Der professionelle Mietvertrag: Alles, was Sie wissen müssen

26.07.2018 07:30 | Ein Unternehmen gründen

mietvertrag perfekt

Vertragswerke müssen nicht knüppeldick sein, um den Anforderungen der Stichhaltigkeit zu genügen. Es empfiehlt sich aber, alles Weitere vorab festzulegen, das sich aus getroffenen Vereinbarungen ergeben kann. Der Mietvertrag kann in einem ausgefüllten Formular bestehen, auch notariell beglaubigt werden, professionell erscheint er schnell, wenn ein Franchisegeber darin als Vermieter in Erscheinung tritt. Dann lässt sich zudem intern regeln, was ansonsten äußeren Einflüssen ausgesetzt wäre.

Der routiniert professionelle Mietvertrag lässt keine Zweifel aufkommen

Je mehr Klauseln aufgeführt sind, desto weniger könnte dagegen eingewendet werden, sollte man meinen, doch dem ist nicht immer so. Um sicherzustellen, dass der Gesamtzweck nicht gefährdet wird, ist oftmals vorgesehen, dass die Wirksamkeit generell erhalten bleibt, wenn sich an einer Stelle Nichtigkeit ergeben sollte. Der Rest bleibt davon unberührt, man kann sich ja mal vertun. Geregelt wird mitunter auch, was dessen kaum bedarf, dadurch tritt eine gewisse Unsicherheit zutage. Man kann nicht damit rechnen, dass nicht geschieht, was weniger gewünscht wird, Vorsorge zu treffen ist eine andere Geschichte. Damit wissen beide Partner doch, woran sie sind und können sich im Bedarfsfall erneut davon überzeugen. Er muss jedoch nicht eintreten.

Kein Buch mit sieben Siegeln, das ist der professionelle Mietvertrag

Lassen Sie Rechtsanwälte um die perfekte Formulierung streiten, bedenken Sie alles irgend Mögliche, das sich im Laufe der Zeit ereignen könnte, aber tun Sie eins nicht: Verärgern Sie Ihren Partner nicht! Er dürfte sich als Franchisenehmer übertölpelt fühlen, wenn Sie beispielsweise gravierende Mängel verschweigen oder ordentlich was auf Ihre Miete draufschlagen würden, ohne wirklich viel dafür zu tun.

  • Rechte und Pflichten müssen klar abgegrenzt, einsehbar und verständlich sein,
  • damit es nicht zu permanenten Auseinandersetzungen kommen kann.

Andererseits sollte man sich zu verständigen in der Lage sein, weil Zweifelsfälle oder auch Engpässe auftreten könnten, die selbst bei sorgfältiger Voraussicht nicht abzusehen waren.

Sich gegen Ausfallrisiken beizeiten vernünftig absichern

Geplante Mieterhöhungen etwa sollten nicht überraschend erfolgen, es sei denn, es gäbe einen begründeten Anlass dafür. Und wenn es zu Beschädigungen kommt oder der vorübergehende respektive tatsächliche Ladenbesitzer zum Opfer um sich greifender Vandalen wird? Dann wäre wahrscheinlich jeder sehr darum bemüht, die Verantwortung abzuschieben, denn in solchen Fällen stellen sich auch Versicherungen quer. Es reicht nicht immer aus, einen regelmäßigen Beitrag dafür womöglich nur angedeutet vorzuschreiben, zur Sorgfaltspflicht zählt unter Umständen auch eine Überprüfung des fristgerechten Zahlungseingangs. Ganz sicher würde es einen langwierigen Streit auslösen, wenn jemand auf einer erheblichen Summe sitzenbleibt.

Es kann doch immer mal etwas dazwischenkommen

Dafür entscheidend ist nicht unbedingt die Lage. Mittelgroße Katastrophen können sich überall ereignen, wenn etwa eine Wasserleitung wider Erwarten platzt oder das Wetter eine Botschaft sendet, deren Vorboten geflissentlich übersehen worden sind. Man kann sich nicht gegen alle Widrigkeiten absichern, aber im Sinne einer einvernehmlichen Lösung zu reden, das sollte möglich sein. Grundlage dafür ist der professionelle Mietvertrag, der indes auch nicht über sämtliche Eventualitäten Auskunft geben kann. Warum ist gerade das Mietrecht wohl derart umstritten? Schaffen Sie eine ausgleichende Instanz, die es Ihnen ermöglicht, hohe Kosten für Unwägbares einsparen zu können. Vertraglich festgehaltene Vereinbarungen müssen flexibel gestaltet sein.

