Minimum Viable Product: Was das ist, wie Sie es identifizieren und was es Ihnen bringt

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minimum viable product

Der Wunsch, sich selbstständig zu machen, kann von vielen Vorstellungen begleitet sein. Viele Menschen träumen davon, sich selbst zu verwirklichen, ihr eigener Chef zu sein, unabhängig und flexibel. Sie wollen sich vielleicht von einem monotonem, langweiligen Arbeitsumfeld entfernen oder einfach selbst Entscheidungen treffen können. Heutzutage gibt es für diese Menschen viele verschiedene Möglichkeiten, in die Existenzgründung zu starten. Franchising bietet etwa die Möglichkeit, sich auch ohne eigene zündende Geschäftsidee selbstständig zu machen und das mit erheblich verminderten Risiken. Auch für Start-up Gründer gibt es heute diverse Methoden, sich mit weniger Risiken selbstständig zu machen. Eine davon: die Lean Start-up Methode mit dem Minimum Viable Product.

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Was ist das Minimum Viable Product?

Als Start-up Gründer müssen Sie nicht nur eine innovative Geschäftsidee haben, sondern diese auch ausgiebig entwickeln und planen. Dies kann einiges an Zeit, Ressourcen und Geld kosten. Wenn Ihr Produkt dann erst mal ohne Stützräder auf den Markt geschickt wird, kann es schnell zum Sturz kommen und alles war umsonst. Aus diesem Grund sehen sich immer mehr Gründungsinteressenten nach einer Methode um, ihr Produkt auf eine andere Art und Weise, mit geringeren Risiken, auf den Markt zu bringen. Dafür verwenden sie nun ein Minimum Viable Product. Doch was heißt das eigentlich? Auf Deutsch bedeutete das so viel wie das minimal brauchbare Produkt. Charakterisieren lässt sich dieses durch folgende Merkmale:

• Prototyp eines digitalen oder physischen Produktes oder einer Dienstleistung
• Geringer Kosteneinsatz
• Kurze Planungsphase
• Beschränkte Funktionsweise des Produktes
• Spielraum zur Weiterentwicklung

Es wird also ein Produkt, oder eine Dienstleistung konzipiert, die am Markt auf Nachfrage stoßen könnte. Anstatt die Idee aber aufwendig zu planen, und finanzieren wird sie zuerst ausgetestet. Und wo? – Direkt am Markt. Die Idee wird also entwickelt, umgesetzt und schnell und unkompliziert auf den Markt gebracht.

Was soll mit dem Minimum Viable Product erreicht werden?

Doch welche Vorteile versprechen sich Gründer nun mit dem Minimum Viable Product?

• Sparsame Entwicklung
• Schneller Einstieg in die Geschäftswelt
• Geringere Risiken
• Direktes Kundenfeedback
• Flexibilität des Produktes

Da es sich beim MVP um einen Prototypen handelt, fallen die Produktionskosten in der Regel um einiges geringer aus, als bei der Entwicklung eines vollständig ausgereiften Produktes. Dies und die beschleunigte Gründung stellen einen der größten Vorteile für die Gründer dar. Darüber hinaus fällt auch ein großer Teil der Risiken weg. Denn dadurch, dass es sich beim Produkt um einen Prototypen handelt, kann dieser weiterentwickelt werden. Dies ist sogar sein Hauptzweck, denn das MVP bleibt nicht so, wie es anfangs entwickelt wurde. Durch ein Kundenfeedback kann genau herausgefunden werden, was die Zielgruppe von der Idee hält und was sie sich noch erwartet. Im Start-up Business dreht sich alles darum, den Kunden eine Lösung für ein Problem zu bieten. Das Minimum Viable Product bietet die Möglichkeit, diese Lösung mit der direkten Hilfe der Kunden zu entwickeln. So wird auch vermieden, dass eine Idee über Monate hinweg aufwendig ausgearbeitet und entwickelt wird und dann am Markt scheitert. Viele Start-up Ideen stoßen auf weit weniger Nachfrage als erwartet. Doch wenn das Geld einmal investiert und das fertige Produkt am Markt ist, lässt sich nicht mehr viel machen.

