Know How: Was Sie als zukünftiger Unternehmer wissen sollten

letztes Upate: 20/05/2019

know how als zukünftiger unternehmer

Wer weiß, wie es geht, der hat gut lachen, denn er kann sein Wissen mit anderen teilen. Das ist in der Regel ein Franchisegeber; manchmal kommt indes auch ein gewillter Franchisenehmer daher, der meint, es besser machen zu können. Wenn er damit wartet, bis seine Chance gekommen ist, kann das auch so sein, doch erst einmal sollte er das Vorhandene gründlich studieren. Denn es ist bereits erprobt, und dabei lässt sich kaum jemand etwas vormachen. Es könnte wohl auch sein, dass einer nur erfahren will, was dahintersteckt.

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Ein eigenes Unternehmen zu starten ist keine leichte Aufgabe. Eigenverantwortung und Selbstbestimmung sind Worte, die Ihren Alltag prägen und dominieren. Natürlich sind das wahrscheinlich genau die Gründe, warum Sie sich dafür entschieden haben, sich selbstständig zu machen. Selbst gewählte Arbeitszeiten, Umsetzung der eigenen Ideen und ein höheres Gehalt werden zudem ihren Beitrag zu Ihrer Entscheidung geleistet haben. Doch auch wenn die Selbstständigkeit hauptsächlich positive Aspekte birgt, gibt es so einige Aufgaben und Hürden, die Unternehmer zu bewältigen haben, um sich den Erfolg ihres Unternehmens zu garantieren.

Hilfestellung bei der Selbstständigkeit

Wer noch in den Anfängen seiner Existenzgründung steckt und sich noch nicht sicher ist, ob nun wirklich der richtige Zeitpunkt ist, um den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, kann zunächst einmal den sicheren Weg wählen. Heutzutage ist es nicht zwingend nötig, dass man seinen aktuellen Job kündigt und ein wenig planlos sein eigenes Geschäft eröffnet. Es gibt viele Möglichkeiten, um dieses Risiko zu umgehen.

So ist es zu Beginn stets ratsam, die Selbstständigkeit zunächst nebenberuflich auszuführen, um das gesicherte Einkommen nicht aufgeben zu müssen. Dies hat den Vorteil, dass man in den typischen Arbeitsalltag als eigenes Chef hineinschnuppern kann, um sich langsam aber sicher an diese Rolle zu gewöhnen. Auch die Kunden brauchen meistens etwas Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Haben Sie Ihre Geschäftsidee ausreichend getestet und sind von der Beständigkeit und dem zukünftigen Ausbau Ihres Erfolgs überzeugt, können Sie ohne Angst und Zweifel den nächsten Schritt einleiten und Ihr zweites Standbein kündigen.

Eine weitere Möglichkeit, um das eigene Risiko bei der Existenzgründung zu minimieren, ist die Partnerschaft mit einem Franchisegeber. Beim Franchising übernehmen Sie das bereits ausgearbeitete Konzept eines Unternehmens, das durch seine Erfahrung und seinen etablierten Namen für den Erfolg Ihres Vorhabens bürgt. Sie gelten zwar als rechtlicher und steuerrechtlicher Selbstständiger, sind aber dennoch an Forderungen Ihres Franchisegebers gebunden. Das können Geschäftspartner, bestimmte Produkte, oder geschäftliche Abläufe sein. Trotzdem ist dieses Konzept für aufstrebende Unternehmer die perfekte Gelegenheit, um ihre eigenen Fähigkeiten zu testen und Erfahrung im Unternehmertum zu sammeln. Denn neben dem Know How und Aus- und Fortbildungen, erhalten Sie außerdem noch Einsicht in die Werbestrategien und können Ideen mit anderen Franchisenehmern aus dem existierenden Franchisenetzwerk austauschen. Franchising ist für beide Parteien eine Win-Win-Situation.

Die Angestellten

Als Chef Ihres eigenen Unternehmens sind natürlich Sie derjenige, der wichtige Entscheidungen treffen muss, die zur Steigerung und Senkung des Umsatzes beitragen kann. Sie halten das Zepter in der Hand. Dennoch ist für den Erfolg eines Unternehmens mehr nötig, als nur ein guter Geschäftsmann. Denn die Angestellten sind der Motor, der das Unternehmen am Laufen hält. Wer also Fortschritt und Entwicklungen in den eigenen Hallen sehen möchte, sollte seine Angestellten zur Priorität machen.

