KfW-Unternehmerkredit: Das sollten Sie wissen!

06.04.2018 08:20 | Ein Unternehmen gründen

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Wer darüber nachdenkt, sich selbstständig zu machen, der hat sich sicherlich schon das ein oder andere Mal den Kopf über die Finanzierung seines Projektes zerbrochen. Aber auch bereits existierende Unternehmen benötigen manchmal Finanzspritzen, um Investitionen tätigen zu können. Aus diesem Grund ist der KfW-Unternehmerkredit ein sehr sinnvolles und bekanntes Finanzierungsmittel. Vielleicht ist der Unternehmerkredit ja auch die Antwort auf Ihre Finanzierungsfrage?! Hier erfahren Sie mehr!

Was ist der KfW-Unternehmerkredit?

Bei dem KfW-Unternehmerkredit handelt es sich um einen staatlich geförderten Kredit. Oft denkt man bei der KfW Bank, die auch als Kreditanstalt für Wiederaufbau bekannt ist, an Fördermittel und –Programme, die sich an Existenzgründer richten. Allerdings gibt es auch Programme, die sich speziell an Unternehmen richten, die bereits am Markt aktiv sind, jedoch einen Wunsch nach günstigen Finanzierungsmitteln haben. Und genau hier kommt der KfW-Unternehmerkredit ins Spiel!

An wen richtet sich der KfW-Unternehmerkredit?

Dieses Fördermittel steht mittelständischen Unternehmen und Freiberuflern zur Verfügung, die bereits seit mindestens 5 Jahren am Markt aktiv sind. Dies wird ab Beginn ihrer Geschäftstätigkeit gerechnet. Existenzgründer und junge Unternehmen, die innerhalb der letzten 3 Jahre ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, sind vom Unternehmerkredit ausgeschlossen. Sie würden mit einem anderen Förderprodukt – nämlich dem sogenannten „ERP-Gründerkredit universell“ – unterstützt werden. Wie bei anderen KfW-Programmen unterstützt die Förderbank auch beim KfW-Unternehmerkredit Errichtungs- und Erweiterungsinvestitionen sowie den Erwerb von Betriebsmitteln.

Was ist das deklarierte Förderziel der KfW Bank?

Ziel des Programms ist eine zinsgünstige Finanzierung von Vorhaben im Inland wie auch im Ausland. Mithilfe dieser Finanzierungshilfe soll der wirtschaftliche Erfolg des Unternehmens sichergestellt werden, da sich das Unternehmen so optimal ausstatten und ausrichten kann. So werden – wie bei anderen KfW Fördermitteln auch hier – die typischen Errichtungs- und Erweiterungsinvestitionen sowie der Erwerb von Lizenzen finanziert. Zu dem Erwerb von Lizenzen zählen unter anderem auch Lizenzen für spezifisches Know-How oder aber eben auch Franchiselizenzen. Aus diesem Grund spielt der KfW-Unternehmerkredit also auch eine Rolle für das Franchising!

Was sind die wichtigsten Bedingungen des KfW-Unternehmerkredits auf einen Blick?

Den KfW-Unternehmerkredit erhalten Sie ab 1,00% effektivem Jahreszins, wobei hier – wie auch bei anderen Fördermitteln – das risikogerechte Zinssystem zum Tragen kommt und somit jeder Antragsteller von ganz individuellen Zinssätzen profitieren kann. Dieser wird von Ihrer Hausbank berechnet und richtet sich nach Ihren wirtschaftlichen Verhältnissen, der Bonität Ihres Unternehmens und der Qualität Ihrer Sicherheiten. Aber auch belastende Faktoren fließen hier in das zu vereinbarende Zinsniveau mit ein. Die Mindestlaufzeit für den KfW-Unternehmerkredit beträgt generell 2 Jahre. Sie müssen keine Eigenmittel für die Kreditbeantragung einsetzen, allerdings nützt es Ihnen insofern, dass dadurch Ihre Bonität besser beurteilt wird.

Was bedeutet das risikogerechte Zinssystem für Sie als Antragssteller?

Dieser Ansatz ist sicherlich sehr fair. Ihre Hausbank kombiniert Ihre Bonitäts- und Besicherungsklasse und ordnet den Förderkredit so einer Preisklasse zu, die von der KfW Bank vorgegeben wird. Wenn für Sie als Unternehmer eine Antragsstellung über den KfW-Unternehmerkredit in Frage kommt, sollten Sie sich rechtzeitig darum kümmern, Ihre Bonität zu verbessern. Das ist ein entscheidender Faktor, wenn Sie planen KfW-Mittel in Ihre Finanzierung einzubinden.

