Leadership 4.0 im Franchising – 5 Strategien für Ihren Erfolg im digitalen Zeitalter

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Dieses auf die Zielgerade einbiegende Jahrzehnt hatte nicht nur für die Märkte und Branchen vielfältige Veränderungen im Rucksack. Auch für die Führungspersonen waren im Verlauf von Leadership 2.0, 3.0 und bis hin zum aktuellen Standard 4.0 viele elementare Dinge einer großen Revolution und Evolution unterworfen.

Wer heute eine Existenzgründung angeht oder ein Franchiseunternehmen als Franchisegeber oder Franchisenehmer übernimmt, muss sich damit auseinandersetzen, welche Strategien Führungspersonen in unserer digitalen Welt und der Generation Y als Teammitglieder von heute im Portfolio haben sollten, um erfolgreich zu sein.

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Leadership 2.0

Anfang des Jahrzehnts war geprägt von der aufkommenden Smartphone-Technologie und der Begriff des Burn Out Syndroms machte die Runde. Mitte des Jahrzehnts setzten die evolutionären Einflüsse von Social Media Kanälen und das Streben der Mitarbeiter nach mehr Einfluss und Entscheidungskompetenz die Benchmarks für Leadership 3.0. Jetzt, Ende des Jahrzehnts, prägen unter dem Motto Leadership 4.0 eine global vernetzte Geschäftswelt und die voranschreitende Automatisierung von Arbeitsprozessen mit modernsten Tools die Arbeits- und Führungswelt für Existenzgründer und Franchisepartner. Welche Strategien jetzt für Sie als Gründer erfolgversprechend sind, stellen wir Ihnen gerne vor.

1. Vertrauen und Offenheit, und ganz wichtig: die emotionale Intelligenz

Diese Veränderungen setzen natürlich einige neue persönliche, charakterliche und fachliche Maßstäbe an die Gründer und Franchisepartner von heute. Flexibilität und Beweglichkeit sind unabdingbar und sollten genauso vorgelebt wie eine Offenheit und Vertrauen den Mitarbeitern gegenüber vorgelebt werden. Es kommt immer weniger vor, dass sich alle Akteure eines Unternehmens im Arbeitsalltag unter einem Dach begegnen. Home Office ist eines der entscheidenden Schlagworte. Zudem wollen die Mitarbeiter nicht nur rein über ihre Kompetenzen und Funktionen, sondern auch als Mensch wahrgenommen werden. Bereits in den 90er-Jahren brachte der Psychologe Daniel Coleman das Buch zur neuen, entscheidenden Kernkompetenz der emotionalen Intelligenz (EQ) heraus, also weg vom IQ als wichtigen Gradmesser hin zur Wahrnehmung eigener und fremder Gefühle. Durch das Auseinanderdriften der Arbeitsplätze und die Forderung der Mitarbeiter nach mehr Kompetenz und Verantwortung brauchen Sie ein besonders hohes Maß an emotionaler Intelligenz, um alle Signale und Hinweise wahrzunehmen und in entsprechende Entwicklungsgespräche und Zielvereinbarungen mitzunehmen.

2. Die modernen Technologien und Plattformen als wichtige Herausforderungen

Diese Offenheit und das Vertrauen den motivierten und kompetenten Mitarbeitern in Zeiten von Leadership 4.0 erfordert für die Führungspersönlichkeiten auch einen offenen Umgang mit Informationen, die für den Erfolg des Unternehmens relevant sind. In den hiesigen Zeiten der Automatisierung und Technologisierung ist ohne Cloud Computing, die Kommunikation über soziale Netzwerke von WhatsApp und Facebook oder die Nutzung interaktiver Arbeitsplattformen wie Asana oder Trello heute kaum noch ein modernes Unternehmen zu führen.

Dabei spielt die Größe des Betriebes keine relevante Rolle. Diese wichtigen Kanäle müssen jedoch bespielt, angeleitet, kommuniziert und kontrolliert werden. Welche Informationen sind für wen wichtig, welche Deadlines sind im Auge zu behalten, wer kommuniziert was? Transparenz in beiden Richtungen ist hier ein absolutes Muss. Aber ohne entsprechendes Monitoring stiften solche Tools nur Verwirrung, richtig eingesetzt können sie die passgenaue Verteilung von Aufgaben und Verantwortungen sehr effektiv organisieren helfen. Zusätzlich stehen den Gründern und Franchisepartnern heute Informationstools wie Blogs und Wikis zur Verfügung.

