Mitarbeiterbindung: Unsere 5 Tipps, um Fluktuation zu senken

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Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Erfolgsbasis für jedes Unternehmen. Doch wie schaffen Sie es, einen wertvollen Angestellten auch langfristig an Ihre Firma zu binden? Wir geben Ihnen fünf Tipps mit auf den Weg, durch die Ihre Mitarbeiter ganz nebenbei das Vertrauen in Ihr Unternehmen gewinnen und somit jahrelang in Ihrem KMU bleiben.

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Deutsche Unternehmen stecken immer mehr Zeit und Geld in die Personalrekrutierung. Aus gutem Grund: Letztlich sind die Mitarbeiter dafür entscheidend, ob das Unternehmen stagniert oder doch noch mal einen Sprung nach vorn macht. Wenn erst einmal geeignetes Personal gefunden ist, dann gilt es, dieses möglichst langfristig im Unternehmen zu behalten. Gewiss können Sie als Führungskraft nicht immer beeinflussen, wenn ein Mitarbeiter die Arbeitsstelle wechseln möchte – familiäre oder gesundheitliche Gründe bzw. eine innere Kündigung können ebenso entscheidend sein. Doch in den meisten Fällen trägt das Unternehmen eine Mitschuld, wenn ein Angestellter gehen möchte.

Dazu kommt, dass Fluktuation immer Kosten verursacht: Einen neuen Arbeitnehmer zu rekrutieren und einzuarbeiten, kostet Zeit und Geld und kann in der Zeit des Wechsels auch noch Ihre Produktivität hemmen. Deshalb sollten Sie den Schritt zur Kündigung und zum Jobwechsel soweit wie möglich erschweren; und zwar nicht durch Schikane, sondern durch eine gute Personalführung. Erschwert wird dies durch die aktuellen Bedingungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Gerade in Zeiten der historisch niedrigen Arbeitslosigkeit fällt nämlich vielen Arbeitnehmern der Schritt zur Kündigung und zum Jobwechsel leichter – sie wissen schließlich, dass qualifizierte Angestellte gefragt sind und können es sich daher erlauben, auch mal ein Risiko einzugehen und auf bessere Angebote zu hoffen.

Ganz oben auf der HR-Agenda? Die Mitarbeiterbindung!

Tatsächlich steht das Thema „Mitarbeiterbindung“ laut einer Hays-Studie (2018) ganz oben auf der Liste der wichtigsten HR-Themen für Unternehmen. Um die Fluktuation in Ihrem Betrieb zu verhindern, sollten Sie also dafür sorgen, dass einige „Wohlfühl-Faktoren“ erfüllt werden. Die Hays-Studie wurde unter Führungskräften aus HR-Abteilungen, anderen Führungskräfte sowie Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung durchgeführt und zeigt interessante Ergebnisse. Die wichtigsten Instrumente zur Mitarbeiterbindung sind demnach:

• Ein gutes Betriebsklima (57 %)
• Flexible Arbeitszeiten (46 %)
• Marktgerechte Entlohnung (44 %)
• Interessante Aufgaben (38 %)
• Beschäftigungssicherheit (38 %)
• Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (36 %)
• Gute Karriereperspektiven (34 %)

Sie als Unternehmer sollten sich an diesen Punkten orientieren – welche Faktoren erfüllen Sie schon, wo können Sie sich verbessern? Im Endeffekt hängt es natürlich vom einzelnen Mitarbeiter ab, ob er mehr Wert auf interessante Aufgaben legt oder auf ein gutes Betriebsklima. Es gibt daher kein Geheimrezept für eine Mitarbeiterbindungs-Strategie, die alle Arbeitnehmer gleichermaßen anspricht. Sorgen Sie deshalb dafür, dass Sie als Unternehmen in allen wichtigen Bereichen überzeugen können oder zumindest mit der Konkurrenz mithalten. So minimieren Sie letztlich das Risiko der Fluktuation.

