Know How: Was Sie als zukünftiger Unternehmer wissen sollten

03.10.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

know how als zukünftiger unternehmer

Wer weiß, wie es geht, der hat gut lachen, denn er kann sein Wissen mit anderen teilen. Das ist in der Regel ein Franchisegeber; manchmal kommt indes auch ein gewillter Franchisenehmer daher, der meint, es besser machen zu können. Wenn er damit wartet, bis seine Chance gekommen ist, kann das auch so sein, doch erst einmal sollte er das Vorhandene gründlich studieren. Denn es ist bereits erprobt, und dabei lässt sich kaum jemand etwas vormachen. Es könnte wohl auch sein, dass einer nur erfahren will, was dahintersteckt.

Der Know How Klau ist ein beliebtes Spiel

Manch einer gibt nur vor, dass er in ein Geheimnis eingeweiht werden möchte, um es zum beidseitigen Nutzen weiterhin zu hüten. In Wahrheit aber will er herausfinden, worin der offensichtliche Erfolg eines beeindruckenden Modells begründet liegt, damit er seinerseits und auf eigene Rechnung dem leuchtenden Beispiel folgen kann. Im Franchising weiß man sich davor zu schützen, und wer das nicht glaubt, der kann es auch schmerzlich erfahren. Dennoch muss Vorsicht walten, im Schwange der Begeisterung verplappert man sich leicht einmal. Kaum jemand würde jedoch alles preisgeben, wenn er nicht sicher sein kann, dass

  • ernsthaftes Interesse vorliegt und
  • sein Know How Früchte tragen wird.

Das ist einerseits eine Frage des überzeugenden Eindrucks, den man gewinnen kann, und andererseits von rettenden Maßnahmen begleitet.

Sorgfalt im Umgang mit dem Know How

Wenn Franchisenehmer sich bewerben, müssen sie glaubhaft darstellen können, dass Sie dies nicht nur zum Spaß tun. Das wäre wohl verschwendete Zeit, es könnte auch dazu führen, dass man sich in Verstrickungen begibt. Und wer will so etwas schon, wenn er vorankommen möchte? Dem Auswahlverfahren kommt eine erhebliche Bedeutung zu, bereits exakt vorauszusehen, wie das Geschäft laufen sollte, ist dagegen oft zweitrangig. Eher selten werden ausgeprägte Fachkenntnisse verlangt, und wenn doch, dann können sie ruhig in einer anderen Branche erworben sein. Denn das Einzigartige des zu vermittelnden Konzepts erfordert, dass man sich ihm öffnen kann und Wesentliches auch für sich behält.

Mitunter ohne Netz, aber dafür mit doppelt abgefedertem Boden

Es muss nicht gerade eine Verpflichtung zur Verschwiegenheit sein, die vorab zu unterzeichnen ist, manchmal aber empfiehlt sich eben dies. Ansonsten kann man auch auf einer gewonnenen Basis des Vertrauens zusammenarbeiten, etwas Risiko ist immer. Doch es darf kein unüberschaubares Ausmaß annehmen, selbst wenn das manchen reizt. Das Franchising ist jedoch kein Glücksspiel, bei dem man es auch darauf ankommen lassen kann, eine ordentliche Pleite hinzulegen, hier wird fleißig gearbeitet und sich redlich bemüht. Die Bank zu sprengen, das können andere versuchen, im Franchisesystem wird sie zum Verbündeten.

Ein Ritter auf dem weißen Pferd hat hierbei nicht viel zu suchen

Legen Sie zunächst eine Gewissensprüfung ab, bevor Sie sich womöglich ein ganzes Leben lang an Ihren Partner binden. Das hat nur wenig mit dem Eheversprechen zu tun, denn man sieht ja, was daraus werden kann. Es geht weniger um Liebesdinge als vielmehr darum, Tisch und Brot bis in alle Ewigkeit zu teilen. Dafür braucht es eine solidere Grundlage als einen heißen Flirt, da muss konkreter Fassbares her. Dies spiegelt sich darin, genau zu wissen, wie man vorzugehen hat und sich penibel daran hält. Was wiederum nicht bedeutet, dass es sich mit der Zeit auch ändern mag. Zwar soll man an einer eingeschworenen Linie festhalten, doch Richtungswechsel können sich als opportun erweisen.

