Investitionskosten im Franchising: Unser Überblick

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investitionskosten franchising

Auch beim Franchising handelt es sich um eine Gründung. Und eine Unternehmensgründung hat es nun einmal meist so an sich, dass sie mit gewissen Investitionskosten einhergeht. Dieser Artikel klärt Sie darüber auf, aus welchen Posten sich die Investitionskosten im Franchising zusammensetzen. Zukünftige Franchisenehmer aufgepasst!

Was genau sind Investitionskosten?

Als Investitionskosten sind all solche Kosten zu verstehen, die für die Gründung eines Unternehmens anfallen. Investitionskosten lassen sich in folgende drei Arten einteilen:

1. Der Kapitalbedarf, der für Sachinvestitionen anfällt

Die Sachinvestitionen werden auch als harten Kosten bezeichnet. Es handelt sich hierbei um die Kosten für materielle Dinge wie Grund und Boden – Dinge, ohne die eine physische Realisierung der Unternehmensgründung nicht möglich wäre. Zu den Sachinvestitionen gehört das sogenannte Sachanlagevermögen. Hierzu zählen unter anderem Grundstücke, das Gebäude, Einrichtungen oder aber Maschinen. Aus Bilanzierungssicht werden diese Investitionen als sogenanntes Anlagevermögen aufgefasst. Das heißt, sie lassen sich im Laufe der Zeit ihrer Nutzungs- und Abnutzungsdauer entsprechend steuerlich abschreiben.

2. Der Kapitalbedarf, der in Betriebsmittel fließt

Hierbei handelt es sich um die weichen Kosten, die für immaterielle Güter anfallen. Hierunter fallen unter anderem Personalkosten, Ausgaben für Werbung und Marketing, Weiterbildungen und Schulungen sowie Mietkosten. Diese Art von Kosten wird auch als zeitlicher Zahlungsmittelbedarf bezeichnet, sie stellen keinen Teil des Anlagevermögens dar.

3. Der Kapitalbedarf, der die Kosten für das Gründungsvorhaben deckt

Bei diesem Kostenpunkt handelt es sich um alle Kosten, die im Vorfeld vor sowie für die Gründung entstehen. Dies beinhaltet unter anderem auch Beraterkosten, Gebühren für Behördengänge oder Termine beim Notar. Hier ist darüber hinaus noch erwähnenswert, dass es zahlreiche Fördermittel und Zuschüsse gibt, so dass man als zukünftiger Gründer in Form von Gründungscoachings eine besondere Förderung erhalten kann.

Woraus setzen sich die Investitionskosten beim Franchising zusammen?

Auch bei der Realisierung eines Franchisevorhabens kommen auf den Franchisenehmer gewisse Investitionskosten zu. Je nach Franchisesystem können die Investitionskosten unterschiedlich hoch ausfallen, hier kann man vorab keine klaren Abgrenzungen treffen. Warum variiert die Höhe der Investitionssumme?

Die Höhe der Investitionskosten wird von verschiedenen Faktoren bestimmt:

  • Die Franchise-Einstiegsgebühr

Durch das Entrichten der Einstiegsgebühr enthält der Franchisenehmer das Recht, sich mit dem Geschäftskonzept der Marke selbstständig zu machen. Je nach Marke sind die Kosten unterschiedlich hoch: Bei kleinere Franchisesystemen betragen die Kosten manchmal nur einige Tausend Euro, größere Marken lassen sich offensichtlich ihren Namen und ihre Bekanntheit bezahlen. Untersuchungen des Deutschen Franchiseverbandes haben ergeben, dass bei den meisten Systemen die Investitionskosten zwischen 5.000 und 25.000 Euro liegen. Die Kosten sind aus diesem Grund so hoch, da sie das gesamte, ausgearbeitete Franchisekonzept umfassen. Dies beinhaltet die Marke an sich, die Nutzungsrechte für das Konzept sowie das komplette Know-How für das Geschäftsmodell.

  • Der Standort

Auf die richtige Location kommt es an! Die meisten Franchisegeber bieten ihren Geschäftspartnern Unterstützung bei der Suche und Analyse eines passenden Standortes an. Nichtsdestotrotz können auch hier Kosten für die passenden Geschäftsräume anfallen. Makler- und Renovierungskosten sowie die Kaution oder Nebenkosten würden in diese Kategorie fallen. Zudem gilt es hier zu bedenken, dass zentral gelegene Standorte teurer als solche sind, die weiter außerhalb vom Zentrum liegen. Allerdings versprechen diese aber auch meist einen höheren Absatz!

