Anleitung: So funktioniert Marketing im Franchising

26.06.2018 16:30 | Ein Unternehmen gründen

marketing im franchising

Den eigenen Franchisebetrieb zu eröffnen ist eine Sache, fleißig und erfolgreich neue Kunden zu akquirieren und die bestehende Kundschaft zu pflegen ist die andere entscheidende Sache. Auch beim Franchising spielt das Marketing eine sehr wichtige Rolle. Damit Sie alles richtig machen, sollten Sie sich diesen Artikel zu Gemüte führen.

Marketing im Franchising – das gilt es zu beachten!

Damit beim Marketing auch bloß alles richtig läuft, sollten einige entscheidende Aspekte beachtet werden. Denn nur, wenn Sie Werbung und PR richtig angehen, dann kann Ihr Business auch nachhaltig wachsen. Aus diesem Grund sollten Sie all Ihre Fähigkeiten und Mittel richtig einsetzen, damit die Marketingkampagne auch gelingt. Folgende 6 Dinge sollten Sie im Hinterkopf behalten, wenn es darum geht, Marketingmaßnahmen richtig einzusetzen.

Das Markenzeichen, das Logo und der Markenname

Ein wichtiger Aspekt im Franchisevertrag ist der Einsatz und die Nutzung der Marke, des Logos und des Markennamens. Denn letztlich ist es im Kern der Markenname, den die Franchisenehmer rechtlich beim Franchising erwerben. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das Markenzeichen ausreichend geschützt wird. Viele sogenannte Schutzmaßnahmen werden im Franchisevertrag niedergeschrieben und darüber hinaus geben die Franchisegeber meist strenge Richtlinien vor, wie der Markenname im Werbematerial genutzt werden darf, etc.

Da das Markenzeichen gut geschützt ist, müssen Franchisenehmer sicher stellen, dass sie es auch korrekt und angemessen in ihren Marketingmaterialien nutzen. Wenn gegen die Vorgaben, wie sie im Franchisevertrag geregelt sind, verstoßen wird, kann das den Markennamen und sein Image negativ beeinflussen. Das wiederrum kann den Franchisebetrieb gefährden. Deshalb ist es hilfreich, wenn die Franchisenehmer stets die Marketingunterlagen nutzen, die sie vom Franchisegeber gestellt bekommen. Falls Sie Fragen haben sollten, wie Sie das Markenzeichen in Ihren lokalen Werbekampagnen einsetzen können, bietet es sich immer an, sicherheitshalber noch einmal mit dem Franchisegeber Rücksprache zu halten.

Das Marketing der Wettbewerber: Was treibt die Konkurrenz?

Viele Franchisemarken halten ihre Konkurrenz gut im Auge und wissen, wie die Wettbewerber ihr Marketing einsetzen. Die direkte Konkurrenz im Blick zu behalten, ist insofern hilfreich, da es eine Idee darüber gibt, wie auch Sie bestimmte Techniken einsetzen könnten. Es ist definitiv inspirierend und es zeigt Ihnen zudem auf, was bei welchen Kunden gut angekommen ist. Allerdings wollen Sie sich von der Konkurrenz abheben und nicht deren Konzept kopieren! Schon allein aus diesem Grund ist ein nahezu verpflichtet für Sie, dass Sie wissen, was die Konkurrenz so treibt.

Beim Marketing ist es immer wichtig zu wissen, an welche Zielgruppe sich die Kampagne genau richtet. Nur so kann das Marketing auch erfolgreich sein. Beim Franchising sollten Sie Ihre Zielgruppe also klar definiert haben und diese in Ihren Flyern, Broschüren oder Blogposts direkt ansprechen. Eine breit aufgestellte Marketingkampagne, die sich an eine breite, unspezifische Masse richtet, ist meist weniger effektiv. Denn das Ziel von Marketing und Werbung ist schließlich, dass Sie die von Ihnen definierte Zielgruppe auch in zahlende Kundschaft umwandeln können.

Die Verantwortlichkeiten des Franchisegebers

In den meisten Fällen kümmern sich die Franchisegeber um die Marketingunterlagen für nationale, überregionale Werbekampagnen. Diese werden von den laufenden, monatlichen Marketinggebühren finanziert, die die Franchisenehmer leisten. Diese Marketingunterlagen werden für verschiedene Medien gestellt, für das TV, für Printmedien, für das Radio, für Onlineforen, etc. Diese Maßnahmen dienen meist dazu, die Bekanntheit der Marke in der Öffentlichkeit zu steigern. Sie sind daher gut durchdacht und raffiniert gestaltet.