Die Weiterentwicklung des Produktes

Sie als Gründer können davon ausgehen, dass Ihr Produkt nicht nur auf positives Feedback stoßen wird. Sie bringen immerhin ein Produkt auf den Markt, das zumindest am Anfang nur die Mindestanforderungen der Zielgruppe erfüllt. Seien Sie also bereit, Kritik einzustecken. Denn genau das wollen Sie ja erreichen: Feedback, um Ihre Idee weiterzuentwickeln. Durch diesen Kreislauf aus Kundenfeedback und Weiterentwicklung des MVP entsteht am Ende genau das Produkt, das am Markt auch tatsächlich gefragt ist.

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Die 180° Wende

Ein weiterer Grund, warum immer mehr Existenzgründer die Lean Start-up Methode verwenden, ist die Möglichkeit zur 180° Wende. Was bedeutet das? Wenn Ihr Produkt am Markt scheitert und auf gar keine Nachfrage trifft, können Sie immer noch umsatteln. Immerhin haben Sie weitaus weniger Geld und Zeit in die Entwicklung gesteckt, als ein reguläres Start-up. Sollte Ihre Idee also völlig fehl am Platz sein, ist das noch kein Grund, in Panik zu verfallen. Ändern Sie Ihre Strategie und legen Sie gleich mit einem neuen Versuch los.

Die Herausforderungen des MVPs

Doch so vielversprechend die Methode auch ist, stellt sie doch ihre eigenen Herausforderungen dar:
• Die Gefahr, sich zu verlaufen.
• Perfektionsfalle
• Selbstüberschätzung
• Angst vor Nachahmern

Die Flexibilität des Geschäftsmodells stellt auch eine der größten Herausforderungen dar. Als Gründer sollten Sie hier vorsichtig sein. Denn wer die Idee zu oft umgestaltet oder sogar eine völlig neue entwickelt, der läuft Gefahr, am Ende mit leeren Händen dazustehen. Es ist also wichtig, zu wissen, wenn man das Produkt so belassen sollte, wie es ist.
Auch Perfektionisten sind hier fehl am Platz. Beim Minimum Viable Product geht es nie darum, den Kunden die perfekte, glänzende Lösung zu präsentieren. Denn ein Zweck des Lean Start-up Modells ist es, hohe Kosten zu vermeiden. Wenn Sie später Ihr Produkt aufwendig perfektionieren, können Sie auf die am Anfang eingesparten kosten stoßen.
Selbstbewusstsein ist in der Businesswelt ohne Frage ein Muss. Wer nicht an sich und seine Idee glaubt, sollte die Existenzgründung vielleicht noch einmal überdenken. Doch gilt wie bei den meisten Dingen im Leben: alles in Maßen. Wer sein Produkt überschätzt und für die perfekte Lösung aller Probleme hält, läuft Gefahr, das Kundenfeedback zu vernachlässigen. Es kann schwierig sein, sich einzugestehen, dass die Kunden ihre eigenen Bedürfnisse besser kennen, als Sie das tun, und doch ist es ein Gedanke, mit dem Sie sich anfreunden müssen.

Viele Start-ups sind von einer Angst vor Nachahmern geprägt. Es ist ein weitverbreitetes Phänomen, das Gründer meinen, ihre innovative Idee sei der wertvollste Schatz, der in der Branche jemals entwickelt wurde. Mit dieser Einstellung kommt natürlich auch die Angst, dass jemand die Idee entdecken und nachahmen könnte. Haben Sie keine Angst. Erstens sind die wenigsten Ideen tatsächlich so einzigartig und innovativ, wie die Gründer selbst meinen und zweitens ist die Idee alleine noch recht wenig wert. Es geht immerhin darum, sie zu entwickeln und erfolgreich zu vermarkten.
Als Gründer gibt es, wie bereits erwähnt, zahlreiche Optionen, Geld zu verdienen. Die Lean Start-up Methode mit dem Minimum Viable Product bietet Ihnen dabei eine Lösung für begrenzte finanzielle Mittel und einen schnellen Start in die Existenzgründung.

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