Heute: Internationaler Ehegattentag - erfolgreich gründen mit Partner!

25.01.2019 14:30 | Ein Unternehmen gründen

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Passend zum Internationalen Ehegattentag möchten wir Sie über eine Gründung mit Ihrem Partner aufklären. Welche Rechtsform bietet sich für ein gemeinsames Unternehmen an? Wie sichert man sich für das worst case scenario ab? Wie verhält es sich, wenn nur einer der beiden Ehegatten Unternehmer ist? Welche Instrumente bieten sich hier zur Absicherung an? Hier erfahren Sie heute mehr über diese beiden Modelle. Denn diese Informationen sind auch durchaus für Sie als Franchisenehmer interessant, sollten Sie sich alleine oder gemeinsam mit Ihrem Ehegatten mit Franchising selbstständig machen möchten.

„Ja, ich will!“ – Die Gründung mit dem Ehegatten!

Das Gründerleben unterscheidet sich stark vom regulären nine to five job-Dasein als Angestellte. Wer selbst über eine gute Gründungsidee verfügt, kann sich mit seinem eigenen Start-Up selbstständig machen oder als Franchisenehmer mit einem attraktiven Franchisekonzept. Beide Arten der Gründung lassen sich sowohl im Alleingang oder mit einem Familienmitglied oder Freund realisieren. Gerade bei der Gründung mit einem Familienmitglied oder dem Ehegatten profitiert man davon, dass man sich in- und auswendig kennt.

>>> Erfahren Sie hier mehr über die Unterschiede bei einer Gründung mit Franchising oder als Start-Up!

Gemeinsame Gründung: Vor- oder Nachteil?

Morgens Büro, abends Familie. Wer im engsten Familienumfeld oder gar mit dem Ehegatten gründet, der sollte dafür gemacht sein. Denn für manche Gründer ist es enorm wichtig, dass sie im Kreise der Familie abschalten können, wenn der Arbeitstag geschafft ist. Anders verhält sich dann, wenn man mit seinem Geschäftspartner auch noch das Bett teilt. So ist es schwierig, zwischen Beruf- und Privatleben umzuschalten. Wenn Sie also überlegen sich mit Ihrem Ehegatten selbstständig zu machen, sollten Sie vorab abwägen, ob Sie und Ihre Beziehung dafür gemacht sind. Denn dies kann auch ein klarer Nachteil sein!

Zudem sollten Sie in der Lage sein, gut miteinander streiten und sich danach versöhnen zu können. Beim Ehepartner oder Familienmitglied nimmt man sich meist mehr heraus, als es bei einem Kollegen der Fall ist. Hier gilt es zu bedenken, dass im Umgang mit Geschäftspartnern – und selbst wenn es der eigene Partner ist – ein anderer Umgang an den Tag gelegt werden sollte.

Der große Vorteil ist sicherlich, dass man seinen Geschäftspartner kennt und ihm blind vertrauen kann. Ebenso schwören erfolgreiche Gründerpaare darauf, dass solch ein aufwändiges und nervenaufreibendes Gründungsprojekt oft besser mit einem Partner an der Seite durchgeführt werden kann. Schließlich ist es ein sehr zeitintensives Projekt, was definitiv von emotionalen Höhen und Tiefen gekennzeichnet ist. Besser ist derjenige dran, der sich des Supports des Partners sicher ist. Gründet nur einer der Ehepartner und zieht der andere nicht mit, so ist es viel schwieriger eine Gründung erfolgreich zu realisieren.

Gemeinsame Gründung – welche Rechtsform bietet sich an?

Egal, ob Sie nun als Franchisenehmer oder eigenständiger Gründer die Selbstständigkeit angehen, es gilt die passende Rechtsform für Ihr Unternehmen zu wählen. Gerade bei einer gemeinsamen Gründung ist es wichtig, dass Sie Privatvermögen schützen und Sie die persönliche Haftung auf ein Minimum beschränken. Natürlich kommt es hier natürlich auch immer auf das gewählte Geschäftskonzept an: Wie viel Risiko werden Sie hier als Unternehmer im Vertrieb von Waren oder dem Anbieten von Dienstleistungen eingehen?

Zum Ehegattentag und darüber hinaus: Schützen Sie Ihr Privatvermögen!

Sind Sie als Unternehmer von einer betrieblichen Schieflage betroffen, dann steht meist viel auf dem Spiel, da bei einer wirtschaftlichen Krise schnell auch das persönliche Vermögen dahin sein kann. Aber auch private Krisen wie schwere Krankheiten und Scheidungen haben Auswirkungen auf das Privatvermögen als Unternehmer. Aus diesem Fall wird Jungunternehmern und Franchisenehmern dringend dazu geraten, dass sie für den Ernstfall ihr Privatvermögen schützen.

