Jobsuche: Haben Sie schon mal daran gedacht, sich selbstständig zu machen ?

19.04.2019 16:04 | Ein Unternehmen gründen

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Wer in der Selbstständigkeit die Erfüllung seiner selbst findet, wird mit zahlreichen Fragen konfrontiert. Eine entscheidende davon: Welches Geschäftsmodell unterstützt das unternehmerische Vorhaben bestmöglich? Um Licht ins Dunkel zu bringen, erhalten Sie zunächst eine Abgrenzung der Modelle Start-up und Franchising. Im Anschluss daran konkretisieren wir Möglichkeiten zur einfachen Entscheidungsfindung.

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Existenzgründung, nur mit welchem Modell?

Haben sich erst einmal konjunkturelle Schwankungen ins Wirtschaftsgeschehen gemischt, sehnen sich zahlreiche Menschen nach einer selbstständigen Beschäftigung. Weg von der Hoffnung auf Zahlung eventueller Boni und einer getrübten Betriebsatmosphäre. Studien zufolge treten diese Gedankenweisen in Zeiten wirtschaftlicher Abschwünge ein. Mit dem Entschluss zur Existenzgründung müssen Selbstständige eine Antwort auf die wichtigste Frage geben können: Franchising oder Start-up?

Existenzgründung mit Franchise - Sicherheit und feste Prinzipien

Das Geschäftsmodell Franchising charakterisiert sich durch die entgeltliche Nutzung des vom Franchisegeber entwickelten Konzepts. Somit können Franchisenehmer, durch ein bereits etabliertes Unternehmenskonzept, den Schritt zur Existenzgründung beruhigt angehen – weit weg vom unternehmerischen Risiko eines Einzelunternehmens. Für diesen Sicherheitskomfort der Lizenz verpflichtet sich der Franchisenehmer zu einer Einmalzahlung. Darüber hinaus fallen monatliche Auslagen zur Deckelung der fachkundigen Unterweisung und Hilfestellung an. Ferner hat sich der Franchisenehmer an die Vorschriften des Franchise-Mutterkonzerns zu halten, sodass ein einheitlicher Markenauftritt gewahrt wird. Mit Unterzeichnung des Franchisevertrags legen sich beide Parteien auf eine mehrjährige Zusammenarbeit fest. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass man zu 100 Prozent hinter der Entscheidung des ausgewählten Franchisesystems steht.

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Existenzgründung mit Start-up – Ideenreichtum und Innovation

Durchstarten mit einem Start-up davon träumen viele, wenn sie an die Existenzgründung denken. Damit diese auch von Erfolg gekrönt ist, ist eine ausgereifte und vor allem kreative Geschäftsidee unabdingbar. Mit dem Einfall einer Idee sollte man sich fragen, ob sie als wettbewerbsfähiges Produkt auf dem Markt konkurrieren kann. Weiterhin ist bei der Ideenfindung zu beachten, dass sie im Einklang mit den eigenen Kenntnissen und Feuereifer steht. Im besten Fall hält sie Lösungen für die Nöte einer bestimmten Zielgruppe bereit.

Business-Plan zur Ausreifung der Geschäftsidee

Nach dem Finden einer ausgefallenen Idee erwartet die Existenzgründer der unliebsame Teil der Selbstständigkeit: die Ausarbeitung eines Business-Plans. Hierbei muss auf die unterschiedlichsten Sachverhalte, bis ins kleinste Detail, eingegangen werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Aussehen des Geschäftsmodells
  • Art und Anzahl der Zielgruppen
  • Wettbewerbssituation
  • Unique Selling Proposition des eigenen Produkts

Daneben sind ebenso Aussagen zur finanziellen Planung, anstehenden Marketingaktivitäten und möglichen Wagnissen zu treffen. Schließlich sollen mit dem Geschäftskonzept, interessierte Investoren aufmerksam gemacht werden.

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Gemacht für die Existenzgründung als Franchisenehmer ?

Vor der Entscheidung, ob Franchise oder nicht, ist es wichtig, die eigene Persönlichkeit und Einstellung auf den Prüfstand zu stellen. In dem Zusammenhang ist besonders der Aufwand zur Existenzgründung im Franchise nicht zu unterschätzen. Auch wenn Sie sich eines bestehenden Unternehmenskonzepts bedienen, werden Sie ihr Arbeitspensum kaum in einer 40-Stunden-Wochenarbeitszeit unterbringen können. Dies bedeutet, dass auch nach Ladenschluss noch Arbeiten auszuführen sind, wie zum Beispiel die Buchhaltung.
Ob Sie zu den Machern der Franchise-Branche gehören, können Antworten auf folgende Fragen geben:
Stehen Sie ausnahmslos hinter dem Konzept des Franchisesystems ?

