Franchising: Ist ein Low-Cost Franchise das Richtige für Sie?

22.06.2018 15:00 | Ein Unternehmen gründen

low cost franchise

Der Einstieg in die Selbstständigkeit muss nicht teuer sein! Es gibt heutzutage auch viele Möglichkeiten, was ein Franchise mit wenig Eigenkapital angeht. So können Sie bereits für kleines Geld eigene, unternehmerische Wege beschreiten. Und stellen Sie sich vor: Die Gründung eines Franchise mit wenig Eigenkapital wird immer gefragter für diejenigen, die nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um in teurere Systeme zu investieren. Dieser Artikel zeigt Ihnen auf, was ein sogenanntes Low-Cost Franchise ist – vielleicht stellt es ja auch die passende Möglichkeit für Sie dar?

Eröffnen Sie ein Franchise mit wenig Eigenkapitel!

Und zwar ist genau dies mit einem Low-Cost Franchise möglich! Aber was genau macht dies aus? Was charakterisiert diese?

Auch wenn es keine fixe Definition dafür gibt, so wird generell von einem Franchise mit wenig Eigenkapital gesprochen, wenn sich die Summe der Grundinvestition auf 10.000 Euro oder weniger beläuft. Und stellen Sie sich vor, in der Franchisewirtschaft gibt es viele Systeme, deren Preis sogar noch unter dieser Investitionsschwelle liegt. Bei manchen Franchisesystemen werden sogar nur 1.000 Euro gefordert. Allerdings sollten Sie bei derart niedrigen Investitionskosten nicht mit einem zu hohen Profit rechnen.

In welchen Branchen sind Low-Cost Franchises vor allem vertreten?

Franchising mit wenig Eigenkapital sind nicht in allen erdenklichen wirtschaftlichen Branchen vertreten. Sie finden sich eher in bestimmten Industriezweigen wieder:

  • Gastronomie Franchises

Das liegt ganz einfach daran, dass das Franchisesystem entweder mit beträchtlichen Größenvorteilen gesegnet ist oder aber an der Tatsache, dass es sich hier um ein kleines, Ein-Mann-Business handelt.

  • Online Franchises

Der große Vorteil an Online Businesses ist, dass sie kein extra Bürogebäude bedürfen und somit enorme Kosten gespart werden können. Solche Franchisesysteme bieten meist online Dienstleistungen an oder promoten diese, so dass sie keiner größeren Investition bedürfen.

  • Franchisesystem in der Gebäudereinigung

Bei Geschäftsideen rund um das Thema Reinigung handelt es um günstige Franchiselösungen, da hierbei nicht viel Geld in das Training des Personals sowie das Equipment investiert werden muss.

  • Franchisesystem im Vertrieb

Franchisesysteme mit Vertriebsfokus sind meist sehr kostengünstig, da hier nicht großartig in Inventar oder ein eigenes Büro investiert werden muss. Schließlich handelt es sich hier oft um einen Vertrieb von Tür zu Tür oder direkt beim Kunden vor Ort.

Warum sind Low-Cost Franchises kostengünstiger?

Franchises mit wenig Eigenkapitel sind deshalb meist kostengünstiger, weil hier nicht die kostenintensiven Aspekte eines teureren Franchisekonzeptes anfallen.

Folgende Aspekte senken die Kosten für ein Low-Cost Franchise:

  • Home Office oder mobile Franchiselösungen

Die Anmietung von Büroflächen schlägt sich finanziell immer sehr stark nieder. Aus diesem Grund kann eine Selbstständigkeit, die von zu Hause aus oder mobil betrieben wird, einen großen Kostenpunkt eliminieren.

  • Neue, frische gegründete Franchisesysteme

Noch relativ junge Franchisesysteme setzen meist recht niedrige Preise an, um so besser wachsen zu können. So sind sie durchaus attraktiv für diejenigen Neuunternehmer, die ein wenig auf Spekulation setzen möchten. So kann man günstig einsteigen, bevor die Eintrittsschwellen später angehoben werden und eine Investition teurer wäre.

  • Keine Lagerhaltung beziehungsweise nur begrenzt Equipment nötig

Bei manchen Geschäftsideen sind weder eine Lagerung von Waren noch ein umfangreiches Equipment notwendig. Auch das macht es möglich, dass der Franchisegeber die Investitionskosten gering halten kann.