Was steht bei der persönlichen Haftung auf dem Spiel?

Als Unternehmen haben die geschäftlichen Entscheidungen auch Auswirkungen auf das Privatvermögen, da man im Ernstfall mit diesem haften würde. Zum Privatvermögen zählen Geld und Wertpapiere, aber auch Immobilien, Autos, die private und geschäftliche Ausstattung sowie weitere bewegliche Gegenstände. Kommt es zu einem Insolvenzverfahren, erhalten Gläubiger Zugriff auf diese Vermögenswerte. Nicht nur für den Unternehmer selbst, auch die Ehegatten und Angehörigen können daher in Mitleidenschaft gezogen werden.

>>> Lesen Sie hier: Wie schützen Sie als Unternehmer Ihr Privatvermögen? Welche Rechtsformen bieten sich an?

Um die private Haftung zu beschränken, bieten sich folgende Unternehmensformen an:

  • GmbH:

Der Name der Gesellschaft mit beschränkter Haftung verrät bereits, dass das Privatvermögen geschützt ist. Hier beschränkt sich die persönliche Haftung auf das Stammkapital, was für die Gründung erbracht werden musste. Bei einer GmbH beträgt dies 25.000 Euro. Bei der Gründung müssen mindestens 12.500 Euro eingebracht werden, die andere Hälfte kann zu einem späteren Zeitpunkt eingezahlt werden. Dieses Stammkapital ist darauf ausgelegt, dass es bei Zahlungsschwierigkeiten die Ansprüche der Gläubiger (zumindest anteilmäßig) deckt. Die 25.000 Euro können in Form von Geld und Wirtschaftsgütern eingebracht werden.

  • UG:

Auch die Unternehmergesellschaft ist eine haftungsbeschränkte Unternehmensform. Diese lässt sich schon mit einem geringen Stammkapital gründen: Rechtlich gesehen reicht ein Euro aus, meist zahlen Gründer jedoch rund 300 Euro ein. Bei der UG kann nur Geld als Stammkapital erbracht werden.

Wo liegt also der Unterschied?

Der Unterschied zwischen den beiden Unternehmensformen liegt in der Besteuerung der Einkünfte. Da dies natürlich ein sehr wichtiger und finanziell interessanter Aspekt ist, sollten Sie hierzu mit einem Experten Rücksprache halten. Ein Steuerberater oder Notar kann hier behilflich sein, um Steuerliches im Einzelfall zu besprechen.

Zum Ehegattentag: Meins ist deins? Gütertrennung zum Schutz des Partners!

Ein Ehevertrag klingt natürlich immer sehr unromantisch, allerdings handelt es sich dabei um ein wichtiges rechtliches Instrument, um ein Unternehmen oder aber den Partner vor dem finanziellen Ruin zu schützen.

Regelungen aus dem Jahr 1900: Willkommen in 2019!

Der Ehevertrag ist ein wichtiges Instrument, was Unternehmer und ihre Partner vor den Regelungen des Familienrechts schützt, die noch aus dem Jahre 1900 stammen. Auch wenn das Familienrecht seit 1900 ein paar Mal reformiert wurde, so bieten diese Regelungen für alle Ehen dieselbe Lösung an. Allerdings: Die Zeiten haben sich geändert und heutzutage gibt es eine große Vielfalt an Ehemodellen. Ein Ehevertrag schafft hier Abhilfe, da es sich hierbei um ein individuell auf die Ehe der betreffenden Personen entsprechenden Vertrag handelt. Hier werden die rechtlichen Konsequenzen beim Scheitern der Ehe oder im Falle des Todes geklärt. So spart man sich vorab teure Auseinandersetzungen beziehungsweise lassen sich so bei der Erbschaftssteuer beträchtliche Summen sparen. Zudem stellt ein Ehevertrag sicher, dass der Partner abgesichert ist und Geld für seine eigene Versorgung behält. Es spielt dabei keine Rolle, wie groß das Unternehmen oder die Art der Beteiligung des Partners im Unternehmen ist. Der Vorteil an einem Ehevertrag ist, dass für jede Ehe eine passende vertragliche Lösung möglich ist. Schützen Sie als Unternehmer Ihren Partner und das Privatvermögen. Der internationalen Ehegattentag stellt einen guten Anlass dar, um sich darüber Gedanken zu machen.

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