Anwerbung

Bevor man sich um das Wohl seiner Mitarbeiter kümmern kann, muss zunächst erst mal sicher gestellt werden, dass man überhaupt über gutes und zuverlässiges Personal verfügt. Ausgebildete Fachkräfte sind nämlich in unserer Gesellschaft heiß begehrt, doch leider Mangelware in ganz Deutschland. Doch auch, wenn die Bewerberauswahl vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen im Moment eher flau aussieht, gilt es nichts zu überstürzen! Denn die Bewerber sollten nicht nur im Hinblick auf ihr berufliches Profil in die eigene Firma passen, sondern vor allem auch durch ihre Charaktereigenschaften. Bevor Sie also übereilig einen Vertrag aufsetzen, versichern Sie sich davon, dass der potenzielle Angestellte motiviert und innovativ ist, zu Ihrer Firma passt und ganz wichtig: Auch wirklich aufrichtiges Interesse an Ihrem Unternehmen zeigt. Denn es gibt nichts Schlimmeres, als einen Angestellten, der kurz nach der aufwendigen Einarbeitungszeit kündigt, weil er nur die Zeit überbrücken wollte. Loyalität ist heutzutage viel Wert.

Um passende Bewerber anzuziehen, gilt es nun auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen - Stichwort Employer Branding. Dies schaffen Sie durch eine gekonnte Repräsentation Ihres Unternehmens. Diesen Vorgang können Sie sich wie ein Verkaufsgespräch vorstellen. Der einzige Unterschied liegt darin, dass Sie kein Produkt oder eine Dienstleistung verkaufen wollen, sondern sich selbst. Präsentieren Sie sich gut und versuchen Sie dem Bewerber Ihr Unternehmen so schmackhaft, wie möglich zu machen.

Die Attraktivität eines Unternehmens wird natürlich durch ein angemessenes Gehalt und gute Arbeitszeiten beeinflusst. Abgesehen davon können Bewerber allerdings auch mit besonderen Konditionen und Angeboten gelockt werden. Die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten, um ein Studium oder die Familie mit unter den Hut zu bringen, sind stets gute Anreize. Weiterhin können Bewerber mit attraktiven Fortbildungen oder der Option überzeugt werden, ein eigenes Projekt zu leiten.
Bleiben die Bewerbungen aus, sollten Sie Marketingstrategien auf Ihre Prioritätenliste setzen. Verzweifeln Sie nicht gleich, denn es gibt so einige Möglichkeiten, um auf passende Bewerber zu treffen:

• Einblicke ins Unternehmen und dessen Arbeitsweise durch Tag der offenen Tür gewähren
• Aufmerksamkeit auf sich ziehen durch Werbebanner, Sponsoring und besondere Marketingstrategien
• Repräsentation der Firma auf Universitätsveranstaltungen, Career Days, Berufsmessen, Seminaren und Treffen von regionalen Unternehmern
• Kontakt mit ehemaligen Bewerbern halten

Bindung

Hat man erst einmal die richtigen Mitarbeiter gefunden, gilt es diese an sich zu binden. Dies gelingt durch die positive Beeinflussung des Arbeitsfeldes, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter sicherzustellen. Möglichkeiten, um dies umzusetzen, sind beispielsweise:

• Maßnahmen, welche den Zusammenhalt des Teams stärken. Das können gemeinsame Ausflüge oder von der Firma organisierte Events sein.
• Anschaffungen, welche die Gesundheit der Mitarbeiter unterstützt. Dies können Angebote wie wöchentliche Yogakurse und Infoveranstaltungen zur Burnout-Prävention sein, aber auch praktische Gegenstände, wie verstellbare Tische oder rückenschonende Bürostühle. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt!
• Ruheräume, Gemeinschaftsküche und Massagestuhl.
• Kommen Sie Ihren Mitarbeitern mit dem Konzept der Gleitzeit entgegen! So können diese ihre Arbeitszeiten selbst bestimmen und werden motivierter und gut gelaunt zur Arbeit kommen. Zur Kontrolle der verrichteten Stunden können beispielsweise Stempelkarten eingesetzt werden.
• Die Eltern in Ihrem Unternehmen werden es Ihnen sicher danken, wenn Sie Ihre Kinder während der Arbeitszeit in einer firmeneigenen Krippe oder einem Kindergarten abgeben können.
• Sein Sie nicht geizig und laden Sie Ihre Angestellten zu einer Weihnachtsfeier ein! Das fördert das Gemeinschaftsgefühl und lässt die Mitarbeiter positive Assoziationen mit dem Unternehmen in Verbindung bringen. Um Erfolge, wie die Expansion oder den gesteigerten Umsatz zu feiern, schadet es sicherlich nicht, dem Personal ein wenig Anerkennung durch ein kostenloses Mittagessen oder einen gemeinsamen Ausflug zukommen zu lassen.