  • Kennen Sie sich in der Branche gut aus
  • Haben Sie Probleme, die Ideen und Ziele des Franchisegebers vorrangig zu behandeln und umzusetzen?
  • Können Sie damit leben, dass nicht Ihr Name im Vordergrund der Geschäftstätigkeit steht?
  • Sind Sie teamfähig und bereit für eine Zusammenarbeit?
  • Haben Sie Kenntnisse in der Motivation und Führung von Mitarbeitern?
  • Kennen Sie den Markt und wissen, wie Sie das Unternehmen verkaufstechnisch gut darstellen?
  • Besitzen Sie finanzielle Rückstellungen, die eventuelle Engpässe decken?
  • Unterstützt Ihre Familie Sie und hält Ihnen den Rücken frei?

Wenn sich nur eine der Fragen zugunsten des Franchising auswirkt, ist der erste wichtige Schritt in eine Zukunft als Franchisenehmer getan.

Praktikum – erste Franchise Luft schnuppern

Inwieweit das Gründungsmodell Franchising zu den eigenen Stärken passt und die nötige Leidenschaft entfacht, lässt sich am besten durch ein Unternehmerpraktikum herausfinden. Auf die Weise erfahren Sie, bereits im Vorfeld, vieles über die Haupttätigkeit des Franchise und gewinnen einen ersten Einblick in dessen Unternehmenskultur. Diese Art des ersten Kontakts gehört vor allem in großen und bekannten Franchisesystemen zum Bewerbungsverfahren dazu.

Drei Optionen der Existenzgründung mit Franchise

Mit der Entscheidung, sich dem Geschäft des Franchisings anzuschließen, stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Auswahl:

Als Franchisenehmer setzen Sie das Unternehmenskonzept des Franchisegebers in die Tat um. Darüber hinaus erhalten Sie Schulungen und unterliegen einer regelmäßigen Betreuung durch die Systemzentrale. Dabei wird ihr unternehmerisches Handeln durch einen vorgegebenen Rahmen bestimmt.

Ein totaler Gegensatz stellt hierzu die Funktion des Franchisegebers dar. Als Franchisegeber sind Sie aktiv an der Entwicklung des Franchisesystems beteiligt. Als Basis des Franchisesystems dient die eigens am Markt bewährte Geschäftsidee. Erweist sich die Geschäftsidee als erfolgreich, unterstützt Sie das System bei der Expansion Ihrer unternehmerischen Tätigkeit.
Ein noch weit anderes Geschehen erwartet Sie als Master-Franchisegeber. In dem Zusammenhang erwerben Sie eine Lizenz eines im Ausland tätigen Franchiseunternehmens. Dieses verfolgt häufig die Absicht, sich auf dem deutschen Markt einen Namen machen zu wollen. Ausgestattet mit der Lizenz vertreten Sie das Unternehmen; entweder in einer Region oder ganz Deutschland, als Franchisegeber. In eigener Mission begeben Sie sich auf die Suche nach willigen Franchisenehmern.

Empfehlungen für den Start ins Franchise-Business

Sehen Sie eine Zukunft mit der Existenzgründung im Franchise, ist es ratsam, einige Empfehlungen zu beherzigen:
Zunächst ist es wichtig, sich nicht von den möglichen Gewinnen blenden zu lassen. Vielmehr sollte ein Franchisepartner im Hinblick auf seine Wirtschaftlichkeit, Bekanntheit und Leistungsbereitschaft durchleuchtet werden. Hierbei lohnt sich ein erster Kontakt zu den Franchisenehmern des Systems. Ferner ist es sinnig, sämtliche Informationen zum jeweiligen Franchisegeber einzuholen. Um sicherzugehen, dass mit der Unterzeichnung keinerlei Einbußen einhergehen, sollte der Franchisevertrag von einem Steuerberater oder Rechtsanwalt geprüft werden. Darüber hinaus ist es zu empfehlen, eine Gegenrechnung zu machen. Wie viel bleibt Ihnen nach Abzug der Kosten an Gewinn übrig? Schließlich soll aus der Selbstständigkeit kein Minusgeschäft werden.

Fazit

Letztlich liegt es in der Hand eines jeden Gründers, welches Modell zum Schreiben von Erfolgsgeschichte hinzugezogen werden soll. Möchten Sie als Unternehmer tätig sein, der sich auf festgesetzte Strukturen und einen gewissen Komfortschutz verlässt? In dem Fall stellt sich das Franchising als genau richtige Entscheidung heraus.

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