McDonald’s – warum ist das Franchise eigentlich so erfolgreich?

03.04.2018 08:00 | Ein Unternehmen gründen

mcdonalds franchise erfolg

Es ist ungleich bekannter als die Produkte seines Verfolgers, der ihm unmittelbar auf den Fersen sitzt, doch McDonald’s ist und bleibt McDonald’s, wenn sich im Laufe von Jahrzehnten auch einiges getan hat. Wer in den erlauchten Kreis der Mitglieder einer sich behauptenden Familie aufgenommen wird, kommt nicht mehr davon los, oft tritt eine Art Erbfolge in Kraft. Dass die Lebensdauer der Verträge indes nicht bis zum Rentenalter reicht, kann zwei Gründe haben: Entweder ist man früher reif dafür oder man hat rechtzeitig ausgesorgt.

McDonald’s Franchise ist eine Entscheidung fürs ganze Leben

Das Erstaunliche daran ist, wie eine Idee so gut sei kann, dass sie über einige Jahrzehnte hinweg beibehalten wird. In diesem Zusammenhang könnte man mit Fug und Recht von etwas Visionärem sprechen, das noch dazu beachtlichen Bestand genießt. Es läuft einfach supergut – und warum sollte man daran etwas ändern? Geändert hat sich gleichwohl eine Menge, einzelne Produkte präsentieren sich immer zeitgemäßer, doch der Kern wird beibehalten. Und das rund um den Erdball in vergleichbarer Manier. Es ist fast so, als hätte das kalifornische Wesen der Welt seinen Stempel aufgedrückt, damit alle zufrieden sind. Denn wären sie das nicht, dann würden sie ja nicht wiederkommen. Das tun sie aber mit wachsender Begeisterung.

Flexibilität mit Beständigkeit prägt das McDonald’s Franchise

Auf einen Big Mac ist Verlass, er schmeckt überall und immer genauso, wie man es gewöhnt ist. Doch dabei ist es nicht geblieben. Das Speisenangebot hat sich dermaßen abgerundet, dass man zu jeder Tages- und Nachtzeit hier einkehren kann und findet, was man sucht. Dabei steht die Effektivität im Mittelpunkt. Erweiterungen oder Abänderungen des Angebotenen bedeuten keinerlei Beeinträchtigung des Geschäftsablaufs, niemand muss lange warten, wenn mal etwas ein wenig Ausgefallenes gefragt ist. Deswegen kann noch lange nicht jeder das begehren, was es hier nicht gibt, aber zwischen zahlreichen Komponenten jederzeit frei wählen. Und daraus entsteht sein Wunschmenü, das zu keiner Zeit den Rahmen sprengt und immer typisch ist.

Den Kunden ihre Wünsche von den Augen ablesen

Die Geschwindigkeit der Zubereitung genießt dabei oberste Priorität. Was sich nicht innerhalb der geforderten Zeitbeschränkung erstellen lässt, hat keine Chance dazu, die Gäste zu erfreuen. Dass man hier und da auch vom Fahrzeugsitz aus bestellen darf, ist schon recht frühzeitig eingerichtet worden, weil nicht jeder aussteigen kann oder möchte. Besuchern dermaßen entgegenzukommen, erscheint gewiss außergewöhnlich und wäre bestimmt nicht eingeführt worden, wenn es sich nicht gelohnt hätte. Ein untrügliches Gespür dafür, was gewünscht wird, ist das Entscheidende dabei, es macht sich millionenfach bezahlt. Wenn die ursprüngliche Begeisterung sich zu legen beginnt, muss immer etwas Neues her, das Gewohntes jedoch nicht stören darf.