Weiterhin können Sie durch bereits einfach Gesten zu einem positiven Arbeitsklima beitragen:
• Kommunizieren Sie die Ziele des Unternehmens offen
• Eine Kritik sollte stets von einem Lob gefolgt werden
• Motivieren Sie ihre Angestellten durch Worte und Gesten
• Verwenden Sie stets positive Formulierungen
• Der Ton macht die Musik
• Haben Sie selbst gute Laune, wird sich dies auch auf Ihre Mitarbeiter übertragen
• Bewahren Sie trotzdem stets die Professionalität, um nicht Ihre Autorität einzubüßen

Erfahrung

Man kann noch so viele Ratgeber und von Experten geschriebene Bestseller lesen, man lernt vor allem in der Praxis. Deswegen gilt es die Theorie wegzulegen und sich selbst auszuprobieren. Und nicht vergessen: Selbst die erfolgreichsten Unternehmer haben mal klein angefangen.

Weiterhin stehen Sie nie alleine da. Es gibt immer die Möglichkeit, sich Rat und Tipps bei anderen Unternehmern zu holen, die schon die passende Lösung für Ihr Problem gefunden haben. Diese können Sie mit Ihrem Erfahrungsschatz unterstützen und den Elefanten - im wahrsten Sinne des Wortes - zur Mücke machen! Zudem ist es doch stets beruhigend, wenn man sich mit Gleichgesinnten unterhält. Man merkt, dass man nicht der Erste ist, der mit solchen Hindernissen zu kämpfen hat und garantiert auch nicht der Letzte bleiben wird.

Und wer weiß? Vielleicht sind Sie es, der bald Ratschläge an unerfahrene Unternehmer erteilt!
Falls Sie nicht die Möglichkeit haben, sich mit lokalen Unternehmern in Verbindung zu setzen, kann das Internet Abhilfe schaffen. Es gibt unzählige Foren, die Menschen mit ähnlichen Interessen zusammenbringt. Ein Vorteil ist, dass Sie auch von der gegebenen Anonymität profitieren können. Eine andere Option ist sich von Experten beraten zu lassen. Das Finanzamt, Vereinigungen oder spezialisierte Berater helfen Ihnen mit Sicherheit gerne weiter.

Kundschaft

Bevor Sie in den Unternehmeralltag eintauchen können, gilt es einen passenden Standort zu finden. Dieser ist von vielen Faktoren abhängig:
• Region
• Zielgruppe
• Infrastruktur
• Attraktivität
• Sichtbarkeit
• Belieferungsmöglichkeit

Sollten diese Punkte gegeben sein, erfüllt Ihr Unternehmen schon einmal die Mindestanforderung, um Kundschaft anzulocken. Doch um sich den Erfolg des eigenen Unternehmens auch wirklich zu sichern, sollte noch mehr beachtet werden.

Stellen Sie sicher, dass Sie ausreichend Marketing betreiben. Große Werbeplakate an Straßen und Autobahnen sind schön und gut, aber heutzutage reicht das nicht mehr aus. Flyer und Annoncen in Werbezeitschriften können ganz leicht durch den Newsletter per E-Mail ergänzt werden. Und statt sich auf die Werbung im Fernsehen zu versteifen, können Sie diese doch auf einen viel größeren Bildschirm veröffentlichen lassen: Im Kino. Weiterhin gilt es mit der Zeit zu gehen. Kreieren Sie sich Ihre eigene Webseite und greifen Sie auf die Angebote der Sozialen Netzwerke zurück. So erreichen Sie eine große Masse an Menschen und die Werbung kann zugleich an die passende Zielgruppe gesendet werden.

Natürlich sollten Sie auch an Suchmaschinenmarketing denken.

Zuletzt ist jedoch das eigene Auftreten das Wichtigste. Ein Kunde, der sich bei Ihnen wohlfühlt und mit einem Lächeln begrüßt wird, entschließt sich sicherlich dazu, wiederzukommen. Denn die Werbestrategien können noch so innovativ und ausgeklügelt sein, doch wenn es dem Personal und der Leitung an Manieren fehlt, wird die Kundschaft trotzdem ausbleiben.

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