Kostenoptimierung: So senken Sie die Kosten im Franchise-Unternehmen

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Damit sich Unternehmen am Markt behaupten können, bedarf es nicht nur einer zündenden Geschäftsidee und guter Produkte oder Services. Darüber hinaus müssen auch die Kosten stimmen. Denn nur durch eine Kostenoptimierung kann ein Unternehmen auch seine Wettbewerbsfähigkeit sichern beziehungweise steigern. Bei der Kostenoptimierung handelt es sich daher um einen essentiellen Managementprozess, der auch in Ihrem Franchise-Unternehmen Anwendung finden sollte. Aus diesem Grund klären wir Sie heute auf, wie Sie Ihre Kosten effektiv senken können.

Warum ist die Kostenoptimierung so wichtig?

Durch die Globalisierung ist der Kosten- und somit auch der Wettbewerbsdruck auf die Unternehmen stark gestiegen. Auch wenn es einem Unternehmen heute gut geht, so sollte es sich stets an veränderte Kostenstrukturen auf dem weltweiten Wettbewerb anpassen. Von daher gilt es, dass man sich bereits in wirtschaftlich florierenden Zeiten für schwächere Zeiten rüstet. Hier gilt es vor allem Einsparpotentiale zu erkennen und im nächsten Schritt die Kosten effektiv und nachhaltig zu senken.

Wie der Name bereits verrät: Wir haben es mit einer Optimierung der Kosten zu tun!

Hier gilt es also primär, die vorhandenen Ressourcen besser einzusetzen beziehungsweise zu optimieren. Es geht also nicht vorrangig darum, nur die direkten und indirekten Kosten zu senken, sondern vielmehr sicher zu stellen, dass sämtliche Mittel im Unternehmen optimal genutzt werden.

An welchen Stellschrauben muss gedreht werden?

Als Franchisegeber und Franchisenehmer sollten Sie hier die sogenannten Sekundärkosten oder aber Gemeinkosten genauer unter die Lupe nehmen. Diese Kosten fallen in Ihrem Franchise-Unternehmen an, auch wenn sie nichts mit der eigentlichen Leistungserstellung zu tun haben. Es handelt es sich daher auch um die sogenannten nicht-strategischen Kosten, die leider zu oft vernachlässigt werden. Meist fehlt die Zeit oder das nötige Know-How für solch eine Kostenoptimierung, allerdings kann eine Vernachlässigung dieser Kosten einen beträchtlichen, negativen Einfluss auf den Cash-Flows Ihres Betriebes haben!

Hier lässt sich zwischen strategischem und operativen Kostenmanagement unterschieden. Bei strategischem Kostenmanagement handelt es sich um mittel- bis langfristige Ziele, ist von einem operativen Kostenmanagement die Rede steht die Kurzfrist im Fokus. Die Kostenoptimierung kann ferner entweder reaktiver oder proaktiver Natur sein. In den meisten Fällen wird sie vom Controlling übernommen, da hier Budgetpläne und Verkaufsprognosen erstellt werden, der Betriebsablauf kontrolliert wird und die unternehmensinternen Zahlen aufbereitet und an das Management übermittelt werden. Eine Kostenoptimierung zielt auf eine Qualitätsverbesserung, eine zeitliche Prozessoptimierung oder aber eine Risikominimierung ab.

Großes Sparpotential für Unternehmen durch Kostenoptimierung!

Zu diesen nicht-strategischen Kosten beziehungsweise Gemeinkosten zählen die unternehmensinternen Reisekosten, die Müllabfuhr, das Büromaterial, die Verpackungen sowie die Gebäudereinigung. Und zwar liegt hier ein enormes Sparpotential verborgen: Studien gehen davon aus, dass Unternehmen ihren Gewinn um fast 50 Prozent steigern können, wenn sie ihre nicht-strategischen Kosten um mindestens 3 Prozent senken können und den Umsatz um 3 Prozent steigern. Bei vielen Unternehmen sollten sich mindestens 10 Prozent der Gemeinkosten einsparen lassen – als Franchise-Unternehmer sollten Sie daher also Potential dieser Kosten nicht unterschätzen! Selbst wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihnen personelle Ressourcen fehlen, so sollten Sie sich unbedingt dem Thema widmen. Machen Sie es zur Chefsache!

>>> Erfahren Sie hier mehr über nachhaltige Optionen im Geschäftsalltag von Franchise-Unternehmen:

Wie genau geht man bei einer Kostenoptimierung vor?

Zunächst geht es einmal darum, die nicht-strategischen Kosten zu identifizieren und im nächsten Schritt zu reduzieren, damit Sie so die Effizienz und den Gewinn Ihres Franchise-Unternehmens erhöhen können.

