Lean Start-up Methode: Wieso Franchising immer noch die klügere Wahl ist

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lean startup franchise

Es gibt mittlerweile viele verschiedene Methoden, sich selbstständig zu machen. Mit einem Händchen fürs Geschäftliche und einem eisernen Willen lässt sich viel bewegen. Auch die Lean Start-up Methode ist mittlerweile ein Modell, das den Gründern viele Vorteile verspricht. Doch was genau kann man sich davon erwarten und warum ist Franchising immer noch die klügere Wahl?

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Was ist ein Lean Start-up?

Das Geschäftsmodell bietet vor allem Gründern mit begrenzten finanziellen Mitteln eine Alternative zu herkömmlichen Start-ups mit langem Entstehungs- und Ideenfindungsprozess. Folgende Merkmale sind beim Lean Start-up ausschlaggebend:
• Geringer Kostenaufwand
• Technologieorientierte Start-ups
• Schnelle Gründung
• Flexibles Geschäftsmodell

Anders als bei der traditionellen Geschäftsgründung wird bei einem Lean Start-up der Fokus nicht auf eine lange, gründliche Planung gelegt. Schnell und günstig, das sind die Leitmotive hinter der Idee. Wer mit begrenzten finanziellen Mitteln arbeitet, kann oft nicht eine große Menge an Kapital auf einen Schlag in die Unternehmensgründung stecken und erst dann so richtig loslegen. Die Methode des Lean Start-ups arbeitet mit einer innovativen Geschäftsidee und entwickelt diese dann so schnell und einfach wie möglich weiter.

Folgende Schritte finden dabei statt:

• Erstellung
• Überprüfung
• Weiterentwicklung

Zuerst wird also ein Konzept entwickelt. Dieser Prozess geht beim Lean Start-up um einiges schneller von der Hand als bei einem normalen Start-up, denn der Sinn ist hier nicht, das perfekte Endprodukt zu erstellen. Vielmehr soll zuerst ein Prototyp entstehen, das sogenannte Minimum Viable Product (MVP).

Dieses wird dann schnell verkaufsfertig gestaltet und den Kunden präsentiert.
Das System setzt auf Learning-by-doing. Die Kunden selbst sind ausschlaggebend für die weitere Entwicklung des Produktes. Der Prototyp wird ihnen angeboten und die Gründer bauen dann ihre Idee mithilfe des Kundenfeedbacks weiter aus. So entsteht das Produkt erst mit der Zeit und ist direkt mit den Bedürfnissen der Kunden verknüpft. Das Geschäftsmodell zeigt also ein hohes Maß an Flexibilität und bietet den Existenzgründern die Möglichkeit, das Produkt und die Idee dahinter zu ändern und adaptieren.

Warum entscheiden sich Gründer für ein Lean Start-up?

Ein Grund, warum dieses Geschäftsmodell beliebt ist, liegt auf der Hand – es erlaubt den Gründern einen schnellen und kostengünstigen Start in die Existenzgründung. Doch auch andere Vorteile lassen sich hier entdecken:
• Direktes Kundenfeedback
• Möglichkeit, die Idee zu adaptieren
• Geringere Risiken

Wer sich mit einem eigenen, lang und aufwendig entwickelten Start-up selbstständig machen möchte, steht vor vielen Risiken. Wenn das Unternehmen scheitert, wurde oft bereits viel investiert. Eine gut ausgearbeitete Idee, die am Markt auf zu geringe Nachfrage stößt, kann dann oft später nicht mehr an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Dies ist einer der ausschlaggebenden Nachteile im Vergleich zum Lean Start-up. Bei diesem kann schnell noch umgesattelt werden, wenn das Produkt am Markt nicht gut ankommt. Mit einer 180°Grad-Wende kann ein Lean Start-up rechtzeitig die Idee ändern und mit einem neuen Versuch starten.

