Unternehmensnachfolge: Sie planen einen Franchise-Standort zu übernehmen?

26.04.2018 09:00 | Ein Unternehmen gründen

Viele Unternehmen brauchen einen Nachfolger, der sie in die Zukunft leitet. Manche von ihnen werden trotz aller Bemühungen darum eingestellt, andere aufgespaltet. Das kann im Franchising nicht leicht passieren, hier wird in der Regel jeder neue Standort zum Abzweig eines älteren Geästs. Als Alternative dazu kommt es vor, dass eine seit geraumer Zeit bestehende Niederlassung mit frischem Wind belebt wird. Treten Sie eine durchaus überlegenswerte Unternehmensnachfolge im Franchising an!

Statt Aufbauarbeit: Franchising durch Unternehmensnachfolge

Dem Vernehmen nach tendiert der überwiegende Teil angehender Franchisenehmer sogar dazu, gut Eingeführtes weiterhin zu betreuen, dabei ist es alles andere als einfach. Neben den eigenen Interessen sind eine ganze Reihe anderer zu berücksichtigen:

  • natürlich das des Franchisegebers, aber auch
  • dasjenige Ihres Vorgängers und darüber hinaus
  • die der Kunden wie auch
  • der Mitarbeiter.

Im Grunde kommt nur der hinzu, in dessen Fußstapfen man treten möchte, ob er nun in welcher Form auch immer noch präsent ist oder lediglich seine Spuren hinterlassen hat. Auch damit kann jemand anwesend sein, besonders dann, wenn es sich im Verhalten der nach wie vor hier Tätigen spiegelt.

Behutsames Taktieren gefragt bei der Unternehmensnachfolge

Angestellte wollen nicht vor den Kopf gestoßen sein, ebenso wenig wie die anderen Beteiligten. Also kehren Sie nicht gleich mit eisernem Besen und krempeln alles um, sondern lernen zunächst die besonderen Zusammenhänge kennen. Dann können Sie immer noch neue Sitten einführen, bis dahin hat man sich auch schon aneinander gewöhnt. Der Neue hat es immer schwer; auf der einen Seite verlangt man von ihm womöglich, es besser zu machen, andererseits darf er nichts Vorhandenes gefährden. Es kann eine Gratwanderung sein, zwischen Gewesenem und zu Erwartendem möglichst schonend zu vermitteln, manche stellen sich lieber ein eigenes Team zusammen und fangen damit dort an, wo Sie es wollen.

Wer Bestehendes übernimmt, wird zunächst begradigend tätig

Doch schließlich müssen Sie sich ja sowieso nach ihrem Franchisegeber richten, und da sollte ein wenig Anpassungsfähigkeit auch anderweitig im Rahmen des Möglichen liegen. Es kann nicht angehen, dass ein von oben kommend empfundener Druck nach unten hin zum Treten führt. Franchisenehmer sind keine Radfahrer, eher Diplomaten, die sich aber auf den in solchen Kreisen gewohnten Komfort nicht verlassen können. Es liegt ein gutes Stückchen harter Arbeit vor Ihnen, hier und da werden Sie zurückstecken müssen, um ungerupft weiterzukommen. Sie dürfen niemanden verängstigen und erst recht nicht den vergraulen, der Ihnen in der Anfangsphase gute Dienste leisten kann, sofern er dazu bereit und in der Lage ist.

Im Regelfall läuft der geplante Wechsel wie ein Uhrwerk ab

Normalerweise geht dabei alles seinen geregelten Gang, schließlich ist es von langer Hand vorbereitet. Der Zeitpunkt der Übergabe wurde vor einer ganzen Weile bereits festgelegt, und wenn nichts dazwischenkommt, dann bleibt es auch dabei. Vertragliche Bestimmungen sind zu erfüllen, sodass sämtliche Akteure sich darauf einstellen können und hoffentlich keine bösen Überraschungen erleben. Allein die Einzelheiten waren seinerzeit noch nicht zu klären, und nun kommt die Franchisezentrale ins Spiel. Sie hat zwischenzeitlich einen exakten Ablaufplan ausgearbeitet, mit dem der verfolgten Strategie entsprochen wird, damit man sich danach richten kann. Es wäre wenig hilfreich, daran erinnert werden zu müssen.