Dank „Retention Managment“ die Zukunftsaussichten verbessern

Sie fragen sich vielleicht: Was ist denn nun schon wieder „Retention Management“? Ganz einfach, Retention Management ist der englische Fachbegriff für Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung. Über diesen Ausdruck sollten Sie also in Zukunft nicht mehr stolpern, sondern ihn für sich nutzen. Um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu binden, sollten Sie positive Anreize schaffen. Unsere fünf Tipps zur Mitarbeiterbindung:

1. Schaffen Sie herausfordernde Aufgaben, bei denen ein Ziel vor Augen ist:

Gerade junge, talentierte Arbeitnehmer lieben es, zeigen zu können, was in Ihnen steckt. Lassen Sie sie also nicht in den Alltagstrott verfallen, sondern stellen Sie Herausforderungen. An diesen wächst ein guter Mitarbeiter und sieht so: Oh, für diese Firma bin ich wirklich nützlich, mein Chef vertraut mir! Solch eine Denkweise stärkt das Bindungsgefühl ans Unternehmen. Zudem sollten Sie darauf achten, dass bei Aufgaben immer kommuniziert wird, welchen Sinn diese hat und wie dem Unternehmen dadurch weitergeholfen wird. So fühlt sich der Arbeitnehmer wertgeschätzt und weiß genau, warum er gebraucht wird. Ein Ziel vor Augen zu haben, ist wichtig.

2. Flexibilisieren Sie – soweit wie möglich – die Arbeit:

Flexible Arbeitszeiten sind, wie bereits gesehen, das zweitwichtigste Instrument zur Mitarbeiterbindung. Halten Sie also nicht am starren 8-bis 17 Uhr-Konzept fest, sondern seien Sie offen für Neues und passen Sie sich an die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter an. Eine Kernarbeitszeit einzuführen, kann schon mal der erste Schritt hin zu einer flexibleren Firma sein. Darüber hinaus kann auch die Möglichkeit des Homeoffice wahre Wunder bewirken. Gerade junge Eltern freuen sich über diese Alternative, bei der sie nicht den Weg zur Arbeit antreten müssen und (relativ) stressfrei an einem oder zwei Tagen in der Woche von zu Hause aus arbeiten können.

3. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter mit ein:

Ein gutes Betriebsklima ist die Basis der Mitarbeiterbindung. Doch wie erreichen Sie das überhaupt? Zum Beispiel, indem Sie Ihre Mitarbeiter auch in wichtige Entscheidungen miteinbeziehen. So beschäftigen sich die Angestellten quasi nebenbei intensiver mit den Zielen der Firma und können selbst beeinflussen, worauf besonders Wert gelegt wird. Zum Beispiel könnten Sie ein partizipatives Budget für Ihre Mitarbeiter freigeben, über dessen Verwendung allein die Mitarbeiter entscheiden. Das erhöht das gegenseitige Vertrauen und sorgt damit auch für einen höheren Wohlfühl-Faktor in Ihrem Unternehmen.

4. Setzen Sie auf Emotionales und immaterielle Faktoren:

Noch mal zum Thema Betriebsklima: Den meisten Mitarbeitern sind auf lange Sicht emotionale und immaterielle Argumente wichtiger als Materielles. Für 200 Euro Monatsgehalt mehr möchten sie daher nicht den Betrieb wechseln, da sie sich emotional bereits gut aufgehoben fühlen. Diese recht irrationale Denkweise sollten Sie sich zunutze machen und dafür sorgen, dass die emotionale Hürde zum Betriebswechsel groß wird. Erreichen können Sie das beispielsweise durch Teambuilding-Maßnahmen, die Ihr Team enger zusammenschweißen oder auch durch ganz Banales wie das Feiern von Betriebsjubiläen. Auch im Unternehmensalltag sollten Sie immer ein offenes Ohr für Ihre Mitarbeiter haben.

5. Trotz allem: Die Bezahlung muss stimmen!

Auch wenn das Wohlfühlklima mit entscheidend für die Mitarbeiterbindung ist: Der Lohn muss den Arbeitnehmer ebenso zufriedenstellen. Den Gehaltsstandard in Ihrer Branche oder bei Ihren direkten Konkurrenten sollten Sie daher mitgehen – ansonsten wird sich Ihr hoch qualifizierter Mitarbeiter wahrscheinlich doch irgendwann umorientieren, wenn er woanders deutlich mehr verdienen kann.

Ein vernünftiges Gehaltsniveau ist daher die Grundlage für eine gelungene Mitarbeiterbindung.
Die Kombination zwischen Immateriellem und der Bezahlung muss also passen. Auch ein gutes Employer Branding hilft Ihnen nicht nur bei der Rekrutierung des Personals, sondern auch bei der Mitarbeiterbindung. So gehen neue Angestellte nämlich gleich mit einem besseren Gefühl an ihre Arbeitsstelle und lassen sich leichter von den Vorteilen des Unternehmens überzeugen. Dass Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung heutzutage unabdingbar sind, zeigt dieser Artikel.

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