Kritik: So können Sie Kritikfähigkeit lernen

14.04.2019 16:30 | Diverse Themen - Trends

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Wie heißt es so schön? „Aus Fehlern lernen wir!“ Und an diesem Sprichwort ist etwas Wahres dran. Denn nur, indem wir auf Fehler oder Verbesserungsmöglichkeiten im Berufsleben hingewiesen werden, können wir schließlich auch unsere eigenen Fähigkeiten verbessern. Aus diesem Grund ist unsere Kritikfähigkeit eine sehr wichtige Eigenschaft! Allerdings ist es wichtig, dass die uns entgegengebrachte Kritik auch gerechtfertigt ist und sachlich formuliert wird. Auch als Franchisenehmer und Franchisegeber werden Sie mit dem Thema Kritikfähigkeit konfrontiert werden – und dabei ist eine konstruktive Kritik essentiell für ein erfolgreiches Franchise-Unternehmen. Nur so können Sie letztlich das komplette Potential aus Ihrem Betrieb herausholen! Heute möchten wir Ihnen hilfreiche Tipps geben, wie Sie Ihre Kritikfähigkeit verbessern können.

Konstruktive Kritik im Job – so steigern Sie Ihre Kritikfähigkeit im Franchising!

Ist man kritikfähig, so verfügt man über die entscheidende Sozialkompetenz, dass man Kritik annehmen und mit ihr umgehen kann. Für viele ist das Wort Kritik negativ vorbelastet, viele fühlen sich sogar persönlich angegriffen, wenn Kritik an ihnen geübt wird. Und dabei ist Kritik eigentlich unglaublich wertvoll, da sie darauf abzielt, eine Arbeitsweise, Situation oder aber ein Verhalten zu verbessern. Verfügt man nicht über die nötige Kritikfähigkeit, nimmt man die geäußerte Kritik oft als ungerechtfertigt auf, was zu Konflikten führen kann – und zwar nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Umfeld. Gerade in Führungspositionen, wenn Sie als Franchisenehmer oder Franchisegeber tätig sind, sollten Sie an Ihrer Kritikfähigkeit arbeiten.

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Durch ehrliche Kritik lernt man mehr als durch ein heuchlerisches Lob!

Wer kritisiert wird, der sollte lernen, die Kritik richtig anzunehmen. Natürlich ist dies nur der Fall, wenn die Kritik auch sachlich und gerechtfertigt ist. Und zwar können wir dank konstruktiver Kritik unsere Verhaltensweise oder aber einen Sachverhalt verbessern. Das konstruktive Feedback führt uns vor Augen, wie man sich selbst optimieren und zukünftig besser auftreten kann. Uns zwar ist das das Besondere an guter Kritik: Der Kritiker zeigt direkt einen hilfreichen Lösungsweg auf, so dass das Problem produktiv aus der Welt geschafft wird.

Wichtig ist hier jedoch nur, dass man die geübte Kritik nicht als Angriff auf seine eigene Person wahrnimmt. Stattdessen geht es um ein Projekt, eine Idee oder aber einen Prozess.

Im Franchising: So können Sie konstruktive Kritik richtig annehmen!

Vor allem als Führungskraft müssen Sie damit rechnen, dass das Unternehmen bei bestimmten Prozessen oder Sachverhalten über Optimierungspotential verfügt. Selbst wenn kritische Äußerungen Hand und Fuß haben und durchaus berechtigt sind, so fällt es uns nichtsdestotrotz schwer, diese Aussagen richtig anzunehmen. Machen Sie sich also von Vornherein klar, dass die Äußerung nichts mit Ihrem Selbstwert zu tun hat!

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Der richtige Umgang mit der Kritik

Hier ist es wichtig, dass Sie zunächst einmal auf Distanz gehen: Denn es geht nicht um Sie selbst, sondern um einen Sachverhalt! Hören Sie Ihrem Gegenüber zu, was dieser zu sagen hat. Lassen Sie ihn ausreden und fragen Sie nach, ob Sie die Kritik auch richtig verstanden haben – denn nur so lassen sich Missverständnisse vermeiden. Nehmen Sie die Kritik auf und rechtfertigen Sie Ihre Verhaltensweise und Gedankengänge. Erklären Sie sich, verteidigen Sie sich allerdings nicht von vornherein. Und schließlich sollten Sie dankbar für die Kritik und die Anregungen sein – denn nur so können Sie sich auch verbessern!

