Krankenversicherung: Welche kommt für Franchisenehmer in Frage?

30.10.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

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Eine ist wie die andere, könnte man meinen, da sich alle doch um eine wachsende Klientel bemühen müssen. Doch dem ist nicht so, es gibt gravierende Unterschiede, die im Einzelfall den Ausschlag geben können. Mancher Franchisenehmer ist ja schon froh, wenn er sich – zumindest in der Anfangsphase – überhaupt eine Krankenversicherung leisten kann, doch mit der Erhaltung der eigenen Gesundheit sollte man kein Schindluder treiben. Das kann sich übel rächen und einen dicken Strich durch die schönste Rechnung machen.

Allzeit gut behütet mit der Krankenversicherung

Im Franchising ist man, vielleicht mehr noch als anderswo, darauf angewiesen, die Kosten zu begrenzen. Deshalb darf man jedoch nicht an der falschen Stelle sparen und muss dafür sorgen, dass die Grundlage der Existenz gesichert ist. Was könnte wichtiger dafür sein, als sein persönliches Reservoir an Energien aufrecht zu erhalten? Lassen Sie sich genügend Zeit mit der Wahl der richtigen Krankenversicherung für Sie, prüfen Sie verschiedene Angebote, bevor Sie sich entscheiden. Manches hört sich nur auf den ersten Blick verlockend an. Schieben Sie den Gedanken an eine mögliche Erkrankung nicht weit von sich; wenn es unerbittlich kommt, sind Sie darauf angewiesen, gut versichert zu sein. Das gilt besonders dann, wenn die Arbeitskraft vorübergehend oder gar für länger ausfällt.

Krankenversicherung muss notfalls aufkommen

Dann sollte jemand da sein, der zuverlässig in die Bresche springt. Und wenn Sie schon selbst nicht vernünftig genug dafür sind, das eigene Wohl und damit auch das anderer zu hüten, dürfen Sie es einem Franchisegeber nicht verdenken, wenn er darauf besteht. Ein Ausfall hätte weitreichende Konsequenzen im System, niemand kann sich davon freisprechen, dass es ihn erwischt. Selbstverständlich wirft nicht jeder kleine Schnupfen einen Unternehmer aus der Bahn, doch es könnte ernster werden. Dann nützt es nur wenig, an die Disziplin zu appellieren, Vorsorge muss getroffen sein. Verlassen Sie sich nicht unbedingt darauf, was Ihr Nachbar beim Plausch am Gartenzaun empfiehlt, lassen Sie sich detailliert beraten, bevor Sie einen Irrweg einschlagen, der nicht umkehrbar ist.

In erster Linie kommt es auf den jeweils besonderen Familienstand an

Gesetzlich oder privat – das ist die große Frage. Selbstständige sind im Gegensatz zu vielen anderen nicht dazu verpflichtet, ihren allgemeinverbindlich vorgesehenen Obolus zu entrichten, doch sie dürfen dies freiwillig tun. Es empfiehlt sich besonders, wenn die Familie mitversichert ist. Angehörige, die über kein eigenes Einkommen verfügen, können davon profitieren, ohne dass Kosten für sie anfallen. Im Privatsektor verhält sich das meist anders, doch es kommt vor allem auf das Alter und die sozialen Bindungen an. Wer jung ist und ungebunden, kann damit besser zurechtkommen als jemand, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Dennoch ist die grundsätzlich einzuschlagende Richtung immer einer Überlegung wert.

Nicht überversichern, sondern sich auf das Notwendige beschränken

Bei Privatpatienten kann es durchaus vorkommen, dass Untersuchungen angestellt werden, die von Gesetz wegen auch zu vernachlässigen wären. Und der Chefarzt hat ohnehin meist keine Zeit, wenn man im Einzelzimmer auf seine mit außergewöhnlicher Expertise verbundene Konsultation wartet. Doch mancher möchte nicht wie jeder abgefertigt werden und legt auch großen Wert darauf, beim Facharzt möglichst schnell einen Termin zu bekommen. Wer viel arbeitet, sollte sich ja auch wohlfühlen können, wenn es ihm alles andere als blendend geht, doch manchmal ist das eine Illusion. Es kommt eben darauf an, was man will und ob man sich es leisten möchte. Ein späterer Wechsel der Krankenkasse ist nicht nach beiden Seiten leicht.