Auf geäußerte Kritik angemessen aktiv reagieren

Geschmäcker wandeln sich, und wenn man das zu spät erkennt, braucht man nicht mehr darauf zu reagieren. Wer dagegen Bedürfnisse erahnt, der wird reich belohnt. So viel Erfolg weckt natürlich auch den Neid und Argwohn vieler, und man tut gut daran, Beschwerden nicht in den Wind zu schlagen. Man muss sich ihnen nicht nur stellen und Aufgebrachte zu beschwichtigen versuchen, sondern Bemerkenswertes dafür unternehmen, dass sich etwas ändert. McDonald’s hat massiv reagiert auf den Vorwurf, Ungesundes unters Volk zu bringen. Seitdem gibt es Salate und Fettreduziertes, ohne darauf zu verzichten, es zu betonen. Auch dem Müllproblem wurde, ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt, tatkräftig begegnet.

Viele kleine Steine fügen sich eindrucksvoll ein

Das McDonald’s Franchise braucht sich nicht mehr zu bewähren, obwohl jederzeit Einbußen drohen können, mit denen nicht zu rechnen war. Geboten wird

  • eine perfekte Organisation als Garant für den reibungslosen Ablauf,
  • das aufmerksame Zwiegespräch mit denen, auf deren Geld man es abgesehen hat,
  • wirkungsvolle Offensiven, wenn man in den Fokus missgünstiger Beobachter gerät.

Doch das ist es nicht allein. Der innere Zusammenhalt resultiert aus vielen Mosaiksteinchen, die sich zu einem imposanten Bild zusammenfügen und im Laufe der Zeit immer weiter abgeschliffen worden sind. Selbst wenn der Einzelne mit dem Betreiben eines McDonald’s Franchise überfordert scheint, ist immer jemand da, der ihm hilfreich zur Seite stehen kann.

Die Zeichen der Zeit sind schnell verkannt

Wenn es jedoch hart zur Sache geht, schiebt man die Ellenbogen vor, und das bleibt nicht immer ungestraft. Ein Imageschaden ist nur zu vermeiden, sofern man die gute Beziehung zur Kundschaft in solchen Momenten zu intensivieren versteht, wenn es sehr darauf ankommt. Dennoch war nicht zu vermeiden, dass sich ein beträchtlicher Teil des Stammpublikums von seinem vormals erklärten Liebling abgewendet hat. Offenbar wächst eine neue Generation heran, deren Triebfeder man noch nicht recht verstanden hat oder aber ihr nicht zu entsprechen vermag. Ist ein mühsam errichtetes, wenn nicht geschenktes Vertrauen erst einmal verspielt, fällt es sehr schwer, Ähnliches erneut aufzubauen.

Im Erfolg macht man die größten Fehler

Da bleibt nur die Besinnung auf andere Qualitäten oder das Bemühen, neue Geschäftsfelder im alten Stil zu erschließen. Bei der Zusammenstellung des Menüs geht man bei McDonald’s schon recht unterwürfig auf treue Nutzer zu, es fragt sich aber, ob das noch überzeugen kann. Möglicherweise hat man sich ja von der Entwicklung überholen lassen und nun alle Mühe damit, den Anschluss nicht zu verlieren. Zu viel Stolz tut selten gut, auch wenn man noch so gute Gründe dafür haben mag. Der Macht des Marktes gegenüber knickt jeder früher oder später ein. Stärke zeigen allein reicht oft nicht aus, mitunter ist rechtzeitig eine gute Portion an Diplomatie gefragt. Das erfährt man jedoch manchmal mit kleiner, aber fataler Verzögerung.

Zu späte Reue wirkt nur lächerlich

Hinterher reumütig aufzutreten, bewirkt meist nicht mehr als ein hämisches Grinsen. Der im Windschatten des Branchenführers segelt, hat gut lachen und muss nur die Lücken füllen, die ein beispielloses System gelassen hat. Und sollte McDonald’s Glanz tatsächlich befleckt worden sein, kann man sich hier doch dessen rühmen, über eine sehr lange Zeit hinweg unangefochten an der Spitze gestanden zu haben. Zurzeit ist es noch nicht so weit, und vielleicht trumpft man ja alsbald wieder ordentlich auf. Das McDonald’s Franchise hat zweifellos Maßstäbe gesetzt, von denen andere lernen können, und von den Fehlern, sollten sie sich als solche herausstellen, auch. Gute Beispiele sind aufschlussreich.

Andere aktuelle Artikel

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250