Und so geben Sie konstruktive Kritik!

Aber auch derjenige, der in der Rolle des Kritikers steckt, sollte einige Dinge beachten, damit der Gegenüber sich nicht angegriffen fühlt. Denn eines ist sicher: Der Ton macht die Musik – und einen ausfallenden Ton gilt es unbedingt zu verhindern! Wer als Vorgesetzter – also als Franchisenehmer oder Franchisegeber – Kritik falsch anwendet und Mitarbeiter aus dem Nichts beschuldigt, der verliert schnell den Respekt seiner Angestellten. Aus diesem Grund sollten Sie folgende Tipps beachten, wenn Ihnen eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Team am Herzen liegt.

So trumpfen Sie als Franchisenehmer oder Franchisegeber mit dem richtigen Feedback auf!

Bleiben Sie in jedem Fall sachlich! Das heißt, dass Sie keine Kritik am Gegenüber, sondern lediglich am Sachverhalt äußern. Ebenso bietet es sich, zunächst einmal tief durchzuatmen, bevor Sie Ihre Kritik äußern. Das hilft, dass wir uns frei von Emotionen und möglichst ruhig äußern können.

Wichtige Aspekte für sinnvolle, konstruktive Kritik sind vor allem, dass Sie Floskeln vermeiden und sich nicht verallgemeinernd äußern. Es sollte immer um einen konkreten Sachverhalt gehen, da es sonst als persönlicher Angriff aufgefasst werden könnte. Daher sollten auch Wörter wie immer oder jedes Mal unterlassen werden – wie gesagt: Es steht ja schließlich ein konkreter Sachverhalt zur Disposition!

Damit man als Kritiker nicht zu negativ aufgenommen wird, ist es wichtig, dass man die Kritik positiv verpackt, Verständnis zeigt und den Mitarbeiter im besten Fall zeitgleich auch loben kann. Und zwar geht es hierbei darum, dass man sich in die Perspektive des Kritisierten versetzt: Warum hat er so gehandelt oder gedacht? Wagen Sie einen Blick auf die andere Sichtweise! Ebenso ist es hilfreich, die Kritik möglichst positiv zu verpacken. Denn wer als Chef nur kritisiert, ohne einen netten Kommentar von sich zu lassen, der büßt ganz klar mit seiner Beliebtheit ein. Wussten Sie, dass eine Kritik, die mit einem Lob verbunden wird, viel mehr Gewicht bekommt? Denn durch das Lob können Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter steigern. Und so geht die gemeinsame Arbeit im Team viel besser von der Hand – und das bekommen letztlich auch die Kunden zu spüren!

Kann man an seiner Kritikfähigkeit arbeiten?

Haben Sie trotz all der Informationen und Tipps das Gefühl, dass Sie an Ihrer Kritikfähigkeit arbeiten sollten? Kein Problem, diese essentielle Kompetenz lässt sich erlernen! Wichtig ist es hier, dass man sich immer die Sichtweise des anderen bewusst macht. Für einen Mitarbeiter spielen andere Dinge eine Rolle als für einen Franchisenehmer, der seinen eigenen Betrieb führt und finanzielle Budgets, Timing und die hohen qualitativen Standards aus der Franchisezentrale im Kopf hat. Beide Sichtweisen sind nachvollziehbar – wichtig ist hier nur, dass man versucht, den Blickwinkel des anderen zu verstehen, ohne sich auf den Schlips getreten zu fühlen.

Erhält man Kritik, sollte man eine offene Körperhaltung einnehmen – die richtige Körpersprache macht den Unterschied! Verschränkte Arme vor der Brust sind ein klares No-Go, stattdessen sollte man die Hände locker vor dem Körper halten und die Kritik mit einem zustimmenden Nicken annehmen. Ebenso sollten Sie sich nach dem Gespräch die Zeit nehmen, um die Argumente und das Gesagte zu evaluieren. Was können Sie aus der Kritik für die Zukunft mitnehmen?

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