Schritt 1: Versteckte Geldquellen erschließen!

Achten Sie hier vor allem auf folgende Kostenfelder in Ihrem Unternehmen: Die Kosten rund um das Gebäude und die Versicherungen, Kosten für Energie und weitere essentielle Energieeinsparmaßnahmen, die Logistik und den Fuhrpark sowie den Arbeitsplatz, die Büromaterialien und die Kommunikation.

Überprüfen Sie inwieweit, Sie günstigere Verträge von Versicherungen, vom Mobilfunk- oder aber in der Telekommunikation abschließen können. Nehmen Sie gegebenenfalls Anpassungen bei den Reisekosten, der Logistik oder aber dem Gebäude-Management vor.

Schritt 2: Nur wer seine Kosten senkt, der kann auch seine Gewinne maximieren!

Nehmen Sie sich die Zeit für die Kostenoptimierung, da der Nutzen sehr attraktiv wie auch lukrativ ist! Dadurch, dass Kosten gesenkt werden, können Sie Ihren Cashflow erhöhen, wodurch Ihnen mehr Kapital und eine verbessere Liquidität für nützliche Investitionen zur Verfügung steht, welche wiederum das Einsparpotential erneut verbessern können. Wer Anpassungen und Veränderungen vornimmt, der kann Prozesse optimieren und Verantwortlichkeiten effizienter besser aufteilen. Und außerdem macht eine Kostenoptimierung eine bessere Kostenkontrolle möglich: Prüfen Sie bestimmte Kostenblöcke und halten Sie diese transparenter im Blick. So lassen sie sich im Nachgang auch besser vom Controlling steuern!

Allerdings bedeutet Kostenoptimierung nicht zwangsweise Kostensenkung!

Wenn Sie in Ihrem Franchise-Unternehmen eine Kostenoptimierung vornehmen möchten, so bedeutet das aber ganz und gar nicht, dass Sie überall den Rotstift ansetzen und generell sämtliche Kosten kürzen. Denn wie bereits angemerkt, geht es bei diesem Prozess um eine Optimierung der eingesetzten Mittel. Dies kann auch bedeuten, dass Sie zunächst einmal Kapital in die Hand nehmen müssen, um eine langfristige Effizienzsteigerung herbeiführen zu können. Dies kann mithilfe von mehr Personal oder aber einem verstärkten Einsatz von Softwares und Tools geschehen, um häufige (und somit auch teure) Produktionsfehler zu beheben, die Zeiten von Maschinenstillständen zu reduzieren oder aber bessere Qualitätskontrollen durchzuführen.

Der Vorteil vom Franchising bei der Kostenoptimierung

Das Franchising setzt bekannterweise auf eine schlank und effizient organisierte Arbeitsteilung zwischen Franchisegeber und Franchisezentrale einerseits und den Franchisenehmern andererseits. Allein das sorgt natürlich schon für eine sehr effektive Kostenminimierung, da wir es hier mit hochstandardisierten Arbeitsprozessen zu tun haben. Allein die Arbeitsteilung ist daher ein enorm wichtiger Faktor!

Gewisse Aufgaben wie beispielsweise der Einkauf wird oft gebündelt für alle Franchisenehmer von der Zentrale übernommen. Das hat zur Folge, dass Franchise-Unternehmen in der Regel Produkte zu günstigeren Großabnehmer-Konditionen beziehen können, was ein enormes Einsparpotential darstellt. Aber auch im administrativen Bereich werden die Franchisepartner von der Zentrale unterstützt. Hierunter fallen oft buchhalterische Aufgaben wie die Abrechnungen oder das Mahnwesen oder aber der Kundenservice. Und letztlich spielt auch das Netzwerk eine wichtige Rolle, wenn es um den Know-How-Transfer geht. Tun sich weitere Einsparpotentiale auf, sollte ein Franchisenehmer welche entdecken, so werden sie mit dem gesamten Netzwerk geteilt.

Sie sollten allerdings bedenken, dass es sich bei der Kostenoptimierung um einen kontinuierlichen Prozess handelt. Es ist eine fortlaufende Aufgabe, der Sie immer wieder Aufmerksamkeit schenken sollten – schließlich befinden wir uns in einem globalen Wettbewerb, der sich stets intensiviert, so dass wir mit schwindenden Margen rechnen müssen. Verankern Sie Strukturen zur Kostenoptimierung in Ihrem Franchise-Unternehmen und arbeiten Sie beständig an diesem essentiellen Managementprozess!

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