Wohl dem, der schönen Künsten frönt

Eine Ausnahme macht das weite Feld der künstlerischen Betätigung. Wer sich dazugehörig fühlen kann, hat manchen Vorteil für sich zu verbuchen. So wird der fällige Beitrag nicht aufgrund eines lediglich pauschal geschätzten Einkommens berechnet, sondern dem tatsächlichen Ergebnis entsprechend. Das dürfte in der Regel günstiger sein, als sich nicht gezwungenermaßen unter das schützende Dach der für andere maßgeblichen Bestimmungen zu begeben. Zudem kann auf diesem Wege auch etwas für die Rente getan werden. Das fällt leichter, wenn Einnahmen, die noch zu wünschen übrig lassen, nicht gleich über Gebühr belastet werden. Doch nicht jeder kommt in den Genuss, bei auftauchenden Zweifeln ist eine Rückversicherung bei der Künstlersozialkasse angeraten.

Es würde jedoch nicht unbedingt helfen, sich in der Gründungsabsicht ausschließlich auf diesen Bereich zu verlegen. Brotlose Kunst führt auch dann selten zum Erfolg, wenn man sich redlich bemüht. Was für die gewählte Krankenversicherung anfällt, ist indes schonungslos mit einzukalkulieren, ausgebliebene Beitragszahlungen können sich summieren und auch dazu führen, dass man nur behandelt wird, wenn wirklich Not am Mann besteht. Außerdem kann viel Zeit mit der Suche vergehen, bevor man jemanden findet, der sich auf Außergewöhnliches einlässt. Es kann allerdings auch eine Alternative sein. Wer zusehen muss, wie sich die Rechnungen stapeln, währenddessen er fortlaufende horrende Summen überweist, könnte auf die Idee kommen, das Bezahlen in die eigene Hand zu nehmen.

Er braucht sich nicht länger zu ärgern über berechtigterweise versagte Tarifleistungen und nur aus Kulanz Erstattetes, das Monate später eintrifft, als es aufzubringen war. Worauf er jedoch nicht verzichten kann, das sind gute Freunde in der Ärzteschaft oder ein verlässlicher Partner, mit dem sich auch außerhalb von Sprechzeiten auf Augenhöhe verhandeln lässt. Franchisesysteme sind gemeinhin noch nicht so weit, in Mitleidenschaft Gezogene zum Betriebsarzt zu schicken. Der könnte dann gleichwohl auch Defizite aufdecken, sollten sich bestimmte Symptome häufen.

Die Leistungskraft des Unternehmens steht und fällt mit der seiner Mitarbeiter, liegt jedoch vorab noch in der Verantwortlichkeit des Einzelnen. Es spräche nicht viel dagegen, wenn der Chef im Franchisebetrieb ab und an ein Gymnastikstündchen in der Mittagspause verordnen und auch sonst das Wohlergehen seines Teams nicht aus den Augen verlieren würde. So manche Erkrankung tritt gar nicht erst auf, solange das Arbeitsklima verträglich ist und auftretender Stress sich in Produktivität umwandeln lässt.

Es wird nicht immer zu vermeiden sein, dass die Schinderei irgendwann auch auf die Knochen schlägt, doch dagegen anarbeiten, das kann man schon. Gönnen Sie sich eine Pause, wenn es Ihnen zu bunt wird, nur sorgen Sie dafür, dass Sie sich dadurch keine Mehrbelastung einhandeln. Die Schaffenskraft sollte nicht zum Nachteil des Befindens wirken. Wer sich gut aufgehoben fühlt, der tut gerne etwas mehr.

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