Nur wenige handeln, aber viele denken währenddessen mit

Der Sinn und Zweck des Ganzen dürfte allen, die daran mitwirken müssen, bewusst sein, doch zumindest einige von ihnen sollten auch die Details im Hinterkopf behalten. Mehr als peinlich könnte es sein, wenn die versammelte Mannschaft etwa auf den Ehrengast warten müsste. So viel Respekt ist nun wieder auch nicht aufzubringen. Zwar wird dem Hauptakteur einiges an Organisatorischem abgenommen, doch eigentlich sollte er derjenige sein, der die Fäden in der Hand hält. Zumindest muss er sich davon überzeugen, dass alles wie geplant verläuft und eingreifen, sobald etwas Unvorhergesehenes eintritt. Das kann geschehen, wenn das Schicksal vereinbarte Fristen außer Kraft setzt.

Jederzeit kann sich auch nicht Programmgemäßes ereignen

Selbst Franchisenehmer werden manchmal ernstlich krank oder sterben gar ganz unverhofft. Dann ist mit einer geregelten Nachfolge im Franchising nichts zu machen, der Notfallplan wird eiligst hervorgekramt. Jetzt muss jemand in die Bresche springen, der quasi auf Abruf bereitsteht, sofern er nicht schon anderweitig engagiert ist. Es müsste mit dem Teufel zugehen, wenn das vorkommt, doch danach wird nicht immer gefragt. Man könnte wohl den Termin für eine eventuell ohnehin geplante Übernahme besonderer Umstände halber vorziehen, ein Chaos mittleren Ausmaßes aber wäre wohl kaum zu vermeiden. Doch es hilft nichts; der Betrieb muss weitergehen.

In außergewöhnlichen Fällen läuft das System hochtourig

Da ist Spontaneität gefragt für das Zustandekommen pragmatischer Lösungen, bei denen man allerdings auf vorliegende Erfahrungen zurückgreifen kann. Vielleicht läuft ja in nicht allzu weiter Ferne ein Standort bereits schon derart reibungslos, dass man dort für ein paar Tage auch auf den Chef verzichten kann. Der hätte dann gleich Gelegenheit, sich als zu Höherem berufen zu profilieren. Sollte er jedoch gerade unabkömmlich sein, muss halt ein Mitarbeiter aus der Zentrale her, der das Business dann von seiner anderen Seite kennenlernt. Interims-Manager sind mitunter sehr begehrt, man könnte überhaupt generell, vorübergehend oder auch für länger, die Rollen tauschen, um Horizonte zu erweitern.

Qualifizierungs-Rotation als Sprungbrett

Systemweit sollte man auf sämtliche Eventualitäten vorbereitet sein, darf nur nicht zu viel Energie darauf verwenden, weil sie selten eintreffen. Wenn es aber dazu kommt, muss ein Spezialist für alle Fälle ran oder ein fähiger Nachrücker aus der zweiten Reihe. Wahrscheinlich werden einige Drähte heißlaufen, der eine oder andere ahnt vielleicht sogar, was demnächst ansteht. In eine angestrebte Position dringt man vor, indem man sich bereithält und den entscheidenden Moment nicht verpasst.

Aus dem Hut Gezaubertes macht Eindruck

Bewerben Sie sich nicht blindlings für eine lukrative Unternehmensnachfolge, empfehlen Sie sich als derjenige, der es am besten richten kann. Stellen Sie Ihre Qualitäten unter Beweis, damit man auf Sie aufmerksam wird. Auch so hat man Erfolg im Franchising, nicht nur dadurch, dass man bescheiden anfängt und langsam immer höher klettert. Machen Sie einen Sprung auf der Karriereleiter, sprengen Sie die Grenzen, wenn Sie von lähmender Routine umgeben sind. Wer als Retter aus der Verlegenheit auftritt, dem wird man ewig dankbar sein.

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