  • Die Ausstattung des Betriebes

Gegebenenfalls fallen dann noch Kosten für den Ladenbau, die Geschäftsausstattung sowie ein Grundstock an Waren an. Jedoch handelt es sich bei einem Warenlager um eine weitere Besonderheit, wenn es um die Investitionskosten geht. Denn obwohl es sich aller Logik nach bei einem Warenlager um materielle Güter handelt, so ist dem nicht so: Und zwar wird das Warenlager zu den Betriebsmitteln gezählt. Das liegt ganz einfach daran, dass Waren lediglich als eine kurzfristige Finanzierung klassifiziert werden. Schließlich ist es das betriebswirtschaftliche Ziel eines Unternehmens, dass dieses möglichst schnell umschlägt.

  • Die Behörden und ihre Gebühren

Dieser Ausgabenpunkt darf nicht unterschätzt werden, da durchaus hohe Gebühren im Vorfeld für die Jungunternehmer anfallen können, um überhaupt ein Unternehmen zu gründen. Allerdings richten sich die Kosten hierfür immer an die jeweilige Rechtsform. Die Kosten hierfür lassen sich jedoch nicht pauschalisieren, sie hängen immer vom Einzelfall ab und zwar je nach Art des Franchise-Unternehmens und der jeweiligen Größe des Betriebes.

Darum sind die Investitionskosten beim Franchising also unterschiedlich hoch:

Daher ist verständlich, dass die Investitionskosten von System zu System variieren. So gibt es kompakte Geschäftsmodelle im Franchising, die sich zu günstigeren Konditionen realisieren lassen. Hierunter fallen unter anderem Konzepte, die sich bequem online von zu Hause ausführen lassen, da hier quasi kaum Investitionskosten anfallen. Die Digitalisierung macht es möglich. Darüber hinaus gibt es beispielsweise größere Franchise-Ideen in der Systemgastronomie, wo die Investitionskosten mehrere Tausend bis Hunderttausende Euro betragen können. Hier liegt es unter anderem daran, ob die Location bereits besteht oder noch neu gebaut werden muss. Darüber hinaus muss das gesamte Interieur ausgestattet werden: Die Sitzecken für die Gäste, die Küche für die Zubereitung der Speisen. Abgesehen von der Ausstattung, also den Sachinvestitionen, fallen darüber hinaus dann noch die Kosten für Betriebsmittel an.

Die Besonderheit beim Franchising:

Wie oben erwähnt gibt es drei unterschiedliche Arten von Investitionskosten. Beim Franchising gibt es hier allerdings eine Besonderheit: Denn obwohl die Franchise-Einstiegsgebühren eigentlich wie auch andere Lizenzgebühren eine Investition in immaterielle Güter darstellen, so werden sie als Sachinvestition angesehen. Die Franchise-Einstiegsgebühren lassen sich daher buchhalterisch aktivieren, das heißt, dass sie sich über die Dauer des Franchisevertrages abschreiben lassen. Aus finanzieller Sicht stellt die Franchise-Einstiegsgebühr somit eine Sachinvestition dar! Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel!

Hilfreiche Tipps für zukünftige Franchisenehmer!

Bei oben genannten Kosten handelt es sich um Investitionen, die der Franchisenehmer tätigen muss, um seinen Franchisebetrieb zu gründen. Wichtig für die Gründung ist vor allem, dass alle Investitionen genau geplant werden. Der Franchisegeber steht hier meist unterstützend zur Seite, da er aus einem großen Fundus an Erfahrungen greifen kann und somit weiß, was es zu beachten gibt. Klären Sie also im Vorfeld mit Ihrem Franchisegeber ab, bei welchen Aspekten er Ihnen bei Ihrem Gründungsvorhaben tatsächlich behilflich sein wird.

Bei den Investitionskosten ist es wichtig, dass diese korrekt angesetzt werden. Sollte die Investitionssumme zu niedrig sein, ist das insofern fatal, da eine Nachfinanzierung meist nur schwer zu realisieren ist. Und ist die Summe zu hoch angesetzt, treibt das die Finanzierung unnötig in die Höhe.

Sollten Sie im Rahmen Ihrer Gründung für Fördermittel interessieren, müssen Sie bestimmte Mittelnachweise beachten. Auch Banken als Kreditgeber kontrollieren in der Regel, wie viel Geld wofür ausgegeben wird. Sie unterscheiden zudem streng zwischen den Kategorien Sachinvestitionen und Betriebsmittel. Hier ist also eine akkurate Planung vonnöten!

Darüber hinaus sollten Sie sich vor Ihrer Gründung einen Moment Zeit nehmen und die gesamten Investitionskosten vorab kalkulieren. Dies ist vor allem wichtig, wenn Sie neben Ihrem Eigenkapital zusätzlich auf eine Finanzierung mit Fremdkapital angewiesen sind. Lassen Sie sich hierzu von unterschiedlichen Kreditgebern zum Thema Fremdkapitalvergabe beraten und werfen Sie ein wachsames Auge auf die Zinssätze!

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