Nicht unbedingt auf das Vereinbarte pochen

Sie sollen Schritte in verschiedene Richtungen erlauben, ohne dabei vage zu bleiben. Und das ist eine Kunst, die nicht jeder beherrscht. Anstatt sich aber in Spitzfindigkeit zu überbieten, kann man sich auch zusammensetzen, um am selben Strang zu ziehen. Es ist gar nicht verkehrt, wenn der Gebende im Franchising Vermieter wird, er würde kaum für einen Standort zahlen, der zu wenig abwirft. Betrachten Sie es als Garantie, doch beweisen Ihre Eigenständigkeit, wenn solches nicht angeboten wird. Es könnte sich auch um einen Ladenhüter handeln, der nur an dem Mann zu bringen ist. Legen Sie nachprüfbare Umsatzerwartungen zugrunde, wenn Sie den Preis verhandeln, stellen Sie auch in Rechnung, dass die Fläche allein nicht immer entscheidend sein muss.

Mietzahlungen in Relation zur Fläche

Auf kleinem Raum lässt es sich oft intensiver wirtschaften, während ein großzügiges Ambiente andere Möglichkeiten schafft. Was für jeden einzelnen Quadratmeter veranschlagt wird, muss sich bei der Ausbeute nicht entsprechend multiplizieren, man kann durchaus mehr oder weniger in Anspruch nehmen, wenn die Stelle es rechtfertigt. Verwaiste Räumlichkeiten nützen wenig, zur Not kann man sich auch behelfen. Ausgleichszahlungen für vom zur Verfügung stehenden Platz her begründete Verdienstausfälle sind zwar bislang nicht die Regel, doch man könnte darüber nachdenken. Ein professioneller Mietvertrag schöpft seine Möglichkeiten aus, es fragt sich nur, wer dabei auf der Gewinnerseite steht. Sehen Sie zu, dass Sie nicht schon auf dem Papier untergebuttert werden.

Die Miethöhe überprüfen lassen

In der freien Wirtschaft mag es anders zugehen als dann, wenn man eher unter sich ist. Hier steht man noch zu seinem Wort, kann sich auch gegenseitig aushelfen. Hohe Mieten genießen nicht zuletzt den vielleicht fragwürdigen Vorzug, Gewinne im Rahmen zu halten. Setzen Sie die Kosten dafür zwei Mal ab und profitieren doppelt. Natürlich müssen Sie sich auch dabei auf dem Boden der Legalität bewegen, doch in erster Linie zählt das gemeinsame Vorankommen. Ein Franchisegeber kann mietvertraglich ungebundenen Partnern hingegen selbst dann unter die Arme greifen, wenn Forderungen überzogen sind. Aus seiner Perspektive wird er eher zu beurteilen wissen, ob ein verlangter Preis für Anzumietendes der Leistung angemessen ist.

Zuerst Redlichkeit anstreben

Wirklichkeitsfremd wäre es, Überhöhtes der Gelegenheit wegen zu akzeptieren und dabei Sperrendes vertraglich einzubauen, um spätere Rückforderungen auf diese Weise einzuleiten. Doch so ganz abwegig ist es nicht, es kommt immer auf die besonderen Umstände an. Betrachten Sie verschiedene Muster, damit Sie einen Eindruck davon gewinnen, was alles vereinbart werden kann und vor allem nichts Entscheidendes übersehen. Es gibt viele schlaue Köpfe, die sich bereits Gedanken zum Thema gemacht haben und von denen man auch etwas lernen kann.

Kein Rattenschwanz

Sinnvoll ist es meist, das Wesentliche in einem Kernpapier zu bestimmen und weitere Übereinkünfte gesondert davon festzulegen. Eindeutige Aussagen müssen erfolgen, wenn es um Reinigung und Instandhaltung geht. Auch sollte Klarheit darüber herrschen, was im Einzelnen an Nebenkosten entsteht. Vor Überraschungen schützt sorgsames Abwägen unter Einbeziehung zukünftiger Entwicklungen, soweit sich das absehen lässt, in beinahe sämtlichen Situationen die eingeräumte Chance zur gütlichen Einigung.

Andere aktuelle Artikel

0 Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Übrige Zeichen: 250