3. Die Entwicklung von Standards ist entscheidend

Je mehr Daten und Informationen innerhalb eines Unternehmens hin und her fließen, desto mehr ist es natürlich erforderlich, sie nach Wichtigkeit und Relevanz für das Unternehmen zu organisieren. Für den Franchisepartner und den Gründer in Zeiten von Leadership 4.0 wird es darum gehen, den bestmöglichen Informationsstandard zu entwickeln. Es müssen in verschiedenen innerbetrieblichen Bereichen und der Kommunikation nach außen mit den Geschäftspartnern Standards gesetzt werden. Wer transportiert wann, was, wie an wen und wer sammelt was, wie und wo?

Jeder im Unternehmen muss zu jeder Zeit wissen, wo er den betriebsinternen Handlungsleitfaden findet und welche Vertragsinhalte mit ausländischen Geschäftspartnern aktuell oder in einem Monat für ihn handlungsrelevant sind. Solche Standards entwickeln Unternehmer unter „4.0“ am besten in Kooperation mit den Mitarbeitern. Besonders, wer nicht selbst aus der Generation Y kommt oder ein Digital Native ist, wird sich wundern, was seine Mitarbeiter darüber an Wissen und Erfahrungen mitbringen.

  • Home Office als Herausforderung in der Führung
  • Transparenz und Offenheit in beide Richtungen
  • Standards gemeinsam erarbeiten, entwickeln und umsetzen

4. Weg von der Hierarchie und hin zu „auf Augenhöhe“

Das führt auch zu einem sehr zentralen Punkt, der sich über die Entwicklungen von Leadership 3.0 und jetzt 4.0 ergeben haben. Wo früher noch eine direktive, hierarchische Struktur in den meisten Unternehmen das Non-Plus-Ultra war, in der ein Einzelner oder ein kleiner Kreis der Führungselite klare Vorgaben von oben nach unten durchgaben und die Mitarbeiter mehr oder weniger unmündige Erfolgsgehilfen waren, gilt es nun, den Teammitgliedern auf Augenhöhe zu begegnen. Dabei spielen nicht nur die angesprochenen Digital Natives eine Rolle, die neue Technologien und deren Möglichkeiten quasi mit der Muttermilch aufgesaugt haben, was schon eine gewisse Kompetenzverschiebung per se impliziert.

Da Plattformen wie Facebook und WhatsApp ihre Hauptfunktion in der sozialen Vernetzung haben, können sie heute von klugen Gründern und Franchisepartnern auch für die Pflege des persönlichen Miteinanders und des Gemeinschaftsgefühls benutzt werden. Vor allem hierüber lassen sich, wenn richtig eingesetzt, hierarchische Grenzen überwinden und ein echtes Wir-Gefühl „auf Augenhöhe“ erzeugen. Dieses Wir-Gefühl ist entscheidend, um gemeinsame Visionen und Unternehmensziele zu entwickeln und umzusetzen. Und wer dabei ein Team von Home Office-Akteuren zu leiten und sie für die gemeinsamen Ziele zu gewinnen hat, verlagert die Face to face-Kontakte und den nicht unwichtigen Small Talk „mit dem Menschen im Körper eines Mitarbeiters“ auf diese Kanäle.

5. Die Entwicklung der Mitarbeiter im Blick haben

Was die Ziele anbelangt, haben wir jetzt nur über diejenigen des Gründers oder des Unternehmens an sich gesprochen. Aber, wenn man schon mal den Mitarbeiter als individuellen Menschen wahrnimmt und respektiert, dann muss auch die Frage gestellt werden, welche Ziele und Ambitionen dieser für sich selbst hat?

Die Zeiten, in denen ein Mensch sein Leben lang für ein Unternehmen und nur dessen Claims arbeitet, sind vorbei. 4.0 bedeutet auch, dass jeder Einzelne seine persönliche Karriere und persönlichen Ziele im Blick hat und er die Mitarbeit in deinem Unternehmen höchstwahrscheinlich nur als Zwischenstation sehen wird. Der Gründer von heute muss also auch die Ziele des Mitarbeiters im Blick haben, ihn über Mitarbeiter- und Zielvereinbarungsgespräche entsprechend fordern und fördern. Der Begriff des lebenslangen Lernens und dessen DQR (Deutscher Qualifikationsrahmen) ist aus der heutigen Mitarbeiterentwicklung nicht mehr wegzudenken.

Als Franchisepartner und Gründer müssen Sie im Auge haben, an welchen Seminaren, Workshops oder Trainings ihre Teammitglieder im Sinne der Verwirklichung des Einzelnen und/oder des gemeinsamen Unternehmenszieles teilnehmen sollten. Und nicht vergessen: Das gilt auch für Sie als Unternehmer – auch Sie sollten und dürfen fortwährend an Ihrer persönlichen Entwicklung arbeiten und am lebenslangen Lernen teilnehmen.

  • Mitarbeitern auf Augenhöhe begegnen
  • Wir-Gefühl für die gemeinsamen Unternehmensziele erzeugen
  • Lebenslanges Lernen für alle
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