  • Ausführung des Franchise im Nebenerwerb

Eine Beschäftigung im Nebenerwerb einigt sich vor allem für diejenigen, die ihre Arbeitseinsätze rund um andere Verpflichtungen planen müssen. Verglichen zu einem Einstieg in Vollzeit sind meist weniger Investitionen nötig, da weniger Equipment oder Inventar angeschafft werden muss. Das klassifiziert sie als Franchise mit wenig Eigenkapital.

Die Vorteile von Franchises mit wenig Eigenkapital

Low-Cost Franchises haben viele Vorzüge – abgesehen von dem offensichtlichsten, dass sie kostengünstig sind. Weitere Vorteile sind folgende:

  • Keine Eintrittsbarrieren

Es kommt oft vor, dass Franchisenehmer die Eintrittskosten nicht stemmen können. Bei Franchises mit wenig Eigenkapital sieht es anders aus: Diese Hürden wird den Interessenten genommen. So hat quasi nahezu jeder Interessant, die Möglichkeit auch tatsächlich in das Business einzusteigen.

  • Niedrige Betriebskosten

Bei den sogenannten Low-Cost Franchisesystemen fallen in der Regel meist keine hohen laufenden Kosten an. Das heißt, dass Sie als Franchisenehmer auch nicht so viel verdienen müssen, um überhaupt eigenen Gewinn zu machen.

  • Gewisser Reiz für Investoren

Viele Low-Cost Franchises sind deshalb so günstig, weil sie noch im Begriff sind, sich am Markt zu etablieren. Dementsprechend stellen sie die perfekte Investitionsmöglichkeit für „Spekulanten“ dar. Wer zu rechten Zeit investiert, kann den Joker gezogen haben, da sich die Marke später durch eine enorme Bekanntheit und ein Image von großer Reichweite auszeichnet.

Die Nachteile an Low-Cost Franchisesystemen

Alles hat seine zwei Seiten, so auch die Los-Cost Franchises. Hierunter fallen folgende Punkte:

  • Kaum Unterstützung durch den Franchisegeber!

Da der Franchisenehmer wenig zahlt, muss er im Gegenzug auch mit weniger Unterstützung rechnen. Der Franchisegeber hat aufgrund der niedrigen Gebühren nicht die Ressourcen, um auch noch viel Support und Betreuung bieten zu können. Irgendwo müssen Abstriche gemacht werden.

  • Wettbewerbsfähig für kleines Geld?

Wenn ein Franchisesystem auf kleinem finanziellen Fuß aufbaut, besteht die Gefahr, dass der Gründung kein ausreichend durchdachter Businessplan zugrunde liegt, die Produkte oder Services von minderer Qualität sind und es nicht lange im Business bleiben wird. Viele der günstigeren Franchisekonzepte imitieren meist sehr erfolgreiche Ideen, die sich bereits am Markt etabliert haben.

  • Vielleicht doch nicht die beste Geschäftsidee?!

Vielleicht ist die Geschäftsidee nicht die profitabelste und ist genau deshalb so günstig?

Darauf sollten Sie bei Low-Cost Franchises achten

Wenn Sie sich für ein Franchise mit wenig Eigenkapital interessieren, dann sollten Sie die möglichen Franchisekonzepte gründlich prüfen, um sicher zu gehen, dass es sich dabei doch nicht um einen Flop handelt. Stellen Sie sich folgende 5 Fragen, bevor Sie sich mit der Unterzeichnung des Franchisevertrages an eine Low-Cost Idee binden:

  1. Besteht auch wirklich eine aktive Nachfrage nach den Waren oder Services des Franchisesystems?
  2. Gibt es Wettbewerber, die einen besseren Job machen?
  3. Hat das Franchise sich am Markt etablieren und mit seiner Marke einen Namen machen können?
  4. Inwieweit werden neue Franchisenehmer vom Franchisegeber vor der Gründung und nach der Eröffnung unterstützt?
  5. Weist das Franchise tatsächlich ein gewisses Entwicklungspotential auf?

Diese 5 Fragen sollten Ihnen Ihre Entscheidung einfacher machen. Auch wenn es letztlich noch mehr zu bedenken gibt, stecken diese Fragen zunächst einmal den generellen Rahmen ab.

Andere aktuelle Artikel

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250