Der leichte Zugang zum Kredit:

Dies ist sicherlich ein ganz besonderer Punkt des KfW-Unternehmerkredits: Sie können den Kredit auch auf Wunsch mit 50 Prozent Haftungsfreistellung erhalten. In diesem Fall würde die KfW ganze 50 Prozent des Kreditausfallrisikos übernehmen – und die anderen 50 Prozent würden von Ihrer Hausbank getragen werden. Dies ist oft der entscheidende Aspekt, warum Banken den Kredit überhaupt gewähren, denn so müssen sie nicht das gesamte Risiko übernehmen. Sie als Kreditnehmer haben allerdings zu 100 Prozent für die Rückzahlung zu haften – aber das versteht sich sicherlich von selbst.

Ist eine Kombination mit anderen Förderprogrammen möglich?

An sich können Sie den KfW-Unternehmerkredit mit andere Fördermitteln – sei es in Form von Krediten, Zulagen oder Zuschüssen – kombinieren. Hier gilt es nur je nach den Beihilfen, die Sie miteinander kombinieren möchten, eventuell gewisse Beihilfenhöchstbeträge und Kumulierungsvorschriften einzuhalten. Grundsätzlich ist eine Kombination möglich, allerdings können Sie einen haftungsfreigestellten KfW-Unternehmerkredit nicht mit anderen haftungsfreigestellten Förderprogrammen kombinieren!

Was ist das Hausbank-Prinzip?

Im Rahmen des Hausbank-Prinzips wird der Antrag über die Hausbank gestellt. So sieht der Ablauf aus:

  1. Sie vereinbaren also mit Ihrer Hausbank einen Beratungstermin, denn Ihre Hausbank wird Ihr Finanzierungspartner sein.
  2. Ihre Hausbank übernimmt für Sie die Beantragung des Kredits.
  3. Sobald Ihr Kreditantrag bei der KfW eingeht, wird er sorgfältig geprüft und die KfW entscheidet über Ihre Förderung.
  4. Letzten Endes schließen Sie den Kreditvertag mit Ihrer Hausbank ab und können sich Ihrem Projekt widmen.

Der große Vorteil an dem Hausbank-Prinzip ist, dass zwischen der KfW und Ihrer Hausbank in der Regel ein sehr gutes Vertrauensverhältnis besteht. Dies ist insofern wichtig, da das Ihre Chance auf eine Kreditvergabe erhöht.

Unschlagbare Vorteile vom KfW-Unternehmerkredit:

  • Risikogerechtes Zinssystem
  • Hausbank setzt individuelle Zinssätze fest
  • Mindestlaufzeit beträgt generell 2 Jahre
  • Haftungsfreistellung möglich!
  • Kombination mit anderen Förderprogrammen möglich
  • Hausbank-Prinzip erhöht Chancen auf Kreditvergabe!

Der KfW-Unternehmerkredit und Franchising

Der KfW-Unternehmerkredit ist für jeden Unternehmer sinnvoll, bei dem Erweiterungsinvestitionen anstehen. Da das Förderprogramm nicht nur Errichtungs- und Erweiterungsinvestitionen, sondern auch immaterielle Vermögenswerte finanziert, ist es ein sehr interessantes Programm. Es kommt für solche Unternehmer in Frage, die Patentrechte, weitere Lizenzen oder Know-How erwerben möchten. So können die KfW-Fördermittel auch dafür eingesetzt werden, dass Franchiselizenzen erstanden werden und so Eintrittsgebühren finanziert werden können. Dies ist für diejenigen Unternehmer interessant, die Ihr Business mit einer Franchiselizenz verändern und so in ein erfolgreicheres Franchisesystem einsteigen möchten.

So können Unternehmen, bei denen es wirtschaftlich nicht allzu rund läuft dank einer zinsgünstigen Finanzierung Ihr bestehendes Unternehmen in ein erfolgreiches Franchisesystem umwandeln, es neu ausrichten und dank Franchising in eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft starten!

Wenn Sie sich in einer solchen Situation befinden, Unternehmer sind und über Erweiterungsinvestitionen oder eine Investition in immaterielle Werte wie die einer Franchiselizenz nachdenken, dann sollten Sie sich auf jeden Fall näher mit diesem hilfreichen KfW Fördermittel befassen.

Der KfW-Unternehmerkredit macht Einiges möglich!

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