Nicht alles lässt sich auf den ersehnten Punkt genau auswerten

Aussichtsreich wird ein Geschäft branchenunabhängig vor allem dann, wenn man es an der richtigen Stelle eröffnet. Auch das gehört zum Basiswissen, doch es kann eine regelrechte Wissenschaft für sich daraus werden. Folgen Sie nicht unbedingt dem Trend, er könnte soeben seinem Ende entgegengehen. Aber schauen Sie sich die eine oder andere Skala aufgezeichneter Beliebtheit durchaus einmal genauer an und fragen sich, wie eine bestimmte Reihenfolge entstanden sein dürfte. Ganz und gar nicht ungewöhnlich ist es etwa, dass ein bevölkerungsreiches Bundesland einen Spitzenplatz beansprucht. Eine dementsprechende Nachfrage dürfte ohne Weiteres vorhanden sein, doch ebenso viele bemühen sich darum.

Wo Kunden fehlen, muss man sie suchen

Es sagt wenig über die Kaufkraft der Bewohner aus, wenn sie möglichst zahlreich vertreten sind, eher Gegenteiliges. In einer Gegend mit mehr unbesiedelter Fläche wiederum wären längere Anfahrtswege in Kauf zu nehmen und die Frequentierung dürfte weniger hoch sein, doch umso mehr kann es sich lohnen, etwas Besonderes zu bieten oder Entfernungen zu überbrücken. Fahren Sie auf Besuch zu Ihren Kunden und genießen die Ungestörtheit beim Gespräch, um einen erworbenen Reichtum zu schmälern, der sich auf den ersten Blick nicht zeigt, sehr wohl aber zu vermuten ist. Das ist natürlich nichts für jene, denen hauptsächlich an Laufkundschaft gelegen ist.

Richten Sie Ihre Analyse am Zweck aus

Besonders solche Gebiete, in denen die Verbreitung noch zu wünschen übrig lässt, sind umso mehr entwicklungsfähig. Es muss jedoch genügend Potenzial vorhanden sein, damit man nicht allein auf weiter Flur dasteht. Nicht auszuschließen ist aber, dass sich bislang nur noch niemand ausreichend um eine schwerer zu erreichende Klientel bemüht hat, und wo sich alles ballt, da scheint wohl bald nicht mehr allzu viel erwartbar zu sein. Zwar sollte die Konkurrenz das Geschäft beleben, wenn sich aber eine Dönerbude an die andere reiht, können sich die Genießer eines schmackhaften Imbisses doch nur noch verteilen.

Abgegrastes ist schlecht zu bepflanzen

Manchmal muss Neues her, wenn das Alte nicht länger zugkräftig genug wirken kann, man könnte sich auch fragen, ob ein verzeichnetes Interesse darauf zurückzuführen ist, dass hier und dort mehr Initiative ans Licht tritt als anderswo. Da, wo anscheinend kaum einer hin will, könnte sich noch manches machen lassen, während an den beliebtesten Plätzen schon vieles ausprobiert worden ist. Widmen Sie Statistiken Ihr Augenmerk mit der nötigen Vorsicht, sollten Sie keine Klarheit über deren Zustandekommen gewinnen können.

Suchen Sie Nischen, wenn Ihnen manches zu gedrängt vorkommt, oder setzen Sie sich dazwischen, um eingesessenen und dabei mürbe gewordenen Nachbarn zu zeigen, was eine Harke ist. Die werden sich womöglich sehr zu wehren wissen, und umso einfallsreicher wie auch überzeugender müssen Sie sein. Jeder Neuanfang birgt eine große Chance.

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