Die Schattenseite der Lean Start-ups

Doch genau in dieser Flexibilität liegt auch die Gefahr der Lean Start-ups. Eine Idee, die so schnell geändert werden kann, bringt einige Nachteile mit sich:
• Schlechter durchdacht
• Weniger Begeisterung und Leidenschaft der Gründer
• Geringes Durchhaltevermögen in schwierigen Zeiten

Eine schnell konzipierte und nicht ausgereifte Idee ist oft vor allem auf lange Sicht nicht so gut durchdacht, wie wenn viel Zeit und Überlegung in die Entwicklung gesteckt wurden. Auch ist es für die Gründer oft schwieriger, sich mit demselben Maß an Begeisterung ins Unternehmen zu stürzen, das sie bei einer stabilen, fest verankerten Geschäftsidee mitbringen würden.
Wenn ein Unternehmen bei den ersten Anzeichen von Schwierigkeiten auf eine andere Idee umsattelt, kann es sich nie in Krisensituationen bewähren. Die Resistenz und Stabilität des Start-ups können also nicht getestet oder überhaupt erst aufgebaut werden. Dadurch fällt es den Gründern dann oft schwer, spätere Durststrecken zu überbrücken.

Warum ist Franchising die klügere Wahl?

Franchisenehmer haben eine große Auswahl an gut durchdachten Ideen, die sich schon am Markt integriert und wiederholt bewährt haben. Damit vereint es Vorteile eines herkömmlichen Start-ups mit denen eines Lean Start-ups und bringt darüber hinaus noch viele weitere mit:

• Begeisterung für eine langfristige, stabile Idee
• Weniger Risiken als beide Formen der Start-ups
• Bereits erprobtes Konzept
• Rückhalt eines starken Partners
• Möglichkeiten für Franchisenehmer mit begrenzten finanziellen Mitteln
• Know-how und Unterstützung der Franchisezentrale

Mit den zahlreichen Auswahlmöglichkeiten an Franchisesysteme sind die Gründer bei der Wahl einer Idee mittlerweile beinahe so uneingeschränkt, wie wenn sie diese selbst entwickeln würden. Von den verschiedensten Branchen werden die diversesten Werte und Botschaften an die Kunden vermittelt. Es sollte Franchisenehmern also leicht fallen, bei diesem großen Angebot eine Idee zu finden, mit der sie sich identifizieren und für die sie sich so richtig begeistern können. Dann ist es auch leichter, holprige Durststrecken und eventuelle Stolpersteine zu überwinden.
Die Risiken bei einem Lean Start-up sind zwar geringer als bei einem Herkömmlichen, aber lange nicht so gering wie bei einem Franchise.

Denn mit einer Franchisepartnerschaft wird nicht nur ein starkes Konzept mit Rückhalt gewonnen, sondern auch die Erfolgschancen werden enorm gesteigert. Start-up Gründer scheitern in der Geschäftswelt durchaus öfter als Franchisenehmer. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich Start-up Gründer als Einzelkämpfer oder in kleinen Teams bewähren müssen. Franchisenehmer dagegen gewinnen mit einer Partnerschaft nicht nur eine verlässliche Geschäftsidee, sondern auch die Unterstützung der Franchisezentrale. So kann vermieden werden, dass sich unerfahrene Unternehmer verkalkulieren und scheitern. Hier wird ihnen das gesammelte Know-how der anderen Franchisepartner zuteil und auch die Arbeitsteilung der Zentrale kann enorm hilfreich sein. Durch sie werden die Franchisenehmer entlastet und können sich darauf konzentrieren, ihren Standort vor Ort zu führen.

Wer mit begrenzten finanziellen Mitteln unterwegs ist und vielleicht ein Franchise ohne Eigenkapital sucht, wird auch in der Franchisewirtschaft fündig. Die verschiedenen Systeme bieten Modelle für alle möglichen finanziellen Situationen an. Die Höhe der Anfangsinvestition kann dementsprechend gering gehalten werden und auch die Eintrittsgebühren unterscheiden sich enorm. Auch Gründer mit begrenzten Möglichkeiten müssen sich hier nicht auf die vage Idee eines Lean Start-ups verlassen, sondern könne sich getrost ein passendes System in der Franchisewirtschaft suchen.
Franchising bietet ein Geschäftsmodell, dass es einer weit breiteren Zielgruppe an potenziellen Gründern erlaubt, sich selbstständig zu machen und auch tatsächlich erfolgreich mit ihrem Unternehmen zu werden. Lean Start-ups dagegen wurden zu einem Zweck entwickelt, und zwar, um hohe Investitionskosten zu vermeiden. Doch der Preis dafür wird oft auf lange Sicht an einer anderen Stelle bezahlt.

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