegend für Spezialisten

Es kann aber auch eine Überraschung geben, weil alles ganz anders ist als gewohnt. Dann wäre es eventuell doch besser gewesen, einen Franchisenehmer zu finden, der sich bereits bewährt hat und dennoch weiterhin hungrig ist. Das bisschen an Kenntnissen, die man dafür braucht, um sich in anderen Kulturen zurechtzufinden, wird man ihm schon vermitteln können, womöglich bringt er sogar im Ausland gesammelte Erfahrungen mit. Es könnte indes auch sein, dass jemand sich anbietet, der auf die Entwicklung von Franchisesystemen in einem bestimmten Gebiet spezialisiert ist. Da wäre dann herauszufinden, ob er noch ein bevorzugtes Plätzchen in seinem Portfolio frei hat.

Vorab das Terrain sondieren und die guten Beziehungen pflegen

Wenn die Deutschen sich auch als Exportweltmeister einen Namen gemacht haben und ihr Know-how woanders sehr gefragt sein kann, geht es doch auf keinen Fall ohne den Rat lokal gut vernetzter Experten. Der hiesige Franchiseverband hat eine Broschüre zum Thema vorbereitet, in der jeder, der möchte, nachlesen kann, was nicht zu vergessen ist. Bei der Kontaktaufnahme ergeben sich unter Umständen lohnende Verbindungen zu anderssprachigen Organisationen, und schließlich gibt es noch ein Brüsseler Gremium, das über die Wahrung der Interessen seiner sämtlichen Mitglieder wacht. Das wird keine leichte Aufgabe sein, doch informieren kann man sich, bevor man auf eigene Faust durchstartet.

Schützenhilfe von übergeordneter Stelle in Anspruch nehmen

Es geht ja auch darum, sich mit allerlei Behördenvertretern ins Benehmen zu setzen, die durchaus andere Auffassungen vertreten können, als man es bisher gewöhnt war. Da kann es gar nicht schaden, wenn jemand vermittelnd tätig wird, der genauestens weiß, was im Franchising gebraucht wird und im Falle möglicher Konfrontationen auch einen Ausgleich herstellen kann. Ähnliches dürfte vom World Franchise Council zu erwarten sein, der als Dachverband zur Förderung einer internationalen Branche gegründet worden ist und alle zwei Jahre wechselnd jemand anderem aus seinem Kreis die Verantwortung dafür überträgt. Möglicherweise kommt dadurch sogar eine Kooperation zustande.

Nicht nur gegeneinander, sondern auch vereint agieren

Auf die Dauer wird es vermutlich ohne sie auch nicht recht weitergehen. Es mag als ein Zeichen von Schwäche ausgelegt werden, wenn zwei Kleine sich zusammentun, um den Größeren Paroli zu bieten. Doch das ist zweitrangig im Vergleich zu dem, was die Zusammenarbeit bewirken kann, wenn

  • die Voraussetzungen stimmen und
  • der Zuwachs eine wirkliche Ergänzung darstellt.

Wo vieles bereits abgegrast ist, muss man seine Energien bündeln. Kunden werden es zu schätzen wissen, wenn sie, anstatt zwei Orte ansteuern zu müssen, beides aus einer Hand geboten bekommen. Dafür nehmen sie auch einen Umweg in Kauf und verlassen sich gegebenenfalls auf eine ausgesprochene Empfehlung, der sie von sich aus kaum gefolgt wären.

Passende Gelegenheiten sind unbedingt zu nutzen

Image zählt manchmal mehr als eine Leistung, die man ohnehin so genau nicht überprüfen kann, wichtiger ist mitunter, dass auf ihre Bewährtheit zu vertrauen ist. Das lässt man sich dann auch etwas kosten, auf das man eigentlich lieber verzichtet hätte. Man sollte es damit allerdings nicht übertreiben. Wenn der Bäcker etwa einen Schlachter anpreist, fragt man sich doch nur, warum er denn nicht selbst von dessen verlockendem Angebot Gebrauch macht und Wurstbrötchen kredenzt. Etwas anderes ist es, wenn nach ausgiebigem Training ein Saunagang fällig wäre, wofür die Kompletteinrichtung wenig Raum lässt. Der Weg dorthin sollte dann freilich nicht zu weit ausfallen.

Sich ab und an noch ein nettes Zubrot verdienen

Im Hotel lässt sich das besser arrangieren, doch vor noch nicht allzu langer Zeit schon gab es kaum einen Supermarkt, der ohne ein angegliedertes Brötchen-Angebot auskam, während er in dieser Hinsicht wenig zu bieten hatte. Heutzutage rangiert Konserviertes neben Rohlingen, die nur aufgebacken werden müssen, aber frischer sind. So hat halt jeder sein besonderes Gebiet, der eine kann dies besser, ein anderer das – und warum sollten sie sich nicht gegenseitig unterstützen, wenn genügend Nachfrage besteht und man sich nichts nimmt? Wenn die Grenzen des Wachstums erreicht sind, ist ein Richtungswechsel angeraten, damit man dennoch größer werden kann.

Es geht nicht nur darum, andere zu verdrängen, manchmal ist es aussichtsreicher, neue Formen des gemeinsamen Handelns zu finden, von denen sowohl der eine wie auch der andere profitieren können. Das ist nicht immer möglich, oft auch weniger gewünscht, doch dem Einfallsreichtum sind keinerlei Beschränkungen aufzuerlegen, wie die Entwicklung zeigt. Weil es immer weiter vorangehen muss, braucht es eine Menge Phantasie, um überhaupt zu überleben. Doch Konzentrationen können dort nicht der Weisheit letzter Schluss sein, wo Vielfalt gefragt ist und aufrecht erhalten werden soll.

Viele haben immer mehr zu sagen als einer, der sich krampfhaft um Abwechslungsreichtum bemüht, vor allem haben sie selbst ein Wörtchen mitzureden, anstatt sich überflüssig zu fühlen. Dass ihre Stimme weithin zu vernehmen ist, dürfte fraglich sein, doch solches erstrebt ja auch nicht jeder. Mancher begnügt sich mit einem überschaubaren Bereich, in dem ihm die Welt zu Füßen liegt. Andere wollen immer höher hinaus und lassen sich nicht bremsen.

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