Sollte der Franchisegeber seine Geschäftspartner nicht mit zusätzlichen Marketingunterlagen ausstatten, so überreicht er in den meisten Fällen eine Liste mit Vorgaben, wie der Franchisenehmer sich selbst am besten vermarkten kann. In diesem Fall werden die Franchisenehmer umfassend geschult, damit diese ihre finanziellen Ressourcen für das Marketing auch gut einsetzen können.

Die Verantwortlichkeiten des Franchisenehmers

Die Franchisenehmer kümmern sich in der Regel um das lokale Marketing, um die örtliche Kundschaft auf ihren Franchisebetrieb aufmerksam zu machen. In speziellen Seminaren und Workshops werden sie vom Franchisegeber trainiert, wie sie sich selbst am effektivsten vermarkten können. So werden die Ressourcen sinnvoll eingesetzt und der Markenname nicht unnötig beschädigt oder falsch beworben.

Die Franchisenehmer kümmern sich auch um die Promotion für ihre Eröffnungsfeier. So liegt es ganz am Anfang an ihnen, möglichst viele Kunden anzuziehen. Manche Franchisegeber verlangen von ihren Geschäftspartnern, dass diese eine Art Marketingplan einreichen, der aufzeigt, wie sie ihr Marketingbudget das nächste Jahr über einsetzen möchten. Das macht es möglich, dass die Franchisegeber diesen begutachten und gegebenenfalls Vorschläge für Änderungen geben können. Zeitgleich haben die einzelnen Franchisenehmer aber eine größere Freiheit, wie sie ihre Produkte und Services für ihren eigenen Franchisebetrieb anpreisen möchten.

Der Einsatz der unterschiedlichen Medien

Heutzutage haben die unterschiedlichen Medien eine wichtige Rolle eingenommen, wenn es um das Thema Marketing geht. Die einzelnen Generationen müssen auf unterschiedlichen Kanälen und Arten angesprochen werden. Genau deshalb ist eine scharfe Definition Ihrer Zielgruppe auch so entscheidend: Wie sprechen Sie diesem am besten an und über welchen Kanal? Die ursprünglichen Kanäle wie das Radio oder Printmedien sind vielversprechender bei älteren Kunden, das Internet nimmt eine sehr wichtige Rolle ein, wenn es um eine jüngere Kundschaft geht.

Ebenso sollten Sie bei den einzelnen Media-Arten bewerten, wie es um die Kosten und Vorzüge steht. Search Engine Optimization (SEO) und das Publizieren von Blogartikeln dürfte günstiger sein, als direkt einen ganzen TV Spot abzudrehen. Fakt ist, die erfolgreichsten Franchisesysteme haben Ihre Zielgruppe haargenau identifiziert und wissen, wie sie diese erreichen können. Genau deshalb haben sie passend dazu eine unglaublich ausgeklügelte Marketingstrategie entworfen.

Kundenbindung, Payback, Treuebonus und Co.

Abgesehen von den traditionellen Marketingkampagnen sollten Sie auch über alternative Techniken nachdenken. Treuekarten und Bonussysteme regen den Konsum Ihrer Kunden perfekt an und könnten Ihnen auch neue Kunden bescheren, die in Zukunft bei ihren Einkäufen sparen möchten. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda können sich tolle Rabattaktionen rumsprechen. Kunden sind begeistert, wenn sie sparen können – und das ist auch der Grund, warum Payback-Karten so erfolgreich sind.

Fazit

Beim Marketing handelt es sich um eine komplexe Angelegenheit und verlangt viel Erfahrung und Expertise, damit man es richtig anstellt. Das Gute am Franchising ist, dass Ihnen hier meist der Franchisegeber mit Rat, Tat und Erfahrung zur Seite steht, was das Ganze für Sie erleichtern kann. Ein guter Franchisegeber zeichnet sich dadurch aus, dass er seinen Geschäftspartnern helfen möchte und sicherstellt, dass sie ihr Marketingbudget clever und richtig investieren. Die Einarbeitung und der ständige Support spielen hier eine wichtige Rolle, um den Franchisenehmer die richtigen Instrumente und Fähigkeiten an die Hand zu geben. Aber viele Franchisegeber vereinfachen den Prozess und stellen fertig entworfenes Material zur Verfügung. Beide Vorgehensweisen sind effektiv auf ihre eigene Art, beide haben ihre gewissen Vorteile.

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