Kündigung – und dann? Unsere Tipps für Sie

21.01.2019 08:00 | Ein Unternehmen gründen

kuendigung franchising

Sie haben es bereits befürchtet und nun ist es passiert: Ihr Arbeitgeber hat Sie gekündigt!

Doch ist diese Kündigung auch rechtmäßig?

Können Sie Ihre Kündigung sogar zu Ihren Gunsten umwandeln und dadurch noch besser in Ihre Existenzgründung oder Ihre Tätigkeit als Franchisenehmer starten?

Diese 4 Punkte aus dem Arbeitsrecht müssen Sie unter anderem bei einer Kündigung beachten:

1. Die Schriftform der Kündigung
Wurde Ihnen eine Kündigung erteilt, allerdings wie man es oft in Filmen sehen kann, mündlich, etwa mit dem Wortlaut „Sie sind gefeuert“? Dann haben wir eine gute Nachricht für Sie – diese Kündigung ist nicht gültig. Genauso wenig ist eine Kündigung gültig und wirksam, wenn Sie per SMS, E-Mail oder Fax eingereicht wird.

2. Die Unterschrift
So banal es auch klingen mag aber ja, die Kündigung, die nun mal schriftlich per Post erfolgen muss. Das reicht aber nicht aus: Auch muss das Kündigungsschreiben vom Arbeitgeber selber ODER einer bevollmächtigten Person unterschrieben sein - ansonsten ist es – Sie erahnen es schon – ungültig.

3. Fristen, Fristen, Fristen.
Der Bürokratie sei Dank kann Ihr Arbeitgeber Sie nicht einfach so kündigen und schon gar nicht unter irgendeiner Frist. Konkret ist die Kündigungsfrist meistens im Arbeitsvertrag geregelt. Alternativ finden sich im Bürgerlichen Gesetzbuch, um genau zu sein, im Paragraf 622 weitere Angaben. Besondere Bedingungen gelten, wenn Sie bereits mindestens 2 Jahre in Ihrem Unternehmen arbeiten.

4. Besonderer Kündigungsschutz
Wie Sie sicherlich wissen, besteht ein besonderer Kündigungsschutz beispielsweise für Angestellte in Mutterschutz, Angehörige des Betriebsrates oder schwerbehinderte Arbeitnehmer.
Diese drei Punkte sind die wichtigsten, die Sie im Hinterkopf behalten sollten, falls es bei Ihnen einmal brenzlig wird und Ihr Arbeitgeber Ihnen kündigt.
Sie sollten auch prüfen, ob eine rechtmäßige Abmahnung vorliegt. Liegt diese nämlich nicht vor und Ihr Arbeitgeber hat Ihnen gekündigt, ist diese Kündigung höchstwahrscheinlich unwirksam.
Allerdings möchten wir in diesem Artikel vielmehr darauf eingehen, wie sich Ihre Möglichkeiten für die Zeit nach der Kündigung gestalten. Denn Sie können das negative Event „Kündigung“ auch als Chance sehen, Ihr Leben neu zu gestalten und endlich glücklich zu werden.
Viele Existenzgründer entscheiden sich auch für die Gründung aus der Arbeitslosigkeit heraus, um endlich der Negativspirale zu entkommen, sich selbstständig zu machen und sein eigener Chef zu sein.
Gegenüber dem sicheren Angestelltendasein bietet die Selbstständigkeit nämlich einen Vorteil, darunter:

  • Die freie Zeiteinteilung
  • Ein höheres Maß an Freiheit und Unabhängigkeit
  • Eventuell ein höheres Einkommen
  • Die Verwirklichung der eigenen Persönlichkeit, Vorstellungen und Ideen

Gleichzeitig bietet die Selbstständigkeit einige Nachteile, wie etwa:

  • Unregelmäßiges Einkommen
  • Allgemein hohe Unsicherheit in Bezug auf das Geschäftsmodell oder die Idee
  • Risiko des Scheiterns
    Um diese Nachteile auszubügeln, bietet sich Franchising als interessante Alternative an. Denn durch Franchising erhalten Sie die Möglichkeit, sich zwar selbstständig zu machen aber gleichzeitig auch das hohe Risiko zu umgehen.
    Beim Franchising werden Sie Franchisenehmer eines Franchisegebers bzw. eines Franchiseunternehmens und erhalten dadurch das Recht, die Marke des Franchisegebers zu nutzen. Bekannte Franchisegeber sind beispielsweise Mc Donald’s oder The Body Shop.
    Ganz egal ob gewollt oder nicht gewollt: Wenn Sie sich also in einem Kündigungsprozess befinden, sollten Sie nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, sondern sich um geeignete Alternativen Gedanken machen - schließlich waren Sie nicht ohne Grund unzufrieden in Ihrem Job.
    Sollten Sie in Erwägung ziehen, sich arbeitslos zu melden, sollten Sie dies relativ zügig erledigen. Unter Umständen haben Sie dann auch Anspruch auf den Gründungszuschuss.
    Wenn Sie sich nach einer Kündigung, ob gewollt oder durch den Arbeitgeber, selbstständig machen möchten, ist es außerdem eine Ihrer Aufgaben, das Risiko zu minimieren. Dies können Sie durch folgende Schritte erreichen:
  • Erstellung eines Businessplans
    Dieser Schritt ist auch eine Hilfestellung um sich ernsthafte (!) Gedanken über seine Idee und sein Konzept, sowie die verschiedenen Einnahmen und Ausnahmen sowie die allgemein Finanzstruktur zu machen und diese auch zu Papier zu bringen. Zögern Sie nicht, sich hier von einem Experten unterstützen zu lassen.
  • Suche nach einem Partner für die Gründung: Seien Sie nicht übermütig und denken Sie, dass Sie alles allein schaffen können. Gemeinsam ist man immer stärker. Die Schwierigkeit liegt vielmehr darin, eine geeignete Person für eine gemeinsame Unternehmensgründung zu finden. Wenn Sie sich für einen Partner bei der Gründung entscheiden sollten, dann sollte nicht nur die Chemie stimmen, sondern Sie sollten auch eine ähnliche Vision des Unternehmens haben.
  • Beantragung des Gründungszuschusses: Unter Vorbehalt von Sperrfristen und sonstigen Vorschriften haben Sie nach einer Mindestarbeitslosigkeit von einem Tag im Grunde Anspruch auf den Gründungszuschuss. Allerdings ist hier nicht von einem rechtlichen Anspruch die Rede. Der Gründungszuschuss beträgt 300 € monatlich und wird in den ersten 6 Monaten ausgezahlt. Dies bedeutet, dass Empfänger des Gründungszuschusses somit Ihr normales Arbeitslosengeld zuzüglich 300 € monatlich erhalten. Um den Gründungszuschuss zu erhalten ist alleinig das Ermessen des Sachbearbeiters des Arbeitsamtes erforderlich. Allerdings sind Dokumente wie ein Finanzplan oder ein Businessplan durchaus hilfreich, um seine Präsentation des Konzeptes zu unterstreichen und erfolgreich aus dem Gespräch mit dem Sachbearbeiter zu gehen.
  • Für Empfänger des ALG II: Antrag auf das Einstiegsgeld für die Unterstützung der Existenzgründung

Weitere Fördermöglichkeiten für Existenzgründer

Sie haben sich für die Existenzgründung entschieden – es steht fest und niemand wird noch an dieser Entscheidung rütteln können? Alles klar – volle Kraft voraus.
Jetzt stehen Sie also vor der Hürde, neben dem Arbeitslosengeld oder dem Gründungszuschuss geeignete Fördermittel für Ihre Gründung zu finden.
Folgende Fördermittel eignen sich für Ihre Gründung:

  • KFW Kredit
  • Bankkredit
  • Mikromezzaninfonds
  • Hightech Gründerfonds
  • INVEST – Zuschuss für Wagniskapital
  • EXIST Gründerstipendium
  • Business Angels
  • Förderprogramm KMU innovativ
  • Förderprogramm Pro FIT

… das klingt alles sehr abenteuerlich, und ist es auch.
Sie suchen eigentlich nach dem richtigen Gleichgewicht aus Stabilität, aber dennoch der richtigen Portion Freiheit? Haben Sie bereits über Franchising nachgedacht? Auf Punkt Franchise finden Sie unzählige spannende Geschäftskonzepte, bei denen für jeden das passende dabei ist.
Beispielsweise können Sie sich selbstständig machen mit einem Gastronomie Franchise, einem Kosmetik Franchise oder einem Fitnessstudio Franchise.
Die Hauptsache ist, dass Sie nach einer Kündigung oder einem Jobverlust Ihren Kopf nicht hängen lassen und sich der Vielzahl an Möglichkeiten bewusst werden, die sich Ihnen jetzt bieten, wo sie wieder „frei auf dem Markt sind“…

 

 

Andere aktuelle Artikel
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Bewerten Sie diesen Artikel als Erste/r

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250